Staatliche oder private Schule?

  • Hallo an alle!

    Ich habe nächste Woche zwei Vorstellungsgespräche für Vertretungsstellen in Bayern: eines an einer öffentlichen, das andere an einer privaten Schule (Bayern).

    Natürlich strebe ich früher oder später eine Planstelle im Gymnasium mit Chance auf Verbeamtung an, was meines Wissens nur an einer öffentlichen Schule möglich ist.

    Ergeben sich für meine Zukunft Nachteile, wenn ich für kommendes Jahr die Stelle an der Privatschule annehme?

    Vielen lieben Dank für alle Hinweise!

    Clio

  • Ich bin nicht betroffen, kann also keine weiteren Auskünfte geben, aber Schulen in kirchlicher Trägerschaft verbeamten auch.

    Man sollte aber genau hinschauen, ob am staatlicher Beamter der Kirchenbeamter wird, beide können an Schulen in kirchlicher Trägerschaft arbeiten. Kirchenbeamte sind zwar weitgehend gleichgestellt, was Bezüge und Versorgung angeht, sie können sich zB jedoch nicht auf eine Beförderungsstelle im öffentlichen Schuldienst bewerben.


    Trotzdem würde ich bei einer Vertretungsstelle das machen, was mir am besten gefällt.

  • meine Zeit an einer Ersatzschule in NRW wurde in Baden-Württemberg nicht anerkannt. Ich konnte daher erst später A14 erreichen und werde später für "25 Jahre treue Dienste" belohnt (machte bei mir also einige EUR aus, auch meine Pension wird geringer sein, an der Ersatzschule war ich damals nur angestellt, inzwischen verbeamten sie auch).

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  • Danke für eure Hinweise. Es ist kein kirchlicher Arbeitgeber.


    Ich befürchte genau so etwas wie bei dir, Kris24, dass die Arbeitsjahre später nicht anerkannt werden - was ich ja absurd finde, denn Erfahrung ist Erfahrung. Ich möchte also keine Jahre "verlieren". Dennoch glaube ich, dass die Arbeitsbedingungen an speziell dieser privaten Schule angenehmer sind, daher fällt mir die Entscheidung nicht leicht...


    Hat noch jemand Erfahrung mit einem Wechsel von Privat- zu staatlicher Schule?

  • Ich habe zwei Jahre an einer Privatschule in BaWü gearbeitet und dann eine Planstelle in RLP erhalten. Bei der Berechnung der Arbeitsjahre wurde mir diese Zeit ohne Probleme anerkannt.

    Generell würde ich eine Privatschule Vertretungsstellen immer vorziehen, nicht nur wegen der Arbeitsatmosphäre, sondern auch wegen der besseren Jobsicherheit.

  • Das mit der Anerkennung der Jahre finde ich fair. Auch Berufsjahre aus dem Ausland müssen nämlich nach europäischem Recht einberechnet werden - da wärs ja echt komisch, inländische Erfahrung nicht zu würdigen.


    Das ist eine interessante Perspektive. Bisher habe ich oft gehört, dass die Bedingungen an Privatschulen oft unangenehmer sind: mehr fremde Fächer, Überstunden, teilweise weniger Ferien etc...


    Ich hab ein bisschen Angst, dann nie wieder von der Privatschule wegzukommen. Aber wahrscheinlich würde ich schon bei der Einstellung die Bedingung stellen, dass mir der Arbeitgeber jedes Jahr eine Freistellungsbescheininung ausstellt, damit ich mich weiter frei bewerben kann (Bayern - ich bin nicht auf der Warteliste).

  • Generell würde ich eine Privatschule Vertretungsstellen immer vorziehen, nicht nur wegen der Arbeitsatmosphäre, sondern auch wegen der besseren Jobsicherheit

    Ist denn eine Vertretungsstelle an einer privaten Schule sicherer? Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen wieso.

    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.


    Albert Einstein

  • Bei mir wurde es vor 20 Jahren nicht anerkannt, weil es in NRW eine Gesamtschule statt einem Gymnasium war, weil es privat war (Ersatzschule kannte man in Baden-Württemberg nicht), aber damals war vieles noch viel mehr Ländersache (alleine über die Anerkennung meiner Staatsexamen musste ich schmunzeln, meine Note wurde besser). Ein Kollege dagegen hatte Schwierigkeiten, seine Ausbildung aus Sachsen (?) anerkannt zu bekommen. Er sollte vieles nachholen. Zum Glück änderte sich dies rechtzeitig für ihn (es ging um wenige Wochen). Ein Wechsel innerhalb Baden-Württemberg oder innerhalb NRW hätte damals, glaube ich, keine Probleme bereitet.


    Und ja, ich habe damals an mehreren Stellen nachgefragt, habe mich nach oben verbinden lassen. Vor ein paar Jahren habe ich es noch einmal versucht.


    Gut, wenn es sich inzwischen geändert hat, ich würde aber nachfragen.

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    Einmal editiert, zuletzt von Kris24 () aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Aber wahrscheinlich würde ich schon bei der Einstellung die Bedingung stellen, dass mir der Arbeitgeber jedes Jahr eine Freistellungsbescheininung ausstellt, damit ich mich weiter frei bewerben kann

    Wenn Du angestellt bist, brauchst Du die nicht, sondern kannst jederzeit kündigen.

    Gib einem Hungrigen einen Fisch, und er ist für einen Tag satt. Zeig ihm, wie man angelt, und er pöbelt Dich an, dass er besseres zu tun hätte, als Schnüre ins Wasser hängen zu lassen.

  • Wenn Du angestellt bist, brauchst Du die nicht, sondern kannst jederzeit kündigen.

    Stimmt, habe ich auch getan. Aber es gibt Kündigungsfristen einzuhalten. Ich hatte das Glück, dass ich nach zwei Jahren aufgestockt habe (neuer Vertrag) und dieser noch keine 5 Jahre alt war, sonst wäre ich nicht rechtzeitig herausgekommen.

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  • Jetzt muss ich noch einmal nachfragen: wenn man an einer Privatschule kündigt, muss man doch auch 6 Wochen Kündigungsfrist einhalten.?

    Habt ihr also eure attraktiveren Angebote schon im Mai/Juni bekommen? Planstellen-Angebote kommen ja vielleicht auch so früh...


    Ich gehe nicht so schnell davon aus, eine Planstelle angeboten zu bekommen.

    Wenn man von einer Vertretungsstelle zu einer besseren Vertretungsstelle wechseln möchte, kann man wahrscheinlich zum Zeitpunkt des Angebotes (üblicherweise August) gar nicht mehr fristgerecht kündigen. Sehe ich das richtig?

  • Bei mir (vor 20 Jahren) war es so


    Ich erhielt das Angebot Mitte Juni, ich hatte genau 3 Tage Zeit Bewerbungsgespräch zu führen und Zusage zu erhalten, um 6 Wochen vor 31. Juli kündigen zu können (mein späterer Schulleiter musste sogar einen Kurztrip unterbrechen, es war zum Glück ein Feiertag dazwischen (ich wollte es meiner alten Schule erst nach Zusage mitteilen)).


    Wäre der Vertrag älter als 5 Jahre gewesen, hätte ich 8 Monate Kündigungsfrist gehabt, mir wäre dann aber die Beamtenstelle in Baden-Württemberg für das nächste Jahr reserviert worden (ich hätte aber noch ein Jahr warten müssen, deshalb haben sich alle beeilt). Ob das heute noch so ist?

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