schriftliche Modulprüfung Berlin nicht bestanden

  • Hallo ihr Lieben,


    danke für die Aufnahme im Forum.


    Ich habe meine erste Modulprüfung (Hausarbeit) nicht bestanden und habe das Gefühl, nicht so gut mit der Seminarleitung zurechtzukommen, welche meine Arbeit benotete. Sie meinte einmal, ich solle mir überlegen, ob ich Lehrerin werden möchte. Ich habe das Gefühl, sie hält mich für ungeeignet für den Beruf und hat Vorurteile mir gegenüber. Habt ihr Tipps oder würdet mir eure Modulprüfungen schicken?


    Vielen Dank.


    Herzliche Grüße

  • Du solltest in die Sprechstunde der Person gehen bzw. mit ihr einen Termin machen (in der jetzigen Zeit wahrscheinlich (Video-)Anruf) und dann lässt du dir schön detailliert schildern, was an deiner Arbeit nicht in Ordnung war. Du kannst auch Einsicht in die Arbeit beantragen, falls nötig, und die Bemerkungen dort einsehen.

  • Was MrJules schreibt und danach auf den Hosenboden setzen und selbst besser machen, statt im Netz Hausarbeiten zu ziehen und womöglich als Eigenarbeit abgeben zu wollen. Mag sein, dass das nicht intendiert ist von dir, aber genau so liest sich dein Eingangspost. Vielleicht hält die Seminarleitung dich für ungeeignet, das bedeutet aber nicht, dass die deine HA deshalb unfair bewertet hätte. Ehe du so etwas andeutest solltest du dich erst einmal darum bemühen Korrektureinsicht zu erlangen und ein klärendes Gespräch zu führen. So liest sich dein Post vor allem nach einem Menschen, der die Verantwortung direkt bei einer anderen Person sucht, statt selbstkritisch zu reflektieren, woran das Nichtbestehen inhaltlich gelegen haben könnte. Normalerweise hat man nach dem Studium ein halbwegs realistisches Gefühl, was Hausarbeiten anbelangt, weil man genügend verfasst hat, um deren Qualität halbwegs realistisch einschätzen zu können. Also sei zunächst einmal ehrlich zu dir selbst : Welche Schwachstellen hatte deine HA? Wie kannst du diese bei der Wiederholung vermeiden?

    Am Ende ist diese Fähigkeit zur kritischen, aber konstruktiven Selbstreflexion ein ziemlich zentraler Aspekt als Lehrkraft. Wem das fehlt, der/die ist tatsächlich nicht geeignet für den Beruf. Also: Durchatmen, mal eine Nacht heulen und wütend sein auf alle anderen ist völlig OK, ab einem bestimmten Punkt muss es dann aber um deiner selbst willen konstruktiv, selbstkritisch und ehrlich weitergehen, sprich ohne die Hausarbeiten Dritter, aber mit einem ehrlichen Gespräch mit dem Seminar über die Schwachpunkte deiner Arbeit.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

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  • Mein Handy wollte auch mal mitgendern...

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • würdet mir eure Modulprüfungen schicken?

    Eine meiner Kommilitoninnen hat übrigens ihre Staatsexamensarbeit wiederholen müssen, weil sie teilweise abgeschrieben und das nicht durchgehend als Zitat gekennzeichnet hatte.

    Schließe mich MrJules und CDL an.

    Chemtrailpilotin in Ausbildung und Fachkraft für Prokrastination

  • Normalerweise hat man nach dem Studium ein halbwegs realistisches Gefühl, was Hausarbeiten anbelangt, weil man genügend verfasst hat,

    Das hängt aber sehr von den Fächern (vielleicht auch der Uni) ab. Ich musste im Studium genau eine einzige Hausarbeit verfassen, nämlich ganz zum Schluss die sogenannte "Zulassungsarbeit".


    Beim Rest stimme ich aber zu! julie94 , ich hoffe, du kannst dir die Tipps der Kollegen und Kolleginnen hier zu Herzen nehmen. Viel Erfolg!

