• Was soll Schweden hier aller 10 Beiträge? Willst du es so handhaben wie Trump, der mit seinen ICE-Beamten mordend durch die Städte zieht? Wir finden sicher noch mehr Beispiele aus der ganzen Welt, wie man mit dem Problem umgehen könnte.

    Und ja, wer um Asyl bittet, hat das Recht, dass das überprüft wird. Dass das an der eigenen Grenze passiert und nicht in Indien ist doch irgendwie logisch. Warum willst du dich unbedingt um Geflüchtete aus Myanmar kümmern? Also mach das, wenn es dich glücklich macht, ich denke aber, wir sind schon mit der aktuellen Situation vor Ort ausgelastet. Ja, vor Ort, Spanien und Italien sind europäische Nachbarn, an deren Grenzen Menschen ankommen, für die eine verantwortungsvolle Entscheidung getroffen werden muss.

  • Dass unsere Straßen nicht saniert wurden, ist nicht die Schuld der Ausländer, dass es auch in Deutschland Armut gibt, kein Grund, Verantwortung für Asylsuchende abzugeben.

    Das ist deine Interpretation, wie du meine Ausssage weiterdenkst. Da habe ich nie geschrieben.

    Komisch übrigens, dass da nicht die Schuld bei den Armen gesucht wird. Sollen die sich etwa keinen Job suchen? Was stehen diese faulen Stützeempfänger an der Tafel an oder leben unter der Brücke? Zynismus off

    Es geht überhaupt nicht um Schuldzuweisung.

    Dann müssen aber vernünftige Unterkünfte her. Und ein Plan, was passiert, wenn der Krieg im Heimatland 10 Jahre dauert.

    Da stimme ich dir zu, dass hier Handlungsbedarf besteht.

    Man kann nicht die Türkei oder dubiose afrikanische Staaten und Milizen dafür bezahlen, sich um die Geflüchteten zu "kümmern", wenn man genau weiß, dass die Menschen unmenschlich behandelt werden.

    Von dem habe ich nicht geschrieben und das auch nicht gemeint. Da ich mich wegen Spenden mit entsprechenden Organisationen auseinandersetze, weiß ich, dass es Organisationen gibt, die sich um Kriegsflüchtlinge kümmern. Natürlich sind es noch zu wenige.

    Aber ich wiederhole mich und stimme hier fachinformatiker zu: Deutschland kann sich nicht um alle kümmern. Wir sind schon lange an unsere Grenzen gekommen. Mit der Integration der Migranten klappt es ja auch nur mäßig. Die sind sich selbst überlassen. Kaum jemand findet sich, der sie betreut. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass bei manchen die Betreuung nicht leicht ist. Interessanterweise haben es uns skandinavische Länder wie Schweden und Dänemark vorgemacht, wie es gehen kann. Diese haben gemerkt, wann es nicht mehr geht und ein Limit gesetzt.

  • Schweden ist halt ein Paradebeispiel für eine sehr tolerante, sehr weltoffene Gesellschaft, die gemerkt hat, dass die negativen Begleiterscheinungen von Migration gesellschaftsgefährdend sind und die im Gegensatz zum deutschen "da kann man leider nichts machen" klare Leitplanken setzt. Ich finde die Kriterien, wie sie hier angeführt werden, übrigens sehr vernünftig gesetzt: https://www.focus.de/politik/auslan…adfe6c932e.html


    Und ja, wer um Asyl bittet, hat das Recht, dass das überprüft wird. Dass das an der eigenen Grenze passiert und nicht in Indien ist doch irgendwie logisch.

    Finde ich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Asyl sollte über die Botschaften im eigenen Land angefragt werden können - dann kann der Anspruch geprüft werden und bei positivem Bescheid eine reguläre Einreise auf sicheren Reisewegen erfolgen. Wer direkt mit einer Straftat in Form eines illegalen Grenzübertritts irgendwo einfällt, sollte grundsätzlich keine Aussichten auf Erfolg haben können.

    Und zum ersten Satz: wie geht es überhaupt zusammen, dass ein EU-Land wie Polen dieses grundsätzliche Recht mal eben kurzerhand für bestimmte Einreisewege aussetzt? Ganz so in Stein gemeißelt ist das dann ja scheinbar alles doch nicht, falls man halt gerade nicht will.

  • Finde ich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Asyl sollte über die Botschaften im eigenen Land angefragt werden können - dann kann der Anspruch geprüft werden und bei positivem Bescheid eine reguläre Einreise auf sicheren Reisewegen erfolgen.

