Frage zur Versetzung 😞

  • Ich würde auch die Noten geben, die der Realität entsprechen, sonst bin ich erpressbar. Das nachgefragt wird, ob man nicht eine bessere Note geben kann, glaube ich sofort und vielleicht auch im falschen Tonfall. Aber die TE schreibt von einem baden-württembergischen Gymnasium und hier ist man aktuell noch in der Notengebung vollkommen unabhängig im Vergleich zu anderen Bundesländern.

    Ich muss nichts einreichen, nichts überprüfen lassen, Klassenarbeiten wiederholen, nur weil sie zu schlecht ausgefallen sind. Ich muss mich nur an den Bildungsplan halten und Aufgaben entsprechend den 3 Anforderungsbereichen stellen. Und ich muss auf Nachfrage meine Noten begründen können. Und die meisten Kollegen sind sehr selbstbewusst, lassen sich auch nicht herein reden. Dass dort nur Duckmäuser unterrichten, glaube ich nicht, dass es einzelne Kollegen gibt, die nur die Noten 1 und 2 geben, glaube ich.

    Und eine Schule, die so eklatant und systematisch dagegen verstößt, wird engmaschig kontrolliert. Es gibt landesweite Arbeiten und diese Schule würde auffallen und müsste viele Gespräche führen und Zielsetzungen vereinbaren und auch erreichen, viel Mehrarbeit für alle.

    Noch einmal, es hieß Gymnasium in Baden-Württemberg, nicht Gemeinschaftsschule, nicht berufliche Schulen, nicht irgendwo.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Mal eine andere Frage: Wie oft muss man denn maximal einen Versetzungsantrag stellen, bis es klappt? 2 Jahre? 5 Jahre? 10 Jahre?

    Wenn man zu jedem möglichen Termin einen Antrag stellt, dann muss es doch irgendwann mal klappen?

    Wie ist das denn, wenn man zum Beispiel in die GEW eintritt und sich dort Unterstützung holt, ist so etwas möglich? Hat jemand Erfahrungen?

  • Mal eine andere Frage: Wie oft muss man denn maximal einen Versetzungsantrag stellen, bis es klappt? 2 Jahre? 5 Jahre? 10 Jahre?

    Wenn man zu jedem möglichen Termin einen Antrag stellt, dann muss es doch irgendwann mal klappen?

    Wie ist das denn, wenn man zum Beispiel in die GEW eintritt und sich dort Unterstützung holt, ist so etwas möglich? Hat jemand Erfahrungen?

    In Baden-Württemberg soviel ich weiß gibt es keine Begrenzung. ich habe es auch mehrere Jahre erfolglos versucht, hatte SL, die mich wollten, ich erhielt aber keine Freigabe. Es kann also nie klappen. Gespräche helfen natürlich, ich habe mit mehreren SL gesprochen, mit dem abgebenden RP, mit Personalrat. Und wenn es begründet ist, klappt es vielleicht.

    Es ist halt problematisch, wenn man in eine sehr beliebte Region an ein bestimmtes Gymnasium möchte. Wir sind teilweise deutlich mit über 100 % versorgt.

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  • Ich würde auch die Noten geben, die der Realität entsprechen, sonst bin ich erpressbar. Das nachgefragt wird, ob man nicht eine bessere Note geben kann, glaube ich sofort und vielleicht auch im falschen Tonfall. Aber die TE schreibt von einem baden-württembergischen Gymnasium und hier ist man aktuell noch in der Notengebung vollkommen unabhängig im Vergleich zu anderen Bundesländern.

    Ich muss nichts einreichen, nichts überprüfen lassen, Klassenarbeiten wiederholen, nur weil sie zu schlecht ausgefallen sind. Ich muss mich nur an den Bildungsplan halten und Aufgaben entsprechend den 3 Anforderungsbereichen stellen. Und ich muss auf Nachfrage meine Noten begründen können. Und die meisten Kollegen sind sehr selbstbewusst, lassen sich auch nicht herein reden. Dass dort nur Duckmäuser unterrichten, glaube ich nicht, dass es einzelne Kollegen gibt, die nur die Noten 1 und 2 geben, glaube ich.

