Eltern rauben mir den Spaß

  • Hallo Kolleginnen und Kollegen,

    es ist mal wieder so weit. Elternmails landen in meinem Postfach. Dieses Mal wird offenbar mein pädagogisches Handeln hinterfragt. Worum es genau geht, ist nicht ganz klar, vermutlich um die neue Sitzordnung in der Klasse.

    Dabei geht es mir weniger um einzelne Themen, sondern um die ständige Kritik. Sei es bei Noten, bei pädagogischen Entscheidungen oder bei organisatorischen Fragen.

    Statt das Wochenende zu genießen sitze ich wieder da und ärgere mich, weil erneut Probleme an mich herangetragen werden. Häufig wirkt es wie Meckern auf hohem Niveau. Eine Klassenarbeit ist schlecht ausgefallen, Person X möchte nicht neben Person Y sitzen oder es gibt andere Einwände. Das kostet Kraft. Man kann es nicht allen recht machen, und oft entsteht der Eindruck, dass Eltern ihr Kind um jeden Preis verteidigen.

    Ich bin erst seit zwei bis drei Jahren im Beruf und kann mittlerweile nachvollziehen, warum viele Kolleginnen und Kollegen berichten, wie belastend der Umgang mit permanenter Kritik sein kann. Man bemüht sich, guten Unterricht zu gestalten, und trotzdem wird jede Entscheidung sofort hinterfragt. Kritik kann berechtigt sein, keine Frage, aber der Ton spielt dabei eine große Rolle. Auch wir sind nur Menschen.

    Oft wird aus meiner Sicht zu schnell reagiert. In Elterngruppen schaukeln sich Situationen hoch, ohne zu berücksichtigen, dass Schwierigkeiten auch beim Kind selbst liegen können. Kaum ist eine Sitzordnung eingeführt, werden bereits Sonderwünsche geäußert. Dabei wurden die Plätze nicht ohne Grund verändert. Wenn darauf eingegangen wird, entsteht schnell der nächste Konflikt, weil sich dann wieder alle umsetzen möchten.

    Auffällig ist, dass Probleme häufig außerhalb des eigenen Kindes verortet werden. Andere Kinder lenken ab, die Situation ist ungünstig oder das Kind sitzt unglücklich. Selten wird abgewartet oder zunächst ein sachliches Gespräch gesucht. Stattdessen entsteht schnell eine vorwurfsvolle Stimmung. Es wird gefragt, wie das sein kann, warum etwas so läuft und was man sich dabei gedacht hat. Zwischen den Zeilen steht dabei oft der Vorwurf mangelnder Kompetenz.

    Diese Entwicklung belastet mich zunehmend. Inzwischen ist mir, obwohl mir die Klasse lange sehr am Herzen lag, der Spaß am Unterrichten, besonders in dieser Klasse, weitgehend verloren gegangen. Ich unterrichte mit dem Gefühl, jederzeit mit der nächsten Beschwerde rechnen zu müssen, unabhängig davon, welche Entscheidung getroffen wird. Das hat dazu geführt, dass ich ernsthaft darüber nachdenke, ob ich diesen Beruf langfristig weiter ausüben möchte oder kurzfristig die Reißleine ziehe und bereits am Montag das Gespräch mit der Schulleitung suche, um über eine Kündigung zu sprechen.

  • bei sitzordnung gibts bei mir überhaupt keine wünsche und kein einmischen. das sage ich auch immer gleich am ersten elternabend. sonst wollen alle immer nur neben dem primus sitzen und in der ersten reihe. das ist mathematisch unmöglich. mir geht bei sitzplatz"wünsch"-mails auch jedes mal der hut hoch. du beschreibst das gefühl ganz genau, das man als lehrer immer irgendwie haben wird. je länger man arbeitet, desto kürzer ärgert man sich darüber. die eltern haben da einfach nicht mitzureden, weil es unsere pädagogische freiheit ist. und bei meckereien schreibe ich die antwortmails vor, damit ich es hinter mir habe, schicke sie aber erst einige tage später ab. bis dahin ist die meckergeilheit der eltern verraucht bzw. haben sie ihren frust, der mit uns oft wenig zu tun hat, dann schon woanders abgelassen und es kommt meist nichts mehr nach.

