nee nee, ICH bin am Gym, jaja ![]()
Meckerforum, hier darf alles rein, was doof ist
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Warum sind sie nicht direkt in die Ausbildung? Warum sind sie nicht zum BK für eine duale Ausbildung? Gute Frage.
Unsere Schule ist warm?
(haha, nicht mal im ganzen Winter)Man merkt seit circa einem Jahr (Vielleicht Zusammenhang mit der sich verstärkenden Wirtschaftskrise?), dass erstmals wirklich auch in der Öffentlichkeit kritisch diskutiert wird, ob es wirklich so viele Akademiker (m/w/d) braucht, ob zunehmend besser werdende Abiturschnitte wirklich ein Zugewinn für den Bildungsstandort sind, ob manche Schulabsolventen (m/w/d) mit einer soliden dualen Ausbildung nicht persönlich langfristig besser fahren. In einem Jahr kann man jedoch nicht die Fehlentwicklung ausgleichen, die zuvor jahrzehntelang stattfand. Viele unserer heutigen Oberstufenschüler (m/w/d) haben von ihren Eltern regelrecht eingehämmert bekommen, es müsse unbedingt das Abitur sein, egal wie. Und auch in Talkrunden um soziale Ungerechtigkeiten geht es immer darum, warum manche Bevölkerungsgruppen es seltener auf das Gymnasium schaffen - als sei der Besuch des Gymnasiums der Goldstandard für alles. Eine Gegenbewegung hat begonnen, aber ich prognostiziere, dass wir noch die nächsten 10 Jahre maßgeblich damit beschäftigt sein werden, Fehlvorstellungen bei unseren Schülern (m/w/d) korrigieren zu müssen.
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Wenn man mit der Schulform nichts zu tun hat, versteht man das kaum, auch dass es so gut wie keine 5 oder 6 geben darf. Und dann bekommen die Schüler/innen ein Abiturzeugnis? Ist das ein Fachabitur oder was kann man damit anfangen?
Das Problem sind die Bewertungsraster mit zigtausend, teils lächerlichen Kategorien (mein Favorit ist immer noch "löst sich vom Ausgangstext und formuliert eigenständig" - ob grottenfalsch formuliert wird, ist strenggenommen erstmal egal, wenn man das wörtlich nimmt), durch die unterm Strich zwangsweise so viele Teilpunkte zusammengesammelt werden, dass am Ende in Kombination mit den niedrigen prozentualen Notengrenzen kaum noch Defizite möglich sind.
Ich hab neulich bei meinen Eltern ein Klausurenheft meiner Schwester gefunden. Englisch LK, Klausur zur Lektüre True West. Aufgeschlagen, drübergelesen und war überrascht, dass sich das sprachlich für mich eigentlich gar nicht so schlecht las. Umgeblättert -> Fehlerquotient Note Mangelhaft. Zeigt sehr schön, wie verschoben mein innerer Kompass im Vergleich zur damaligen Bewertung ist. Ich bin sicher, mit den heutigen Rastern wäre der Sprachteil auf keinen Fall schlechter als 3.
Am Wirtschaftsgymnasium haben wir andere Bewertungsraster und damit habe ich auch plötzlich wieder Fünfen. Ist für mich eine ganz neue Erfahrung^^
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Maylin85 : Die [nachträgliche Ergänzung: verpflichtende Verwendung von] Bewertungsraster[n] in NRW sind erneut ein Beispiel für überbordende Bürokratie. Würde man das alles reduzieren, es finden sich ja so viele Beispiele, es würden sich so viele Probleme lösen lassen - und Lehrkräfte könnten sich auf sinnvolle Aufgaben konzentrieren. Zudem, warum mussten Lehrkräfte in Studium und Vorbereitungsdienst Diagnostikveranstaltungen belegen, wenn man ihnen dann am Ende doch wieder nicht zutraut, SchülerInnenleistungen selbstständig zu beurteilen?
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Bewertungsraster gibt es in der Grundschule z.B. bei Aufsätzen. Die erzeugen am Ende auch bessere Noten, als man sonst geben würde. Aber bei uns ist es nicht vorgeschrieben, dass wir sie verwenden müssen. Meistens nehme ich sie für mich als Hilfe.
