und ohne das Ref zu verteufeln: Es ist, genauso wie der Berufseinstieg (egal welche Branche), eine herausfordernde Zeit und je nach Persönlichkeitstyp gibt es total unterschiedliche Lösungen.
Ich habe ca. 6 Monate vor meiner Ref-Bewerbung/-Zuweisung eine (mittelferne) Beziehung angefangen, von der ich die Zuversicht hatte, "es könnte der Richtige werden". Als die Zuweisung mich in eine entgegengesetzte Richtung schickte, war für mich schnell klar (auch wegen anderer zu berücksichtigender Faktoren): Ablehnen und das BL wechseln, um - total antifeministisch - zum Freund zu ziehen bzw. direkt bei ihm das Ref zu machen.
Ausgehend von MEINER Persönlichkeit war mir klar: das Ref und eine Fernbeziehung sind nichts für mich, weil ich mich nie an "Wochenende frei für den Freund" halten könnte.
Ausgehend von SEINER Persönlichkeit wusste ich: er kann damit umgehen, dass ich da bin, er aber nur eine Stunde abends was von mir hat.
Heute sind wir zusammen verheiratet, zwischendurch hatte ich ein paar Jahre für die Planstelle eine Zweitwohnung unter der Woche. Das war nicht spaßig, aber unsere Beziehung war da stark genug. Im Ref hätte ICH es nicht geschafft.
Aber ich kenne viele, die es als Erleichterung empfunden haben, die Woche für sich zu haben. (und ich kenne nicht wenige, denen das Zusammenwohnen im Ref die Beziehung gekostet hat)
Hilfe bei der Wohnsitzwahl
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Der Freund ist eindeutig "flexibler", kann also warten, bis sie ihre Zuweisung hat, oder sie richtet sich nach ihm und dann kann es auch ein Entgegenkommen seinerseits geben (bei solchen Gehaltsunterschieden werden sie wohl kaum 50/50 bei der Miete machen)Und warum das nicht? Oft genug wird die Miete ja auch 100/0 von Seiten des Mannes übernommen, egal wie das Gehalt aussieht.
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Wieso geht ihr eigentlich davon aus, dass Fridolin03 eine Frau ist?
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Wieso geht ihr eigentlich davon aus, dass Fridolin03 eine Frau ist?
Du hast Recht, wir können natürlich auch davon ausgehen, dass er der Quotenschwule an der Grundschule ist. /s
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Und warum das nicht? Oft genug wird die Miete ja auch 100/0 von Seiten des Mannes übernommen, egal wie das Gehalt aussieht.
Hm... Einstieg in eine Großkanzlei bedeutet, dass er (mindestens) ca. 8 bis 10 Mal das Ref-Gehalt verdient. Da wäre es OK 60/40 zu machen, wenn sie in München wohnen.
Oder wenn er mit seinem Gehalt eben etwas Gehobeneres will (weil Beruflich gestartet, etc), was man sich als reff nicht leisten kann.
Ich hätte als Ref' nicht die Hälfte der Miete oder Hausrate meines Freundes übernehmen können, ich wohnte davor (mit mehr Einkommen) in einer WG für 360 Euro.. -
Hm... Einstieg in eine Großkanzlei bedeutet, dass er (mindestens) ca. 8 bis 10 Mal das Ref-Gehalt verdient. Da wäre es OK 60/40 zu machen, wenn sie in München wohnen.
Oder wenn er mit seinem Gehalt eben etwas Gehobeneres will (weil Beruflich gestartet, etc), was man sich als reff nicht leisten kann.Mein Partner und ich teilen auch unsere Haushaltskosten anteilig auf nach Gehalt.
Ausgehend von MEINER Persönlichkeit war mir klar: das Ref und eine Fernbeziehung sind nichts für mich, weil ich mich nie an "Wochenende frei für den Freund" halten könnte.
Ja gerade im Ref braucht man auch mal ein Wochenende für Vorbereitung. Da wäre das schwierig.
Ich würde da auch eher von abraten. Habe aber eh auch schlechte Erfahrung mit Fernbeziehungen gemacht
Aber da hilft es ggf auch mal in die Unizeit zu blicken, wie war das in stressigen Phasen, Stütze und Halt oder eher "lästig" im Sinne von Ruhe haben wollen? Das sind Gedanken, die man sich machen sollte.
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Mein Partner und ich teilen auch unsere Haushaltskosten anteilig auf nach Gehalt.
Nur Frauen würden sowas tun. Wenn meine Partnerin mehr verdient, zahle ich natürlich trotzdem 50 % als Mann, ich wohne schließlich gleichberechtigt dort.
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Da wären wir wieder bei Lehrer eher Hobby als Job.
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Mein Partner und ich teilen auch unsere Haushaltskosten anteilig auf nach Gehalt.
Oh je, was 'ne Rechnerei...
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Der Faden nimmt eine spannende Wendung.

