Das tägliche Risiko- Angst

  • Unsere Gänge haben alle Fenster, die man öffnen kann und die Eingangstüren (EG) stehen immer offen, um einen gewissen Zug im Schulhaus herzustellen, dass eine Frischluftzufuhr sichergestellt ist. Ich kann also richtig Durchzug machen, wird aber momentan recht frisch. Da kommt es auch sehr auf die Etage an. Ich habe tatsächlich mal ein Thermometer mitgenommen und festgestellt, dass sogar trotz Dauerlüften (mit leichtem Zug) bis zu 19,5 Grad im 1./2. Stock erreicht werden, was wirklich kein Problem sein sollte für die SuS. Im Erdgeschoss jedoch sind es schnell mal nur 16 Grad, weil es da viel zugiger ist. Da ich auch eine Klasse im Erdgeschoss unterrichte, werde ich wohl da öfter auch zumachen müssen. Ich würde mir dann auch den Timer stellen und alle 20 min. alles aufreißen. Bei mir vorn auf Lehrerhöhe lasse ich eigentlich immer auf und halte mich in der Nähe des Fensters auf. Ich hab mich da jetzt seit Ende April so dran gewöhnt, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, in einem komplett geschlossenen Raum zu unterrichten, da würde ich denken, ich ersticke!


    (Im EG könnte ich theoretisch auch draußen am Fenster stehen und von da unterrichten :D).

  • Wie ist das eigentlich so, bei euch, mit der Querlüftung, die wir als Lehrer sicherstellen sollen?

    Querlüften geht bei uns z. B. nicht wirklich. Ich kann in den miefigen Gang hinein lüften, das ist ja wohl nicht Sinn der Sache.

    Ich biete ein anderes Problem: Fenster öffnen geht, Tür auf den Gang auch, Fenster im Gang ebenso.

    Ich unterrichte aber Kinder mit geistiger Behinderung und Autismus. Die finden geöffnete Türen und Fenster klasse, allerdings nicht zum lüften. :pfeifen:

  • Ich arbeite neben dem derzeitigen Homestudium (Uni geht hier noch nicht wieder) an einer Schule als Honorarfachkraft. Die Bezahlung ist gut (Coronabonus? :cash:), aber ich gehe mit wöchentlicher Angst in die 6 Stunden an 3 Tagen.

    Für mich klingt das hysterisch und panisch. Angststörungen sind ja leider sehr verbreitet und erfahren durch Corona eine neue Dynamik. Ich würde mich in professionelle Hilfe begeben. Die Eltern sind ja auch von der Angst betroffen, da wird einiges vorgelebt und weitergegeben. Ein bekanntes Phänomen.

  • Das schreibst du deshalb, weil ich sowas schon angedeutet habe.


    Wie gesagt, sind wir eben Risikopatienten. Meine Eltern haben beide etwas chronisches und meine Oma ist weit über 80. Wir alle leben zusammen.

  • Das schreibst du deshalb, weil ich sowas schon angedeutet habe.


    Wie gesagt, sind wir eben Risikopatienten. Meine Eltern haben beide etwas chronisches und meine Oma ist weit über 80. Wir alle leben zusammen.

    Was genau willst du eigentlich hören?


    Du hast nach Leuten gefragt, die in einer ähnlichen Lage sind wie Du und wie sie damit umgehen. Einige haben dir geantwortet, u.a. ich.


    Du nimmst aber keinerlei Tipps an.


    Willst du in Wahrheit nur, dass wir dir alle bestätigen, dass alles wirklich ganz schrecklich ist und wir alle sterben werden und wie toll es nicht ist, dass Du Dich so aufopferst?


    Am Ende gibt es doch nur 2 Möglichkeiten: entweder Du findest einen Weg, mit Deiner Angst umzugehen oder Du suchst Dir einen anderen Job.

  • Unsere Gänge haben alle Fenster, die man öffnen kann und die Eingangstüren (EG) stehen immer offen, um einen gewissen Zug im Schulhaus herzustellen, dass eine Frischluftzufuhr sichergestellt ist. Ich kann also richtig Durchzug machen, wird aber momentan recht frisch.

    Ist hier genauso. Im Unterricht mache ich das so, dass ich in einer UE mind. 3 x Stoßlüften mache, dabei Heizung runterdrehe. Heizung auf Stufe 5 bollern lassen gibt es bei mir nicht, da bekommen besonders verfrorene TN den Tipp, sich einen dickeren Pullover/Strickweste oder dünne Fleecedecke mitzubringen. Funktioniert bis jetzt.

  • Wie ist das eigentlich so, bei euch, mit der Querlüftung, die wir als Lehrer sicherstellen sollen?

    Querlüften geht bei uns z. B. nicht wirklich. Ich kann in den miefigen Gang hinein lüften, das ist ja wohl nicht Sinn der Sache.

    Bei uns auch nicht wirklich. Nur wenige Gänge in den einzelnen Gebäuden unserer Schule haben Fenster. Die Glastüren, die sich am Ende jedes Ganges befinden, dürfen wir aus Brandschutzgründen nicht offen stehen lassen bzw. zum Öffnen "verkeilen". Also lüften wir größtenteils auch in den muffeligen Gang hinein. Und wenn die KuK der schräg gegenüber liegenden Klassenräume ebenfalls die Türen und Fenster öffnen, zieht es wie Hechtsuppe, so dass alle Türen wieder zuknallen (das haben wir schon mehrfach an heißen Sommertagen in den letzten Jahrzehnten "getestet")... Von daher ist ein echtes Querlüften bei uns nicht möglich.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Danke! Diesen Kommentar kann ich gar nicht so oft "liken", wie ich möchte!

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Wie schafft ihr es mit der Angst umzugehen oder damit zu leben?


    Ich arbeite in einem Risikogebiet und wohne in einem Risikogebiet. Ich habe aber keine Angst, die Chance ist trotzdem relativ unwahrscheinlich, dass es mich erwischt, und wenn, dann ist es halt so. Die gängigen Hygieneregeln halte ich natürlich ein, aber ich mache mich da nicht verrückt-

  • Ich biete ein anderes Problem: Fenster öffnen geht, Tür auf den Gang auch, Fenster im Gang ebenso.

    Ich unterrichte aber Kinder mit geistiger Behinderung und Autismus. Die finden geöffnete Türen und Fenster klasse, allerdings nicht zum lüften. :pfeifen:

    Wenn man querlüften kann, geht auch gekippt ganz gut.

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