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Maylin85 : Die [nachträgliche Ergänzung: verpflichtende Verwendung von] Bewertungsraster[n] in NRW sind erneut ein Beispiel für überbordende Bürokratie. Würde man das alles reduzieren, es finden sich ja so viele Beispiele, es würden sich so viele Probleme lösen lassen - und Lehrkräfte könnten sich auf sinnvolle Aufgaben konzentrieren. Zudem, warum mussten Lehrkräfte in Studium und Vorbereitungsdienst Diagnostikveranstaltungen belegen, wenn man ihnen dann am Ende doch wieder nicht zutraut, SchülerInnenleistungen selbstständig zu beurteilen?
Was hat das mit Bürokratie zu tun, eine vergleichbare Bewertungsbasis zu schaffen?
Transparenz zu schaffen?
Soll es etwa besser sein, dass Herr Müller unter einer Arbeit "3, befriedigend" schreibt? Als Begründung ggf. "mein Bauchgefühl" nennt? oder eine Seite sprachliches Gutachten formulieren muss?
Ich bin SEHR dankbar, dass ich diese EWH habe. EInmal gemacht, bepunkten, ankreuzen / markieren, ich erspare mir 99% Gespräche mit SuS, in der Theorie können sie von alleine ihre Fehler beheben und daran arbeiten.
Und das hat doch nichts mit der Diagnostik zu tun.
Natürlich wird uns zugetraut. Trotzdem wird festgelegt, dass der sprachliche Anteil nur soviel ist und der inhaltliche Anteil auf die drei AFB aufzuteilen ist, usw.
Provokant nachgefragt:
Komischerweise haben die meisten von uns keine Probleme damit, dass in Sport auch viel mehr Kriterien eine Rolle spielen, als we hoch man gesprungen ist. Warum echauffieren wir uns dann darüber, dass kaum noch die unregelmäßigen Verben lernt? -
Kein Gesetz, keine Regelung wurde geschaffen, um die Menschen zu gängeln, sondern um Transparenz und Gerechtigkeit zu schaffen. In der Masse sind sie jedoch einengend, daher wäre der Gegenvorschlag durch Reduktion mehr Eigenverantwortung, in dem Fall der Lehrkräfte, zu erzielen. Es soll weiterhin Rahmenbedingungen geben, aber weniger, wodurch Lehrkräfte wieder mehr Freiraum bekommen.
Leistungsbeurteilung ist ein Teilbereich des Überbegriffs Diagnostik.
Zu deiner letzten Frage: Ich bin keine Sportlehrkraft, habe aber immer dafür plädiert, dass in dem Fach die gleichen Anforderungen wie in anderen Fächern gelten sollen. Bedeutet: Ja, der Unterricht soll am Ende dazu führen, dass ich durch die im Unterricht vermittelten Techniken höher springen kann als vor Beginn der entsprechenden Unterrichtseinheit.
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Kein Gesetz, keine Regelung wurde geschaffen, um die Menschen zu gängeln, sondern um Transparenz und Gerechtigkeit zu schaffen. In der Masse sind sie jedoch einengend, daher wäre der Gegenvorschlag durch Reduktion mehr Eigenverantwortung, in dem Fall der Lehrkräfte, zu erzielen. Es soll weiterhin Rahmenbedingungen geben, aber weniger, wodurch Lehrkräfte wieder mehr Freiraum bekommen.
Nein.
"Eigenverantwortung" würde auch nicht dazu führen, dass das Nveau viel höher ist (wir kennen ja die Zentralen Abschlussprüfungen), sondern, dass einige KuK sich noch weniger an Regeln halten und ich noch mehr Arbeit habe.
