Schnelltests für alle Schülerinnen und Schüler in NRW

  • Nich alle, aber die meisten. Sie (auch durch Eltern initiiert) wollen die bestmöglichen Noten herausholen, bei möglichst geringem Einsatz. Die meisten SuS setzen dann dazu solche Mittel ein. Einige schwimmen dann mit. Nur wenige - und das hinter vorgehalterner Hand distanzieren sich von solchem Verhalten. Das ist also jetzt keine Corona-Test-Besonderheit die so ungewöhnlich wäre.

    Wenn du so ein ungerechtfertigt negatives Bild von Kindern hast, solltest du besser mal deine Berufswahl überdenken!

    Holy Moses met the Pharaoh

    Yeah, he tried to set him straight

    Looked him in the eye,

    "Let my people go!"

    Holy Moses on the mountain

    High above the golden calf

    Went to get the Ten Commandments

    Yeah, he's just gonna break 'em in half!

  • Hm, ich hab das etwas anders verstanden. Der Selbsttest findet erst "größere" Mengen von Viren, so dass der schleichende Anfang und das ausschleichende Ende nicht erfasst wird (im Gegensatz zum PCR). Der gesamte Teil der hochinfektiösen Phase wird aber erkannt. Die Aussage, dass der Schutz nur für ein paar Stunden gilt, passt damit auch überein.


    Ich find das Bild dazu jetzt gerade leider nicht (und hoffe, dass ich das nicht mit dem "Schnelltest" verwechsel)

    die hochinfektiöse Phase dauert aber auch nicht so lange und wenn beim Test die mittelinfektiöse Phase nicht erkannt wird, ist es einige Stunden später hochinfektiös.


    Ich habe die Zeitangabe aus Berichten über Selbst- und auch Schnelltest, da wurde immer gewarnt von negativen Test am Vorabend. Man müsse sie direkt vor dem Treffen machen.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Petition gegen Selbsttests in der Schule:

    https://www.openpetition.de/pe…-gehoeren-in-elternhaende

    in Elternhände sind sie noch unsicherer, bei uns wird von den sich weigernden Schülern gesagt, dass die Mutter gesagt habe, einen positiven Test könne sie jetzt nicht gebrauchen, weil sie gerade ihr kleines Geschäft wieder eröffnet habe, weil der Vater eine wichtige Geschäftsreise unternehmen muss, danach würde er sich testen lassen usw.


    Dazu wird berichtet, dass in einigen Regionen ein wilder Handel mit Selbsttests übe ebay etc. existiert. Wo die nur alle herkommen?

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Gerade gesehen:

    Zur Nicht-Möglichkeit von #Remonstration: „Eine Remonstration gegen die Schulmail des MSB vom 15.03.2021 ist nicht zulässig. Gegenstand einer Remonstration iSd § 36 Abs. 2 BeamtStG kann nur eine dienstliche Anordnung sein. Remonstrationen gegen allgemeine Richtlinien, also Schulmails und Erlasse, sowie gegen Verordnungen (insb. die Corona-Betreuungs-VO) sind nicht möglich. Eine Möglichkeit der Remonstration gegen die Durchführung sowie Art und Weise der Selbsttests ist deshalb nicht möglich;

    die Schulmail zu den Selbsttests ist insofern uneingeschränkt zu beachten.“

    1. Kennt das jemand von irgendeiner offiziellen Quelle?

    2. Kann jemand fachkundig einschätzen, ob das eine originelle Interpretation seitens Ministerium/ Bezreg/ SL ist oder ob das Hand und Fuß hat?

    3. Was wäre anstelle der Remonstration das Mittel der Wahl? Überlastungsanzeige ist nach Meinung meines Berufsverbandes nicht zielführend.

  • 1. Kennt das jemand von irgendeiner offiziellen Quelle?

    2. Kann jemand fachkundig einschätzen, ob das eine originelle Interpretation seitens Ministerium/ Bezreg/ SL ist oder ob das Hand und Fuß hat?

    3. Was wäre anstelle der Remonstration das Mittel der Wahl? Überlastungsanzeige ist nach Meinung meines Berufsverbandes nicht zielführend.

    Bin jetzt kein Profi, würde aber sagen, dass du dann halt auf eine Dienstanweisung deiner SL wartest, diesen Test durchzuführen. Gegen die sollte dann eine Remonstration möglich sein. Solange du keine Dienstanweisung erhältst, machst du deinen Dienst gemäß ADO.

  • Nein, weil den SchülerInnen aus einer Verweigerung des Selbsttests keine Nachteile erwachsen dürfen.

    "Teste Dich freiwillig, sonst wirst Du suspendiert", ist eben nicht mehr freiwillig. Eine Suspendierung ist eine Ordnungsmaßnahme, der ein entsprechendes grobes Fehlverhalten vorausgehen muss. Die Verweigerung eines freiwilligen Schnelltests gehört nicht dazu.

    Ich bin doch etwas erstaunt ob solcher Rechts(un)kenntnis.

  • Nun ja. Das stimmt so halb.


    In Bayern werden die Tests ab einer Inzidenz von über 100 verpflichtend.


    Davor sind sie ein freiwilliges Angebot und da darf jeder Schüler im Unterricht sein, ob er das Angebot nun annimmt oder nicht.

  • DA sind sie aber nicht freiwillig.

    Die Testungen sind IMMER freiwillig. Eine Zwangstestung ist nicht grundgesetzkonform und kann und darf nicht vorgenommen werden.