    Und eine Schule, die so eklatant und systematisch dagegen verstößt, wird engmaschig kontrolliert. Es gibt landesweite Arbeiten und diese Schule würde auffallen und müsste viele Gespräche führen und Zielsetzungen vereinbaren und auch erreichen, viel Mehrarbeit für alle.

    Noch einmal, es hieß Gymnasium in Baden-Württemberg, nicht Gemeinschaftsschule, nicht berufliche Schulen, nicht irgendwo.

    Ich möchte jeden einzelnen Satz von Kris24 unterstreichen und bekräftigen. (Allerdings würde ich den zweiten Satz mit "Dass" beginnen, aber Tippfehler kommen immer wieder einmal vor.)

  • Ich möchte jeden einzelnen Satz von Kris24 unterstreichen und bekräftigen. (Allerdings würde ich den zweiten Satz mit "Dass" beginnen, aber Tippfehler kommen immer wieder einmal vor.)

    Kein klassischer Tippfehler, mein Handy lässt sein Umstellung der Forensoftware fast immer den letzten Buchstaben in einem Wort weg, meistens ergänze ich es noch, manchmal übersehe ich es. Stefan und andere haben sich bemüht, mein Problem zu lösen. Es ist auch besser geworden, ich kann nach Tippen des nächsten Wortes meistens ergänzen, früher wurde der ergänzte Buchstabe grundsätzlich gelöscht. 🙂

    Ich lasse jetzt mal das s weg, sonst versteht man deinen Beitrag nicht. 😉

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  • Eine widerspruchsfeste 6 zu setzen, ist allerdings auch gar nicht so einfach. Die 5 würde ich allerdings setzen, wenn es nunmal eine ist.

    Es geht ja auch nicht darum, Kinder zu bestrafen und über die Klinge springen zu lassen, die 6 wird auch extrem selten sein. Man muss ihnen aber erklären, wie man richtig lernt und warum man im Text nicht die Lösung dazulegen und das Buch benutzen lassen kann und wird.

    ...Ich erinnere mich aber noch gut an meine eigene Probezeit am Gym und dass das teils unangenehm war, weil definitiv mehr oder weniger direkt Druck ausgeübt wurde, Schüler durchzuziehen.

    Und was wäre passiert, glaubst du, dass jemand dich aus dem Dienst entlassen hätte, wenn der Schnitt deiner Klasse zu schlecht gewesen wäre? Und wie bist du dann vorgegangen, einfach die Tests so leicht gestaltet, dass jeder mit einer 2 durchkommt, egal ob er gelernt hat?

  • Und was wäre passiert, glaubst du, dass jemand dich aus dem Dienst entlassen hätte, wenn der Schnitt deiner Klasse zu schlecht gewesen wäre? Und wie bist du dann vorgegangen, einfach die Tests so leicht gestaltet, dass jeder mit einer 2 durchkommt, egal ob er gelernt hat?

    Ich hab meine Noten gerade in den ersten Jahren immer authentisch gesetzt. Wir waren aber ein sehr junges Kollegium und im Gegensatz zu mir hatten viele Kollegen Beförderungsambitionen und Sorge um Beurteilungen. Ich hab aufgehört " echte" Noten zu setzen, als mir nach 4 oder 5 Jahren aufgegangen ist, dass ich der einzige Trottel bin, der ständig Förderpläne schreibt und Förderplangespräche führt für Schüler, die am Ende auch mit meiner 5 noch bequem durchrutschen, weil auf mysteriöse Weise am Ende dann doch noch kurzfristig passende Ausgleichsnoten auftauchen.

  • Und was sollen Arbeitgeber denken, wenn Lischen Müller aufgrund von Notenschiebereien in Mathe und Englisch eine 3 hat, obwohl grundlegende Fähigkeiten nicht da sind?

