Mütter-Mafia - oder wie man sich zum Wohle des eigenen Kindes dissozial verhält.

  • Die Nachbarin hat sich über das Verhalten unseres Katers auf unserem Grundstück beschwert. Er hätte vor dem Hund weglaufen müssen, damit der Hund keine Panik bekommt. Da weiß man Bescheid.

    und jetzt auf Menschenkinder übertragen... "Warum hat Ihr Maxim seinen Platz nicht freigelassen, als mein Julius kam und ihn vermöbelt hat?"

  • Ich weiß, ich bin spät dran: Ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten: Das ist schon lange vor der Grundschule so.


    Wenn ich eins am Mamadasein hasse, dann sind es Krabbelgruppen, Muttitreffs usw. Ich habe mich da von Anfang an rausgehalten, könnte ich aber auch, weil ich über den Freundeskreis genug vernünftige Mamis mit gleichaltrigen Kids kenne.


    Ich finde nichts anstrengender, als die typische SAHM, die zuviel Zeit hat und die grundsätzlich alles bis zur Perfektion auf die Spitze treibt. Das ist etwas überspitzt dargestellt, aber ich glaube, ihr wisst, was ich meine.


    Mütter sind untereinander die schlimmsten Feinde. Da wird gestrichelt, hinterfragt, da werden Kinder ausgeschlossen, es wird gelästert.


    Ich bin saufroh, dass ich ein paar sehr relaxte, chillige Mamis kenne, die es mir nachsehen, wenn der Kurze nicht in Steiff gekleidet ist, die Rotznase nicht innerhalb von drei Sekunden entdeckt und gesäubert wird und der Kreischanfall nicht sofort dafür sorgt, dass ich aufgeregt aufspringen und Kekse anbiete. :D

  • Es geht im Anschluss genauso weiter:

    Was zuvor Krabbelgruppen, die richtige Kleidung, die einzig wahre Keks-Sorte und das Absondern von anderen ist,

    setzt sich fort in der richtigen Wahl der "besseren" KiTa und Grundschule, der "besseren" weiterführenden Schule ...

    Sollte es da, wider erwarten, andere Kinder geben, kann man sie gut auf Distanz halten.

    Oft erledigt sich das auch von selbst, wenn Kinder oder deren Eltern nicht mithalten können, die Sportausrüstung nicht zufinanzieren ist oder das Elterntaxi nicht zur Verfügung steht.


    So schafft man sich selbst eine Gesellschaft, die aus Schichten besteht und von der Abgrenzung lebt, um sich später über "die da" zu wundern oder mehr Integration zu erwarten.

  • Was die Auswahl der Spielfreunde betrifft: In einem Gewissen (!) Maße nimmt wahrscheinlich jeder darauf Einfluss.


    Es gibt Kinder, die finde ich einfach ad hoc unsympathisch. Schlecht erzogen, hinterhältig, gemein, was auch immer.


    Beispiel: Nachbarn haben drei Kinder, alles sehr wilde und auch laute Jungs. Bis dahin alles im Rahmen, die sind halt 2-10 Jahre alt. Der Mittlere, 5 Jahre, ist allerdings ein Ar*******Kind. Jedes Mal, wirklich jedes Mal, wenn er auf unseren Kurzen (2 Jahre) trifft, schubst er ihn, bewirft ihn mit irgendwas, ärgert ihn halt. Die Mutter steht nur dabei und guckt. Finde ich seltsam. Mag den Mittleren nicht und bin froh, wenn der nicht bei uns herumscharwenzelt.

  • Ja, verstehe ich, auch ich kenne solche Kinder.


    Und es ist bestimmt so, dass jeder in einem gewissen Maß Einfluss nimmt,

    aber es gibt auch viele, die sehr viel Einfluss nehmen.

    Das "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern" setzt sich sehr fort oder wird immer stärker auch über die Wahl von KiTa und Schule zementiert, vielleicht auch, weil die meisten Kontakte von Kindern heute über die Eltern laufen und man sich nicht einfach mit vielen Kindern draußen trifft.

    Vielleicht haben sich früher auch nicht alle Kinder draußen getroffen und darüber wurde eine Auswahl getroffen. In unserer Straße gab es auch ein Kind im - nicht mal goldenen - Käfig.

