PaPo
Ich hoffe, dass Du meiner Sorge jetzt nicht mit dem Argument meiner intellektuell-diskursiven Inkompetenz oder dem nicht Ausnutzen meiner erwarteten Fähigkeiten als studierter Mensch begegnet bist.Ich habe Angst davor, dass die AfD ein Klima begünstigt, in welchem ich als Nicht-Weißer nach und nach anders gelesen werde. Nämlich als Ausländer, als Migrant, als jemand der abzuschieben ist. Entsprechende Forderungen wurden an einem Gymnasium bereits an mein ältestes Kind, das alles andere als migrantisch aussieht, aber eben einen ostasiatischen Großvater hatte, herangetragen. Das ist nicht nur pubertäre Provokation sondern Teil einer Geisteshaltung, die man mittlerweile auch zunehmend unter Jugendlichen antrifft.
Wir sind nun einmal nicht nur Menschen, die exklusiv rein nüchtern, sachlich, evidenzbasiert denken und handeln, sondern eben auch Emotionen haben. Diese auf welchem diskursiven Niveau auch immer wegzudiskutieren, empfinde ich als ausgesprochen verständnis- und empathielos. Man kann nicht alles auf rational-diskursiver Ebene klären und dem Gegenüber suggerieren, seine Gefühle müssten doch anders sein, wenn es im Vorfeld nur eine tiefgreifendere Auseinandersetzung mit der Thematik gegeben hätte.
Du, ich kann mit so(!) einer Antwort wunderbar leben, sie nachvollziehen und akzeptieren. Kömnte man vertiefen, erscheint mir aber nicht notwendig. Wäre die Kommunikation hier immer so, ware das ein erheblich angenehmerer Ort. Danke?