Klassenfahrten nach UK unter den derzeitigen Rahmenbedingungen

  • Interessanterweise gibt es immer noch Schulen die derzeit Klassenfahrten nach UK unternehmen.

    Ganz ehrlich? Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen muss man immer wieder mit Streiks des NHS rechnen. Der Fall wo eine Schülerin während einer Klassenfahrt ums Leben gekommen ist, sollte Euch allen noch in Erinnerung sein. Natürlich muss nicht bei jeder Klassenfahrt ein Rettungsdienst gerufen werden. Auszuschließen ist das aber auch nicht. Ich möchte nicht in der Situation eines Kollegen sein, dem ein Kind unter den Händen wegstirbt, weil kein RTW gekommen ist. Daher würde ich bedenken anmelden und auch remonstrieren. Im Falle eine juristischen Aufarbeitung wäre ich wenigstens in dem Punkt abgesichert.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Mag sein, dennoch wäre mir Unwohl, weshalb ich so eine Fahrt schlichtweg auch nie organisieren würde🤷

    An alle Deutschlehrer:
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    • Offizieller Beitrag

    Ach ja: Der Fall der Schülerin, die ums Leben gekommen ist, war auf der Basis der veröffentlichten Informationen in meinen Augen ein krass pflichtwidriges Verhalten bzw. Versagen der begleitenden Lehrkräfte.
    Immerhin haben diese Lehrkräfte den Vorteil, dass keine Schulleitung sie bei klarem Verstand mehr auf eine Klassenfahrt schicken würde...

  • Der Mitschüler, der das Mädchen betreut wohnt bei mir in der Nachbarschaft, daher muss ich sagen, dass ich den gesamten Vorgang betreffend befangen bin Außerdem ist das Verfahren nach wie vor schwebend. Nachdem das zuständige Gericht die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt hat, hat die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt. Damit kann die nächste Instanz von vorne orüfen.

    An alle Deutschlehrer:
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  • pepe

    Drittel, Drittel, Drittel. So wie immer im Leben. (Ja ich weiß, so sollte auch eine Gesamtschule bestückt sein, trifft in meiner Stadt aber nur auf eine zu. Eine hat sogar einen Gymnasialanteil von 1%)

    An alle Deutschlehrer:
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  • Wenn keine finanziellen Gründe dagegen sprechen, würde ich wohl auch eher nach Irland oder Malta fahren derzeit. Oder irgendwo anders ins Ausland. In den Niederlanden z.B. ist Englisch im Alltag üben auch gut möglich.

    Eine Kollegin an einer anderen Schule durfte aber statt der traditionellen Englandfahrt dann nur in die örtliche Jugendherberge fahren - mit dem Jahrgang, die wegen der Coronakrise schon auf alle anderen Fahrten verzichten mussten bisher. Das finde ich auch suboptimal.

  • Macht es derzeit eigentlich einen organisatorischen Unterschied, ob die Klassenfahrt nach UK, USA, Australien oder Neuseeland geht? Visa bräuchte man ja wohl für alle Länder gleich.


    Ich muß gerade daran denken, daß vor einigen Jahren eine Klasse nach Australien geflogen ist, weil wirklich alle Schüler in der Klasse die Fahrt vom Amt bezahlt bekommen haben und es so keine Eltern gab, die aufgrund extremer Kosten intervenierten.

  • Interessanterweise gibt es immer noch Schulen die derzeit Klassenfahrten nach UK unternehmen.

    Ganz ehrlich? Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen muss man immer wieder mit Streiks des NHS rechnen.

    [...]Ich möchte nicht in der Situation eines Kollegen sein, dem ein Kind unter den Händen wegstirbt, weil kein RTW gekommen ist. Daher würde ich bedenken anmelden und auch remonstrieren. [...]

    Ich kann mir eine Menge Gründe vorstellen, wieso ich keine Klassenfahrt in die UK machen würde, aber der NHS ist keiner davon.


    Mal abgesehen davon, dass ein Streik nicht heißt, dass die Leute auf der Straße sterben lassen, gibt es übrigens auch in Deutschland regelmäßig die Situation, dass zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Regionen nahezu alle Notaufnahmen abgemeldet sind oder zu wenig RTW zur Verfügung stehen um die gesetzliche Reaktionszeit einzuhalten. Wenn das eine Hauptsorge ist, dann kann man quasi keine Klassenfahrt mehr machen.


    Natürlich möchte niemand so einen Notfall erleben und ich gehe mal davon aus, dass die meisten Kollegen auch alles machen und ihre Fahrten so planen, dass dies extrem unwahrscheinlich ist.

    • Offizieller Beitrag

    ... und die Kontrolle an der Grenze ist gefühlt wie aus einer anderen Zeit, sehr beeindruckend (also: sowohl beim Bus als auch beim Zug hatte ich eine "flughafenähnliche" Kontrolle, inklusive Scan jedes Gepäckstücks und so weiter.
    Beim Übergang mit Auto auf der Fähre (ja, ich bin langsam England post Brexit erprobt) war die gesamte Kontrolle weniger aufwändig ( = ich musste das Gepäck nicht aus dem Auto rausnehmen, wie im Bus), aber überall wird doppelt kontrolliert (NL/UK oder F/UK..)

  • Das mach so eine Fahrt noch mal teurer. Ich habe gar keinen Reisepass und müsste extra einen beantragen. Schätze mal, das trifft für einen Großteil meiner Oberstufenschüler auch so zu.

    • Offizieller Beitrag

    Das mach so eine Fahrt noch mal teurer. Ich habe gar keinen Reisepass und müsste extra einen beantragen. Schätze mal, das trifft für einen Großteil meiner Oberstufenschüler auch so zu.

    Es ist ja nicht so, dass man diese nur für diese Fahrt bräuchte und er auch nicht im Anschluss noch an die zehn Jahre oder so gültig wäre...

    ... das Ziel der Fahrt ist ja frühzeitig bekannt gegeben worden. Und innerhalb eines Jahres wird man wohl ein solches Dokument beschaffen können.

  • Und falls es noch nicht kompliziert genug war: Es wird noch "schlimmer":

    https://www.cnbc.com/2023/03/0…horization-from-2024.html


    (Oder etwas weniger eindeutig, dafür offizieller: https://www.gov.uk/guidance/el…-travel-authorisation-eta "More countries will be added to the scheme later.")


    Damit ist die Einreise nach GB genauso kompliziert wie in die USA. Mal schauen, was die ETA kosten wird. Irgendwann ist die Reise Richtung Irland (oder USA) doch billiger...

    • Offizieller Beitrag

    Also SO kompliziert fand ich das nicht. Selbst e-Visa für das eine oder andere asiatische Land waren innerhalb von weniger als drei Tagen zu kriegen...

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