• Beitrag von Dr. Rakete (15. Februar 2026 16:09)

    Dieser Beitrag wurde von kleiner gruener frosch aus folgendem Grund gelöscht: Ich habe mir mal erlaubt, diesen Beitrag zu entfernen. Rückfragen gerne per PN. Danke. (15. Februar 2026 19:35).
  • Ich rede vor allem nicht von Rente, sondern von Gesundheitskosten und Sozialleistungen. Vollkaskoversorgung muss man sich leisten können und wollen - das funktioniert bei konstantem, ordentlichen Wirtschaftswachstum und einem passenden Verhältnis von Einzahlern und Empfängern. Ob sich das angesichts der Kombination von Bevölkerungsprofil und anhaltender Deindustrialsierung so halten lässt, darf bezweifelt werden. Die Notwendigkeit für Beitragssteigerungen kommt ja nicht aus dem Nichts, an der Schraube kann man aber auch nicht unendlich drehen.

  • Vielleicht habe ich die falschen Erkrankungen und vielleicht liegt es an der GKV, aber unter einer Vollkaskoversorgung verstehe ich was anderes.

    Zu dem vierstelligen Betrag den ich monatlich für Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen habe, kommen locker nochmal 500€ die ich aus eigener Tasche zahle. Weil dies gerade mal wieder oder generell keine Leistungen der GKV sind (die mir aber sehr helfen und dafür sorgen, dass ich arbeitsfähig bin und bleibe) oder weil man Zuzahlungen zu zahlen hat etc. pp.

    Von den Wartezeiten oder den vergeblichen Versuchen überhaupt Termine, bei bestimmten Fachärzten zu kommen, mal ganz zu schweigen.

    Ja, wir haben im Vergleich ein gutes Gesundheitssystem, aber eine Vollkaskoversorgung ist schon etwas anderes.

    Und Gesundheit wird immer mehr zu einer Frage des eigenen Geldbeutels.

    Aber damit schweifen wir ab vom eigentlich Thema.

  • Ich rede vor allem nicht von Rente, sondern von Gesundheitskosten und Sozialleistungen. Vollkaskoversorgung muss man sich leisten können und wollen - das funktioniert bei konstantem, ordentlichen Wirtschaftswachstum und einem passenden Verhältnis von Einzahlern und Empfängern. Ob sich das angesichts der Kombination von Bevölkerungsprofil und anhaltender Deindustrialsierung so halten lässt, darf bezweifelt werden. Die Notwendigkeit für Beitragssteigerungen kommt ja nicht aus dem Nichts, an der Schraube kann man aber auch nicht unendlich drehen.

    Dass sich die Ausgestaltung des Sozialstaats und gesellschaftlicher Kosten allgemein in Zeiten stärkeren Wirtschaftswachstums einfacher bewerkstelligen lässt stellt ja auch niemand in Frage. Die intendierte Verwendung von Wertungen wie Vollkaskoversorgung ersetzt allerdings weder eine ordetliche Analyse der vorliegenden Problematik, noch stellt sie eine Lösung dar. Sozialleistungen, wie auch die Rente sind, automatische Stabilisatoren einer Volkswirtschaft und verhindern eine noch schwächere Entwicklung des Wirtschaftswachstums. Gerade Sozialleistungsempfänger geben fast den kompletten Teil ihres Einkommens quasi 1:1 wieder in den Wirtschaftskreislauf, da es bei Ihnen kaum so etwas wie eine Sparquote gibt (wovon auch). Sozialleistungen (weiter) zu kürzen schadet also unmittelbar den Einnahmen der Unternehmen. Bei der schon seit Jahren vorliegenden Nachfrageschwäche bei uns in Deutschland wäre dies kontraproduktiv und würde die wirtschaftliche Situation keinesfalls verbessern (wie auch). Daher geht Ihre Argumentation leider nicht auf, dass das Vorhandensein bzw sich leisten können von Sozialleistungen einbahnstraßenähnlich auf der Voraussetzung von einer bereits florierenden Volkswirtschaft fußt.

  • Wir sind Staats- bzw. Landesdiener. In den letzten Jahren hatten der Staat bzw. die meisten Länder einen geringen Zuwachs an Einnahmen, der kleiner war als die Lohn-/Alimentationszuwächse. Wenn man die Einnahmen anteilig verteilt, erhalten die Landesangestellten und Beamten einen größeren Teil des Kuchens. Irgendwo muss also gespart werden. So schlecht geht es uns mit Sicherheit nicht...

  • Wir sind Staats- bzw. Landesdiener. In den letzten Jahren hatten der Staat bzw. die meisten Länder einen geringen Zuwachs an Einnahmen, der kleiner war als die Lohn-/Alimentationszuwächse. Wenn man die Einnahmen anteilig verteilt, erhalten die Landesangestellten und Beamten einen größeren Teil des Kuchens. Irgendwo muss also gespart werden. So schlecht geht es uns mit Sicherheit nicht...