  • Sitzplätze sind doch kein Wunschkonzert. Das ganze muss in einem Klassensystem klappen und nicht nur für einen Finn-Julius.

    Diskussionen darüber habe ich nie zugelassen. Am Ende haben sich die SuS arrangiert, auch wenn sie nicht neben ihrem besten Freund sitzen dürfen. Wobei ich habe das Glück, dass solche oder ähnliche Diskussionen eine absolute Minderheit sind.

    In einer 7. Klasse der Hauptschule gibts andere Probleme. Die Eltern gehören nicht dazu.

  • Den Frust bezüglich der ständigen Kritik kann ich gut nachvollziehen. Mich hat zum Glück aber noch nie einer wegen der Sitzordnung angeschrieben, das ist ja echt lächerlich.

    Kann es sein, dass du ständig verfügbar bist? Du könntest auf dem nächsten Elternabend mitteilen, dass du nur einmal die Woche mails beantwortest oder einfach gar nicht reagieren auf Dinge, für die es keine Mail bedarf. Elternsprechtag ist im Oktober und wer ein wichtiges Anliegen hat, möge bitte einen Termin ausmachen.

    Noten hingegen sind etwas anders zu gewichten und Eltern haben Anspruch auf Transparenz. Aber auch hier gilt: Sie haben das Recht auf Information und wenn sie Sorge bezüglich der Schullaufbahn haben auf ein Gespräch. Kein Recht gibt es auf Rechtfertigung von dir oder Beschwerdemanagement per Mail im Minutentakt.

  • Du bist nicht Dienstleister der Eltern oder deren Kinder, sondern in Pädagogik, Didaktik und Fachwissenschaft qualifizierter Experte mit pädagogischer Freiheit und entsprechendem freien Lehrmandat im Auftrag des Staates.

    Kurz: Du bist den Eltern, die jedwede Situation ohnehin ausschl. verzerrt von ihren Kindern und ggf. deren Klassenkaneraden geschildert bekommen (was man denen auch klar machen kann), keine derartige Rechenschaft schuldig.

    Du solltest klar verdeutlichen,...

    ... (a) dass du nicht rund um die Uhr verfügbar bist, sondern lediglich regelmäßig (also bspw. 2 bis drei Mal die Woche deine Dienstmails zir Kerndienstzeit kontrollierst und Antworten ebenfalls ein bis drei Tage dauern können (am Elterabend für die eigene Klasse auch stellvertretend fpr die Kollegen anmerken),

    ...(b) dass du der einzige bist, der die jeweilige Situation entsprechend professionell beurteilen kann, dass du (ohne dies im Detail zu erläutern, geschweige denn, dich zu rechtfertigen) deine Entscheidungen pädagogisch, didaktisch ind fachwissenschaftlich professionell triffst,

    ...und (c) dass es Eltern und Schülern natürlich ftei steht, konstruktive Bittstellungen(!) zu formulieren, die du offenen Endes professionell in Erwägung ziehst.

    Das klingt evtl. harsch, geht aber auch freundlich, sollte jedoch bestimmt und konsequent sein - ein sicheres (nicht arrogantes) Auftreten hilft ungemein. Beim Schriftverkehr auch gerne einmalig 'ne überlange, äußerst detaillierte, vor fachlichen Erwägungen strotzende Mail voller Fachbegriffe als Exempel in eben jener Sicherheit formulieren - macht Eindruck, du machst klar, wie der Hase läuft und es spricht sich rum.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

    Einmal editiert, zuletzt von PaPo (7. Februar 2026 10:01)

  • Man kann das übrigens auch ganz freundlich sagen. Wer mag, haut auf den Tisch und erzählt was von seinem unwidersprochenen Expertentum oder man sagt "ich verstehe, dass Kay lieber neben Franz sitzen würde aber ich habe es anders entschieden."

  • Man kann das übrigens auch ganz freundlich sagen. Wer mag, haut auf den Tisch und erzählt was von seinem unwidersprochenen Expertentum oder man sagt "ich verstehe, dass Kay lieber neben Franz sitzen würde aber ich habe es anders entschieden."

    VS.

    Zitat

    Das klingt evtl. harsch, geht aber auch freundlich, sollte jedoch bestimmt und konsequent sein - ein sicheres (nicht arrogantes) Auftreten hilft ungemein.

    Merkst du, gell...

