Aufhebung Präsenzpflicht NRW ab 14. Dezember

  • Der oben zitierten Brief enthält ja schon die Warnung, dass die Schulen eventuell nicht am 11.01. wieder in den Normalbetrieb gehen.

    Mein Tipp in der aktuellen Situation: Die Q2 darf vielleicht wiederkommen, für die Schüler*innen der Jahrgänge 8 bis Q1 gilt wieterhin Lernen auf Distanz. Bei den Klassen 1 bis 7 bleibt es entweder so wie es ist, oder es werden noch mehr Jahrgänge (als erstes dann sicher 5 bis 7) komplett ins Lernen auf Distanz geschickt. Das wird dann bis zum Halbjahreswechsel, wenn nicht sogar noch länger, so bleiben.

    Und ganz ehrlich: so wie die Situation jetzt ist, würde ich ein solches Vorgehen aus heutiger Sicht begrüßen, auch wenn ich in der letzten Woche mal wieder gemerkt habe, dass ich Lernen auf Distanz aus ganz verschiedenen Gründen überhaupt nicht mag.

  • auch wenn ich in der letzten Woche mal wieder gemerkt habe, dass ich Lernen auf Distanz aus ganz verschiedenen Gründen überhaupt nicht mag.

    Distanzlernen ist anstrengend und hat einen reduzierten Wirkungsgrad. Und die technischen Einschränkungen nerven.


    Trotzdem bin ich bereit, das noch ein Bisschen durchzuziehen. Wir haben Impfstoffe und es wird bald mit dem Impfen angefangen. Da ist ein reichlich helles Licht am Ende des Tunnels. Jetzt von der Spur abzukommen und irgendwo vor die Wand zu fahren, lohnt doch echt nicht.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

    Einmal editiert, zuletzt von O. Meier ()

  • Ich fand das Distanzlernen ehrlich gesagt gar nicht so schlimm, anstrengender finde ich es, wenn manche kommen und andere nicht. Rollierend wäre auch ok, aber im Januar bis zu den Zeugnisswn fände ich nur Distanzlernen (gerade am BK!) echt angebracht und gut.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Der oben zitierten Brief enthält ja schon die Warnung, dass die Schulen eventuell nicht am 11.01. wieder in den Normalbetrieb gehen.

    Mein Tipp in der aktuellen Situation: Die Q2 darf vielleicht wiederkommen, für die Schüler*innen der Jahrgänge 8 bis Q1 gilt wieterhin Lernen auf Distanz. Bei den Klassen 1 bis 7 bleibt es entweder so wie es ist, oder es werden noch mehr Jahrgänge (als erstes dann sicher 5 bis 7) komplett ins Lernen auf Distanz geschickt. Das wird dann bis zum Halbjahreswechsel, wenn nicht sogar noch länger, so bleiben.

    Und ganz ehrlich: so wie die Situation jetzt ist, würde ich ein solches Vorgehen aus heutiger Sicht begrüßen, auch wenn ich in der letzten Woche mal wieder gemerkt habe, dass ich Lernen auf Distanz aus ganz verschiedenen Gründen überhaupt nicht mag.

    Niedersachsen hat das sowas ähnliches chon angekündigt. 1-4 Präsenz. 5-12 wechselunterricht, 13 Präsenz.

  • Ich fand das Distanzlernen ehrlich gesagt gar nicht so schlimm, anstrengender finde ich es, wenn manche kommen und andere nicht. Rollierend wäre auch ok, aber im Januar bis zu den Zeugnisswn fände ich nur Distanzlernen (gerade am BK!) echt angebracht und gut.

    Ich hoffe auch, dass wir im Januar noch in der Distanz bleiben. Dann ist noch ein ganzes Schulhalbjahr da.


    13er / Abschlussklassen / Praktika kann man dann ja ausnehmen. Vielleicht auch Klassenarbeiten. Aber grundsätzlich war mir das Schulhaus einfach viel zu voll.