  • Wieso sind alle anderen Eltern doof, weil die die richtige Kekssorte, den richtigen Kindergarten und die richtige Spielkameradin finden wollen? Für das eigene Kind gilt das doch ganz genauso. Erzähle mir einer, der Kinder hat, dass er sich nicht mit den o.g. Themen beschäftigt.


    Ich kenne ausschließlich Eltern, die die jeweiligen Themen in der jeweiligen Phase sehr intensiv beschäftigen. Anderes Kind haut mein Kind? Andere Mutter reagiert auf irgendwas anders, als ich das bei meinem Kind tun würde? Welcher Kindergarten ist der beste? Welche Grundschullehrerin ist die beste? Was tun, wenn mein Kind nicht die Gymnasialempfehlung bekommt?...


    Wäre doch auch traurig, wenn man sich darüber keine Gedanken machen würde. Reflexion darüber finde ich aber wichtig, damit man nicht Kinder für das Verhalten ihrer Eltern verantwortlich macht zum Beispiel. Finde ich aber oft auch schwer. Schöner ist es natürlich, wenn sich Eltern und Kinder verstehen.

  • Ich muss gerade lachen,weil "welche Kita ist die beste?" bei uns gar keine Rolle spielen kann, weil wir so einen hohen Bedarf haben, der nicht gedeckt werden kann, dass man jeden Platz annehmen muss, wenn das Kind in KiTa/KiGa soll/muss, weil man arbeitet. Da blieb uns gar keine Wahlmöglichkeit bzw. es sieht heute nicht besser aus

  • Wenn ich eins am Mamadasein hasse, dann sind es Krabbelgruppen, Muttitreffs usw. Ich habe mich da von Anfang an rausgehalten,

    Oh ja, ich auch. Beim ersten Kind war ich anfangs noch dabei, beim zweiten dann ganz selten und beim dritten nie. Habe mich sehr unwohl da gefühlt und auch die Kontakte auf den Freundeskreis beschränkt.

  • Was die Auswahl der Spielfreunde betrifft: In einem Gewissen (!) Maße nimmt wahrscheinlich jeder darauf Einfluss.


    Es gibt Kinder, die finde ich einfach ad hoc unsympathisch. Schlecht erzogen, hinterhältig, gemein, was auch immer.


    Beispiel: Nachbarn haben drei Kinder, alles sehr wilde und auch laute Jungs. Bis dahin alles im Rahmen, die sind halt 2-10 Jahre alt. Der Mittlere, 5 Jahre, ist allerdings ein Ar*******Kind. Jedes Mal, wirklich jedes Mal, wenn er auf unseren Kurzen (2 Jahre) trifft, schubst er ihn, bewirft ihn mit irgendwas, ärgert ihn halt. Die Mutter steht nur dabei und guckt. Finde ich seltsam. Mag den Mittleren nicht und bin froh, wenn der nicht bei uns herumscharwenzelt.

    Solche Kinder kenne ich aus meiner Kindheit. Es gab mal einen Jungen, der schon im Kindergartenalter sehr aggressiv war. Er hat regelmäßig die Erzieher, andere Kinder und seine Eltern gebissen, getreten und was nicht alles. Das Haus seiner Eltern hat er häufiger quasi auseinandergenommen. Traurig, aber die Eltern haben in ihm trotzdem einen kleinen Engel gesehen, der einfach etwas zu viel Energie hat. Irgendwann hatte er keine Freunde mehr, wer will schon gerne regelmäßig attackiert werden? Das fanden die Eltern dann ganz furchtbar, ihr Sohn sei doch so nett und das Opfer. Äh, klar. :autsch:

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Wieso sind alle anderen Eltern doof, weil die die richtige Kekssorte, den richtigen Kindergarten und die richtige Spielkameradin finden wollen? Für das eigene Kind gilt das doch ganz genauso. Erzähle mir einer, der Kinder hat, dass er sich nicht mit den o.g. Themen beschäftigt.

    Kindergarten: Halt der, der in der Nähe ist. Da gibt es Kinder, mit denen kann er spielen. Zentrales Kriterium.

