Tauschpartner*in gesucht (Wechsel Kreis Düsseldorf nach Kreis Mettmann)

  • Hallo zusammen, schön, dass es dieses Forum gibt.


    Ich möchte als Grundschullehrer vom Kreis Düsseldorf in den Kreis Mettmann versetzt werden. Mein Versetzungsantrag wurde trotz ausführlicher Begründung (Kinderbetreuung und zu langer Pendelweg, um Kita-Abgabe/Abholung zu bewerkstelligen) abgelehnt.


    Für eine erfolgreiche Versetzung benötige ich, wie ich erfahren habe, eine andere Lehrkraft aus dem Kreis Mettmann, die in den Kreis Düsseldorf versetzt werden möchte.


    Gibt es hier zufällig genau so eine Person? Die Schulämter haben offenbar keine Kapazitäten, in ihren Versetzungsanträgen so etwas herauszufinden.


    Vielen Dank für Eure Hilfe!

    Victor Ente

  • Ich habe leider keinen Tauschpartner für dich, aber war den der Personalrat involviert in dein Versetzungsgesuch und hat dich dabei unterstützt? Die haben auch eher einen Überblick über potentielle Tauschpartner: innen.


    Wäre alternativ, nachdem es um NRW geht, wo es so eine Regelung gibt, eine erneute Elternzeit noch möglich für euch, um im Anschluss von der 50km- Regelung profitieren zu können oder bringt diese euch nichts?

    Vielleicht auch, angesichts des Mangels an GS- Lehrkräften, deutlich machen, auf wie viele Stunden du reduzieren müsstest ohne Versetzung, um Kinderbetreuung und Pendelweg überhaupt irgendwie bewältigen zu können im Vergleich zu den Stunden, die du mit Versetzung arbeiten könntest.


    Ich drücke dir auf jedenfalls die Daumen, dass die Versetzung auf dem einen oder anderen Weg doch noch klappt.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Der Kreis Mettmann grenzt nahtlos an die kreisfreie Stadt Düsseldorf an. Es gibt keinen "Kreis Düsseldorf".

    Die Distanzen im Kreis Mettmann sind im Übrigen sehr klein, ich sehe nicht wie die Fahrstrecke da mehr als 30km betragen könnte. Real sind es wohl eher 10km-20km. Also mit Recht kein Grund unbedingt zu wechseln.

  • Vielleicht auch, angesichts des Mangels an GS- Lehrkräften, deutlich machen, auf wie viele Stunden du reduzieren müsstest ohne Versetzung, um Kinderbetreuung und Pendelweg überhaupt irgendwie bewältigen zu können im Vergleich zu den Stunden, die du mit Versetzung arbeiten könntest.


    Sind die Schulämter denn gewillt bzw. bemüht, alternative Stellen mit höheren möglichen Deputatsstundenzahlen zu ermitteln? Sprich: wird dann konkret mit Schulen Rücksprache gehalten, so nach dem Grundsatz „ich habe hier eine Person wohnhaft in x, das ist ja nahe ihrer Schule, wir könnten die Person mit y Stunden zu ihnen schicken, bevor sie an Schule z nur y-5 Stunden gibt?“

    Ich schwanke aktuell zwischen an der Stammschule bleiben und weniger Stunden „in Kauf nehmen“ vs. für mehr Stunden in die Offensive zu gehen und mit dem Schulamt ins Gespräch zu gehen. Bei mir ist die Kinderbetreuung und die Anfahrt zur stammschule nämlich auch die Krux, obwohl sie die Wegstrecke innerhalb der gesetzlichen 50km-Grenze liegt.

  • Also mein Schulamt hier wäre sehr interessiert daran willige Lehrkräfte mit möglichst vielen Stunden zu halten im GS-Bereich angesichts des Mangels dort generell. Es muss halt deutlich sein, dass es nicht um Nötigung des Schulamts durch dich geht sondern eine echte Not deinerseits, der du anders nicht abhelfen kannst.