Soll jetzt ein Kollege 70% für die sprachliche Richtigkeit vergeben, ein anderer nur 20%? -
Es gibt ja nicht in allen Bundesländern verpflichtende Bewertungsraster. In dem Zusammenhang ist es gerade gut, dass Bildung Ländersache ist, sodass man den Vergleich hat. Was denkst du denn, wie die Korrektur in Ländern abläuft, in denen es keine verpflichtenden Bewertungsraster gibt? Das funktioniert ja auch, ohne dass automatisch Chaos ausbricht. Ich kann auch nicht für alle 16 Bundesländer in Deutschland sprechen, aber meine Vermutung wäre, dass man sich entweder in der Fachschaft auf gemeinsame Standards einigt oder dass sich eine Lehrkraft auf ihr diagnostisches Hintergrundwissen zum Thema Leistungsbewertung aus Studium und Vorbereitungsdienst bezieht. Wäre das so schlimm? Vor allem lese ich doch heraus, dass ihr gerne schwache SchülerInnenarbeiten strenger bewerten würdet, das aber aufgrund der Bewertungsraster nicht möglich ist. In dem Punkt ist doch die verpflichtende Anwendung der Bewertungsraster nicht hilfreich, sondern kontraproduktiv, oder?
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Das hat nichts mit dem Bewertungsraster an sich zu tun (die wir in der Oberstufe benutzen sollen, in der Sek1 nicht unbedingt), sondern die festen Vorgaben, wie viel AFB1, 2 und3 anteilig gelten, usw.
Und wenn ich mich nicht täusche, bemängeln ziemlich alle BL (inklusive deins) den Niveauverfall und die Noteninflaton, egal, ob sie Gutachten, freie Texte oder Raster haben.
In NRW fällt es hier vielleicht am meisten auf, weil hier sehr viele NRWler*innen sind. Weil darunter auch viele aus diesen betroffenen Fächern. Und seien wir mal ehrlich: NRW war nie super gut. Also: der umgekehrte Fahrstuhleffekt kommt auch an Grenzen.
Ich vermute, Berliner oder Bremer Sek2-Sprachkolleg*innen würden Ähnliches berichten, aber: haben wir überhaupt welche hier? -
Der "Niveauverfall und die Noteninflat[i]on" sind definitiv kein NRW-spezifisches Problem, da gebe ich dir vollkommen Recht. Es ist ein nationales Problem, das sich je nach Bundesland mal mehr, mal weniger gravierend bemerkbar macht. Gerade der Förderalismus gibt hier Möglichkeiten, weil ein einzelnes Bundesland auch mal experimentieren darf. Wir haben ja derzeit glaube ich 5 verschiedene Parteien, die die Kultusministerien stellen. Das ist ein Potential, das genutzt werden sollte, wenn die jeweiligen Ministerien nur mutiger wären. Wenn dann NRW großen Mist baut, müssen es andere Länder nicht nachmachen. Wenn Bremen riesige Erfolge feiert, können andere Länder überlegen, ob sie die Reformen auch durchführen wollen. Dazu braucht es aber auch Reflexionsfähigkeit seitens der Politiker und einen Willen, sich zum Bildungsland Nr. 1 zu entwickeln. Warum gibt es da keinen Wettbewerb zwischen den einzelnen Bundesländern? Ich würde behaupten, davon würde der gesamte Bildungsstandort Deutschland unmittelbar profitieren.
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Wir sind in der freien Marktwirtschaft. Was soll denn eine Konkurrenz da bringen? (abgesehen davon, dass es KMK-Vorgaben und einheitliche Standards gibt (offiziell)).
Und sorry, mein Laptop ist heute in einer Mischung aus Wut und Hundekarma zu Boden gefallen, die I-Taste hängt ein bisschen.
Nebenbei: Deine Tendenz, passiv aggressiv die Tippfehler anderer User als mit eckigen Klammern korrigierten Zitaten anzuprangern, macht dich nicht besonders sympathischer. Aber wenn der Inhalt für ein Gespräch nicht mehr reicht, gerne.
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Vor Einführung der Raster war die prozentuale Gewichtung meines Gewissens auch nicht willkürlich und die Sprachbewertung wurde ganz schnöde errechnet. Einen objektiveren Maßstab für den Grad an Richtigkeit gibt es doch kaum. Seit "Verständnis" der Maßstab ist, ist meines Erachtens eine sehr viel subjektivere Wertungsebene eingezogen worden. Auch den Teilbereich Kommunikative Textgestaltung, der punktgleich (!) gewichtet ist, wie Sprachrichtigkeit und Ausdrucksvermögen, gab es zu meinen Abiturzeiten imo noch nicht. Alles Änderungen, die zu absurden Noten und den gewollten höheren Abiturquoten beitragen.