    Spielkameraden: Mir herzlich egal, unter Ausschluss zu akuter Arschlochkinder ist ansonsten alles akzeptabel.

    Kleidung: Im ersten Jahr haben wir stark auf gebraucht (aka 20x gewaschen) oder Bio geachtet, danach war uns das herzlich egal. Full Polyester muss jetzt nicht sein, aber sonst?

    Kekse und Ernährung: Wir ernähren uns gesünder als vor den Kindern, das definitiv, aber ich kotz im Strahl, wenn ich sehe was manche Eltern da ihren Kindern antun. Das führt dann dazu, dass die beim Schulfest Bio-Dinkelwaffeln backen wollen. ihre besten Freundinnen sagen "Lecker, genau wie zuhause" und sie sich dann wundern, warum den Scheiß keiner kauft. :P


    Das kann man beliebig fortsetzen. So bist du nicht, oder? Bitte nicht... :teufel:

    If you look for the light, you can often find it.
    But if you look for the dark that is all you will ever see.

  • Wieso sind alle anderen Eltern doof, weil die die richtige Kekssorte, den richtigen Kindergarten und die richtige Spielkameradin finden wollen? Für das eigene Kind gilt das doch ganz genauso. Erzähle mir einer, der Kinder hat, dass er sich nicht mit den o.g. Themen beschäftigt.

    Richtige Kekssorte => diejenige, die schmeckt? Und selbst, wenn man sich daheim hinstellt und Bio-Vollkorn-Dinkelkekse backt, weil man die am besten und tollsten fürs eigene Kind findet, entsteht auch kein Schaden, wenn das Kind beim Kumpel daheim mal nen fiesen Industriekeks bekommt. Das ist doch kein Grund, den Umgang zu verbieten.


    Richtiger Kindergarten => man nimmt, was man kriegt; wenn man die Wahl hat, spricht nichts dagegen, denjenigen zu nehmen, der vom Konzept her am besten passt. Wenn der Kumpel in der selben Straße in einen anderen Kindergarten geht, die Kinder aber weiterhin miteinander spielen wollen, sehe ich das Problem nicht.


    Richtige Spielkameraden => was soll denn "richtig" sein? Es geht doch nicht um strategische "Freundschaften" in denen Kinder bereits Kontakte für ihr späteres politisches Amt knüpfen sollen. Solange die Eltern nicht gerade ein Meth-Labor im Kinderzimmer betreiben, viele mir nicht viel ein, was ein Kind als "ungeeigneten" Spielkameraden qualifizieren würde.

  • Kindergarten: Halt der, der in der Nähe ist.

    Für andere muss es aber Waldorf sein. Oder katholisch.


    Mir herzlich egal, unter Ausschluss zu akuter Arschlochkinder ist ansonsten alles akzeptabel.

    Eben, und was definiert man als Arschlochkind?


    Und selbst, wenn man sich daheim hinstellt und Bio-Vollkorn-Dinkelkekse backt, weil man die am besten und tollsten fürs eigene Kind findet, entsteht auch kein Schaden, wenn das Kind beim Kumpel daheim mal nen fiesen Industriekeks bekommt. Das ist doch kein Grund, den Umgang zu verbieten.

    Für dich schon, für andere nicht.


    Ihr seid euch doch hier bloß einig, weil ihr dieselben engen Grenzen steckt. Dinkelkeks ist albern, gebrauchte Klamotten okay. Ich nehme einfach keinem ab, dass er keine Erziehungsgrundsätze hat, im Gegenteil, wer die Dinkelkeksfraktion albern findet und gebrauchte Kleidung kauft bezieht ja schon Position und darum ging es mir.