  • Das hängt aber sehr von den Fächern (vielleicht auch der Uni) ab. Ich musste im Studium genau eine einzige Hausarbeit verfassen, nämlich ganz zum Schluss die sogenannte "Zulassungsarbeit".


    (...)

    OK, zugegeben, da bin ich einerseits von meinen Fächern ausgegangen (wo es auch im Erststudium an der Uni in jedem Seminar Hausarbeiten zu schreiben galt) und andererseits von meinen Hochschulen (auch im Zweitstudium an der PH mussten Studierende aller Fächer zumindest in den Bildungswissenschaften diverse schriftiche Arbeiten anfertigen unabhängig von ihren sonstigen Fachvorgaben). Umso wichtiger ist es dann ja, sich Einsicht zu verschaffen, um zu verstehen, was es besser zu machen gilt.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

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  • Hallo,


    danke für die Antworten.

    Anbei die Prüfung.

    Nein, es ist keinesfalls so, dass ich irgendwo abschreiben will. Ich brauche nur Orientierung, da diese Hausarbeit eben anders geschrieben werden soll als diejenigen, die man für die Uni verfasst.

    Ich habe mit der Seminarleiterin gesprochen und mir auch Notizen zu ihrer Kritik gemacht und hoffe, dass ich beim nächsten Mal bestehe.


    Ich habe mich nicht aus dem Grund über meine Seminarleitung beschwert, dass ich die Schuld permanent bei anderen suche, sondern ich wollte einfach nur wissen, ob ihr meint, dass ich mir eine andere Seminarleitung suchen sollte, um eine größere Chance zu erhalten, meinen Vorbereitungsdienst zu bestehen, da ich nur einen erneuten Versuch übrig habe.


    Kritikpunkte:


    -Fazit zu allgemein


    -kein reelles Unterrichtsbeispiel wird genannt


    - Es wird nicht deutlich, inwiefern die Methoden an die Schüler*innen angepasst sind.


    -Es ist unklar, wie die Wirksamkeit der Methoden überprüft werden kann und warum sie ausgewählt wurden.


    -nicht an an SALZH angelehnt


    Viele Grüße

  • Liebe Julie94,
    Waren die Kritikpunkte hauptsächlich formaler Natur?
    Schon ein allererster Blick offenbart einige formale Mängel (ja, nach einem Hochschulabschluss nenne ich sie Mängel und würde die Arbeit zu Neubearbeitung zurückgeben).
    ganz spontan:
    - Schriftartwechsel zum Literaturverzeichnis

    - Seitenwechsel zum Literaturverzeichnis
    - Seitenzahlen?

    - bitte Blocksatz, gut, es könnte Geschmackssache sein

    - übergroße Ränder?

    - übermäßige Leerzeilen?

    - Größe der Schriftart?

    -> die drei Punkte davor zeigen, dass du nur mehr Platz mit wenig Inhalt füllen wolltest?

    - nach einem 1.1 MUSS es ein 1.2 geben

    - Cornelsen ist kein Autor.

    Inhaltlich auf dem ersten Blick:
    - die Analyse des "Problems" ist finde ich ein bisschen kurz geraten
    - dein Fazit beschränkt sich auf "Absichtserklärungen". WIE würdest du es gerne machen?

  • Hallo,


    danke für die Anmerkungen. Das Format entspricht nicht dem des Originals. Ich habe beispielsweise das Deckblatt weggelassen, da ich keine zu persönlichen Informationen preisgeben wollte.


    Viele Grüße

  • Das kann ich mir schon denken, aber die "Spalte" (anders kann man es aufgrund der Ränder nicht nennen) kam nicht durch das Löschen von personenbezogenen Daten zustande.

    Weißt du, ob du hauptsächlich aus formalen Gründen durchgefallen bist? Das wäre nämlich sehr einfach zu verändern. Inhaltlich finde ich es auch wirklich nicht prickelnd, aber ich habe ja keine Ahnung über das geforderte Niveau und über die Zeit, die du zur Verfügung hattest. Es spielt ja für das Urteil auch eine Rolle.