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Unfassbar.
Im Prinzip kann man nach so einer Aussage ja nur im Rahmen einer Remonstration auf die Unmöglichkeit hinweisen und halt machen, was geht. Aber diese Art von Arbeiten stelle ich mir wirklich ausgesprochen ätzend vor.
Ja, daran habe ich auch gedacht. Da es mich aber nur in der Ausbildungsvorbereitung betrifft, wo tatsächlich einiges nach einigem rumprobieren auch ohne Kopie funktioniert, habe ich bisher darauf verzichtet. Und der Schulleiter würde dann wohl auch anmerken, dass wir ja auf unsere No-Screen-Policy verzichten könnten. Aber bevor ich in dem Bildungsgang mit dem Handy arbeiten lassen, lasse ich lieber Texte vom Beamer abschreiben.
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Eine Gegenbewegung hat begonnen,
Wo sind die denn? An unserem BK jedenfalls nicht. Da haben viele SuS immer noch das Gefühl, das wäre das Ende der Fahnenstange.
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Vor Einführung der Raster war die prozentuale Gewichtung meines Gewissens auch nicht willkürlich und die Sprachbewertung wurde ganz schnöde errechnet. Einen objektiveren Maßstab für den Grad an Richtigkeit gibt es doch kaum. Seit "Verständnis" der Maßstab ist, ist meines Erachtens eine sehr viel subjektivere Wertungsebene eingezogen worden. Auch den Teilbereich Kommunikative Textgestaltung, der punktgleich (!) gewichtet ist, wie Sprachrichtigkeit und Ausdrucksvermögen, gab es zu meinen Abiturzeiten imo noch nicht. Alles Änderungen, die zu absurden Noten und den gewollten höheren Abiturquoten beitragen.
Ich bin nun in BW und auch wenn es einige Unterschiede gibt, haben auch wir Bewertungsraster und durchaus auch den Eindruck, dass es schwer ist, mangelhaft in E zu vergeben. Ich meine, ich habe neulich irgendwo darüber geschrieben.
In meinen ersten Berufsjahren bewerteten wir noch nach Fehlerquotient und es gab nur einen kleinen Prozentsatz an Punkten für Ausdruck. Dahin will ich nie wieder zurück. Es war Scheinobjektivität, die Abweichungen zwischen den Korrektoren waren teils sehr groß (was ist denn ein Fehler, was nur ein halber usw.). Ätzend. Die SuS, die supersimpel in Hauptsätzen schrieben und keinen differenzierten Wortschatz wagten, kamen deutlich besser weg. Fremdsprachliche Kommunikationskompetenz ist etwas anderes.
Den Umstieg auf Kompetenzraster und die Aufwertung des Ausdrucks habe ich sehr begrüßt. Leider sind unsere Raster inzwischen auch verwässert durch geänderte Formulierungen. Auch die banalen Aufgabenstellungen und die Gewichtung tragen dazu bei, dass die Tendenz zur Mitte geht. -
chilipaprika : Ich habe kein Problem damit, wenn User (m/w/d) Tippfehler machen. Das kann jedem passieren. Mir sicherlich auch zur Genüge. Ich habe schon oft meine eigenen Beiträge nachträglich korrigiert, weil mir aufgefallen ist, dass ich hier und da einen Buchstaben oder ein Wort vergessen habe. Ich habe dies bei anderen Usern (m/w/d) noch nie explizit adressiert, außer in den Fällen, in denen ich durch einen Tippfehler nicht wusste, was auf semantischer Ebene gemeint war und das klären wollte. Ich habe einen Ausdruck von dir zitiert und wollte, wenn ich schon dabei bin, einfach in dem Zusammenhang noch das "i" ergänzen, ohne weitere Hintergedanken. Sollte ich einen anderen Eindruck durch meine Zitierweise vermittelt haben, bitte ich das zu entschuldigen.
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