9-Euro-Ticket

  • - City-Maut wie London und Oslo

    - Nur noch gebührenpflichtige Parkplätze im öffentlichen Raum

    Dann darf sich aber auch niemand beschweren, wenn die Geschäfte aus den Innenstädten abwandern und es dafür immer mehr Outlet-Center inkl. großer Parkplätze auf der dann nicht mehr "grünen Wiese" gibt.

  • Dann darf sich aber auch niemand beschweren, wenn die Geschäfte aus den Innenstädten abwandern und es dafür immer mehr Outlet-Center inkl. großer Parkplätze auf der dann nicht mehr "grünen Wiese" gibt.

    Wenn dann die Innenstädte so aussehen wie Oslo, freu ich mich drauf.


    Wenn ich das überhaupt noch erlebe.

    #Zesame:!:


    Konzentrieren Sie sich ganz auf den Text, wenden Sie das Ganze auf sich selbst an. (J.A. Bengel)

  • Wenn schon solidarisch finanziert, dann muß auch das Angebot überall vergleichbar sein. Dies würde aus meiner Sicht z.B. bedeuten, daß jeder Bürger innerhalb eines Radius von 500m vor der Haustür eine Haltestelle haben muß, die im 30-Minuten-Takt 24/7, also auch in der Nacht von Samstag auf Sonntag angefahren wird (ggf. auf Bestellung = Anrufsammeltaxi). So lange es diese Versorgung auf dem Lande nicht gibt, ist der ÖPNV alles aber bestimmt nicht solidarisch.

    Ich glaube mit der Forderung nach Ausbau des ÖPNV insbesondere auf dem Land sind wir uns einig - vollkommen unabhängig von der Finanzierung. Eine Sonderregelung à la Befreiung von der Beitragspflicht, wenn x km von der nächsten Haltestelle entfernt und/oder Taktung zu gering wäre ja kein Problem. Um abschätzen zu können, ob das signifikant am Beitrag was ändert fehlen mir allerdings verlässliche Zahlen. Mein Bauchgefühl sagt nein (hängt aber auch stark von den Anforderungen ab; 30-Minuten-Takt 24/7 fände ich zB. absurd und habe ich nichtmal hier in einer Großstadt - warum auch?).


    Ich würde aber nicht so weit gehen, dass der ÖPNV auf dem Land mit der Großstadt vergleichbar sein muss. "Gubt nutzbar" sicherlich, aber kein 10-Minuten-Takt. Letztlich würden von so einer Regelung unabhängig von der tatsächlichen Nutzung alle profitieren. Ob kurzfristig durch gesunkenes Verkehrsaufkommen oder langfristig von freiwerdenden Geldern, die sonst in den Ausbau und Sanierung der Infrastruktur gesteckt werden müssten und so zB. direkt in den ÖPNV-Ausbau gesteckt werden können.


    Ein grundsätzlich günstiger Zugang zum ÖPNV für alle wäre sicherlich wünschenswert, allerdings hat dein Vorschlag einen GEZ-Beigeschmack.

    Nunja, es wäre eben genau wie der Rundfunkbeitrag solidarisch finanziert. Genauso wie die Krankenkasse, studentische Semestertickets oder auch Essen in der Mensa. Ich finde den Rundfunkbeitrag an für sich eine gute Sache, habe daher auch keinen (negativen) Beigeschmack bei der Sache.

    "In einer Gesellschaft in der Privatsphäre kriminalisiert wird, haben nur noch Kriminelle Privatsphäre" - frei nach Phil Zimmermann

  • 30-Minuten-Takt 24/7 fände ich zB. absurd und habe ich nichtmal hier in einer Großstadt - warum auch?

    Darum schrieb ich ja auch "ggf. als Sammeltaxi auf telefonische Bestellung". Ich denke da halt einfach an die Disko-Toten (betrunken von der Siko nach Hause gefahren) und an die Mitmschen, die Nachtschicht arbeiten.


    Das Makabere bei mir hier vor der Haustür ist, daß sie Bahnstrecken stilllegen und in Radwege umbauen, weil die Bahndämme ja so schön eben sind. Da müßte man erst einmal wieder Gleise auf den Radwegen verlegen.