    Das irritierende an dieser Aussage ist, dass du sie offenbar Ernst meinst. Dass bequeme deutsche Beamte keine Vorstellung davon haben, was Asyl ist, scheint aber nicht ungewöhnlich zu sein.

  • Von dem habe ich nicht geschrieben und das auch nicht gemeint. Da ich mich wegen Spenden mit entsprechenden Organisationen auseinandersetze, weiß ich, dass es Organisationen gibt, die sich um Kriegsflüchtlinge kümmern. Natürlich sind es noch zu wenige.

    Und ich sehe es so, dass Staaten in die Pflicht genommen werden müssen, da Asyl ein Menschenrecht ist. Da reichen private Organisationen nicht aus, die unkoordiniert irgendwo helfen.

    Ich sehe auch nicht, warum ausgerechnet Deutschland oder Schweden sich nicht beteiligen sollten. Warum? Weil im Nachbarland kein Krieg herrscht? Oder sind Ukrainer noch okay und es geht nur um Moslems?

  • Ich sehe auch nicht, warum ausgerechnet Deutschland oder Schweden sich nicht beteiligen sollten. Warum? Weil im Nachbarland kein Krieg herrscht? Oder sind Ukrainer noch okay und es geht nur um Moslems?

    Bisher beteiligt sich doch Deutschland mit am meisten. Jetzt interpretierst du leider wieder in meine Aussagen das Gegenteil hinein. Vom anderen Extrem habe ich nicht geschrieben, sondern ich meine vernünftige Zahlen, die man noch bewältigen kann und die man betreuen kann, damit sie sich integrieren können. Lust auf mehr Parallelgesellschaften hat keiner.

    Vielleicht merkt man im Osten (außer in Berlin) die Auswirkungen nicht so wie im Westen, weil der Osten, so weit ich weiß, nicht so viele Asylanten aufgenommen hat. Als ich in Chemnitz war, habe ich mich gewundert, wie wenig "Ausländer" mir begegnet sind.

    Das Straßenbild hat sich in den letzten 10 Jahren hier enorm geändert. Wenn man hier in der Gegend mit dem Zug fährt oder in die nächstgrößere Stadt geht, sprechen gefühlt 50 Prozent der Leute nicht deutsch. Diesen Eindruck teile ich mit vielen anderen. Das hat auch nichts mit konservativ zu tun, sondern es ist eine Tatsache. Ich meine jetzt hier aber die ganze Palette, auch Osteuropäer.

    Letztendlich geht es um Integration und das schaffen wir bei dieser Menge nicht.

  • Ich finde es erstaunlich, wie einer sachlichen Aussage wie der von Caro07 die Worte herumgedreht werden. Daraus werden plötzlich Aussagen, die sie nie so getätigt hat. Dabei ist das absolut richtig, was du schreibst, Caro07.

  • Es ging um Schweden, das Caro07 ausdrücklich fachinformatiker bekräftigend als Beispiel heranzog.

    Und zum Thema "unwohl fühlen durch fremdsprachige Ausländer", was ja im Osten so viel anders wäre:

    "Der Ausländeranteil in Würzburg liegt bei rund 14,9 % (ca. 19.000 bis 20.000 Personen bei knapp 134.000 Einwohnern). Die Stadt Chemnitz verzeichnet einen nahezu identischen Ausländeranteil von 14,68 % (rund 36.955 Personen bei etwa 251.000 Einwohnern). Beide Städte liegen damit sehr nah am deutschen Großstadtdurchschnitt."

  • Sowohl Deutschland als auch Schweden gehören zu den Top 10-Beitragszahlern an Entwicklungshilfen und an die UNO Flüchtlingshilfe. Wenn hier immer Forderungen nach "mehr Hilfen" kommen, frage ich mich ernsthaft, was denn noch und wo soll das alles herkommen? Wir stehen doch bereits fast überall an erster oder zweiter Stelle der größten Geldgeber für quasi alles, was man so bezahlen kann.

    Ich finde das auch grundsätzlich in Ordnung. Wenn zusätzlich aber noch Immigration in einem nicht gesund zu bewältigenden Ausmaß dazu kommt, dann ist der schwedische Weg meines Erachtens vernünftiger, denn er wendet Schaden von der Gesellschaft ab. Dass dieser Schaden da ist und sukzessive größer wird, kann niemand ernsthaft bestreiten.


