Sozialer Akku gefühlt immer leer

  • Hallöchen zusammen,


    ich frage mich echt, ob es an mir liegt, und ich derzeit einfach am Schwimmen bin, oder ob es noch andere gibt: Mein sozialer Akku ist derzeit gefühlt immer leer.


    Wenn ich von der Arbeit komme und Kiddo aus dem Kindergarten abgeholt habe (bzw. mein Mann das gemacht hat), wir den Tag erfolgreich verbracht haben usw., dann will ich eigentlich am liebsten allein sein und Ruhe haben. Insbesondere dann, wenn wir tagsüber (was "leider" echt oft der Fall ist) noch Besuch haben, Playdates stattfinden, irgendwelche Konferenzen/Sitzungen (Elternbeirat etc.) sind usw. Ich will mich dann nur noch verkrümeln und am liebsten PC zocken, lesen oder irgendeinen Blödsinn machen.


    Wenn ich mit Freunden verabredet bin bzw. wir als Familie mit Freunden verabredet sind, muss ich mich jedes Mal echt aufraffen, erst recht, wenn es typische Familytreffen bei schlechtem Weterr und im Haus sind, mit viel Gekreische und herumrennenden Kids (Vier Kinder die auf Fliesen mit Bobbycars im Kreis fahren, ach, welch Freude!). Aber auch reine Erwachsenentreffen (Esssengehen mit Freundinnen, Kneipenbesuche, Heimspiel im Westfalenstadion usw.) bedeuten für mich, mir echt einen Ruck geben zu müssen. Tatsächlich sind diese Aktionen/Treffen/Tage dann letztendlich auch (fast) immer schön und fühlen sich richtig und spaßig und gut an und ich bin froh dabei zu sein, aber mein Stresslevel sinkt dadurch nicht.


    Ein Blick auf die kommenden 10 Wochenenden zeigt mir, dass wirklich JEDES Wochenende mindestens an einem Tag irgendein Geburtstag/eine Feier/ein Treffen/ein Familientreffen/sonstwas geplant ist und meine Nackenhaare kräuseln sich jetzt schon. Ich hab keinen Booooooock! Aber Absagen ist auch nicht, es sind alles gute Freunde/Familie und ein bis zwei Pflichtauftritte (unser Kindergeburtstag z.B.) und ja, es wird auch alles wieder gut sein...sobald ich mich aufgerafft habe.


    Tatsächlich ist es so, dass ich ganze drei lockere Freundschaften/Bekanntschaften habe einschlafen lassen, einfach weil ich nicht wüsste, wie ich die auch noch alle "abarbeiten" sollte, ohne genervt in den Tisch zu beißen. Wir versuchen, den Sonntag möglichst frei von Terminen zu halten (aber jetzt kam schonwieder die Einladung zur Karnevals-Kinder-Party an einem Sonntag bei nem Kumpel vom Kiddo, explizit mit Müttern :uebel:).


    Ich will nicht ständig alles verschieben und absagen, aber ganz ehrlich? Die Dosis an Menschen, die man in der Schule mitbekommt und die man sich nicht aussuchen kann, reicht mir manchmal echt. Geht es nur mir so?!

  • Mir geht das auch oft so, dass ich nach den vielen arbeitsbedingten sozialen Kontakten erst einmal einfach viel Zeit für mich brauche, damit ich mich auch wieder selbst spüre vor lauter Fremdbedürfnissen, die in der Schule auf mich einprasseln.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Bei mir hat es sich seit der Pandemie noch verstärkt. Ich habe gemerkt, dass ich es doch schöner finde, mit meinem Partner Zuhause einen Film zu gucken als Samstagabend noch einmal (bei kaltem Wetter) rauszugehen, um Freunde zu treffen. Da ich seit ein paar Jahren auch kaum noch Alkohol trinke, bin ich sogar noch unmotivierter, mich mit Freunden zu treffen, die gerne mit viel Alkohol feiern gehen. Dazu kommt noch, dass wir in unserem Job ständig sozial präsent sein müssen, also ständig mit Menschen zu tun haben. Am Wochenende will ich lieber lesen, Filme gucken, zocken oder einfach im Fitnessstudio trainieren und dabei Musik hören. Unter der Woche spreche ich viel, am Wochenende kaum. Ich brauche das und das ist ok. Man verliert dadurch aber tatsächlich Kontakte. Momentan stört mich das noch nicht. Mal schauen, wie es in ein paar Jahren sein wird.

