2.Staatsexamen im Herbst in einer 1.Klasse

  • Beim Stationenlernen ist doch die Reihenfolge auch nicht fest. Man hat einen Plan und kreuzt die Pflichtstationen an, die man schon erledigt hat. Dann gibt es noch Zusatzstationen, die man nicht erledigen muss. Wenn die ganze Klasse gleichzeitig mit Station 1 beginnt, bricht doch ein Chaos aus, weil das Material ja oft nur für eine begrenzte Anzahl von Kindern zur Verfügung steht. Das Stationenlernen soll ja das Ganze entzerren.

    Genau Das dachte ich auch und deshalb habe ich es Stationenlernen genannt, mit Sternchen Stationen und sogar einzeln differenziert - wurde dann jedoch bemängelt. Dann liegt es tatsächlich an jedem einzelnen 🤯🤯🤯

  • Endlich weiß ich, was eine Lerntheke ist.

    Also in meinem Referendariat hieß das, was bei euch Stationenlernen heißt geschlossene Stationsarbeit und das, was bei euch Lerntheke heißt, offene Stationsarbeit. Ich habe letzteres gemacht in der Lehrprobe.

    Das finde ich gut, werde mir das merken - danke !!🙏🏻

  • Bei uns damals war "geschlossenes Stationslernen": Die Kinder sind in Gruppen eingeteilt und gehen auf ein Zeichen hin an eine andere Aufgabe. Eine Gruppe fängt bei Aufgabe 1 an, eine bei Aufgabe 2, eine bei Aufgabe 3...

    So kenne ich es auch. Aber Mukl schrieb

    Die damalige Seminarleitung meinte, beim Stationenlernen wird nach und nach abgearbeitet und die Reihenfolge ist fest. Man lernt nie aus, das wird mir nicht nochmal passieren ☺️. War auch der einzige Kritikpunkt an dem Tag….🤓🤓

    Vielleicht habe ich diesen Satz auch falsch verstanden. Beim Stationenlernen macht man auch öfter etwas in der Gruppe oder zu zweit, bei der Lerntheke arbeitet man eher allein.

  • So kenne ich es auch. Aber Mukl schrieb

    Vielleicht habe ich diesen Satz auch falsch verstanden. Beim Stationenlernen macht man auch öfter etwas in der Gruppe oder zu zweit, bei der Lerntheke arbeitet man eher allein.

    Ich bin voll und ganz bei euch 😄 das war auch mein Verständnis des Stationenlernens. Es ist heute auch nicht mehr wichtig, aber falls ich tatsächlich in einer LP oder UPP diese Arbeitsweise nutzen werde, werde ich mich genau erkundigen, wie das „Kind“ genannt werden soll….🤪

  • Kannst ja gucken, welcher Didaktiker welchen Begriff nutzt und das vermerken. Wichtiger ist die Intention, man kann z.B. schlecht 25 Kinder gleichzeitig einen Buchstaben im Sand spuren lassen oder möchte differenzieren etc. und wählt daher eine bestimmte Methode.


    Ich wünsche dir einen freudvollen Start ins neue Schuljahr mit dieser verantwortungsvollen und schönen Aufgabe :)

  • dass Prüfende thematisch immer dasselbe sehen, liegt in der Natur der Sache

    "Prüfende sollen sich thematisch nicht langweilen" wäre für mich kein Kriterium bei der Planung. Ich würde darauf vertrauen, dass sie eigenverantwortlich für genügend Spannung in ihrem Leben sorgen können.

    Ich wollte nicht sagen, dass der Sinn der Prüfung das Entertainment der Prüfungskommission sein soll. Mein Gedanke war eher: Wenn Prüfer Unterricht zu einem bestimmten Thema schon xy mal gesehen haben, haben sie sicherlich auch schon entsprechend viele gute Stunden dazu gesehen (sowie eine Vielzahl an Methoden und Herangehensweisen) und legen vielleicht unbewusst einen höheren Maßstab an als bei einem nicht ganz so alltäglichen und innovativeren Inhalt. Aber vielleicht sehe ich das falsch und ich will wie gesagt auch gar nicht pauschal abraten vom Thema der Buchstabeneinführung.

    Buchstaben kneten, mit Pfeifenreiniger biegen, Fühlbuchstaben

    [...]

    Ich weiß nicht, ob das heute noch funktionieren würde und didaktisch noch prüfungstauglich ist.

    Zumindest bei diesen Aspekten sollte man imho sehr gut begründen (können), welchen Mehrwert sie für das Erreichen der angestrebten Lernziele haben. Ich sehe da wenig.

  • Ich würde jeden Fall etwas sehr Strukturiertes vorschlagen und in der Arbeitsphase überwiegend Einzelarbeit machen.

    Ich schließe mich da an!


    Stationenarbeit, wenn sie reibungslos funktionieren soll, noch dazu mit 4 oder 5 unterschiedlichen Stationen, muss in einer ersten Klasse wirklich gründlich eingeführt sein, sonst endet es im Chaos und ist extrem laut. Ich persönlich finde es nach dieser kurzen Zeit beinahe unmöglich, aber es mag auf die Schülerzusammensetzung ankommen.

    Ich sehe jedenfalls nicht, dass das nach 4 Schulwochen schon prüfungstauglich funktioniert (denn die erste Schulwoche kann man quasi ausklammern, da ist ja mehr Ankommen als Arbeiten angesagt). Natürlich wissen die Prüfer, was sie von einer ersten Klasse nach 5 Schulwochen erwarten können, und es könnte genau deshalb sein, dass am Ende der Vorwurf kommt, man hätte seine Klasse mit den Methoden überfordert oder die Stationenarbeit nicht gut eingeführt.


    Ich kann mir eine Buchstabeneinführung vorstellen, in der erstmal nur die akustische und optische Analyse vorkommen und das Motorische noch nicht.

    Also ganz klassisch, zum Beispiel folgende Elemente sind nach 4 Schulwochen bestimmt gut vorzeigbar:

    Gemeinsames Zuordnen von realen Gegenständen je nachdem, wo sich der Laut befindet (evtl. im Kinokreis)

    Vorlesen von Wörtern, Kinder zeigen mit der Hand, wo sie den Laut hören

    Einkreisen des Buchstabens an der Tafel (gegenseitiges Aufrufen)

    Einkreisen / ausmalen am Arbeitsblatt

    evtl. Plakat kleben in PA oder GA, dazu Ausschneiden des Buchstabens aus Zeitschriften


    Oder eine Stunde zum Erzählen? Kurz gesagt: Du liest ein kleines Bilderbuch vor, die Kinder hören gut zu, ordnen dann Bilder in die passende Reihenfolge an einem roten Faden, üben in PA, diese Geschichte zu erzählen und tragen sie danach der Klasse vor.

    Einmal editiert, zuletzt von Kathie () aus folgendem Grund: Buchstabendreher :-)

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