Praktische Tipps fürs Homeschooling in der Grundschule

  • Es gibt hier zwar schon einen allgemeinen Thread zum Thema Homeschooling, aber zum eine driftet der doch mittlerweile ganz schön ab und zum anderen konzentriert er sich doch mehr auf technische Möglichkeiten, die hauptsächlich für größere Schüler zum Einsatz kommen. Ich denke zwar auch gerade darüber nach, inwieweit ich zukünftig so etwas wie Lernplattformen oder Lernprogramme nutzen könnte, wenn das ganze sich noch länger hinzieht, aber vorerst finde ich Arbeitspläne und Mailkontakt mit den Eltern ausreichend.

    Ich gehe mal davon aus, dass das anderen ähnlich geht und wollte hier grundschulspezifische Möglichkeiten sammeln:

    Wie sehen Arbeitspläne bei euch aus?

    Welches Material findet sich online, das man gut nutzen kann (um es als Material zu verschicken oder auch einfach als Linktipps für Eltern...)

    Wie handhabt ihr das mit den Rückmeldungen?

    Welche Lernplattformen/Lernapps etc. eignen sich für die Grundschule? (und gleich mal die konkrete Frage: hat jemand Erfahrung mit Snappet?)

    Wie könnte man über reine Übungsaufgaben hinaus, auch neue Inhalte vermitteln?

    In Anbetracht der Uhrzeit und weil ich genau jetzt doch plötzlich müde werde, verschiebe ich meine eigenen Überlegungen/Erfahrungen zu diesen Fragen dann doch mal auf morgen und belasse es für jetzt bei einem Tipp, den ich gerade noch gefunden habe:


    Meine Lieblingskunstseite hat tatsächlich die Rubrik "Kunst für zu Hause" eingerichtet :) (ich brauche so Lichtblicke gerade sehr...):


    https://www.kunstgalerie-derro…/kunst-f%C3%BCr-zu-hause/

  • Danke Rena! Jetzt muss ich gar nicht mehr alles selbst verlinken ;) Und einiges kannte ich noch gar nicht.

    Ein bisschen was zum Ergänzen habe ich aber auch noch:


    https://www.niekao-lernen.de/Mathematik/ (Mathe 1.Klasse)

    https://www.schlaumeier.online/ (weiß aber nicht, ob das in hochdeutsch ist????)


    Und grundsätzlich der Hinweis, dass ganz viele Lehrerblogs gerade die Nutzungsrechte ihrer Materialien erweitert haben. Vieles darf zur Zeit explizit auch an Kinder/Eltern verschickt werden.

    Um da einen Überblick zu bekommen (nebst diversen Anregungen) empfehle ich einen Blick auf diese Seite:


    https://grundschulblogs.de/



    So und eigentlich hatte ich mir ja voregenommen heute aus Gründen der Psychohygiene wirklich nichts für die Schule zu machen sondern nur schöne Dinge für mich und mit meinen Lieben! Ich bin echt inkonsequent....

    Deshalb belasse ich es für heute dabei und schreib die nächsten Tage noch was zu den anderen Frage, die ich hier gesten in die Runde geworfen habe!

    Ich mach jetzt den Rechner aus :)

  • Sehr gute Idee :top:


    Unsere Arbeitspläne wurden freitags zum größten Teil schnell aus dem Boden gestampft, daher sind die vermutlich nicht so ausgefeilt, wie sie sein könnten. Jeder Plan umfasst eine Woche und listet die Aufgaben auf, die die Kinder in den einzelnen Fächern bearbeiten sollen.


    Für Material stöbere ich derzeit viel auf diversen Grundschulblogs, die dankenswerterweise erlauben, dass ihr Material auch an Eltern und Schüler geschickt werden darf. Beim Lehrermarktplatz gibt es auch viele kostenlose Materialien.

    An Onlinematerial habe ich bisher vor allem einzelne Übungen bei learningapps.org verschickt.