  • Dann darf sich aber auch niemand beschweren, wenn die Geschäfte aus den Innenstädten abwandern und es dafür immer mehr Outlet-Center inkl. großer Parkplätze auf der dann nicht mehr "grünen Wiese" gibt.

    Tja, da gibt es erstens zum Glück genügend Untersuchungen dazu und zweitens hat die autogerechte Stadt jetzt nicht unbedingt die Center auf der grünen Wiese verhindert.

  • Dann darf sich aber auch niemand beschweren, wenn die Geschäfte aus den Innenstädten abwandern und es dafür immer mehr Outlet-Center inkl. großer Parkplätze auf der dann nicht mehr "grünen Wiese" gibt.

    Stimmt. Konsequenterweise muss man das Autofahren auch außerorts beschränken.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

    Einmal editiert, zuletzt von O. Meier ()

  • Also. Wenn du den Erwerb bzw. den Besitz eines Kraftfahrzeuges belohnst, welches Verhalten erwartest du?

    Ich antworte erst wieder auf deine Fragen, wenn du meine beantwortest. :S


    Nunja, es wäre eben genau wie der Rundfunkbeitrag solidarisch finanziert. Genauso wie die Krankenkasse, studentische Semestertickets oder auch Essen in der Mensa. Ich finde den Rundfunkbeitrag an für sich eine gute Sache, habe daher auch keinen (negativen) Beigeschmack bei der Sache.

    Der Unterschied ist in meinen Augen, dass bei der Krankenkasse Menschen dennoch eine Leistung erhalten, die für sie wichtig ist. Beim Semesterticket könnte man sich streiten und beim Rundfunkbeitrag wissen wir alle, dass sich viele mittlerweile über Internet und nicht über Tagesschau & co. über das Weltgeschehen informieren. Und was teilweise alles von dem Betrag bezahlt wird... Nun. Jedenfalls erhalten dadurch manche gar keine Leistung, die sie interessiert. Beim solidarischen ÖPNV-Ticket wäre das, denke ich, genauso.

  • beim Rundfunkbeitrag wissen wir alle, dass sich viele mittlerweile über Internet und nicht über Tagesschau & co. über das Weltgeschehen informieren

    Das ist ja auch ok so, niemand erwartet, dass man sich ausschließlich über den ÖRR informiert - nichtsdestotrotz halte ich den ÖRR für einen wichtigen Baustein in unserer Medienlandschaft den ich nicht missen möchte.


    Der Unterschied ist in meinen Augen, dass bei der Krankenkasse Menschen dennoch eine Leistung erhalten, die für sie wichtig ist. [...] Jedenfalls erhalten dadurch manche gar keine Leistung, die sie interessiert. Beim solidarischen ÖPNV-Ticket wäre das, denke ich, genauso.

    Ich halte Mobilität durchaus auch für eine wichtige Leistung. Das schöne ist ja, dass nicht nur diejenigen die den ÖPNV nutzen davon profitieren würden, sondern indirekt auch alle anderen. Jede Person im Bus und jedes Fahrrad auf der Straße bedeutet (fast) ein Auto weniger das Stau verursacht und kostbare Flächen beim Rumstehen beansprucht. D.h. wenn wir es schaffen alle die es können in den ÖPNV oder auf das Fahrrad zu bewegen, gewinnen wir unglaublich viel Fläche zurück, die wir sinnvoller nutzen können, verbessern unsere Luftqualität und können die benötigte Infrastruktur deutlich zurückbauen und sparen Unsummen an Steuergeldern die wir deutlich gewinnbringender einsetzen könnten. Das würde also allen Menschen zugutekommen.


    Kennt ihr NotJustBikes auf YouTube? Er hat einige kurze, sehenswerte Videos rund um das Thema. Konkret zu Kapazitäten von Infrastruktur zB. das hier:

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    "In einer Gesellschaft in der Privatsphäre kriminalisiert wird, haben nur noch Kriminelle Privatsphäre" - frei nach Phil Zimmermann

  • Zitat

    von: Theatralica „Der Unterschied ist in meinen Augen, dass bei der Krankenkasse Menschen dennoch eine Leistung erhalten, die für sie wichtig ist.“


    Es gibt auch Leute, die gehen nicht zu Ärztinnen oder extrem selten, zahlen jedoch sehr hohe Beiträge aufgrund ihres Verdienstes. Wo siehst du da einen substanziellen Unterschied zu den vorgeschlagenen Varianten der solidarischen ÖPNV-Finanzierung bzw. GEZ?