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Hier hält sich auch weiterhin hartnäckig das Gerücht, dass Grundschullehrkräfte nach dem Ref erstmal ins Münchner Umland geschickt werden. Was da wirklich dran ist, kann ich nicht einschätzen, aber die Grundlage für dieses Gerücht ist halt, dass es im Münchner Umland wohl eine besonders hohe Dichte an Grundschulen gibt, quasi auf jedem Kaff eine, während das wohl in Franken nicht so ist. Auch diese Aussage müsste man wohl verifzieren.
Ich bin ja in München und aus Erfahrung gesprochen stimmt das schon. Ganz viele Grundschullehrkräfte kamen in den letzten 15 Jahren nach dem Ref nach München (Stadt) und brauchten dann Jahre, bis sie wieder zurück in der Heimat waren. da waren auch verheiratete Lehrkräfte dabei.
Letztes Jahr war das erste Jahr, wo München Stadt "voll" war, also wo nach dem Ref einige Lehrkräfte aus München wegversetzt wurden. Das war vorher noch nie der Fall gewesen. Wer in München im ref war, konnte bis jetzt IMMER bleiben und es kamen viele von außerhalb, auch wenn sie nicht wollten.
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Ich komme nicht aus Bayern, kann mich aber daran erinnern, dass das Ref in Bayern an 3 unterschiedlichen Einsatzorten stattfand. Keine Ahnung, ob das immer noch so ist. Ich fand das immer extrem nervig und die bayrischen Refs haben mir wirklich leid getan. Sie mussten in den zwei Jahren mehrfach umziehen oder eben lange Strecken pendeln, weil die Wohnungssuche ja auch nicht immer funktionert und/oder man eben familiär eingebunden ist und man nicht einfach mal nebenbei umziehen kann. Der einzige Trost war, dass es ja begrenzt ist auf 2 Jahre.
Das stimmt für Grundschulen nicht. Man wird einem Seminar zugewiesen und hat eine Seminarschule, wo man an zwei Tagen die Woche ist, es sei denn, man macht mit dem Seminar Unterrichtsmitschauen und besucht die Schulen von den Mit-Reffis. Und man hat seine Stammschule, an der man drei Tage die Woche unterrichtet. Das bleibt für die zwei Jahre gleich. Keiner muss während dem Referendariat dreimal umziehen.
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Ich würde es mir übrigens so einfach wie möglich machen, das heißt ich würde NICHT pendeln, wenn es nicht sein muss. Den Plan, in München eine Arbeitsstelle zu haben und täglich aus Augsburg zu pendeln (Nürnberg-München noch viel schlimmer, lasst das!) finde ich nicht gut. Das Ref wird stressig, warum will man zwei Stunden täglich im Zug oder auf der Straße verbringen, nur um in einer kleineren Stadt zu wohnen? Zieht nach München oder Frankfurt oder Aschaffenburg, aber zieht so nah wie möglich zur Arbeitsstelle oder zur Refstelle, sodass ihr euch den Stress des Pendelns spart. Wie ihr das macht, dass eure beiden Stellen am gleichen Ort sind, müsst ihr halt schauen, was da taktisch klug ist. Vielleicht nimmt dein Partner die Stelle an, wo deine Chancen auf einen Refplatz am höchsten sind?
Aber nochmal: Was bringt eine nette Kleinstadt wie Augsburg, wenn ihr dort nie seid, weil ihr dauernd auf der Straße unterwegs sein beim pendeln?
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Ich bin ja in München und aus Erfahrung gesprochen stimmt das schon. Ganz viele Grundschullehrkräfte kamen in den letzten 15 Jahren nach dem Ref nach München (Stadt) und brauchten dann Jahre, bis sie wieder zurück in der Heimat waren. da waren auch verheiratete Lehrkräfte dabei.
Letztes Jahr war das erste Jahr, wo München Stadt "voll" war, also wo nach dem Ref einige Lehrkräfte aus München wegversetzt wurden. Das war vorher noch nie der Fall gewesen. Wer in München im ref war, konnte bis jetzt IMMER bleiben und es kamen viele von außerhalb, auch wenn sie nicht wollten.
Anderer Regierungsbezirk Schwaben. Die fertigen Referendare, die ich kannte, blieben alle in Schwaben, wurden allerdings oft ins Allgäu oder ganz in den Westen Bayerns an die Ba-Wü Grenze südöstlich von Ulm versetzt. Schwierig ist es nach den Ref in Uninähe (hier Augsburg, wo man Grundschullehramt studieren kann) zu bleiben.
Nachtrag: Nach dem fertigen Studium wird hier meistens gebietsnah zum Studienort Augsburg eingesetzt, so mein Eindruck. Also in Schwaben oder westliches Oberbayern. So bekommt man es zumindest von Referendaren mit, die an die Schulen kommen.
Aber nochmal: Was bringt eine nette Kleinstadt wie Augsburg, wenn ihr dort nie seid, weil ihr dauernd auf der Straße unterwegs sein beim pendeln?
Ähm.. Augsburg ist die drittgrößte Stadt Bayerns mit über 300 000 Einwohnern.

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Ist mir schon klar, wurde aber von der TE als kleinere Stadt genannt, wo sie hinziehen will, weil ihr München zu groß ist.
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Beitrag von Kathie (
24. Januar 2026 16:21 )Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: doppelt gesendet (24. Januar 2026 16:21 ). -
Kathie Okay, unter dem Aspekt hast du recht.

@TE: Ich würde die Zuteilung abwarten, dann kannst du zielsicherer entscheiden. Extra so weit außerhalb hinziehen würde ich nicht, wenn es näher ginge. Der Berufspendelverkehr zwischen Augsburg und München ist stressig mit überfüllten Zügen und Staus.
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Ich würde niemals zu den Bayern gehen... (beruflich)
Ich habe es aus persönlichen Gründen gemacht und beruflich nicht bereut. Mir hat es sogar gut gefallen.
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Wenn ich die Berichterstattung der letzten Monate richtig mitverfolgt habe, ist es selbst für Gutverdiener (m/w/d) schwierig, in München eine Wohnung zu bekommen. Das dürfte dann erst Recht für ein Paar mit 1x Lehrkraft im Vorbereitungsdienst und 1x Trainee/Berufseinsteiger der Fall sein.
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Gymshark: Berufseinsteiger in Großkanzleien verdienen leicht mehr als Reffis.
(Sie arbeiten auch leicht mehr, zugegeben und haben ja schon ein 2. Staatsexamen!) -
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