    Die Rückmeldungen finde ich grade in der Grundschule sehr schwierig. Ich bin derzeit völlig darauf angewiesen, dass die Eltern Interesse daran haben, mir etwas rückzumelden. Klappt leider nicht bei allen und auch individuelle Rücksprachen sind nicht immer möglich (falsche/veraltete Telefonnummern oder E-Mail-Adressen, sprachliche Verständnisprobleme, ...) :daumenrunter:


    Neue Inhalte haben wir bisher so gut es ging vermieden. Sollte es nach den Osterferien aber immer noch auf diesem Weg weitergehen - wovon ich fast ausgehe - , kommt man da ja nicht mehr drumrum. Ich würde dann erst mal nach Erklärvideos suchen - und wenn es keine gibt, selber was erstellen.

  • @~delfin~


    Gedanken über Erklärvideos mache ich mir auch gerade.

    Die würden bei mir erst nach den Osterferien zum Einsatz kommen,

    falls es denn danach bei der Schulschließung bleibt.


    Bei mir ist das insofern kein Problem, weil ich eine 2.Klasse habe.
    Solange die nach den Ferien das 1x1 beherrschen (Übungen, auch online über learningapps.org

    haben sie gekriegt).

    In Deutsch hätten die meisten das Grundschrift-Heft dann auch durch.

    Usw. , es geht also noch 2 Wochen.


    Dann werde ich wohl meinen ersten Youtube-Kanal eröffnen.


    :victory:

  • Jetzt hätte ich mal eine Fragen: Ich habe bei NIE!KAO einige kostenlose Materialen zum Download bestellt. Kurz darauf bekam ich eine Rechnung über 0,00 €, die ich erst überweisen soll, vorher komme ich nicht an die Materialen ran, weil die Rechnung noch nicht beglichen ist...

    Habe ich jetzt etwas übersehen? Ich kann doch nicht eine Überweisung über 0,00 € tätigen???

  • Jetzt hätte ich mal eine Fragen: Ich habe bei NIE!KAO einige kostenlose Materialen zum Download bestellt. Kurz darauf bekam ich eine Rechnung über 0,00 €, die ich erst überweisen soll, vorher komme ich nicht an die Materialen ran, weil die Rechnung noch nicht beglichen ist...

    Habe ich jetzt etwas übersehen? Ich kann doch nicht eine Überweisung über 0,00 € tätigen???

    Ich denke es dauert einfach ein bisschen, bis sie das freigeschaltet haben. Schreiben sie ja auch auf der homepage.

  • Ich finde toll, wie viele Möglichkeiten es im Onlinebereich gibt. Zu gerne würde ich sie auch nutzen und Kontakt zu den Schülern halten...

    Aber ganz ehrlich? Wir hatten einen Tag Zeit, für die Schüler Material und Aufträge für 3 Wochen vorzubereiten und diese den Eltern dann mitzugeben. Die meisten Eltern besitzen keine Email-Adresse, manche haben noch nicht einmal Internet. Bei einigen funktioniert keine Telefonnummer. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich die Schüler unterstützen bzw ihre Arbeiten zwischendurch kontrollieren kann. Ich bin sogar schon zu jedem einzelnen nach Hause gefahren und hab einen Brief mit neuen Impulsen eingeworfen (sofern die Adresse gestimmt hat). Aber der Kommunikationsweg ist sehr einseitig... Meine private Telefonnummer möchte ich nicht rausgeben, wobei das noch die einzige Option wäre, die mir einfällt.

    Wem geht es ähnlich und wie organisiert ihr die Kommunikation zwischen Schülern, Eltern und euch?

  • Aber ganz ehrlich? Wir hatten einen Tag Zeit, für die Schüler Material und Aufträge für 3 Wochen vorzubereiten und diese den Eltern dann mitzugeben.

    Wieso einen Tag? Die Schulschließung ab Mittwoch war doch bereits Sonntag bekannt, somit hatte man zwei Schultage Zeit!

  • wie organisiert ihr die Kommunikation zwischen Schülern, Eltern und euch?

    Da ich meine private Telefonnummer nicht gerne herausgebe, habe ich mir am Anfang des Schuljahres beim 1. Elternabend die aktuellen E-Mail Adressen geben lassen, das hat sich jetzt bewährt. Überhaupt kommuniziere ich sowieso gerne per E-Mail mit einzelnen Eltern, die kennen das schon.

    Inzwischen hat die Elternvertreterin ausnahmsweise meine Telefonnummer bekommen.