  • Meiner Meinung nach problematisierst du einen Charakterzug an dir.


    Gehörst du vielleicht eher zu introvertierten Menschen? Das ist weder gut noch schlecht, sondern einfach eine Eigenschaft.


    Das gilt es meiner Meinung nach zu akzeptieren und du solltest dich damit auseinandersetzen welche Freizeitaktivitäten dir gut tun, anstatt zu überlegen wo du über hingehen musst und was du nicht absagen kannst.

    DEINE Freizeit ist für dich da, um Spaß zu haben, Akkus aufzuladen etc..... mit Kind wird diese Alleinezeit vermutlich eh schon sehr gering sein.


    Frage dich selbst ob und warum du so viel Fremdbestimmung in der Freizeit zulässt.

    Eine Einladung bleibt eine Einladung und kein festgesetzter Termin.


    Auch für das KInd würde ich das genauso machen. Wenn du keine Kraft hast dein Kind auf einen lauten kräftezerrenden Spielenachmittag

    zu begleiten, dann wird das Kind eben nicht mit dir hingehen. Natürlich kann das nicht dazu führen, dass das Kind nur noch alleine zu Hause sitzt, dennoch muss man auch nicht den freien Sonntag dafür opfern.

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  • Lies deinen Text noch mal in Ruhe durch und überlege dir, was du einem Freund raten würdest, der derlei schreibt :troest:

    "Kein Alkohol ist auch keine Lösung"?

    „Think of how stupid the average person is, and realize half of them are stupider than this.“ - George Carlin

  • Hey. :)


    Auch wenn du bei einem kleinen Kind sicher noch nicht in den Wechseljahren bist, hast du vielleicht einfach im Punkt Selbstschutz schon einen früheren Beginn des auf-dich-selbst-Achtens. Und das ist ne gute Sache.


    Mir war es früher auch sehr wichtig, Harmonie zu haben, es allen Recht zu machen - und dann bin ich durch eine schwere Krebs-OP von einem auf den anderen Tag in die Wechseljahre gerutscht, ohne die Chance, das irgendwie auszugleichen.

    Mir geht es gut, aber ich merke, dass die Wechseljahre mich unglaublich stark in eine Selbstschutz-Richtung ziehen. Ich möchte mehr Zeit für mich, ich sage nicht mehr zu allem ja, ich schaue klar drauf, dass ich meine Ich-Zeiten habe (und meine Wir-Zeiten mit meiner Partnerin) und es gibt Wochenenden, an denen uns alles gestohlen bleiben kann, wir sogar manchmal Dinge absagen, einfach, weil wir das WOLLEN und brauchen.


    Einen Hans-Dampf hält niemand sein Leben lang durch, es sei denn, er/sie hat alle Rampensau- und Extravertiertheit-Pokale gesammelt, die so verteilt werden.


    Das ist ja nicht unsozial, was da durch dich durch geht. Es ist Selbstschutz.

    Es soll ja ein Leben sein, in dem du nicht nur funktionierst, sondern auch LEBST.


    Und ganz ehrlich: Freunde, die eine Absage aus dem ehrlichen Grund, dass gerade einfach nix mehr geht und du deine Ruhe brauchst, nicht verstehen...sind das echt dann Freunde? "Pflichtbesuche", "abarbeiten"...das klingt furchtbar und das ist dann auch anscheinend kein positiver Stress mehr für dich.


    Klar, du hast ein Kind, Familie, soziales Umfeld - aber du hast auch dich. Und wenn du merkst, dass das für dich einfach zu viel ist, möchte ich dich ermutigen, das Gespräch zu suchen. Sprich das an, erzähle, wie es dir geht - denn nur dann kann man überhaupt auf Verständnis hoffen. Wenn's keiner weiß, kann's keiner verstehen. Wenn bei mir ein Freund oder eine Freundin kommt und "Batterie leer!!" sagt, dann werden Treffen verschoben oder umgewandelt, genauso, wenn ich merke, dass ich das WE brauche, um Kopf und Seele freizukriegen. Und zehn Wochenenden in Folge völlige Überfüllung im Kalender zu haben, schreit auch echt nach Rückbau, das stresst ja schon beim Lesen.