    Die Klausuren & Klassenarbeiten sollten schon einen angemessenen Schwierigkeitsgrad haben und auch normal bewertet werden, sodass die Schüler:innen eine realistische Note bekommen.

    Wenn eh jeder ne 2 bekommt, da sie/ er seine Unterrichtsmitschriften nutzen darf/ in der Klassenarbeit die Lösung angetackert ist, dann strengen sich auf Dauer die Schüler:innen nicht mehr an ,,, (warum auch?) Und in der Ausbildung/ im Studium/ in zentralen Abschlussprüfungen gibt es dann das böse Erwachen.

  • Meines Erachtens erzählt uns Frühling hier Geschichten aus dem Paulanergarten.

    Ich war lange genug an mehreren Gymnasien in Baden-Württemberg als Lehrer tätig, die letzten 14 Jahre meiner Dienstzeit auch als Schulleiter, um mit großer Sicherheit sagen zu können, dass es sich hier um ausgedachtes Zeug handelt.

    Wenn das Erzählte wahr wäre, wäre schon längst die Schulaufsicht dazwischen gegangen.

    Dass es bisher noch keinen Troll-Alarm gegeben hat, wundert mich einigermaßen.

    Nee das was hier berichtet wird kann relativ ähnlich von meiner Schule damals berichtet sein, an der ich selbst als Kind war. Wir hatten genau solche Lehrkräfte die Noten wie Bonbons verteilt haben und wir dachten in unserem jugendlichen Leichtsinn, dass das Leben immer so spielt :D Die fiese Überraschung kam dann ab Oberstufe aber bis Klasse 10….

    Ob das damals von der SL kam kann ich natürlich nicht beurteilen.

  • Nee das was hier berichtet wird kann relativ ähnlich von meiner Schule damals berichtet sein, an der ich selbst als Kind war. Wir hatten genau solche Lehrkräfte die Noten wie Bonbons verteilt haben und wir dachten in unserem jugendlichen Leichtsinn, dass das Leben immer so spielt :D Die fiese Überraschung kam dann ab Oberstufe aber bis Klasse 10….

    Ob das damals von der SL kam kann ich natürlich nicht beurteilen.

    Die Noteninflation ist nicht unüblich, aber ich glaube nicht, dass eine Lehrkraft das Abschreiben zulassen oder die Lösungen an die Klausur tackern wird. Wenn jemand daran interessiert ist, den Notenschnitt der Klasse zu heben, kann man eine Probeklausur mit Musterlösungen anbieten und die Aufgaben 1:1 in die eigentliche Klausur übernehmen. Dann kann man noch analog zu einigen MINT-Studiengängen in der Klausur einen handschriftlichen Spickzettel im Umfang von 1-2 DIN A4 - Blättern als Formelsammlung zulassen und dezent den SuS den Hinweis geben, dass die echte Klausur ähnlich wie die Probeklausur aussehen wird, weshalb es sinnvoll sein kann, sich neben den Formeln auch die Probeklausur-Aufgaben auf den Spickzettel zu schreiben, um sich während der Klausur Zeit zu sparen. Gerne kann man auch das Niveau der Prüfung leicht steigern, indem man die Aufgaben leicht abwandelt oder nur einen solchen Prozentsatz übernimmt, dass z. B. eine 3 recht leicht zu holen, aber eine 1 schwierig zu erreichen ist.

    Persönlich halte ich von solchen Praktiken nichts, denn den SuS ist nicht geholfen, wenn sie später nichts verstehen. Solche Praktiken erklären jedoch, warum so viele SuS selbst in Tests wie https://www.isb.bayern.de/schularten/gym…ests/mathematik schlecht abschneiden. Außerdem müssen diese SuS später Brücken und Häuser bauen, Patienten behandeln, Medikamente herstellen und Flugzeuge fliegen. Fehler in diesen Bereichen sind weitaus schlimmer als das, was die Schulleitung oder die Eltern mit euch machen können.

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