    Das solltest du aber definitiv nicht alleine ansprechen, sondern unterstützt durch den PR, der dein örtliches Schulamt kennt und weiß, was er wie ansprechen muss,um dir tatsächlich helfen zu können. Der PR weiß wie geschrieben unter Umständen auch von möglichen Tauschpartnern bzw., wem er in den Hintern treten muss, damit schlicht Bewegung in die Sache kommt. Also hol dir den als erstes mit ins Boot.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Der Kreis Mettmann grenzt nahtlos an die kreisfreie Stadt Düsseldorf an. Es gibt keinen "Kreis Düsseldorf".

    Die Distanzen im Kreis Mettmann sind im Übrigen sehr klein, ich sehe nicht wie die Fahrstrecke da mehr als 30km betragen könnte. Real sind es wohl eher 10km-20km. Also mit Recht kein Grund unbedingt zu wechseln.

    Vielleicht arbeitet er/ sie ja auch nur dort und wohnt woanders? Ich wohne auch nicht in dem Kreis, in dem ich arbeite. Daher kann es doch schon sein, dass die Pendelstrecke lang genug ist.

  • @State: Hast du schon mal irgendeinen Beitrag von mir NICHT mir einem Verwirrt Smiley versehen?


    Wenn du mich nicht leiden kannst, ignoriere mich doch einfach.


    Ja, man kann im Kreis Mettmann arbeiten und trotzdem mehr als 10-20 km zu fahren haben. Auch mehr als 30. Kenne ich mehrere Beispiele von.


    Was genau verwirrt dich da jetzt schon wieder?

  • Ganz offensichtlich wohnt TE im Kreis Mettmann, wo denn sonst? Sonst würde sie sich ja wohl in den entsprechenden Kreis versetzen lassen.


    Verwirrend. Ich ignoriere dich ja shxon, hier habe ich es zufällig geöffnet, was du schreibst. Und es war mal wieder die Reaktion wert.

  • Könnte auch sein, dass der Kreis Mettmann einfach näher an ihrem Wohnort liegt und sie zwischen Arbeitsstätte Mann und Arbeitsstätte Frau wohnen.


    Weder mein Mann noch ich wohnen da, wo wir arbeiten. Ich könnte mich auch in einen anderen Kreis bzw. eine andere Stadt versetzen lassen, um näher am Wohnort zu sein und das müsste nicht meine Stadt sein.


    Doch, das ist sehr wohl möglich. Aber so viel Vorstellungskraft besitzt du ganz offensichtlich nicht. Na ja.

  • Danke für die ganzen Ideen! Das Argument, dass ich mit Versetzung mehr Stunden arbeiten könnte, ist doch super, das werde ich nochmal benutzen!


    Ansonsten danke für die ganzen Antworten, hätte ich gar nicht mit gerechnet so schnell.


    Ganz so schlimm mit 50 km Pendelweg wird es hoffentlich nicht, aber in unserer Region brauche ich schon für 20 km 50 Minuten morgens, da alle Autobahnzufahrten und Autobahnen Richtung Düsseldorf und anderen großen Städten dicht sind. Selbst Wenn ich mein Kind schon um 7 Uhr morgens zu einer Kita bringen würde, könnte ich nicht pünktlich um 7:45 Uhr erscheinen. Frage mich, wenn das mit der Versetzung nicht klappt, ob sich denn eine Schule darauf einlässt, dass ich generell erst zur zweiten Stunde anfangen kann.


    Den Personalrat habe ich auch schon eingeschaltet, aber ohne eine Tausch-Lehrkraft sieht es wohl schlecht aus. Das Schulamt Mettmann sucht in ihren Versetzungsanträgen auch schon nach Tauschpartner*innen.

    • Offizieller Beitrag

    Du kannst aber so lange Elternzeit nehmen und dafür eine Vertretung im Kreis Mettmann annehmen, sofern es da Bedarf gibt (höchstwahrscheinlich). Es hilft so lange es eine Versetzung gibt und womöglich beschleunigt es auch die Versetzung, wenn keine Schule was davon hat, dich zu halten.