    Das irritierende an dieser Aussage ist, dass du sie offenbar Ernst meinst. Dass bequeme deutsche Beamte keine Vorstellung davon haben, was Asyl ist, scheint aber nicht ungewöhnlich zu sein.

    Dann nimm halt "die nächstmögliche erreichbare Botschaft". Wenn jemand aus dem Sudan oder Afghanistan loswandert, wird es Optionen geben, bevor er illegal EU-Grenzen übertritt. Ist ja nicht so, als würde man dabei nicht das eine oder andere Land durchqueren. Die momentane Asylrealität belohnt die Stärkeren, denen es halt gelingt sich durchzuschlagen. Auch kein faires Verfahren.

  • "Der Ausländeranteil in Würzburg liegt bei rund 14,9 % (ca. 19.000 bis 20.000 Personen bei knapp 134.000 Einwohnern). Die Stadt Chemnitz verzeichnet einen nahezu identischen Ausländeranteil von 14,68 % (rund 36.955 Personen bei etwa 251.000 Einwohnern). Beide Städte liegen damit sehr nah am deutschen Großstadtdurchschnitt."

    Vielen Dank für die Zahlen.

    Ich meinte eine andere Stadt und hier sind es, wie ich nachgelesen habe, ca. 27 Prozent Ausländeranteil. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund beträgt über 50 Prozent, wobei hier sicher viele gut integriert sind (z.B. Türken).

    Einmal editiert, zuletzt von Caro07 (22. August 2026 12:41)

  • Der Anteil von Ausländern und Menschen mit Migrationshintergrund ist vor allem sehr ungleich über die einzelnen Stadtgebiete verteilt. Hier das Beispiel der Dortmunder Nordstadt:

    • Ausländeranteil: 58,7 % [Dortmunder Durchschnitt: 22,3 %]
    • Arbeitslosenquote: 19,3 % [Dortmunder Durchschnitt: 9,8 % (2018)][8]
    • Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund lag im Jahr 2024 bei ca. 80,3 %.[9]
    • Der Ausländeranteil in der Stadt beträgt 22,3 % (Stand: 31. Dezember 2025).[28] Dies ist für westdeutsche Großstädte ein durchschnittlicher Wert. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund (unabhängig von der Staatsbürgerschaft) lag am Ende 2024 bei 43 %[29] und somit im Ruhrgebiet auf dem zweiten Platz hinter Duisburg mit 46,5 %.[30]

    Es könnte alles so einfach sein - ist es aber nicht.

  • Hier beträgt der Ausländeranteil bei den 25-64jährigen 27,6%, der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund über 46%, der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in Tageseinrichtungen 55,3%. Das wäre alles völlig egal, wenn es sich um friedliche, konstruktiv Gesellschaft gestalten wollende Mitmenschen handeln würde. Ist aber leider häufig nicht der Fall und damit wirds dann schwer händelbar und das Gesamtgefüge kippt.

  • Das wäre alles völlig egal, wenn es sich um friedliche, konstruktiv Gesellschaft gestalten wollende Mitmenschen handeln würde.

    Tut es das nicht?

    Wir haben an der Schule einen hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund. Die sind friedlich, die Eltern auch - weitestgehend.

    Ja, Schwierigkeiten gibt es, das hat aber nichts mit dem Migrationshintergrund zu tun, es geht eher um Prinzessinnen-Erziehung und beharren auf das Recht Einzelner auf Kosten aller anderen.

    Das ist es auch, was mir weit mehr Sorge macht. Es ist erschreckend, wie sehr Ausgrenzung gelebt wird. Sind es nicht Menschen mit Migrationshintergrund in irgendeiner Generation vorher, wird man andere finden, die einem nicht genehm sind.

  • Und ich sehe es so, dass Staaten in die Pflicht genommen werden müssen, da Asyl ein Menschenrecht ist.

    Ich würde ergänzen, dass die Aufnahme von Asylerbittenden als (zumindest temporären) Teil der Bevölkerung immer auch Einfluss auf die Zusammensetzung der Gesamtgesellschaft und damit auf das Zusammenleben in Schule, Nachbarschaft und auf der Straße hat. Dabei geht es mir nicht um Bewertung, sondern Kontextualisierung

  • Tut es das nicht?

    Wir haben an der Schule einen hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund. Die sind friedlich, die Eltern auch - weitestgehend.

    ...

    Bei uns auch, das sind die Eltern, die zum Elternabend kommen, während Chantals Mutter rauchend vor der Schule wartet, weil sie weder Job noch Hobby noch Interesse am eigenen Kind hat.