  • Ich sehe hier auch auf den ersten Blick diverse formale Dinge, die bei uns wohl zum Durchfallen geführt hätten. Mal sind Jahreszahlen in den Fußnoten, mal nicht, mal nennst du einen Autor, mal eine Zeitschrift usw.

    Und diese Art von Text gendern ist euch so vorgegeben worden? Das wäre uns wohl um die Ohren geflogen.


    Ich habe jetzt nur mal kurz reingelesen, aber schon die Einführung liest sich für mich nicht wie die einer Modulprüfung. Das wäre maximal für ein Hausarbeit an der Uni noch gegangen, aber auch da ist es nicht "wissenschaftlich" genug.

  • Darf ich mal kurz nachfragen, was für eine Art von Hausarbeit eigentlich eine "Modulprüfung" ist?

    Ich zitiere mal aus dem Handbuch fürs Referendariat in Berlin:

    Zitat

    DIE MODULE
    Die Ausbildung in den Allgemeinen Seminaren erfolgt in modularisierter Form. Alle Lehramtsanwärter*innen müssen zwei Module erfolgreich mit einer Prüfung abschließen

    Quelle: Brosch-Referendariat-2021-web.pdf (gew-berlin.de)

    Es gibt die beiden Module "Erziehen und Innovieren" und "Unterrichten"
    Diese beiden Modulprüfungen können als folgende Prüfungen abgelegt werden:

    > schriftliche Prüfung (maximal 10 Seiten bei drei Wochen Bearbeitungszeit)
    > mündliche Prüfung
    > multimediale Prüfung
    > Prüfungsportfolio


    und schon da sehe ich ein Problem bei der hier vorliegenden Modulprüfung.


    Die beiden Modulprüfungen, die Ausbildungsendnote und die beiden Unterrichtspraktischen Prüfungen in den beiden Fächern bilden dann die Endnote fürs 2. StEx.

  • Ach, es geht hier um eine Arbeit im Referendariat (kannte Modulprüfungen auch nicht)? Ich dachte, wir reden hier mit einem Erstsemester.


    Ohweia.

  • Liebe Julie94,
    Einerseits schmerzt es mein Herz, dass man soweit im akademischen Studium (Abschluss in Philosophie!!) gekommen sein kann und trotzdem sowas "produziert", aber ich sehe keinen Grund, eine neue Prüferin zu suchen. Die Kritikpunkte sind wirklich ziemlich eindeutig und klar. Und wenn es dir nicht unbedingt um die 1,0 geht (davon gehe ich zumindest stark aus), wirklich sehr einfach zu beheben.

    Einfach alle diese Punkte bei der nächsten Arbeit berücksichtigen, bitte auch die Formalien, die wir angekreidet haben, mehr Text und weniger Rand und überhaupt: nicht 2 Tage (wenn überhaupt) davor anfangen.
    Frag dann jemanden aus deinem Seminar, aus deinem Studium oder überhaupt irgendjemanden mit Erfahrung im "wissenschaftlichen" Arbeiten, dass er ehrlich gegenliest (rechtzeitig, während des Schreibprozesses), mit den bisherigen Kritikpunkten im Blick. Selbst mein BWLer-Ehemann ohne jegliche Schulerfahrung hat im Laufe des Refs nur beim Gegenlesen meiner Unterrichtsentwürfe "mitgelernt" und auch mal Sachen angemerkt (goldwert, wenn man den Überblick verliert!) wie "ich verstehe nicht, was du genau für eine Situation im Unterricht meinst"... Dabei wirst du gezwungen, es deutlicher zu formulieren, eine Lösung zu entwickeln, usw..
    (Und Rechtschreibung und Formalien spielen wirklich auch eine Rolle. Selbst wenn es nur unbewusst wäre (was ich nicht hoffe) )
    Viel Erfolg beim 2. Versuch!
    Chili

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