Kappen oder Mützen im Unterricht

  • Wieso beeinträchtigt das Schullogopullovertragen eigentlich das Wohlbefinden anderer? Ist es die Sorge, dass plötzlich bundesweit Schulpullover zur Pflicht erhoben werden könnten?

  • Ich bin kein Fan irgendeiner Schule, auch nicht der, an der ich Dienst tue. Mein Dienstverhältnis ist deutlich sachlicher. Ich brauche keine „emotionale Verbundenheit“.

    Ich weiß. Deswegen mein "Wenn DU meinst". Das kann jeder für sich entscheiden. Ich weiß, dass ich mit einem so sachlich-distanzierten Verhältnis zu meiner Schule nicht glücklich werden würde. Du wirst es. Also: alles gut.

    Ein weiser Mann (oder eine weise Frau) hat mal gesagt: "Wenn die Situation sich zuspitzt und man die Sicherheit nicht mehr gewährleisten kann, ist es vielleicht an der Zeit, die Priorität vom Präsenzunterricht auf die Kinder zu schieben."

  • Die T-Shirts mit Vereinslogo, die ich bei ehrenamtlichen Einsätzen für den Sportverein trage, zahlt jedenfalls der Verein.

    Mein Partner und ich haben solche Klamotten immer (ganz oder teilweise, falls es Sponsoren gibt) selbst bezahlt, um unsere Vereine zu unterstützen.


    Ebenso würde ich mir auch einen Pullover mit Schullogo kaufen, wenn er mir gefällt.


    Rotstifte kauf ich auch selbst, weil ich eine ganz bestimmte Sorte mag.


    Dafür habe ich am Ende des Monats zwar 2,35 Euro weniger im Geldbeutel als Kolleg.O.Meier, bin aber dafür, glaub ich, insgesamt gechillter.

    :baden:

  • Bei uns bekommen alle die an den Maturprüfungen aktiv beteiligt waren danach immer einen Kugelschreiber mit entsprechender Aufschrift. Das ist sogar so ein Ding, den man auch auf dem Smartphone benutzen kann und er hat eine eingebaute LED. Juhuu. Ich finde meine Schule ganz OK, ich glaube wir machen unsere Sache schon gut. Doch, ich würde so ein T-Shirt situativ anziehen, wenn man mir eins schenkt. Aber ich würde es nicht kaufen.

  • Und zum Thema Kappen im Unterricht: Wir hatten das Tragen von Kopfbedeckung früher als Verbot in der Hausordnung stehen - da hab ich die SuS drum gebeten, dass sie ihre Münzen absetzen.


    Inzwischen haben wir eine neue Hausordnung ohne Kappenverbot und wenn heut mal ein Schüler mit Mütze vor mir sitzt, dann lass ich den. Mich stört es nämlich überhaupt nicht.

  • Mein Partner und ich haben solche Klamotten immer (ganz oder teilweise, falls es Sponsoren gibt) selbst bezahlt, um unsere Vereine zu unterstützen.

    Kann man machen, klar. Mir ging es um den Unterschied, dass Schulen als Organisation mal wieder etwas nicht hinkriegen, dass für einen Verein mit wenigen Telefonaten und einem Vorstandbeschluss erledigt ist.

    bin aber dafür, glaub ich, insgesamt gechillter.

    Ja, das glaube ich auch. Mir geht es immer total schlecht, wenn ich irgend etwas nicht mitmache, dass ich nicht brauche.

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

  • Ja, man merkt dir stets an, wie tiefenentspannt du insgesamt bist.

    Sind wir uns schon begegnet?


    Wir führen hier eine Diskussion, die ich im Alltag nicht zu führen brauche. Und. Dass ich sagen kann „Macht ihr, mir egal.“, finde ich furchtbar entspannend. Also, bis eben fand ich das. Ich stelle nämlich gerade fest, dass du das viel besser beurteilen kannst als ich. Danke für den Hinweis. Jetzt weiß ich endlich, wie gestresst ich bin und was für ein erbärmliches Leben ich doch führe.


    War in der Sache noch etwas?

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

  • Es war so klar, dass diese Reaktion innerhalb von nur wenigen Minuten folgen würde.


    :sofa:


    (Ich hätte gerne einen Smiley mit Popcorn-Tüte!!)

  • Stell dir vor, ich kaufe sie auch.

    Oh, ich Depp, ich gehe einfach ins Schulbüro und lass' mir welche geben. Wenn ich gewusst hätte, dass man auch teurer aus der Nummer 'rauskommt, hätte ich wohl das gemacht.


    Die dienstlichen Stifte sind aber auch keine Geschenke, sondern Arbeitsmaterial, das ich zur Verrichtung meines Dienstes benötige. So wie die Tafeln.

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

    Einmal editiert, zuletzt von O. Meier ()

  • In der Bedeutung kann man es überall drunter schreiben. Irgendwie ist das nicht so richtig ein inhaltlicher Beitrag zur Diskussion

    Wenn du meinst. ;)

    Ein weiser Mann (oder eine weise Frau) hat mal gesagt: "Wenn die Situation sich zuspitzt und man die Sicherheit nicht mehr gewährleisten kann, ist es vielleicht an der Zeit, die Priorität vom Präsenzunterricht auf die Kinder zu schieben."

