Heftige Beleidigungen der Schüler*innen mir gegenüber

  • Praktikum zwischen 1.Staatsexamen und Refantritt (quasi das heutige Professionalisierungspraktikum)

    Das muss wohl ein "BW-spezifisches" Praktikum sein; davon habe ich hier noch nie gehört.

    Unsere Lehramt BBS-Student*innen machen übrigens hier in NDS nur zwei Praktika: ein "allgemeines Schulpraktikum" (5 Wochen während des Bachelorstudiums) und ein "Fachpraktikum" (7 Wochen während des Master of Education-Studiums).

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Das muss wohl ein "BW-spezifisches" Praktikum sein; davon habe ich hier noch nie gehört.

    Ich denke, CDL meint das Betriebs- oder Sozialpraktikum, das explizit außerschulisch stattfinden muss, für das man aber alle möglichen Tätigkeiten während des Studiums (und davor) anrechnen kann.

    Gibt es das denn aktuell nicht mehr, CDL ?

  • Ich denke, CDL meint das Betriebs- oder Sozialpraktikum, das explizit außerschulisch stattfinden muss, für das man aber alle möglichen Tätigkeiten während des Studiums (und davor) anrechnen kann.

    Gibt es das denn aktuell nicht mehr, CDL ?

    Ich meine, inzwischen wurde das durch das sogenannte Professionalisierungspraktikum "ersetzt" welches aber tatsächlich eine etwas andere Zielsetzung hat, kann mich diesbezüglich aber auch täuschen. Wenn ich dran denke frage ich mal nach bei einer Freundin, die vss. nächstes Jahr ins Ref starten wird und berichte. Udd ja, bei mir war das auf jeden Fall noch das "Betriebs- und Sozialpraktikum".


    Gerade auf die Schnelle nur Informationen zum gymnasialen Lehramt gefunden. Dort gibt es das "Betirebs- und Sozialpraktikum" weiterhin, die einzige Änderung ab 2018 war, dass wer Wirtschaft/Geo/Politik/Info als Fach hat verpflichtend das Betriebspraktikum machen muss, wer Sport hat ein Vereinspraktikum nachweisen muss. Gibt es vermutlich also doch weiterhin.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Ich komme aus NRW. Bei uns mussten wir uns selbst um Praktikumsplätze kümmern. Das Praktikum mussten wir am Anfang des Bachelors für 4 Wochen ohne Begleitung o.ä. absolvieren. Also man war in einem Begleitseminar, aber das war eher ein Text-lesen-Fragen-beantworten-per-Mail-senden-Seminar, wenn ihr versteht was ich meine. Die Seminarleitung hat also praktisch nichts gemacht außer die Hausaufgaben zu kontrollieren und am Ende das Portfolio. Sie war also nicht wirklich eine Ansprechperson, da ich sie nie gesehen habe, da wie gesagt damals alles über Mail und Moodle (Onlineplatform) ablief.

    Aber das sollte trotzdem nicht so wie bei dir beschrieben laufen. Da ist massiv was falsch gelaufen.

  • CDL und Plattenspieler :

    Ah, ok, solch ein außerschulisches Praktikum, das in einem Betrieb, einer sozialen Einrichtung oder einem Sportverein durchgeführt werden muss, ist in NDS für die Lehramtsstudent*innen der Lehrämter Grund-, Haupt-, Realschule und Gymnasium auch vorgeschrieben: https://www.voris.niedersachse…c.id=jlr-MALehrVND2015pP9

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  • Aber das sollte trotzdem nicht so wie bei dir beschrieben laufen. Da ist massiv was falsch gelaufen.

    das darf sogar nicht, da die Bescheinigung über die Anmeldung des Praktikums und die Endbescheinigung über die abgeleistete Zeit von der Schule unterschrieben und bestempelt werden soll ...
    Da lehnt sich eine Lehrkraft aber sehr aus dem Fenster. und die TE hat entweder einiges an Zeitabläufe vertrudelt und deswegen eine schnell erreichbare Person kontaktiert oder auch nicht die Formalia beachtet (und es ist nicht wirklich der Sinn des Praktikums, 5 Wochen lang bei einer Person zu sein, aber gut, das ist manchmal so ...

    Nebenbei: wer Schulen betritt, muss einiges nachweisen: Führungszeugnis und Masernimpfung, es erscheint mir höchst unprofessionell von der Lehrkraft zu sein..

  • Nebenbei: wer Schulen betritt, muss einiges nachweisen: Führungszeugnis und Masernimpfung, es erscheint mir höchst unprofessionell von der Lehrkraft zu sein..

    Ich glaube dies hat noch nie bei uns an der Schule jemals irgendwer kontrolliert.

    War mir persönlich auch gar nicht so bewusst.

    Bei uns läuft es ehrlich gesagt ähnlich.

    Der/ die Praktikant*in wird einer Lehrkraft zugeteilt und bleibt dann nur in dieser Klasse.

    Außerdem haben meine KuK's mal entschieden, dass Praktikanten nicht in Lehrerzimmer kommen...sie sind in einem separaten Raum..warum weiß ich schon gar nicht mehr..fand und finde ich immer noch schräg..