    Steh dazu, dass du mehr Ruhe brauchst, das ist nichts Schlimmes, das ist was Gutes. Nimm dir deine Zeiten, sowas kann man ja abklären und die WE auch in Zukunft einfach etwas anders planen. Meine Freunde/unsere Freunde müssen auch öfter mal eine Weile warten, bis sie mich/uns wieder zu Gesicht kriegen - und das tut der Sympathie und Nähe absolut keinen Abbruch. Klar haben auch wir mal Hans-Dampf-Wochenenden und planen größere Dinge (ich habe zB eine Freundesgruppe von 10 Menschen, die einmal im halben Jahr für ein WE mein Daheim überfallen), zudem gibt es einfach gesetzte Sachen, die sein müssen, aber wir sind auch oft strikt, planen klein und sagen auch klar, wenn's zu viel wird. Menschen, die das nicht verstehen und die unempathisch dann beleidigt drüber walzen, haben in meinem/unseren Leben eh nicht viel verloren.


    Ich wünsche dir ein Heraustreten aus dem "aber es muss doch irgendwie...wie kriege ich meine Energie wieder??" zu einem "Ich MÖCHTE das anders. Ich brauche das so - und ich mache das so."


    Bei mir kam das erst mit dem völligen Östrogenmangel. :D Vielleicht schaffst du es früher. ;)

    Blowing out someone else's candle doesn't make yours shine any brighter.

  • Bei mir hat es sich seit der Pandemie noch verstärkt. Ich habe gemerkt, dass ich es doch schöner finde, mit meinem Partner Zuhause einen Film zu gucken als Samstagabend noch einmal (bei kaltem Wetter) rauszugehen, um Freunde zu treffen. Da ich seit ein paar Jahren auch kaum noch Alkohol trinke, bin ich sogar noch unmotivierter, mich mit Freunden zu treffen, die gerne mit viel Alkohol feiern gehen. Dazu kommt noch, dass wir in unserem Job ständig sozial präsent sein müssen, also ständig mit Menschen zu tun haben. Am Wochenende will ich lieber lesen, Filme gucken, zocken oder einfach im Fitnessstudio trainieren und dabei Musik hören. Unter der Woche spreche ich viel, am Wochenende kaum. Ich brauche das und das ist ok. Man verliert dadurch aber tatsächlich Kontakte. Momentan stört mich das noch nicht. Mal schauen, wie es in ein paar Jahren sein wird.

    Ich habe in letzter Zeit oft nachgedacht und musste mir eingestehen, dass die erzwungene Ruhe während der Pandemie von mir als absolut nicht schlimm empfunden wurde, im Gegenteil, in vielerlei HInischt war das völlig okay. Ich habe es sehr genossen von daheim zu arbeiten und der täglichen Konfrontation mit zig Menschen aus dem Weg gehen zu können.


    Klar habe ich Vieles vermisst, aber die erzwungenen Sozialkontakte en masse waren es nicht.


  • Da sprichst du etwas an, was ich schon oft im Hinterkopf hatte. Vielleicht hat sich meine Persönlichkeitsstruktur, gerade während der Pandemie, geändert und ich habe es nur noch nicht kapiert.


    Vorher war es tatsächlich so, dass es für mich nichts Entspannenderes gab, als mich im Club/auf Feiern/in Kneipen aufzuhalten, um zu „den Reset-Knopf“ zu drücken. Ich habe das wirklich genossen und war immer ganz vorne mit dabei. Daher auch ein relativ großer Freundes-/Bekanntenkreis.


    Ein halbes Jahr vor der Pandemie bekam ich unser Kind, da brachen dann erste Kontakte weg (größtenteils Bekannte ohne Kinder), dann kam die Pandemie, und irgendwie… bin ich seit Kind + Pandemie anders.


    Vielleicht in der Tat introvertiert? Ich merke einfach, dass Vieles, was mir immer wichtig war, mich jetzt stresst. Jeder, der mich erlebt und kennt, würde mich allerdings niemals als extrovertiert bezeichnen, nicht im Kollegium, nicht im Freundeskreis.