  • 13er / Abschlussklassen / Praktika kann

    An nem durchschnittlichen BK dürften das aber schon unzählige Klassen sein, die darunter fallen. Weiß auch noch nicht, wie ich den dann doch recht großen Teil in der Schule unterrichten soll und dann direkt in der Stunde danach im Distanzunterricht zuhause.

    "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen und kann nicht geahndet werden."

  • Ich weiß nicht, bei Frau Gebauer hab ich das Gefühl, dass sie eigentlich am 11.01. ganz normal starten möchte. Sie hat in dem Schreiben auch wieder verlauten lassen, dass Schulen nicht die Treiber der Pandemie sind. Mir fällt das aufgrund Zeitungsberichte und der Situation an unserer Schule schwer zu glauben. 24 nachgewiesene Corona-Fälle in in der Zeit von den Herbstferien bis jetzt find ich persönlich nicht so wenig.

  • dass Schulen nicht die Treiber der Pandemie sind.

    Die Logik von den Treiberinnen greift eh zu kurz. Bei hohen Infektionszahlen reichen auch kleine Reproduktionsfaktoren, um uns den Arsch abzukauen. Selbst wenn wir dank des Wellenbrechers kein exponentielles Wchastum mehr haben, knallen die Neu-Infektions- und Sterbezahlen durch die Decke.

    wie ich den dann doch recht großen Teil in der Schule unterrichten soll und dann direkt in der Stunde danach im Distanzunterricht zuhause.

    Hybridunterricht aus Präsenz und Online ergibt keinen Sinn. Zuviel Aufwand, schlechetr Wirkungsgrad. Ein Wechselunterricht muss bedeuten, dass die Schülerinnen, die nicht in der Schule sind, mit Selbstlernaufgaben versorgt sind. Man hielte dann alle zwei oder drei Wochen den gleichen Unterricht vor anderen jungen Menschen, in dem die Aufgaben bespreche bzw. vorbereitete.


    Vorteil: Das können wir sofort machen. Wir brauchen keine Technik und wenig zusätzliche Vorbereitung, wenn wir zunächst vorhandenes Material verwenden. Man kann das noch durch Online-Sprechstunden ergänzen, dafür wird aber keine Zeit bleiben.


    Das hätten wir am BK schon das ganze Schuljahr lang machen können. Einfach so. Das hätten in die wetslich des Neandertals gar nicht bemerkt.


    Es könnte so einfach sein, ist es aber nicht.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Kalle wollte wohl eher darauf hinaus, dass es schwierig ist Abschlussklassen dann wechselweise in der Schule zu unterrichten und die anderen Klassen im Distanzlernen.

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  • Hybridunterricht aus Präsenz und Online ergibt keinen Sinn. Zuviel Aufwand, schlechetr Wirkungsgrad. Ein Wechselunterricht muss bedeuten, dass die Schülerinnen, die nicht in der Schule sind, mit Selbstlernaufgaben versorgt sind.

    Es geht hier ja zunächst erstmal gar nicht um Unterricht in halben Klassen, sondern um Unterricht in vollen Klassen für die Abschlussklassen und Distanzunterricht für alle Klassen, die nicht im Abschlussjahr sind. Da kann ich dann in den ersten beiden Stunden einen LK in der 13 haben, der in der Schule unterrichtet wird. Danach habe ich Mathe in einer 11. Klasse, die im Distanzunterricht sind und dann in der 5. Stunde nochmal einen Kurs in der 12. Klasse FHR, die in diesem Jahr ihren Abschluss machen. In dem Fall müsste ich wohl aus irgendeinem Klassenzimmer Distanzunterricht anbieten oder die Stunden werden auf den Nachmittag verschoben und ich habe jede Menge Freistunden, dafür aber Nachmittags mehr Unterricht. Alles scheiße.


    Wechselunterricht hatte aus meiner Sicht auch einen miesen Wirkungsgrad. Die Selbstständigkeit der SuS ist eher gering, so dass man viel Zeit damit verbracht hat, die Aufgaben zu besprechen. Ich habe außerdem in einem Bildungsgang zwei Klassen in der gleichen Jahrgangsstufe und im gleichen Fach. Ich habe im letzten Schuljahr während des Wechselunterrichts 4 Mal den identischen Stoff erzählt. War richtig langweilig.

