Als Autor bei Lehrbuch mitwirken - lohnt sich das finanziell?

  • Ich habe in einem halbernsten Beitrag geschrieben, wie es auf mich wirken würde, wenn ein Kollege sein Schulbuch ähnlich einem Professor anpreist. Nämlich nicht gut, sondern überaus abgehoben. Das kann dir jetzt gefallen oder nicht. Du kannst es überlesen, Schäm-Dich Smileys verteilen, oder mich PLONKEN (sic!). Warum du zu glauben scheinst, mich würde das groß jucken, erschließt sich mir aber überhaupt nicht. Einen Schüler würde ich fragen: Wann kommt denn der Bus?

    Dafür, dass es dich gar nicht juckt, schreibst du aber ziemlich viel.

    Deine merkwürdige Ansicht darfst du natürlich haben, auch wenn sie auf einem sinnfreien Vergleich beruht. Deine Reaktion auf Widerspruch bzw. andere Ansichten ist aber schon etwas kindisch, meinst du nicht?

  • Vergleichbar mit dem Professor wäre es, wenn der Kollege in seinen Klassen von den Schülern die Anschaffung eines selbstgeschriebenen Buchs oder Arbeitshefts verlangt, obwohl es an der Schule nicht grundsätzlich eingeführt wurde.

  • ... Selbst wenn ich das beste Schulbuch aller Zeiten geschrieben hätte (mit Goldschnitt!), würde ich das nicht als Anschaffung vorschlagen.

    Warum nicht? Wenn es doch aus deiner Sicht das Beste ist, warum solltest du ein schlechteres vorschlagen?

    Bei den Profs ist es ja manchmal so, dass sie Arbeiten von Studierenden unter ihrem Namen veröffentlichen, da wäre ein Lobpreis Fehl am Platze. Aber einer unserer Profs hat uns sein Buch empfohlen, weil er eine Methode entwickelt hat, die ihm wirklich und ehrlich am Herzen lag, das hätte ich nie und nimmer mit Selbstbeweihräucherung in Verbindung gebracht.

  • Warum nicht? Wenn es doch aus deiner Sicht das Beste ist, warum solltest du ein schlechteres vorschlagen?

    Erinnert mich ein bisschen an die Diskussionen vor Klassensprecherwahlen. Darf man sich selbst wählen? Und dann diskutieren die Schüler empört und ich denke mir: Wer sich nicht selbst wählt, sollte auch nicht antreten.

    Gilt auch hier: Wer ein Buch nicht unter die Leute bringen will, sollte beim Tagebuch bleiben.

  • Tatsächlich kann es rechtlich problematisch werden, wenn Beamte von dienstlich getroffenen Entscheidungen privat finanziell profitieren. Ich persönlich würde mich in der Situation aus der Diskussion über die Einführung eines neuen Buches heraus halten und der Stimme enthalten. (Und das auch im Protokoll vermerken lassen.) Wenn das von mir geschriebene Buch das beste ist, werden die anderen Kollegen das schon erkennen.

  • In der beruflichen Bildung gibts selten ein passendes Lehrwerk. Ich habe daher fast alle meine Lernsituationen selbst erstellt. Vor 2 Jahren kam ein Buch heraus, aber das kann man auch nur zu 20% gebrauchen.

    Das kommt wirklich auf den Bereich und/oder Ausbildungsberuf an. Für den kaufmännischen Bereich gibt es für die gängigen Ausbildungsberufe wie Kauffrau/mann im Einzelhandel, im Büromanagement, im Groß- und Außenhandel,... mMn eine ganze Reihe geeignete Lehrwerke (z. T. inkl. Arbeitsheften, Heften zur Prüfungsvorbereitung u. ä.). Und auch in Englisch haben wir bislang für viele Bildungsgänge geeignete Lehrwerke gefunden.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Das kommt wirklich auf den Bereich und/oder Ausbildungsberuf an. Für den kaufmännischen Bereich gibt es für die gängigen Ausbildungsberufe wie Kauffrau/mann im Einzelhandel, im Büromanagement, im Groß- und Außenhandel,... mMn eine ganze Reihe geeignete Lehrwerke (z. T. inkl. Arbeitsheften, Heften zur Prüfungsvorbereitung u. ä.). Und auch in Englisch haben wir bislang für viele Bildungsgänge geeignete Lehrwerke gefunden.

    Ja, hängt vermutlich von der Anzahl der Azubis ab. Aber auch bei den Industriemechanikern hab ich kein Buch gefunden, was super passt. Sie passen alle nur zum Teil. Jedenfalls für mich.

Werbung