  • Ich habe in letzter Zeit oft nachgedacht und musste mir eingestehen, dass die erzwungene Ruhe während der Pandemie von mir als absolut nicht schlimm empfunden wurde, im Gegenteil, in vielerlei HInischt war das völlig okay. Ich habe es sehr genossen von daheim zu arbeiten und der täglichen Konfrontation mit zig Menschen aus dem Weg gehen zu können.


    Klar habe ich Vieles vermisst, aber die erzwungenen Sozialkontakte en masse waren es nicht.

    Schade, dass die Akzeptanz dieser Haltung wieder auf den Vor-Pandemie-Stand gefallen zu sein scheint, obwohl es gefühlt einer Mehrheit so zu gehen scheint wie von dir beschrieben.

    „Think of how stupid the average person is, and realize half of them are stupider than this.“ - George Carlin

  • Und zehn Wochenenden in Folge völlige Überfüllung im Kalender zu haben, schreit auch echt nach Rückbau, das stresst ja schon beim Lesen

    Wahre Worte! Wir treffen uns zweimal im Jahr mit einem befreundeten Paar (kinderlos) - wir haben mittlerweile zwei fixe Termine dafür, weil die beiden das ganze Jahr über kaum ein Wochenende nicht verplant sind. So sehr ich es schätze, dass wir ein fester Teil dieser Pläne sind: Ich würde wahnsinnig werden!

    „Think of how stupid the average person is, and realize half of them are stupider than this.“ - George Carlin

  • Jeder hat ja ein anderes Bedürfnis, Leute zu treffen und es ist wunderbar, wenn man viele liebe Menschen um sich hat, die man gerne sieht. Aber geht es nicht etwas ruhiger, kleiner, seltener? Spätestens die 4 Bobbycars auf Fliesen hätte ich jedenfalls aus dem Fenster geworfen. Da kann man doch nur wahnsinnig werden?


    Edit:

    Ich würde wahnsinnig werden!

    Zwei Doofe ein Gedanke

  • Lies deinen Text noch mal in Ruhe durch und überlege dir, was du einem Freund raten würdest, der derlei schreibt :troest:

    Ich weiss nicht ... Für mich liest es sich nicht so als wollte Schokozwerg wirklich Rat lesen. Es geht mehr so ums "Kotzen", sie fühlt sich schlecht und fragt sich, ob es anderen Leuten auch so geht. Manchmal hilft es doch, wenn man ähnliches auch von anderen Leuten liest, das fühlt sich dann irgendwie gleich wieder "normaler" an.


    Schokozwerg Wenn ich mich recht erinnere, bist du auch an der Schule im Moment zunehmend gefrustet. Ich habe einige Beiträge im Kopf, bei denen es um Schüler*innen geht, die nicht recht wollen, was dich ziemlich nervt. Du selber hast eine andere Arbeitshaltung, auch eine andere Haltung gegenüber dem Leben. Du machst voran, bei dir ist immer was los. Jetzt merkst du aber gerade, dass es dir irgendwie auch zu viel wird und ehrlich, bei 10 durchgängig verplanten Wochenenden würde ich auch wahnsinnig werden (jetzt sind wir also schon zu dritt, die das schreiben). Müsst ihr denn immer beide hin zu solchen Sachen? Klar, du schreibst, eine Einladung für dein Kind richtet sich explizit auch an die zugehörigen Mütter, aber sonst ... ? Du schreibst, es geht um Freunde und Familie, die Leute sollten doch Verständnis haben wenn man sagt, sorry, es wird mir echt zu viel.


    Ich bin nun wirklich immer schon so latent misanthrop aber seit ich an der Schule arbeite, merke ich schon noch mal einen deutlichen Unterschied bezüglich meines Bedürfnisses nach sozialen Kontakten. Es ist wie andere schon schrieben, die ständige emotionale Präsenz im Beruf, die mich oft auch ziemlich erschöpft, so dass ich schlichtweg keine Lust mehr habe, am Wochenende auch noch Leute zu sehen. Bzw. ist es so, dass ich mit fremden Leuten bzw. flüchtigen Bekannten fast weniger Mühe habe als mit Leuten, die ich gut kenne und mit denen ich mich "ernsthaft" unterhalten müsste. Letzteres ist mir schnell mal zu anstrengend. Wir waren über Neujahr z. B. mit einer geführten Gruppe Schneeschuhwandern, da macht es mir überhaupt nichts aus, mit den Leuten zu tratschen. Ich weiss, dass ich die nach 4 Tagen wieder los bin und vergessen kann. An der Schule war ich lange bei wirklich jedem Apéro dabei und meistens auch unter den Letzten, die gegangen sind, in letzter Zeit setze ich auch da öfter mal aus. Und ich habe wirklich nur sehr wenige Kolleg*innen, die ich auch ausserhalb der Schule mal treffe (so 3 - 4), alles andere ist mir zu anstrengend.