    Davon abgesehen kann ich das unspezifische Unbehagen durchaus nachvollziehen, ich wollte auch nicht in einem Viertel leben, wo überwiegend arabische Männer wohnen. Das ändert aber alles nichts an der Frage, wie man mit Menschen an Grenzen umgehen sollte, nämlich tragfähige Lösungen finden.

  • Wo findet ihr diese Zahlen? Habt ihr mal ne Quelle? Ich finde nur was von 2019 und da lag der Anteil in meinem Landkreis bei 30-35%. Was ich viel finde, da sehr ländlich geprägt. Mich würden aktuellere Zahlen interessieren.

  • Wo findet ihr diese Zahlen? Habt ihr mal ne Quelle? Ich finde nur was von 2019 und da lag der Anteil in meinem Landkreis bei 30-35%. Was ich viel finde, da sehr ländlich geprägt. Mich würden aktuellere Zahlen interessieren.

    Nun, betrachtet man die Migration genauer, dann liegt der Anteil an Migranten bei annähernd 100% - zumindest in Baden-Württemberg. Die Schwaben (Sueben) fielen hier um die Zeit der Geburt Jesu aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei uns ein und übernahmen in Württemberg die Vorherrschaft. Cäsar konnte es nicht verhindern. Damit nahm das Elend seinen Lauf...
    Nach 1989 kam nochmals ein massiver Nachzug.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Tut es das nicht?

    Die Lokalpresse hier ist voll mit Clankriminalität, Großfamilienkonflikten, Überfällen an diversen Bahnhöfen und Bushaltetellen mit sehr ähnlichen Täterbeschreibungen, dazwischen der eine oder andere Femizid etc. Keine 10 Minuten von hier hat jemand seine 19jährige Frau samt Sohn im Kinderwagen erst gezielt überfahren und dann totgeschlagen. Passiert halt. Im Kleinen sind es Kinder- und Jugendbanden, die andere Kinder abziehen, was ständig Thema in der Nachbarschaftsgruppe ist, also gehäuft vorkommt. Meine Hundesitterin ist 20, wohnt keine 3km entfernt und ich muss sie jedes Mal mit dem Auto nach Hause fahren, weil ihr das abends mit Rad oder Roller zu gefählich ist.

    Mir ist Migrationshintergrund an sich total egal. Ich hatte supertolle Schüler mit Migrationshintergrund, auch letztes Jahr noch. Aber halt auch zunehmend welche, die ich als sehr problematisch empfinde. Und was sich hier neuerdings verstärkt im öffentlichen Raum bewegt, sind halt deutlich aggressiver auftretende Jugendliche und Gruppen junger Männer (die in sich auch keine homogene Gruppe sind und auch untereinander Stress haben - es kommen eben ungute Konstellationen zusammen).

    Als Frau Merkel 2015 Marxloh besucht hat, habe ich noch zu jemandem gesagt, dass das für mich gar keine No Go Area ist und man dort problemlos nachts mit der Straßenbahn nach Hause fahren kann. Eine Ex-Kommilitonin wohnte dort billig und ich war öfters da, das war also nicht nur dahergesagt. Heute sehe ich das deutlich kritischer. Ich selbst habe im Studium sehr günstig im Essener Norden gewohnt, das war auch damals schon multikulti, Brennpunkt, ab und an haben sich Libanesen beschossen und 2x lag 200m entfernt morgens im Park ne Leiche. Trotzdem hatte ich nie Angst und man konnte da als Unbeteiligter ganz normal leben. Hat heute auch andere Vibes, wenn man dort rumläuft.

    Ich sehe das große Problem der aktuellen Migration darin, dass zu viele junge Leute aus gewaltaffinen Kulturen und mit entsprechender Sozialisierung hierher kommen. Dazu kommen mitunter noch religiöser Fundamentalismus, fragwürdige ideologische und politische Weltbilder und diverse psychische Auffälligkeiten. Keine gute Mischung. Bei allem Verständnis für Fluchtgründe halte ich es für dringlich notwendig, weiteren Zuzug mit diesem Profil rigoros zu begrenzen und abzuwehren.

  • Wo findet ihr diese Zahlen? Habt ihr mal ne Quelle? Ich finde nur was von 2019 und da lag der Anteil in meinem Landkreis bei 30-35%. Was ich viel finde, da sehr ländlich geprägt. Mich würden aktuellere Zahlen interessieren.

    Ich hab im aktuellen Integrationsbericht meiner Stadt geschaut.

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