    Achja, wir haben keine Schul-e-mailadressen, aber ich habe immer eine private und eine "dienstliche" - die dienstliche haben auch die Eltern.

  • Ich bin sogar schon zu jedem einzelnen nach Hause gefahren und hab einen Brief mit neuen Impulsen eingeworfen (sofern die Adresse gestimmt hat).

    Wer auf dem Sekretariat keine gültige Adresse hinterlässt, kann nicht damit rechnen, wichtige Post von der Schule zu erhalten. Einzelne Wohnungen abklappern würde ich nicht, bei aller Liebe.

  • Wieso einen Tag? Die Schulschließung ab Mittwoch war doch bereits Sonntag bekannt, somit hatte man zwei Schultage Zeit!


    Wieso einen Tag? Die Schulschließung ab Mittwoch war doch bereits Sonntag bekannt, somit hatte man zwei Schultage Zeit!

    Bei uns hatte die Schule bereits am Montag geschlossen.

  • Da ich meine private Telefonnummer nicht gerne herausgebe, habe ich mir am Anfang des Schuljahres beim 1. Elternabend die aktuellen E-Mail Adressen geben lassen, das hat sich jetzt bewährt. Überhaupt kommuniziere ich sowieso gerne per E-Mail mit einzelnen Eltern, die kennen das schon.

    Inzwischen hat die Elternvertreterin ausnahmsweise meine Telefonnummer bekommen.


    Achja, wir haben keine Schul-e-mailadressen, aber ich habe immer eine private und eine "dienstliche" - die dienstliche haben auch die Eltern.

    Ich bin auch ein großer Fan von Kommunikation über Email. Es bringt mir nur nicht viel, wenn die Eltern keine Email-Adresse besitzen. ;) Würde ich ansonsten aber genauso handhaben wie du.

  • Wir haben Montag bis Freitag Telefonzeiten von 9-12 Uhr. (ok alle Klassenlehrer haben dafür ein Diensthandy).


    Ansonsten haben wir den Kindern ein Dossier heimgeschickt, es gibt ein von uns gestaltetes Zusatzangebot auf der Homepage. Wir werden wohl nächste Woche noch Material richten, dass die Eltern bei Bedarf abholen dürfen.

  • Wieso einen Tag? Die Schulschließung ab Mittwoch war doch bereits Sonntag bekannt, somit hatte man zwei Schultage Zeit!

    Bei uns war auch ab Montag zu. D.h. wir wussten Freitag früh, dass wir den Kindern an diesem Tag alles mitgeben müssen, was sie in den kommenden Wochen arbeiten sollen - also Materialien und Arbeitspläne. Bei den meisten konnte man zusätzliche Erklärungen per Mail nachreichen, darauf reagiert aber auch nicht jeder. Also keine Ahnung, ob es da ankommt, wo es hinsoll. Allerdings gibt es durchaus auch einige, bei denen sich das Ganze so gestaltet:

    Ich finde toll, wie viele Möglichkeiten es im Onlinebereich gibt. Zu gerne würde ich sie auch nutzen und Kontakt zu den Schülern halten...

    Aber ganz ehrlich? Wir hatten einen Tag Zeit, für die Schüler Material und Aufträge für 3 Wochen vorzubereiten und diese den Eltern dann mitzugeben. Die meisten Eltern besitzen keine Email-Adresse, manche haben noch nicht einmal Internet. Bei einigen funktioniert keine Telefonnummer. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich die Schüler unterstützen bzw ihre Arbeiten zwischendurch kontrollieren kann. Ich bin sogar schon zu jedem einzelnen nach Hause gefahren und hab einen Brief mit neuen Impulsen eingeworfen (sofern die Adresse gestimmt hat). Aber der Kommunikationsweg ist sehr einseitig... Meine private Telefonnummer möchte ich nicht rausgeben, wobei das noch die einzige Option wäre, die mir einfällt.

    Wem geht es ähnlich und wie organisiert ihr die Kommunikation zwischen Schülern, Eltern und euch?

    Mit der privaten Telefonnummer stimme ich dir zu, die gebe ich auch nicht raus. Und auch wenn ich dir Zauberwald eigentlich voll und ganz zustimme, bin ich auch schon bei einigen vorbeigefahren, um Sachen hinzubringen. Ganz einfach aus dem Grund, dass ich es ja ansonsten alles auffangen müsste, wenn wir dann irgendwann wieder in die Schule können. So arbeiten sie vielleicht wenigstens ein bisschen etwas bis dorthin.