    Ich mache mal ein Beispiel, mein Grundschulkind darf bei Justin spielen, auch wenn der Vater Zweifelhaftes auf den Oberarm tätowiert hat. Wenn sie dort aber GTA zocken bin ich nicht begeistert. Ich kann ja aber schlecht sagen, dass ich es verbiete, dass die Kinder Spiele ab 18 spielen, weil ist ja Justins Zimmer. Und ich will auch nicht die Dinkelmutti sein, Justins Eltern finden das nämlich normal, sonst hätten sie ihrem Kind ja keine PS4 ins Zimmer gestellt. Was tun? Ich schlage vor, dass die Kinder zu uns kommen und wir eine Runde Tischtennis spielen. Was vermutet ihr, wie oft mein Kind noch eingeladen wurde? :aufgepasst:


    Wenn man in der Stadt wohnt ist einfach alles an "Normalvorstellung" vorhanden von Methdealer im Wohnzimmer bis hin zu Guccihandtaschentrallala im Villenviertel. Vom Schriftsteller, der sein trotzdendes Zweijähriges mit ner Menge Fremdwörtern zuquatscht statt es zu trösten bis Doitschlandflagge am Schrebergarten.


    Natürlich positioniert man sich da, zum Beispiel in dem man die einen zum Grillen einlädt und die anderen nicht. Da muss man nicht mal Umgang verbieten, sondern einfach andere Kontakte fördern.


    Trotzdem übel, wie es Bolzbolds Kind ergeht, das möchte ich entschieden festhalten. Ich finde, es ist eher eine generelle Frage, ob man wahrhaben will, dass man seinen Lebensstil schlicht für den einzig richtigen hält

  • Wenn man in der Stadt wohnt ist einfach alles an "Normalvorstellung" vorhanden von Methdealer im Wohnzimmer bis hin zu Guccihandtaschentrallala im Villenviertel. Vom Schriftsteller, der sein trotzdendes Zweijähriges mit ner Menge Fremdwörtern zuquatscht statt es zu trösten bis Doitschlandflagge am Schrebergarten.

    Stimmt, das ist auf dem Land ganz anders:

    In meinem Bullerbü gibt es kein Villenviertel und wenig Guccihandtachentrallala, aber vielleicht habe ich da auch einfach zu geringe Kenntnisse.

  • Für andere muss es aber Waldorf sein. Oder katholisch.

    Dann geht das Kind im Zweifelsfall nicht in den Kindergarten. Muss man als Eltern wissen, was einem wichtiger ist.


    Zitat

    Ihr seid euch doch hier bloß einig, weil ihr dieselben engen Grenzen steckt.

    Welche sollen das sein?


    Zitat

    Dinkelkeks ist albern, gebrauchte Klamotten okay. Ich nehme einfach keinem ab, dass er keine Erziehungsgrundsätze hat, im Gegenteil, wer die Dinkelkeksfraktion albern findet und gebrauchte Kleidung kauft bezieht ja schon Position und darum ging es mir.

    Doch, natürlich. Aber was hat meine Position zu gebrauchter Kleidung oder den richtigen Keksen mit den Freunden oder Spielkameraden meiner Kinder zu tun? Wenn ich gebrauchte Kleidung und Dinkelkekse gut finde und für richtig halte, fange ich sicher nicht an, für den kleinen Justus nur noch Nike und Snickers zu kaufen, weil sein Freund der Justin das so toll findet. Aber wenn er beim Justin ein Snickers isst, stirbt er davon nicht. Wir auch nicht.


    Zitat

    Ich mache mal ein Beispiel, mein Grundschulkind darf bei Justin spielen, auch wenn der Vater Zweifelhaftes auf den Oberarm tätowiert hat. Wenn sie dort aber GTA zocken bin ich nicht begeistert. Ich kann ja aber schlecht sagen, dass ich es verbiete, dass die Kinder Spiele ab 18 spielen, weil ist ja Justins Zimmer. Und ich will auch nicht die Dinkelmutti sein, Justins Eltern finden das nämlich normal, sonst hätten sie ihrem Kind ja keine PS4 ins Zimmer gestellt. Was tun? Ich schlage vor, dass die Kinder zu uns kommen und wir eine Runde Tischtennis spielen. Was vermutet ihr, wie oft mein Kind noch eingeladen wurde? :aufgepasst:

    Offenbar ging es Justin also gar nicht um dein Kind, sonst wäre er auch zum Tischtennisspielen rübergekommen. Das ist nicht die selbe Situation wie im Ausgangsproblem.