    Ähmmm ...

    Nein!

  • Wir sind Staats- bzw. Landesdiener. In den letzten Jahren hatten der Staat bzw. die meisten Länder einen geringen Zuwachs an Einnahmen, der kleiner war als die Lohn-/Alimentationszuwächse. Wenn man die Einnahmen anteilig verteilt, erhalten die Landesangestellten und Beamten einen größeren Teil des Kuchens. Irgendwo muss also gespart werden. So schlecht geht es uns mit Sicherheit nicht...

    Das spielt keine Rolle und dein coping ändert daran auch nichts, dass wir entsprechend bezahlt werden müssen. Die Einnahmen sind nicht mein Problem. Meine Alimentation aber schon und dazu ist der Dienstherr verpflichtet. Egal welche Einnahmen er hat.

  • Deine Grafik endet im Jahr 2018. Ich habe von den letzten Jahren geredet, daher ist deine Grafik am Thema vorbei...

    Hast du in Anbetracht der mageren Erhöhungen seit 2018 irgendeine Art belastbare Informationen, dass sich seitdem etwas an der Aussage der o.g. Grafik geändert haben könnte?

  • Ähmmm ...

    Nein!

    Auf den ersten Blick suggeriert die Grafik, dass wir weniger verdienen. Das ist aber auf der Basis der dortigen Informationen so nicht herauszulesen. Das Gehalt hat sich "nur" nicht mit der Entwicklung des BIP proportional entwickelt.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Hast du in Anbetracht der mageren Erhöhungen seit 2018 irgendeine Art belastbare Informationen, dass sich seitdem etwas an der Aussage der o.g. Grafik geändert haben könnte?

    Mit ein paar Klicks kann man die Daten beim Statistischen Bundesamt abrufen werden:


    https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbe…st-ab-2005.html

    https://de.statista.com/statistik/date…ch-zum-vorjahr/

  • Auf den ersten Blick suggeriert die Grafik, dass wir weniger verdienen. Das ist aber auf der Basis der dortigen Informationen so nicht herauszulesen. Das Gehalt hat sich "nur" nicht mit der Entwicklung des BIP proportional entwickelt.

    Das hat seit Ende der 80er bei uns leider System und betrifft im Schnitt so ziemlich alle Bruttolohnbezieher.

    Das ist auch der Hauptgrund für die gesamte Misere bzgl. zu geringer Einnahmen/Töpfe bei GKV, Rente etc., die bei uns vorherrscht.

  • Das spielt keine Rolle und dein coping ändert daran auch nichts, dass wir entsprechend bezahlt werden müssen. Die Einnahmen sind nicht mein Problem. Meine Alimentation aber schon und dazu ist der Dienstherr verpflichtet. Egal welche Einnahmen er hat.

    Der Dienstherr ist schon verpflichtet, deine Alimentation zu bezahlen, klar. Ein Anspruch auf Inflationsausgleich kann ich aber nach kurzer Recherche nicht finden. Weißt du mehr dazu?

  • Der Dienstherr ist schon verpflichtet, deine Alimentation zu bezahlen, klar. Ein Anspruch auf Inflationsausgleich kann ich aber nach kurzer Recherche nicht finden. Weißt du mehr dazu?

    Ich denke, das ergibt sich aus dem Grundsatz der amtsangemessenen Alimentation.

  • In anderen Worten: Es müssen mehr Leistungen aus eigener Tasche gezahlt werden.

    Ja.

    Mir ist auch nicht daran gelegen, bei den Allerärmsten einzukürzen, aber bei Gießkannenleistungen und pauschalen Förderungen ohne Bedürftigkeitsprüfungen gibt es sicherlich Einsparpotential.

    Und speziell beim Thema Gesundheitsleistungen ist z.B. null nachvollziehbar, wieso Esoterikkram ohne jede Evidenz bezahlt wird - da kann man ebenso völlig schadensfrei einkürzen, wie bei Vorsorge- und Screeningleistungen mit umstrittenem wissenschaftlichen Nutzen. Die kostenlose Mitversicherung von Kindern in der GKV könnte ebenfalls auf den Prüfstand. Ich persönlich fände es auch in Ordnung, bis zu einem (meinetwegen einkommengestaffelten) Betrag X erstmal selbst zahlen zu müssen, bevor überhaupt eine Versicherung einspringt.

    Dass das größte Einsparpotential in Strukturreformen und nicht Leistungskürzungen besteht, ist mir natürlich auch klar, ich denke aber, dass man dringend beide Seiten angehen sollte/muss.

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