    Ich kann dein Gefühl absolut nachvollziehen, dass es einem damit irgendwie schlecht geht, wenn man am liebsten alles und jedem aus dem Weg gehen will, ständig aber gegenteilige Erwartungen an einen herangetragen werden. Ich trainiere seit einiger Zeit wieder in einem sehr tollen Taekwondo-Verein. Die Leute sind eigentlich super nett aber es fällt mir immer noch wahnsinnig schwer, mich da auf irgendwas einzulassen. Das war früher völlig anders, da habe ich praktisch ständig mit den Leuten aus dem Unisportverein abgehangen. Ich kann das absolut nicht am Alter festmachen, das korreliert schon ganz klar mit den Umständen im Beruf. Mir hilft es gerade sehr, dass ich die Hälfte der Zeit an der Uni mit ganz anderen Sachen zubringe, so bekomme ich endlich wieder die nötige Distanz zu allem, was an der Schule passiert. Vor allem, wenn man diesen Job eigentlich sehr gerne macht, ist die Gefahr schon gross, dass er einen irgendwann völlig absorbiert. Vielleicht wäre das auch für dich eine Idee, ein paar Stunden zu reduzieren und sich nebenher irgendwas anderes zu suchen.


    :rose::rose::rose:

  • Dein Kalender mit Kindern und Playdates ist nochmal um einiges krasser als ich es so kenne. Mir reichen häufig schon die sozialen Veranstaltungen, die sich alleine durch den Partner ohne Kinder ergeben. Zumal Kindergeschrei unglaublich viel Energie kostet. Ich kann dich also sehr gut verstehen.


    Mir persönlich geht es auch so, dass ich häufig nicht auch noch viel weitere soziale Interaktion möchte, ich glaube der Lehrerberuf hat das so an sich. Mein Partner hat lange in WGs gelebt, ein absoluter Albtraum für mich. Für ihn aber genau das richtige, da er den kompletten Arbeitstag alleine im Homeoffice verbringt. Da sind die Bedürfnisse wirklich ganz andere. Ich muss aber sagen, dass man sich auch gegenseitig anpasst. Ich bin offener für soziale Kontakte geworden und er ist mittlerweile auch gerne mal einfach nur zuhause und macht nerdigen Kram. :D

  • Vorher war es tatsächlich so, dass es für mich nichts Entspannenderes gab, als mich im Club/auf Feiern/in Kneipen aufzuhalten, um zu „den Reset-Knopf“ zu drücken. Ich habe das wirklich genossen und war immer ganz vorne mit dabei. Daher auch ein relativ großer Freundes-/Bekanntenkreis.

    Oh, ich lese gerade das hier. Da gibt es noch eine andere Erklärung: Du wirst alt. ;)

  • Mir geht es persönlich ähnlich. Ich war aber immer schon mehr introvertiert und und zudem noch "Early Bird", ein ausgeprägter Frühaufsteher, und abends entsprechend früh müde.


    Ich bin froh, wenn ich einfach mal allein sein kann. Kann ich aber so gut wie nie (- arbeiten beide in Vollzeit, haben ein 5jähriges Kind, pflegebedürftiger Schwiegervater in der Nachbarschaft).

  • Schokozwerg, das kann ich so gut verstehen :troest:


    Wobei ich manche Familienfeiern deutlich anstrengender finde als Unterricht. Bei mir formt sich nach zuviel solcher sozialer Turbulenzen so eine Art Drehteller oder Strudel oder wie auch immer man das bezeichnen will im Kopf. Gesprächsfetzen, was-hab-ich-gesagt's, weia-wie-nervig's ...


    Da hilft nur Ausklinken, Sport, Spazierengehen, Musik machen, sowas.


    Ich hoffe, du kommst auch wieder mal in ruhigeres Fahrwasser, das hört sich echt stressig an bei dir.

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