    Schauen die Eltern bei euch regelmäßig auf die Schulhomepage? So wie du es beschreibst, kannst du ja viele einzeln überhaupt nicht erreichen. Wenn du sie so einschätzt, dass sie sich telefonisch bei dir melden würden, könnte man sie ja eventuell dort dazu auffordern, in der Schule anzurufen. Würde bei meinen Schülern vermutlich nix bringen, aber vielleicht sind deine ja anders ':-D

  • Bei uns sind die Kinder es gewohnt, mit einem Wochenplan zu arbeiten. Dementsprechend haben wir letzte Woche noch einen Wochenplan erstellt und teilweise analog verteilt. Ab dieser Woche werden wir die Wochenpläne (mittlerweile eher Lernpakete) als Padlet herausgeben.

    Die Arbeitspläne sehen zu einem großen Teil natürlich so aus wie immer, dass eben bestimmte Seiten in Arbeitsheften oder Arbeitsblätter zu bearbeiten sind. Außerdem werden eingebundene Bilder und (Erklär-) Videos genutzt. Nach und nach werden wir aber sicher auch die weiteren Funktionen und Vorteile der Online-Plattform nutzen. Hoffe ich. Padlet hat ja genug Möglichkeiten für die Kinder zur Interaktion: Fotos, Videos, Sprachaufnahmen, Texte und Kommentare können einem Padlet hinzugefügt werden, wenn man es so einstellt.

    Neben Padlet nutze ich wie im 'normalen Unterricht' auch jetzt mentimeter zum Abstimmen, Sammeln und Fragen. Des Weiteren bietet learningapps die Möglichkeit, verschiedene Lernspiele (Zuordnungsaufgaben, Quiz, ...) zu erstellen und diese von den Kindern spielen zu lassen. Auch eine Zuordnungsaufgabe auf learningapps findet sich im Padlet dieser Woche wieder.

    Noch nicht eingesetzt habe ich, aber für nutzbar halte ich learningsnacks, wo man eine Art vorgefertigten Chat mit der Möglichkeit Videos, Bilder und Fragen einzubinden erstellen kann.

    Alles nichts Neues, werden diejenigen zu Recht sagen, die sich schon länger mit dem Thema Digitale Medien im Unterricht auseinandersetzen.



    Informationen werden bei uns per Mail verschickt sowie an die Pflegschaftsvorsitzenden gesendet und diese stellen sie in die WhatsApp-Gruppen der Klasse.


    Wir fordern keine Lösungen ein (ist ja freiwillig) und dementsprechend gibt es bis auf Musterlösungen auch keine Rückmeldungen von uns.

    Da man aber zum Beispiel in der neuen Woche auch bei einer Umfrage am Anfang und am Ende des Lernpakets teilnehmen soll, kann ich die Teilnehmerquote sehen und bin gespannt, wie das Angebot angenommen und genutzt wird.


    Snappet setzen wir noch nicht ein, aber eine Kollegin hat gerade den Auftrag, sich dort einzuarbeiten und zu prüfen, ob die Plattform bei uns eingesetzt werden kann. Ich habe damit noch keine Erfahrungen.

  • Alles nichts Neues, werden diejenigen zu Recht sagen, die sich schon länger mit dem Thema Digitale Medien im Unterricht auseinandersetzen.

    Möglich, aber wieviele sind das????? Also ich schonmal nicht, für mich ist das komplett neu! Deshalb auch tasächlich:

    Danke dafür !(auch wenn ich lange werde googeln müssen, wenn ich rausfinden will, was das alles ist).

  • ...

    Informationen werden bei uns per Mail verschickt sowie an die Pflegschaftsvorsitzenden gesendet und diese stellen sie in die WhatsApp-Gruppen der Klasse....


    Dürft ihr Whatsapp-Gruppen mit Schülern einrichten? Ich habe überlegt, ob ich das mache, meine aber mich zu erinnern, dass wir das nicht tun sollen/dürfen.

    Es gibt für alles ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

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