    "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen und kann nicht geahndet werden."

  • Die Selbstständigkeit der SuS ist eher gering

    Zunächst mal ja. Meine Kolleginnen reden sich ein, dass sie die Schülerinnen seit Jahren zum Selbstlernen anhalten. Manche unterrichten sie sogar im Selbstlernen. Wie ich finde völlig erfolglos, wie ich auch am bisherigen Distanzlernen feststellen konnte.


    Andersherum bietet der der Distanzunterricht als Echtfall eine optimale Umgebung, um die Selbstlernfähigkeiten auszubauen. Die Selbstlernphasen entstehen ja nicht aus Willkür der Lehrerin, sondern aus echter Notwendigkeit. Ich habe durchaus festgestellt, dass sich die Schülerinnen im Lauf der Zeit immer mehr darauf einlassen und auch damit lernen können.


    Irgendwo muss man ja anfangen.


    Dass Online-Unterricht a priori mehr bringt, kann ich nicht behaupten. Die Schülerinnen fühlen sich zwar wohl, wenn ihnen jemand etwas erzählt. Aber das dürfte noch mehr vorbeirauschen als ein Lehrerinnenvortrag in Präsenz.

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    Einmal editiert, zuletzt von O. Meier ()

  • In dem Fall müsste ich wohl aus irgendeinem Klassenzimmer Distanzunterricht anbieten...

    Das habe ich schon gemacht, funktioniert gut. Aber wenn ihr kein Wlan und/oder keine Geräte habt, dann ist das natürlich schlecht. Dann kann dieser Distanzunterricht nur aus hochgeladenen Aufgaben bestehen. Das ist dann halt so.

  • Es geht hier ja zunächst erstmal gar nicht um Unterricht in halben Klassen,

    Doch, das ist das Modell, das ich vorschlage. Auch für die Prüfungsklassen. Wenn bei denen der Ansorn nicht hoch genug ist, sich zu Hause hinzusetzen und sebstständig zu arbeiten, dass weiß ich auch nicht. Dann müssen uns eigentlich keinen Kopp machen.

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  • Ich finde gerade Videokonferenzen funktionieren vor alle so gut, wenn ich die Klasse (Meldungen, Chat etc) auf dem Monitor des PCs sehen kann, auf dem Tablet schreiben kann und auf einem 3. Gerät noch in meine Planung reingucken kann. Ja, ist meine Luxusvariante, aber deutlich entspannter als nur mit dem Tablet in der Schule...

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Ich weiß nicht, bei Frau Gebauer hab ich das Gefühl, dass sie eigentlich am 11.01. ganz normal starten möchte. Sie hat in dem Schreiben auch wieder verlauten lassen, dass Schulen nicht die Treiber der Pandemie sind. Mir fällt das aufgrund Zeitungsberichte und der Situation an unserer Schule schwer zu glauben. 24 nachgewiesene Corona-Fälle in in der Zeit von den Herbstferien bis jetzt find ich persönlich nicht so wenig.

    Ich biete 10 Fälle innerhalb der letzten Woche. Bei uns sind täglich insgesamt etwa 500 Personen, also SuS und Beschäftigte. Macht einen 7-Tage-Inzidenz von 2000 pro 100T.

    Aber Schulen sind sichere Orte... :autsch:

  • Ich weiß nicht, bei Frau Gebauer hab ich das Gefühl, dass...

    ...selbst das Schleimtopfgeschwurbel ihres Weihnachts-Videogrußes aus dem Worthülsen-Baukasten kommt.


    Zitat

    ...beenden wir das Schulleben im Jahr 2020 und starten in die Weihnachtsferien. Weihnachtsferien, die sich alle mehr als verdient haben.
    Allen voran Sie liebe Lehrerinnen und Lehrer. Denn nur durch Ihren unermüdlichen Einsatz, durch Ihre Kraft-Anstrengungen, Ihre Flexibilität ist es gelungen, dass wir den Schülerinnen und Schülern den Schulbesuch weiter ermöglichen konnten.