    Das Grundprinzip solcher Solidarfinanzierungen ist doch gerade, dass alle einen Beitrag leisten, trotz unterschiedlicher Inanspruchnahme, weil die Bereitstellung des finanzierten Dings für gesamtgesellschaftlich sehr wichtig erachtet wird.

    So zahlen beispielsweise auch Nicht-Autofahrer die Straßen mit, die sie selbst kaum/gar nicht abnutzen.


    Dergleichen Beispiele gäbe es noch viele und sicher könnte man über jedes einzelne streiten, da es ja immer ein Abwägungsding bezüglich der gesamtgesellschaftlichen Bedürfnisse/Ziele ist.

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

  • Ich war seit Jahren z. B. nicht mehr beim Hausarzt, ich finde trotz Suchen noch nicht einmal einen, bei uns sind alle ausgelastet (die Grippeimpfung habe ich dann noch komplett selbst bezahlt). Auch andere Ärzte besuche ich extrem selten (Zahnarzt noch am häufigsten ca. alle 3 Jahre einmal).


    Also ich benötige keine Krankenkasse (oder nur eine gegen extrem hohe Rechnungen z.B. zahlt erst ab 10 000 €). Alles andere sollte man sofort abschaffen (nein, ich bin solidarisch, mir kann es auch mal schlecht gehen), aber:


    Alles andere wäre mir wirklich wichtiger Theatralica


    Weniger Autos bedeuten viel weniger Feinstaub (bessere Gesundheit für uns alle), weniger Unfälle, weniger Kosten. Ich wäre dafür, den Benzinpreis entsprechend zu erhöhen, auch wenn dann nicht mehr alle sich Autos leisten können, die noch immer mehr als 10 Liter pro 100 km benötigen. Dann würden auch die Straßen ausreichen, man könnte sehr viele Kosten sparen.


    Alleine was Straßen kosten oder die Folgen der Klimakrise (Ahrtal schon vergessen)? Und nein die paar Steuern reichen bei weitem nicht (genauso wenig wie Alkoholsteuern für die durch Alkohol verursachten Kosten reichen oder die die Zigarettensteuern für die Kosten durch Zigaretten). Aber es ist so wie immer, Kosten werden gerne an die Gesellschaft weiter gegeben.


    Ich lasse mein Auto seit Ostern in der Garage und fühle mich jeden Tag besser (hätte ich nicht gedacht). 4 Male habe ich inzwischen den Zug verwendet (z.B. Theaterbesuch am Abend, Zug fährt auch nachts stündlich und "hält an jeder Milchkanne" also auch in den Dörfern). Aber klar, ich bin bewusst nicht auf das extreme Land gezogen (ländlich ist es hier schon), ich wohnte davor in einem Dorf von knapp 2000 Einwohnern, die nächste Kleinstadt (20 000 Einwohner) war 20 km entfernt. Aber selbst da fuhr der Bus mehrfach am Tage (ca. einmal pro Stunde).


    GEZ halte ich für extrem wichtig für unsere Demokratie. Gestern erhielt ich einen Link über eine A. Lipp (deutschsprachige russischfreundliche Influenzerin im Netz mit besten Kontakten nach ganz oben in den Kreml) und staunte. Gerade, wer sich nur im Netz informiert, glaubt oft diesen Schwachsinn (z. B. Organhandel in der Ukraine für den Westen, Organe werden aus den lebenden Menschen entnommen usw. die Leichen werden dann in mobilen Krematorien aus Deutschland verbrannt, Putins Soldaten gehen dagegen vor, auch gegen Covid-Maßnahmen schrieb sie, wird dafür ja bezahlt. Sie hat weit über 100 000 Follower im deutschsprachigen Raum.) Auch Privatfernsehen (siehe Berlusconi oder Trumps Fox) schaden der Demokratie gewaltig und deckt sicher keinen (politischen) Skandal auf. Nur wenn wir alle zahlen (und nicht nur einzelne, die dann natürlich auf Berichterstattung Einfluss nehmen) ist es einigermaßen neutral. GEZ ist also extrem wichtig in einer Demokratie (und gibt es vergleichbar auch in anderen demokratischen Ländern).


