Diese Haltung wirkt von der Begründung her sehr plakativ. Ich kann sie zum Teil nachvollziehen, gleichwohl könnte ich das durch anekdotische Evidenz sowohl belegen als auch widerlegen. Es ist eine Frage es Umgangs mit der Situation.
Die jungen SuS sind am Anfang sehr wuselig, aber viele KollegInnen, die bei uns in der Erprobungsstufe unterrichten, berichten davon, dass man die Klassen entsprechend erziehen müsse, dann sei es bald nicht mehr so stressig. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ohne herablassend klingen zu wollen, trifft das auch auf die Eltern zu - die allermeisten sind in direkten Gesprächen erreichbar und sind dann auch ebenso schnell nicht mehr "nervig." Den anderen darf man dann nicht so viel Raum gewähren.
Ich habe mir bewusst professionellen Gehörschutz anfertigen lassen, damit ich in jüngeren Klassen durch den sicherlich häufiger auftretenden Geräuschpegel nicht gestresst werde. Das hilft tatsächlich.
(Hilfreich ist auch, dass ich jetzt in einem Alter bin, wo ich eine "väterliche" (aus Sicht des einen oder anderen Kindes vielleicht auch schon großväterliche) Autorität ausstrahle, so dass eine hochgezogene Augenbraue in Verbindung mit einer aufgeklappten Handinnenfläche (quasi als Stopp-Signal) oft schon reicht, um Aufmerksamkeit und Ruhe zu bekommen.)
Kann man alles machen. Aber MUSS das denn jeder hier auch wollen? Warum seid "ihr" so defensiv? Wenn die Schulform dir passt, ist doch alles gut. Das muss doch nicht jedem passen.
Zwischen hinbekommen und daran spaß haben gibt es einen großen Unterschied. ICH will es nicht schaffen an der Grundschule, Sek I oder ähnlichem. Das passt grundsätzlich nicht zu mir.