    Hier ist lediglich der Zugang zu den Gebäuden bzw. die Teilnahme am Präsenzunterricht an eine vorherige Testung gekoppelt. Die Schule ist entsprechend verpflichtet, dem testunwilligen Schüler die Teilnahme am Unterricht bzw. die Erarbeitung der Unterrichtsinhalte anderweitig zu ermöglichen.


    Nochmal - Ein Test-Zwang existiert nicht. Nirgendwo.

    Von wegen Schuft, ein Zyniker ist ein enttäuschter Idealist!

  • Du wiederholst, was ICH bereits schrieb. Die Testung bleibt insofern freiwillig, weil der Schüler auf den Schulbesuch in diesem Fall verzichten darf.


    Eine Kaskade der Zwänge, also Schulpflicht > verpflichtender Präsenzunterricht > verpflichtende Impfung existiert insofern nicht, da der Schulbesuch in diesem Fall nicht verpflichtend gemacht werden kann.

    Oder siehst Du Dich unmittelbaren Zwang anwenden und einem Schützling den Wattestab in die Nase rammen?


    Die Erschwernisse sehe ich in diesem Fall nicht so sehr beim Schüler, sondern vielmehr bei der Schule und den Lehrern. Und über das Potential zum legitimen Blaumachen (nichts anderes ist in meinen Augen Distanzunterricht in bestimmten Schultypen) will ich da gar nicht nachdenken.

    Von wegen Schuft, ein Zyniker ist ein enttäuschter Idealist!

  • Die Testung bleibt insofern freiwillig, weil der Schüler auf den Schulbesuch in diesem Fall verzichten darf.

    Naja, damit haben die Eltern in Grundschulen die Wahl zu testen oder selber Lehrer zu spielen, denn in den Bundesländern sind soviel ich weiß ähnlich wie aktuell in Berlin, die Kollegen dann nicht verpflichtet das Material für zu Hause aufzubereiten, also ist es doch eine versteckte Pflicht, formuliere es,, wie du willst.

  • Naja, damit haben die Eltern in Grundschulen die Wahl zu testen oder selber Lehrer zu spielen, denn in den Bundesländern sind soviel ich weiß ähnlich wie aktuell in Berlin, die Kollegen dann nicht verpflichtet das Material für zu Hause aufzubereiten, also ist es doch eine versteckte Pflicht, formuliere es,, wie du willst.

    Genauso sieht es aus (siehe Link), die SuS, welche sich nicht testen lassen, bekommen ein paar Aufgaben für zuhause von den Lehrkräften. Jedenfalls wäre ich froh, wenn auch in Hessen die Teilnahme am Präsenzunterricht an einen negativen Schnelltest gekoppelt wären. Denn diejenigen Familien, die den Test verweigern, werden wahrscheinlich auch im Alltag lax mit den Hygienevorgaben umgehen. Da wäre ich froh, wenn diese nicht die anderen, getesteten, SuS gefährden würden.

    Corona-Testpflicht in Sachsen: "Ungetestete bekommen keinen Zutritt zur Schule" | ZEIT ONLINE

    Einmal editiert, zuletzt von Mantik () aus folgendem Grund: Link ergänzt

  • Naja, damit haben die Eltern in Grundschulen die Wahl zu testen oder selber Lehrer zu spielen, denn in den Bundesländern sind soviel ich weiß ähnlich wie aktuell in Berlin, die Kollegen dann nicht verpflichtet das Material für zu Hause aufzubereiten, also ist es doch eine versteckte Pflicht, formuliere es,, wie du willst.

    Das wiederum halte ich nicht für statthaft. Wie soll so der Wissens- und Kompetenzerwerb des Schülers durch die Schule sichergestellt werden? Das ist ihre ureigenste Aufgabe und zwar bedingungslos.


    Die Verweigerung eines medizinischen Tests, der wiederum pauschal und ohne Anfangsverdacht durchgeführt werden soll, dürfte kein hinreichender Grund sein, dieser Aufgabe dauerhaft nicht nachzukommen.


    Die Nichtteilnahme am Präsenzunterricht erfolgt ja aufgrund von Ausschluss-Kriterien, die nicht im Verschulden des Schülers liegen. Eine völlige Nichtbeschulung, nach dem Motto "Ätsch bätsch" lässt das Recht auf Bildung meines Erachtens nicht zu. Wir reden hier schließlich nicht über das Betretensverbot für einen Swinger-Club. Es geht um ein hohes Rechtsgut.


    Und gerade in Berlin sollte man sich darüber bewusst sein, dass ein selektiver Zugang zu Bildung als Repressionsinstrument eine leider lange und unrühmliche Tradition in Deutschland hat.

    Von wegen Schuft, ein Zyniker ist ein enttäuschter Idealist!

  • Und wie kommt es dann, dass es in Sachsen sowie Bayern legitimiert ist? In Hessen besteht sogar immer noch Präsenzpflicht. D.h. Eltern dürfen ihr Kind nicht daheim beschulen, auch nicht wenn ihr Kind in der Klasse neben einem ungetesteten Kind sitzt (welches-nur eine Annahme- am Wochenende Geburtstagsparty in der Großfamilie gefeiert hat, weil die ganze Familie nichts von "diesem Corona" hält).

  • Und wie kommt es dann, dass es in Sachsen sowie Bayern legitimiert ist? In Hessen besteht sogar immer noch Präsenzpflicht. D.h. Eltern dürfen ihr Kind nicht daheim beschulen, auch nicht wenn ihr Kind in der Klasse neben einem ungetesteten Kind sitzt (welches-nur eine Annahme- am Wochenende Geburtstagsparty in der Großfamilie gefeiert hat, weil die ganze Familie nichts von "diesem Corona" hält).

    Müssen in den BL die Lehrer dann keinen Distanzunterricht anbieten?

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




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