Referendariat an 2 Schulen?

  • Also bei uns war das damals nicht möglich. Man durfte nicht an einer Schule eingesetzt werden, an der man selbst war.

    Die Abfrage gab es bei mir nur noch bis zum Praxissemester.
    Ref nicht mehr.


    Tesla Wie weit bist du im Studium? Wie viele der Praktika hast du schon gemacht? Es ist ja durchaus sinnvoll auch verschiedene Schulen zu sehen.

  • Ist glaube ich eine Besonderheit in NRW. Ich finde es auf jeden Fall interessant, dass es dort die Möglichkeit gibt, Berufsschullehramt mit 2 berufliche Fachrichtungen, berufliche Fachrichtung + allgemeinbildendes Unterrichtsfach oder 2 allgemeinbildende Unterrichtsfächern studieren kann. In der Regel wird aber die zweite Option empfohlen, oder?

    Option 3 kann man soweit ich weiß, gar nicht auf "Lehramt Berufskolleg" studieren. Ich glaube die Kollegen mit 2 allgemeinbildenden Fächern sind alle vom Gymnasium rübermigriert, das ist problemlos in NRW.

  • Option 3 kann man soweit ich weiß, gar nicht auf "Lehramt Berufskolleg" studieren. Ich glaube die Kollegen mit 2 allgemeinbildenden Fächern sind alle vom Gymnasium rübermigriert, das ist problemlos in NRW.

    Die meisten kommen zwar von Gym/Ges-Studiengängen, aber man kann das auch grundständig für das BK studieren.

    Die meisten machen es nicht, weil sie BK als Schule so nicht kennen.


    https://www.schulministerium.n…spektive-Berufskolleg.pdf

  • Option 3 kann man soweit ich weiß, gar nicht auf "Lehramt Berufskolleg" studieren. Ich glaube die Kollegen mit 2 allgemeinbildenden Fächern sind alle vom Gymnasium rübermigriert, das ist problemlos in NRW.

    Doch doch, das geht auch in NRW. Habe ich und eine Vielzahl meiner KuK auch so gemacht. Ich wollte Lehramt BK, weil das das Klientel ist, mit dem ich arbeiten wollte/will. Allerdings hatte ich keine Lust auf eine berufliche Fachrichtung weil ich da - bis auf ganz wenige Ausnahmen - kein Interesse dran habe und weil ich mich auch nicht auf einen bestimmten "Typ" BK festlegen wollte. Mit allgemeinbildenden Fächern ist man da einfach flexibler, wenn man von den etwas schlechteren Einstellungschancen ggü Leuten mit beruflichem Schwerpunkt absieht.

  • Kurzer Einwurf betreffend der Ausbildung an zwei Schulen:

    Hat eine Bekannte von mir gemacht, war teilweise sehr, sehr anstrengend. Beide Schulen bestanden darauf, dass sie an den Konferenzen teilnimmt, an Tagen der offenen Tür, Elternabenden... Auch die Erstellung der Stundenpläne erwies sich dadurch als schwierig.

  • Vor ca. 2 Jahren habe ich selber mein Referendariat an einer Schule abolviert, die in der Oberstufe zwar auf dem Papier Ausbildungslehrer anbieten konnten, diese jedoch entweder langzeiterkrankt oder Mutterschutz/Erziehungsurlaub waren. Um überhaupt Unterrichtsbesuche zeigen zu können, habe ich dann beim Seminar (Dienststelle) eine Abordnung beantragt und konnte dann für ca. 3Wochenstunden (von ca. 14Wochenstunden) an eine andere Schule gehen.

    Ich empfand diese Zeit als ziemlich anstrengend und würde so etwas - und dann auch noch geplant - niemanden empfehlen. Denk daran, dass du dir nicht nur die zusätzliche Fahrzeit, sondern auch zusätzliche Zeugniskonferenzen (etc.) [dh. Dienstpflichten] aufhalsen würdest.


    Ansonsten:

    Du bewirbst dich in NRW auf verschiedene Seminarstandorte, welche nicht immer alle gleichzeitig für Bewerber geöffnet sind. Das letztendlich zugeteilte Seminar teilt dich dann einer Schule (hier wird ggf. Rücksprache gehalten) zu. Wenn du dann noch Glück hast, erhälst du deine oben gewünschte Schule.

    Wenn die Schulleitung und die Seminarleitung gut miteinander auskommen, kann es sein, dass du als Referendar unter der Hand zugeteilt wirst.

    Da deine Wunschschule kein Physik-SII anbietet, wäre dies vom Seminar sehr fahrlässig und würde ggf. als Formfehler gelten. Letzteres wäre ein Einspruchgrund, welcher tatsächlich stattgegeben wird. (Wäre ich bei der Ref-Abschlussprüfung (UPP) durchgefallen, hätte ich diese sogar dreimal statt regulär zweimal antreten können.)


    Dass du an der gleichen Schule dein Referendariat absolvierst, an dem du dein Abitur gemacht hast, daran erkenne ich kein Problem. Ein Kollege (EX-ABI & EX-REF) hatte nichts Negatives darüber erzählt.

  • eines Wissens nach muss ich aber im Ref Oberstufenkurse haben. Ist es nun möglich, dass ich an einer anderen Schule die Oberstufenkurse habe und an „meiner“ Schule das Ref mache? Ich weiß, dass die SL sich sehr gut mit der SL eines Gymnasiums in der Nähe versteht, die zumindest Grundkurse in Physik in der Oberstufe anbietet (war damals selbst an der Schule).


    Geht grundsätzlich, ich hatte auch eine Kollegin, die an einer neuen Gesamtschule war, wo noch keine gymnasiale Oberstufe vorhanden war. Die war dann auch zusätzlich an einer anderen Schule.


    Prinzipiell würde ich aber davon abraten, du hast dann häufig eine deutlich höhere Belastung, durch Pendelei, doppelte Konferenzen etc.

  • An meiner Ausbildungsschule war auch eine Referendarin, die für ihr Zweitfach, das es an unserer Schule nicht gab, an eine Schule in der Nähe abgeordnet war. Die hatte deshalb sogar eine Stunde weniger BDU (8 statt 9).


    Und prinzipiell ist es ja auch möglich, bei Lehramt GymGe das Referendariat an einem Weiterbildungskolleg nur mit Sek.II zu machen. Diese Referendare müssen dann noch an eine Schule mit Sek.I, um die Lehrbefähigung hierfür auch noch zu kriegen.

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