  • Also ich habe zumindest eine Kollegin (TZ) mit Kleinkind, Ehemann, der oft im Ausland arbeitet und dann nicht mithelfen kann (macht er aber, wenn er da ist) und täglicher Fahrtstrecke einfach von 45min, die insofern niemals vor der zweiten Stunde Unterricht hat, damit sie eben ihre Kinderbetreuung und ihre Arbeitszeiten unter einen Hut bekommen kann. Ginge das nicht, müssten wir im worst case komplett auf sie verzichten (und wir brauchen ihre Stunden wirklich unbedingt, genauso wie sie menschlich einfach ein absoluter Gewinn ist für das Kollegium und die SuS), also gehört da sind ihrem Fall eben unabdingbar mit zu ihrem Teilzeit-Arrangement, solange ihr Kind noch so klein ist.

    Möglich ist also einiges, wenn man offen mit der Schule spricht und auch nicht gleich ein halbes Dutzend Sonderwünsche an die Stundenplaner und die Deputatszuteilung hat.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Frage mich, wenn das mit der Versetzung nicht klappt, ob sich denn eine Schule darauf einlässt, dass ich generell erst zur zweiten Stunde anfangen kann.

    In BW stellt man in so einem Fall einen Antrag auf familiengerechte Arbeitszeiten nach §29 Chancengleichheitsgesetz und beantragt Unterrichtsbeginn erst zur zweiten Stunde. Dann muss seitens der Schulleitung gut begründet werden, warum das nicht geht. Wenn man es in der Wunschliste nicht übertreibt, ist in der Regel eine Erfüllung der Wünsche möglich.


    Vielleicht gibt es etwas Entsprechendes in deinem Bundesland?

    • Offizieller Beitrag

    Die Distanzen im Kreis Mettmann sind im Übrigen sehr klein, ich sehe nicht wie die Fahrstrecke da mehr als 30km betragen könnte. Real sind es wohl eher 10km-20km. Also mit Recht kein Grund unbedingt zu wechseln.

    Ich vermute mal, es geht um die Einfahrt nach Düsseldorf aus dem Kreis Mettmann. Die Einfahrt nach / Fahrt durch Düsseldorf dürfte da den Löwenanteil des Pendels einnehmen.


    kl. gr. frosch


    a propos "mettmann" .... vor 40 Jahren war ich mit meinen Eltern im Sommerurlaub am Gardasee und habe mich da jeden Tag mit einem Jungen aus Mettmann zum Spielen getroffen. Lang, lang ist's her.

  • Da ich mit nur 14 Stunden zurückkehren möchte, sollte ein Arbeitsbeginn ab der zweiten Stunde ja möglich sein. Nach diesem Chancengleichheitsgesetz werde ich auch mal schauen.


    Und super Tipp mit dem Personalrat, ich hatte schon mit einem Personalrat der GEW Kontakt, aber gerade sehe ich, dass die Bezirksregierung Düsseldorf ja auch selber einen Personalrat hat. Da melde ich mich morgen direkt mal!


    Toll, dass ich hier so viel Hilfe erhalte, vielen lieben Dank!

  • Ja, man kann im Kreis Mettmann arbeiten und trotzdem mehr als 10-20 km zu fahren haben. Auch mehr als 30. Kenne ich mehrere Beispiele von.

    Wobei die Strecke heute fast schon unerheblich ist. Wichtiger ist die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke. Das veränderte sich die Fahrzeit sehr vieler KuK bei uns ganz wesentlich als hier flächendeckend ein Tempolimit von 30km/h wegen Lärmschutz eingeführt wurde. Den meisten KuK ist das zu langsam.


    So raten mir diverse Kollegen immer wieder doch näher an die Schule zu ziehen, weil 120km ja Wahnsinn wären. Einer der Kollegen wohnt 25km von der Schule entfernt und benötigt jetzt für die Strecke ziemlich genau 60 Minuten, weil in der ganzen Stadt „30km/h Lärmschutz“ ausgeschildert ist. Ich brauche für meine 120km 65 Minuten, also nur 5 Minuten mehr.

  • Das veränderte sich die Fahrzeit sehr vieler KuK bei uns ganz wesentlich als hier flächendeckend ein Tempolimit von 30km/h wegen Lärmschutz eingeführt wurde. Den meisten KuK ist das zu langsam.

    Bei viel Verkehr ist es meist auch ohne solche Beschilderung im Schnitt nicht schneller, man hat nur das Gefühl. In vielen Städten ist durch Ampeln/Verkehrsaufkommen der Schnitt sogar noch unter 30 km/h, je nach Tageszeit.

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