  • Mir fällt gerade ein, wir hatten einen einzigen Lehrer, der uns aufstehen ließ, das war ein total altmodischer Typ. Aber irgendwie haben wir's noch in der Oberstufe gemacht, weil ihm das wichtig war :)

    Ob er noch lebt?

    Bei uns in Österreich ist es normal, dass Schüler zu Beginn der Stunde aufstehen. War aber in D an meiner Refschule auch so.


    Wir begrüßen und verabschieden uns mit "Guten Morgen/Guten Tag" und "Auf Wiedersehn".

  • Nach dem Aufstieg in die 3. Etage, dem etwa 10 Minuten dauernden Händewaschen und einem akkustischen Signal mit den Klangstäben begrüßen wir uns freundlich und sitzend mit "guten Morgen liebe Klasse" und "guten Morgen Herr pepe". Nochmal aufstehen muss niemand. Kein Problem.

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

  • Ach ja, und seit dem letzten Winter und den Anticoronalüftungsorgien habe ich mich an Kappen, Mützen, Schals und anderweitig vermummte Köpfe gewöhnt. Muss ich zur Zeit auch nicht drüber diskutieren.

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

  • Wie wäre es mit Mützen für die Kälteempfindlichen bzw. Kappen für diejenigen, die es weniger sind, mit dem Schullogo bedruckt und Masken mit Namensaufdruck? So friert niemand, alle sind irgendwie wieder gleich und trotzdem erkennbar?

    :flieh:

    Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

  • Was ich, und hier mein neuer Gedanke, gar nicht mag: Wenn ich mich mit einem "Servus!" beim Hereinkommen ins Klassenzimmer begrüßt werde. (Ich bin meist vor den Schülern und Schülerinnen in meiem Raum.) Gar kein individuelles Grüßen im Klassenzimmer: völlig okay, schließlich gibt es - bei mir - eine relativ formale Begrüßung zum eigentlichen Unterrichtsbeginn. Ansonsten freue ich mich über ein individuelles "Morgen" oder "Guten Morgen" und grüße brav zurück.

    Da scheinen halt wirklich kulturelle Unterschiede sehr stark durchzuschlagen: Ein einfaches "Morgen" fände ich persönlich zu salopp - "Servus" oder wienerisch "Serwas" ist zwar sehr informell (vor allem letzteres sagt man zu Personen, mit denen man "per du" ist; mich persönlich würde es nicht stören, denn das Du-Wort drückt ja auch eine gewisse Zuneigung und Verbundenheit aus - und verbunden ist man mit niemandem, den man nicht mag), für mich persönlich jedenfalls besser als nur "Morgen". "Guten Morgen" empfinde ich persönlich als nett und freundlich - ein formaler Gruß, der zu jeder Tageszeit angebracht ist, ist "Grüß Gott!" Gar nicht individuell zu grüßen, weil es dann eh eine Art "Kollektivbegrüßung" gibt, würde mir persönlich nicht behagen. Selbstverständlich gehört zu jedem Gruß auch eine Erwiderung - egal, wie viel ich vor dem eigentlichen Unterrichtsbeginn zu tun habe: ein Aufschauen und eine Erwiderung des Grußes müssen schon sein.

  • Apropos ... Ich feiere es jedes mal, wenn die Medien besser Bescheid wissen als die betroffenen Lehrpersonen:


    Hotpants, Croptop und Co. - So gehen Schweizer Schulen mit aufreizender Kleidung um - News - SRF



    Äh nein ... tun wir nicht, wir haben Besseres zu tun. Und eine "Kontroverse" gab es ganz sicher auch nicht, Sekundarschule Muttenz, das wüsste ich. Der BH-Skandal aus Fribourg, ja der hat vor allem die Medien eine Weile beschäftigt. So häufig wie aber irgendein offensichtlicher Müll im Zusammenhang mit Schule geschrieben wird, wage ich zu bezweifeln, dass das wirklich so spektakulär war, wie dargestellt. Ich frage mich, woher die eigentlich ihre Informationen nehmen bzw. warum diese durch Rückfrage nicht überprüft werden.

  • Der BH-Skandal aus Fribourg...

    Das habe ich gerade gegooglet. Wie kommt man als männlicher Lehrer auf das schmale mentale Brett, dazu Kommentare von sich zu geben? Mädchen (und Jungs) sind in dem Alter hoch empfindlich gegenüber allen Anmerkungen zum Körper, da verbieten sich mMn insbesondere abfällige Kommentare.

    Ich habe im Referendariat in der Sekundarstufe 1 unterrichtet (eine Einheit lang, meine Referendariatsschule war eine Erwachsenenschule) und da hat mich mein Ausbildungslehrer explizit darauf hingewiesen, dass ich als Mann auf meine Körperhaltung achten muss, damit noch nicht mal der Anschein entsteht, ich würde in den Ausschnitt gucken. Ich will gar nicht wissen, was der gesagt hätte, hätte ich tatsächlich zu der Kleidung an der Brust einen Kommentar gemacht...


    Und inhaltlich finde ich den Kommentar des Kollegen sowieso unsinnig. Das klingt irgendwie nach den 50ern.

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