Mit der Kappe im Unterricht- Wie handhabt ihr das?

  • Aus was soll sie denn sonst bestehen? 🤔

    Aus anderem Stoff 😎

    Maaaann, ey, es geht um diese klassischen, gammeligen Sweatstoffhosen, mit denen Teenager durch die Gegend laufen und das irgendwie normal finden. Nicht um elastische Stoffhosen, die sich den Namen verpassen, aber mit ollen Sofabuxen nicht viel zu tun haben. Da verlaufen bei Stoff und Schnitt durchaus Grenzen.

  • Trägst du denn deine Klamotten abhängig vom Alter des Gegenüber?

    Eher abhängig davon, was die Arbeit erfordert. Wo viel gebastelt wird, man im Sitzkreis auf Bodenkissen rumsitzt und Kinder vielleicht mit dreckigen Händen distanzlos sind o.ä., würde ich wahrscheinlich keine allzu "gute" Klamotte anziehen.


    Humblebee
    Schüler, ja. Von Schulseite wird bei Verstößen sehr viel strenger und konsequenter als an allen Vorgängerschulen agiert.

  • Aus anderem Stoff 😎

    Maaaann, ey, es geht um diese klassischen, gammeligen Sweatstoffhosen, mit denen Teenager durch die Gegend laufen und das irgendwie normal finden. Nicht um elastische Stoffhosen, die sich den Namen verpassen, aber mit ollen Sofabuxen nicht viel zu tun haben. Da verlaufen bei Stoff und Schnitt durchaus Grenzen.

    Es gibt aber wirklich mittlerweile auch welche, die eben nicht gammelig aussehen. Ich hab auch welche.

  • Schüler, ja. Von Schulseite wird bei Verstößen sehr viel strenger und konsequenter als an allen Vorgängerschulen agiert.

    Dann verstehe ich deinen Satz nicht:

    Je legerer der Style an einer Schule, desto "entspannter" ging es da auch generell in Disziplinfragen zu

    Meinst du damit, dass die Disziplin deiner jetzigen KuK zu wünschen übrig lässt?

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Mein Französischlehrer trug immer ein Franzosenkäppi, auch im Unterricht. Also, Bätschkapp, keine Ahnung wie das richtig heißt.

    Meinst du eine Baskenmütze oder so ne Schieberkappe?

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

  • Sissymaus : Oder vielleicht sind diese Art von Jogginghosen eher bei jüngeren SuS verbreitet. An Bushaltestellen sehe ich tatsächlich öfter mal Jungs und Mädels im Sek I-Alter mit Sweathosen stehen, die nicht gerade sauber und ordentlich aussehen. Aber vielleicht haben die damit auch den Tag über auf dem Schulhof getobt, wer weiß.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Wo siehst du denn diese Mehrheit?

    Ich würde mal sagen, dass in der Mehrheit der Gesamtschulen, Berufskollegs und Weiterbildungskollegs kein Mensch sich um Kappen schert.

    Das ist eher dem humanistischen Gymnasium zuzuschreiben.

    Ich war an einem WBK, einem BK und jetzt einer Gesamtschule. Die Gesamtschule hat das Kappenverbot in der Hausordnung. Meine SL kennt das von der Gesamtschule, wo sie vorher DL war.

    Ich persönlich habe bei der Erstellung der Hausordnung dagegen gesprochen, wurde aber überstimmt und setze es jetzt natürlich durch. Für die Schüler:innen ists nicht schlimm, ich mach da aber auch keinen Staatsakt draus.

  • Schlips an der Grundschule wäre wohl auch übertrieben 😊

    Ich habe auch privat in meinem Leben bisher nur zu drei Anlässen einen Schlips getragen. Und nur der erste war mein eigener, den ich nach dem Abschlussball eines Tanzkurses (bitte keine Nachfragen) meinem Vater geschenkt habe.

  • Eine Kollegin hat einmal eine Mutter im Bademantel heimgeschickt und sich anschließend im Lehrerzimmer darüber empört.

    Ich wäre zwar auch überrascht, aber eher belustigt, ich hätte sie aber sicher nicht heimgeschickt, sondern das Gespräch durchgezogen.