    Theatralica, du liebst vermutlich wie andere hier Autofahren. Auch ich bin früher gerne und viel gefahren. Ich habe aber in den Jahren zu viele und zu schwere Unfälle erlebt, musste mehrfach 1. Hilfe leisten (und manchmal leider vergeblich), bin zum Glück selbst nicht beteiligt gewesen, weil ich immer Sicherheitsabstand halte (ich war aber mehrfach das 1. nicht mehr beteiligte Auto nach einer Massenkarambolage). Ich habe mehrere Verwandte und gute Freunde durch Autounfälle verloren auch einige Schüler (z. B. starb meine Cousine mit 28 Jahren, unschuldig, der andere war durch die Sonne geblendet und kam auf die Gegenfahrbahn). Aber spätestens seit mir bewusst ist, wie schädlich Autos für unser Klima ist, versuche ich es zu vermeiden (ich fahre seit 15 Jahren unter 3000 km pro Jahr). Alles was Autofahrten vermindert, ist für uns alle gut. (Es gibt ja den Vergleich, was den Amis die Waffen sind, ist den Deutschen das (schnelle) Autofahren. Zumindest ein Tempolimit ist mehr als überfällig.)

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    Einmal editiert, zuletzt von Kris24 ()

  • Ich war seit Jahren z. B. nicht mehr beim Hausarzt, ich finde trotz Suchen noch nicht einmal einen, bei uns sind alle ausgelastet (die Grippeimpfung habe ich dann noch komplett selbst bezahlt). Auch andere Ärzte besuche ich extrem selten (Zahnarzt noch am häufigsten ca. alle 3 Jahre einmal).


    Also ich benötige keine Krankenkasse (oder nur eine gegen extrem hohe Rechnungen z.B. zahlt erst ab 10 000 €). Alles andere sollte man sofort abschaffen (nein, ich bin solidarisch, mir kann es auch mal schlecht gehen), aber:

    Rein aus Neugier: Machst du keine Vorsorgeuntersuchungen? Oder würdest du sie lieber aus der eigenen Tasche zahlen? Mich wollen alleine schon meine Zahnärztin und mein Frauenarzt einmal im Jahr sehen, jedes zweite dürfte ich auch noch beim Hautarzt vorsprechen. Find's aber unabhängig davon traurig, dass bei euch die ärztliche Versorgung derart schwierig ist.

    Es gibt auch Leute, die gehen nicht zu Ärztinnen oder extrem selten, zahlen jedoch sehr hohe Beiträge aufgrund ihres Verdienstes. Wo siehst du da einen substanziellen Unterschied zu den vorgeschlagenen Varianten der solidarischen ÖPNV-Finanzierung bzw. GEZ?


    Das Grundprinzip solcher Solidarfinanzierungen ist doch gerade, dass alle einen Beitrag leisten, trotz unterschiedlicher Inanspruchnahme, weil die Bereitstellung des finanzierten Dings für gesamtgesellschaftlich sehr wichtig erachtet wird.

    So zahlen beispielsweise auch Nicht-Autofahrer die Straßen mit, die sie selbst kaum/gar nicht abnutzen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass sich die Anteile der "Nicht-Inanspruchnehmenden" unterscheiden. in meinem Umfeld kenne ich z. B. niemanden, der auf Arztbesuche verzichtet, aber viele, die Dienstleistungen der Rundfunkgruppe nicht nutzen. Aber ehrlich gesagt bin ich zu faul nach konkreten Zahlen zu suchen, weil wir ein wenig vom Thema abkommen :pfeif: In Bezug auf den letzten Satz fällt mir allerdings auf: Nicht-Autofahrer/innen können als Radfahrer/innen die Straßen nutzen! ^^


    Wie gesagt, ich halte das solidarische ÖPNV-Ticket grundsätzlich für keine schlechte Idee, aber angesichts der derzeitigen Abdeckung durch Bus & Bahn für keine wirklich gute Lösung.

  • Nicht-Autofahrer/innen können als Radfahrer/innen die Straßen nutzen!