  • Ich glaube dies hat noch nie bei uns an der Schule jemals irgendwer kontrolliert.

    Bei den Praktikanten macht das in NRW in der Regel deren Uni.

    Ansonsten müsste es dein Schulleiter tun.


    Bei den Vertretungskräften und Lehrern tut das bei euch das Schulamt und bei RS/Gym/BK die Bezirksregierung.

  • Bei uns wird nur das Praxissemester von der Uni geregelt. Das besagte Praktikum war aber am Anfang de Bachelors. Man musste theoretisch nichts vorweisen. Ich hatte einen Zettel von der Uni bekommen, den man sich online einfach ausdrucken konnte, der einfach von der Betreuung (in dem Fall die Lehrerin) unterschrieben werden musste. Es wurde auch nicht kontrolliert, ob ich tatsächlich in der Schule war. Auch an der Schule brauchte ich kein Führungszeugnis und auch keine Masernimpfbescheinigung o.ä. Wenn ich rückblickend darüber nachdenke, ist das vermutlich ziemlich unvorsichtig sowohl von der Uni als auch der Schule, aber darüber habe ich tatsächlich bis jetzt noch nicht nachgedacht.


    Bei uns gab es leider keinen Raum für Praktikanten, weshalb ich in der Pause auf dem Schulhof "abhing". Fand das zwar sehr unangenehm, weil ich ja nur wenige Kinder kannte und oft als Streitschlichterin und Krankenschwester fungieren musste, aber an sich war das vermutlich eine gute Lektion, falls ich mal Pausenaufsicht bin. ;)

  • Ich gebe zu: ich bin schockiert.
    Ich betreue zur Zeit (Abordnungsstelle) Lehramtsstudierende, die Praktika im Ausland machen und hatte in den letzten Monaten ein paar heftige Situationen sehr schlechter Betreuung. Da mussten wir der ausländischen Schule noch mal erklären, dass Praktikant*innen keine Putzkräfte sind, Anspruch auf die selbe Pause haben wie die anderen Lehrkräfte und auch eine Art Arbeitsplatz brauchen.
    und ganz ernsthaft: auch wenn ich kein Superfan von "absoluter Augenhöhe" bin (die Erstsemesterpraktikant*innen sollten sich bitte nicht aufgefordert fühlen, meine Unterrichtsstunde am Ende zu kritisieren, und zu erzählen, was sie alles besser können...), Praktikant*innen sind "trotzdem" keine "Untermenschen". Ich verstehe nicht, dass es Schulen geben kann, die die Praktikant*innen nicht in das Lehrerzimmer lassen. Wie und was sollen Praktikant*innen lernen, die nur den Unterricht sehen. Und dann beschweren wir uns, dass einige Lehramtsstudierende / andere Menschen ein verzerrtes Bild des Berufs haben. Ich versuche, Praktikant*innen zum nach dem Unterricht Bleiben zu motivieren. Zusammen eine Klassenarbeit korrigieren, Test duchschauen, Stunde vorbereiten oder langweilige Sachen wie kopieren... Das alles sollen sie sehen. und nicht nur auf dem Hof hocken...

  • Ich gebe zu: ich bin schockiert.
    Ich betreue zur Zeit (Abordnungsstelle) Lehramtsstudierende, die Praktika im Ausland machen und hatte in den letzten Monaten ein paar heftige Situationen sehr schlechter Betreuung. Da mussten wir der ausländischen Schule noch mal erklären, dass Praktikant*innen keine Putzkräfte sind, Anspruch auf die selbe Pause haben wie die anderen Lehrkräfte und auch eine Art Arbeitsplatz brauchen.
    und ganz ernsthaft: auch wenn ich kein Superfan von "absoluter Augenhöhe" bin (die Erstsemesterpraktikant*innen sollten sich bitte nicht aufgefordert fühlen, meine Unterrichtsstunde am Ende zu kritisieren, und zu erzählen, was sie alles besser können...), Praktikant*innen sind "trotzdem" keine "Untermenschen". Ich verstehe nicht, dass es Schulen geben kann, die die Praktikant*innen nicht in das Lehrerzimmer lassen. Wie und was sollen Praktikant*innen lernen, die nur den Unterricht sehen. Und dann beschweren wir uns, dass einige Lehramtsstudierende / andere Menschen ein verzerrtes Bild des Berufs haben. Ich versuche, Praktikant*innen zum nach dem Unterricht Bleiben zu motivieren. Zusammen eine Klassenarbeit korrigieren, Test duchschauen, Stunde vorbereiten oder langweilige Sachen wie kopieren... Das alles sollen sie sehen. und nicht nur auf dem Hof hocken...