    Dafür möchte ich Ihnen von Herzen danken.

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

  • An nem durchschnittlichen BK dürften das aber schon unzählige Klassen sein, die darunter fallen. Weiß auch noch nicht, wie ich den dann doch recht großen Teil in der Schule unterrichten soll und dann direkt in der Stunde danach im Distanzunterricht zuhause.

    Richtig, aber auch eine Abschlussklasse muss nicht komplett kommen.

    Mir geht es vornehmlich um Laborpraktika, da sind ja letztes Jahr schon Monate im Labor weggefallen. Nun wieder, das fehlt dann am Ende in der praktischen Prüfung (Vollzeit - Berufsabschlussprüfung).


    Anderer Unterricht kann sicherlich leichter digital abgehandelt werden.


    Für unsere dualen Azubis planen wir gerade Wechselunterricht / Hybrid. Hauptsache keine volle Klasse. Mal sehen, ob wir dürfen.

  • Ich habe in der letzten Woche auch LaD als Videokonferenz aus der Schule gemacht. Bei uns ist das technisch zum Glück kein Problem.


    Allgemein empfinde ich Videokonferenzen mit den SuS als anstrengend, weil man keine direkte Reaktion der SuS mitbekommt, selbst wenn alle die Kamera an machen (was bei uns aber im Normalfall nicht der Fall ist). Bzgl. Gruppenarbeit fand ich die Videokonferenzen sogar in einem Aspekt besser, als den Präsenzunterricht: Ich konnte endlich mal wieder Gruppen zusammen stellen unabhängig vom Sitzplan. Mein Eindruck ist, dass die Gruppenarbeiten in den Breakout Rooms ganz gut geklappt haben. Ich habe immer überall ein bisschen zugehört und die Ergebnisse in der Besprechung im "Plenum" waren nicht besser oder schlechter, als sie in der Schule auch gewesen wären. Vielleicht sogar minimal besser, weil die SuS bei Verständnisfragen sofort googeln können.

    Nur weiß ich natürlich nicht, was die SuS machen, wenn ich nicht mit im "Breakout Room" bin, was gerade bei der Vorbereitung auf die Kommunikationsprüfung in Englisch nicht ganz so ideal ist, da ich davon ausgehe, dass gerade die schwächeren SuS dann hauptsählich Deutsch sprechen. Im Präsenzunterricht bekomme ich das sehr gut mit, auch wenn ich in einer anderen Ecke des Raums stehe.

    Aber wie gesagt, insgesamt wäre es aus meiner Sicht besser entweder so wie letzte Woche oder mit noch mehr Jahrgängen im LaD weiterzumachen (ggf. Q2 ausgenommen).

    Trotzdem bin ich bereit, das noch ein Bisschen durchzuziehen. Wir haben Impfstoffe und es wird bald mit dem Impfen angefangen. Da ist ein reichlich helles Licht am Ende des Tunnels. Jetzt von der Spur abzukommen und irgendwo vor die Wand zu fahren, lohnt doch echt nicht.

    Da stimme ich uneingeschränkt zu.

  • Allgemein empfinde ich Videokonferenzen mit den SuS als anstrengend, weil man keine direkte Reaktion der SuS mitbekommt,

    Wir nutzen ja BigBlueButton und da auch den Chat. Und ich habe zumindest auch festgestellt, dass ich im Chat Schüler beteiligen, die sich sonst kaum melden oder aktiv mitmachen. Aber ja, man muss deutlich mehr ausharren und auf Reaktionen warten an verschiedenen Stellen.



    Bzgl. Gruppenarbeit fand ich die Videokonferenzen sogar in einem Aspekt besser, als den Präsenzunterricht: Ich konnte endlich mal wieder Gruppen zusammen stellen unabhängig vom Sitzplan.

    Ich liebe die zufällig Funktion bei der Gruppenbildung! Und auch sonst, deutlich abwechslungsreicher als der Unterricht zuletzt.


    Auf Dauer kein Ersatz, aber aktuell in der Lage und mit Blick auf das restliche Schuljahr definitiv erst einmal besser.

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