    Es ging um die Abnutzung, nicht die Nutzung. Neben allem andern sind eben Radlerinnen und Fußgängerinnen auch im Bezug darauf furchtbar ressourcenschonend.


    Wie gesagt, ich halte das solidarische ÖPNV-Ticket grundsätzlich für keine schlechte Idee, aber angesichts der derzeitigen Abdeckung durch Bus & Bahn für keine wirklich gute Lösung.

    Ich machte mir da keine allzu großen Hoffnungen, dass sich da viel bewegt.

  • Ich finde keinen Hausarzt, andere Ärzte benötige ich nicht. Und ich kenne viele.


    Bzgl. Corona-Impfungen beim Hausarzt las ich, dass über 10 % der Deutschen keinen Hausarzt haben. Auch deshalb gab es zentrale Impfzentren. Nein, so selten ist es nicht.


    Und ich habe mit radfahren auf Straßen aufgehört, nachdem mir zweimal der Lenker vom zu knapp vorbei fahrenden Auto umgedreht wurde (einmal bin ich auf den Bordstein gestürzt, einmal konnte ich noch abspringen). Zwei weitere Male kam es zu (schmerzhaften) Berührungen durch Autos.


    Ich bin gegen Subventionen von Autofahren. Wenn sie wirklich ihre Kosten bezahlen müssten, dann wären die Straßen frei (jemand schrieb hier, dass ein Opel Corsa pro Jahr mit über 4000 Euro subventioniert wird. Das Geld könnte man sinnvoller ausgeben (z. B. für Schulen) oder sparen. Warum kosten Wohnungen viel Geld (inkl. Grundsteuer), der Parkplatz am Straßenrand müsste mindestens genauso teuer sein.


    Ich bin gegen alle sinnlosen Subventionen. GEZ ist wichtig für einen demokratischen Staat. Ich höre manchmal überrascht (und bin entsetzt), was Menschen glauben, die sich nur im Netz informieren.


    (Ich bin dann froh, dass ich schon älter bin und hoffentlich nicht mehr die Folgen erleben werde. Klimakrise wird zur Klimakatastrophe werden, die einen wollen sich nicht einschränken, die anderen endlich teilhaben und der Staat unterstützt es mit Subventionen. Ich weiß von meiner Kindheit, dass wir auch ohne Auto überall hin kamen.)

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  • Wenn sie wirklich ihre Kosten bezahlen müssten, dann wären die Straßen frei

    Nein. Die Menschen hierzulande sind überwiegend dermaßen autozentriert bis autokrank, dass man auch nicht über's Portemonaie gehen kann.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • Nein. Die Menschen hierzulande sind überwiegend dermaßen autozentriert bis autokrank, dass man auch nicht über's Portemonaie gehen kann.

    Wenn der Literpreis der 60er Jahre sich weiter gemäß der Inflation erhöht hätte, läge er heute bei über 10 Euro. Das wird dann für viele unbezahlbar (und ÖPNV und Fahrrad interessanter).

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  • Ein solidarisches ÖPNV Ticket würde zu einer Verkehrswende führen und meines Erachtens nach sehr viel bewirken. Ich bin absolut dafür und freue mich, dass mittlerweile vermehrt Diskussionen in diese Richtung gehen.

    Auch der Ausbau und bessere Taktung der ÖPNV Angebote würde dadurch im Laufe der Zeit automatisch vorangetrieben.

    In ländlichen Gebieten kann man mit Anruf Sammeltaxis starten und dann sehen, wo der Bedarf ist und was Sinn macht.


    Alternativ wäre es eine Möglichkeit zumindest günstige Abo Karten jedem anzubieten wie es sie z. B. in Wien gibt (z.B. 1€ pro Tag, also Jahreskarte für 365€). Das würde zumindest im städtischen Raum schon viel bringen. Die Preise bei mir im Verkehrsverbund sind abartig hoch und definitiv abschreckend für jemanden, der (teilweise) umsteigen möchte (selbst fürs Jobticket, falls wir als Lehrer mal eins kriegen sollten, wären es ca 80€ pro Monat, regulär noch weit teurer, gerade nachgesehen: 138€ und das für Straßenbahnfahren von wenigen Kilometern. Es geht bei mir nicht um 50km Fahrten mit dem Zug oder so).

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