    Ja, es ist leider teilweise schockierend was man für Erfahrungen als Praktikant macht. Ich hatte auch schon alles von ich durfte nicht ins Lehrerzimmer über ich durfte zwar ins Lehrerzimmer aber ich durfte mich nirgendwo hinsetzen, da die Plätze alle schon vergeben waren bis dazu, dass man mir offen ins Gesicht gesagt hat, dass sich die Kollegin jetzt nicht die Mühe machen wird meinen Namen zu lernen, da ich ja eh wieder in ein paar Wochen weg bin. Zum Glück haben die positiven Erfahrungen doch immer deutlich überwogen, denn sowas kann einen schon zweifeln lassen.

  • Ich gebe zu: ich bin schockiert.
    Ich betreue zur Zeit (Abordnungsstelle) Lehramtsstudierende, die Praktika im Ausland machen und hatte in den letzten Monaten ein paar heftige Situationen sehr schlechter Betreuung. Da mussten wir der ausländischen Schule noch mal erklären, dass Praktikant*innen keine Putzkräfte sind, Anspruch auf die selbe Pause haben wie die anderen Lehrkräfte und auch eine Art Arbeitsplatz brauchen.
    und ganz ernsthaft: auch wenn ich kein Superfan von "absoluter Augenhöhe" bin (die Erstsemesterpraktikant*innen sollten sich bitte nicht aufgefordert fühlen, meine Unterrichtsstunde am Ende zu kritisieren, und zu erzählen, was sie alles besser können...), Praktikant*innen sind "trotzdem" keine "Untermenschen". Ich verstehe nicht, dass es Schulen geben kann, die die Praktikant*innen nicht in das Lehrerzimmer lassen. Wie und was sollen Praktikant*innen lernen, die nur den Unterricht sehen. Und dann beschweren wir uns, dass einige Lehramtsstudierende / andere Menschen ein verzerrtes Bild des Berufs haben. Ich versuche, Praktikant*innen zum nach dem Unterricht Bleiben zu motivieren. Zusammen eine Klassenarbeit korrigieren, Test duchschauen, Stunde vorbereiten oder langweilige Sachen wie kopieren... Das alles sollen sie sehen. und nicht nur auf dem Hof hocken...

    Ich hatte mich damals nicht getraut die Lehrkraft zu kritisieren. Das mit der falschen Aufgabe war das einzige, was ich ihr ins Gesicht gesagt hatte und das war auch nicht als Kritik gemeint. Ich hatte damals angesprochen, dass ich Probleme mit den Schüler*innen hatte und mir die Beleidigungen nahe gingen, aber ich war nicht so eine, die eine zehnseitige Verbesserungsliste mitgebracht hat. Ich hoffe, dass ich in diesem Thread nicht so einen Eindruck gemacht habe. Das mit dem Lehrerzimmer war tatsächlich das, was mich am wenigsten gestört hatte. Ich wusste von Anfang an, dass wir nicht auf Augenhöhe sind und das war für mich kein Problem. Klausuren/Hausaufgaben habe ich IMMER korrigiert, was ich echt nervig fand, nicht wegen dem Aufwand, sondern wegen den mir damals unbekannten Bewertungsmaßstäben (z.B. wenn das Ergebnis falsch ist und die Rechnung richtig, dann bekommt man dennoch die volle Punktzahl, aber da ich das nicht wusste, musste ich natürlich alles wiederholen). Ich denke es scheiterte, wie man an dem Beispiel gut sehen kann, einfach meistens an der Kommunikation.

  • Das sind Zustände, die eine Frechheit sind. Als (inzwischen) lebenszeitverbeamteter Kollege soll mir mal einer erzählen, ob ich einen Praktikanten ins Lehrerzimmer mitnehme oder nicht... Und natürlich setzt der sich dann an einen Platz. Bah.

  • Das mit den vergebenen Plätzen trifft an manchen Schulen ja durchaus auch neue Kollegen. Kein schöner Stil.

    Selbst ein Friseur schafft es nicht, montags vor 10 Uhr so viele Gerüchte in die Welt zu setzen, wie das Kollegium eines Lehrerzimmers. (c) calmac

  • Das mit den vergebenen Plätzen trifft an manchen Schulen ja durchaus auch neue Kollegen. Kein schöner Stil.

    Oder am Pool, mit den Handtüchern...

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • Das mit den vergebenen Plätzen trifft an manchen Schulen ja durchaus auch neue Kollegen. Kein schöner Stil.

    Die freien Plätze sind mitunter auch suspekt. Die haben zuweilen einen Grund. "Was sie setzen sich neben mich, das werden sie nicht lange aushalten....", so wurde ich auch schon begrüßt.

    "Wenn sie wunderbar ist, wird`s nicht einfach sein. Wenn sie einfach ist, wird es niemals wunderbar sein. Wenn sie`s wert ist, wirst du niemals aufgeben. Wenn du aufgibst, war sie`s nicht wert..." (Bob Marley)

    Der Schluss fehlt, den mag ich nicht.

  • Schülerpraktikanten, die nur mal ein paar Tage reinschnuppern, sind bei uns nicht im Lehrerzimmer, da dort oft Interna besprochen werden, die nicht durch die noch sehr jungen Leute weiter verbreitet werden sollen. Langzeitpraktikanten und Studenten sind selbstverständlich dabei, die müssen auch eine Schweigpflichterklärung unterschreiben.

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