    Oder wie meine SL neulich sagte, manche unserer Eltern sind schlicht überfordert, ich versuche das Beste daraus zu machen. Kleidung ist nur Äußerlichkeit, manchmal, aber nur manchmal drückt sie innere Gefühle aus. Oft wird viel zu viel hineininterpretiert.

    Oder aktuell regen meine Kollegin und ich uns am meisten über ein immer gut gekleidetes Elternpaar auf, dass mit Lügen und endlosen Diskussionen und Unterstellungen uns zum Brechen von Gesetzen aufruft, um bessere Noten für ihre Tochter zu erreichen.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Eine Kollegin hat einmal eine Mutter im Bademantel heimgeschickt und sich anschließend im Lehrerzimmer darüber empört.

    Ich wäre zwar auch überrascht, aber eher belustigt, ich hätte sie aber sicher nicht heimgeschickt, sondern das Gespräch durchgezogen.

    Das hättest du nicht, zumindest nicht ohne Zeug*innen.

    Wichtig zu lernen vor allem ist Einverständnis. (B. Brecht)

    Konzentrieren Sie sich ganz auf den Text, wenden Sie das Ganze auf sich selbst an. (J.A. Bengel)

  • Vielleicht um zur Not zu bezeugen, dass sie einen Mantel als Mantelersatz trug.

    Wichtig zu lernen vor allem ist Einverständnis. (B. Brecht)

    Konzentrieren Sie sich ganz auf den Text, wenden Sie das Ganze auf sich selbst an. (J.A. Bengel)

  • Maaaann, ey, es geht um diese klassischen, gammeligen Sweatstoffhosen, mit denen Teenager durch die Gegend laufen und das irgendwie normal finden

    Erinnerst du dich noch an deine Jugend? Späte 90er frühe 00er. Da haben sich die Leute über breite Hosen und ähnlichem aufgeregt.

    Jaja heute ist alles schlimmer.

    1950er Jahre

    Vorwürfe:

    Zu freizügig, respektlos gegenüber Autoritäten

    Rock’n’Roll „verdirbt die Moral“

    Lederjacken, Jeans, lange Haare = Zeichen von Verwahrlosung


    1960er Jahre

    Vorwürfe:

    Aufsässig, undankbar, antiautoritär

    Sexuelle Freizügigkeit, Drogen

    Proteste gegen Staat, Eltern, Lehrer


    1970er Jahre

    Vorwürfe:

    Politisch radikal oder weltfremd

    Zu idealistisch („Weltverbesserer“)

    Hippies, Langhaarige, Kommunen


    1980er Jahre

    Vorwürfe:

    Materialistisch, karrierefixiert („Yuppies“)

    Zu viel Pop, MTV, Oberflächlichkeit

    Wenig politische Ernsthaftigkeit


    1990er Jahre

    Vorwürfe:

    Orientierungslos, zynisch

    „Null-Bock-Generation“

    Zu viel Fernsehen & Computerspiele


    2000er Jahre

    Vorwürfe:

    Internetsüchtig, unsozial

    Keine Geduld, alles sofort

    Verrohung durch Games & Medien


    2010er Jahre

    Vorwürfe:

    Zu empfindlich („Snowflakes“)

    Politisch korrekt, moralisch belehrend

    Abhängigkeit von Smartphones & Social Media


    2020er Jahre (bis heute)

    Vorwürfe:

    Arbeitsunwillig, fordernd

    Zu sensibel, psychisch „labil“

    Realitätsfern, lebt online statt „richtig“

  • Tja, und doch ist es immer irgendwie weitergegangen und aus den jungen Leuten ist etwas geworden.

    Das Sokrates zugeschriebene Zitat hätte ja streng genommen nach spätestens drei Generationen den Untergang der Menschheit bedeuten müssen. Und doch gibt es uns noch.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Tja, und doch ist es immer irgendwie weitergegangen und aus den jungen Leuten ist etwas geworden

    Wundert mich echt. Ich, mit den Hosen in den Kniekehlen, Basecap, Killerspiele.

    Ein Wunder, das sollte wissenschaftlich untersucht werden.

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