    Zitat

    Wenn man in der Stadt wohnt ist einfach alles an "Normalvorstellung" vorhanden von Methdealer im Wohnzimmer bis hin zu Guccihandtaschentrallala im Villenviertel. Vom Schriftsteller, der sein trotzdendes Zweijähriges mit ner Menge Fremdwörtern zuquatscht statt es zu trösten bis Doitschlandflagge am Schrebergarten.


    Natürlich positioniert man sich da, zum Beispiel in dem man die einen zum Grillen einlädt und die anderen nicht. Da muss man nicht mal Umgang verbieten, sondern einfach andere Kontakte fördern.

    Und wenn die Kids trotzdem lieber mit dem Achmed spielen, dessen Eltern aber nie zum Grillen eingeladen werden, dann spielen sie eben weiter mit Achmed.

    Ich verstehe nach wie vor nicht, was du unter "die richtigen Freunde" verstehst. Nur, weil deine Vorstellungen mit denen anderer Eltern zusammenpassen, heißt das noch lange nicht, dass die Kinder sich automatisch befreunden. Freundschaft und Sympathie sind unfreiwillige Zustände.


    Zitat

    Trotzdem übel, wie es Bolzbolds Kind ergeht, das möchte ich entschieden festhalten. Ich finde, es ist eher eine generelle Frage, ob man wahrhaben will, dass man seinen Lebensstil schlicht für den einzig richtigen hält

    Ich halte meinen Lebensstil für für mich am besten. Ich lebe bewusst so, wie ich lebe. Das heißt aber nicht, dass andere Menschen auch so leben müssen oder meine Kinder nur mit Kindern aus ähnlichen Lebensverhältnissen befreundet sein dürfen. Mein Lebensstil ist sicher nicht "der einzig richtige".

  • Wobei ich sagen muss, dass ich schon auch die ein oder andere Freundschaft bevorzuge...

    zum Geburtstag durfte er einladen wen er wollte. Kein Problem. Da hab ich die Eltern aber auch nach Hause geschickt. Aber die einen Eltern? Ne, bei denen darf er nicht spielen. Rauchen drinnen und den ganzen Tag ist der Fernseher an. Muss nicht sein. Die Tochter kann aber gerne kommen. Will sie aber nicht mehr, dem Prinzesschen war es im Garten zu wild und dreckig. Kleidchen war da nicht angemessen.


    Und der eine Junge, zu dem lasse ich ihn auch nicht. Der Vater hat sich mal sehr abfällig über das Kleid meines Sohnes geäußert. Die Jungs dürfen gerne in der Kita spielen, aber so Kommentare, Jungen weinen nicht, und so was gehen halt nicht. Oder wenn der Vater zu meinem Sohn sagt, er hätte einen Babysitz im Auto, weil er mit 5 im Reboarder sitzt. So Menschen möchte ich meinen Sohn nicht anvertrauen. Wer weiß was die noch sagen wenn ich nicht in der Nöhe bin?


    Also ja, ich sortiere auch, gebe ich auch zu. Aber nicht nach Dinkel-Bio-Waffel ohne Industriezucker (auch wenn es die bei uns zu Hause gibt :p ), nach Kleidermarke oder Auto/ Beruf der Eltern.

    Aber manche Eltern bekommen es ja nicht mal hin für 2 Kinder in der Gruppe mit Erdnussallergie entsprechende Geburtstagsmitgebsel zu packen. Da bedanken sich die Eltern dann, wenn ihr Kind eins bekam oder vom Kuchen (vor Corona) mitessen durfte und nicht mit einem Butterkeks zugucken musste.


    Aber so hinter dem Rücken reden und die Meinung mehrfach zu ändern? Puh... was erwartet mich dann in der Grundschule?

  • Wobei ich sagen muss, dass ich schon auch die ein oder andere Freundschaft bevorzuge...

    Das ist ja klar. Wenns mit den Eltern des besten Freundes des Kindes passt, ist das natürlich für alle Beteiligten viel entspannter.


    Wenn man die Kinder zu sich einlädt, weil man das Kindeswohl im anderen Haushalt gefährdet sieht, ist das mMn auch vollkommen ok. Wenn sich die Sache dann von selbst erledigt, ja gut, dann ist das eben so.

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