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

  • Papo, du hast echt schlimme Komplexe.

    Hat von 'ner Person kommend, die sich ausschl. ins ad hominem fliehen kann, i.d.R. unprovoziert-proaktiv (s. hier gerade), null Bedeutung. Kram doch lieber wieder 'nen Nachmittag meine Kommentare hervor, um Lachsmileys dranzupacken, statt jeeedeeen Thread entgleisen lassen zu wollen, in dem ich mich irgendwie melde (soviel zu Komplexen).

    Sorry Denkfabrik; BTT.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

  • Hat von 'ner Person kommend, die sich ausschl. ins ad hominem fliehen kann, i.d.R. unprovoziert-proaktiv, null Bedeutung. Kram doch lieber wieder 'nen Nachmittag meine Kommentare hervor, um Lachsmileys dranzupacken, statt jeeedeeen Thread entgleisen lassen zu wollen, in dem ich mich irgendwie melde (soviel zu Komplexen).

    Sorry @Denkfsmabrik; BTT.

    Ich habe das ein paar mal gemacht, um dir zu zeigen, wie unangenehm das ist. Du bist derjenige, der alles verlacht, was er nicht versteht oder nicht mag.

    Zum Thema:

    Es ist eine Gesprächsstrategie, erst mal kurz auf das Thema einer Person (hier: besorgte/ genervte Mutter) einzugehen, damit sie sich gehört fühlt, um dann trotzdem bestimmt und klar zu bleiben.

    Ich unterrichte schon ein paar Jahre, daher kann ich diesen Hinweis geben, ohne dass du dich angepisst fühlen musst.

  • Man muss lernen, früh deutliche Grenzen zu ziehen, sich nicht auf Diskussionen einzulassen und sich vor allem davon frei zu machen, wie Eltern die eigene Kompetenz bewerten. Das muss dich nicht interessieren 😊 Schreibe einen Zweizeiler zurück, dass du dir bei der Entscheidung etwas gedacht hast und es in der Natur der Sache liegt, dass nicht alle zufrieden sind. MfG, tschö, auf weiteres Nachhaken keine Antworten mehr.

    Auch hilft es, auf Mails immer erst mit mindestens 3 Tagen Versatz zu antworten, dann sind viele Themen nämlich bereits gar nicht mehr so wichtig.

  • Papo, du hast echt schlimme Komplexe. Es gibt übrigens die Funktion des Blockierens, dann bist du nicht gezwungen, meine Kommentare sofort oder überhaupt zu lesen.

    Ich wünschte mir auch die umgekehrte Funktion, nämlich dass man einstellen kann, welche Person meine Kommentare gar nicht erst zu lesen bekommt. Schade, dass das nicht geht.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Sag doch den Eltern, dass du die Sitzordnung nicht diskutierst. Wechsel gibt es eventuell in 2 Monaten. Solange bleibt alles, wie es ist.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • In einer 7. Klasse der Hauptschule gibts andere Probleme. Die Eltern gehören nicht dazu.

    Mag sein, dass das für deine Schule gilt, allgemeingültig ist diese Aussage jedoch nicht. An meiner Schule sind beispielsweise Eltern durchaus ein nicht unerheblicher Teil der Probleme.

  • Was denke ich hilft, ist darüber nachzudenken, welche Beschwerden Aufmerksamkeit erfordern und welche nicht.

    Ich weiß nicht, ob du die Möglichkeit hast, die Eltern der Klasse anzuschreiben - wir haben dafür mittlerweile ein Modul, was mir die Arbeit sehr erleichtert. Ich kann damit direkt alle Eltern anschreiben.

    Es gibt gewisse "Spielregeln", die die Eltern einzuhalten haben. Über die Sitzordnung entscheidet der Lehrer, nicht die Eltern. Noten werden nicht geändert, nur weil Eltern sich beschweren und spiegeln nicht die Leistung des Lehrers, sondern des Schülers wider etc. Anfragen zu Hausaufgaben oder "Was kommt im Test vor?" werden ignoriert.

    Klare Ansagen helfen. Wenn Eltern mit Belangen wie Mobbing zu mir kommen oder beraten werden wollen, bin ich natürlich auch bereit, mich mit den Eltern zusammenzusetzen. Da braucht mir aber keiner ankommen, weil er über die Sitzordnung reden will. Dann müssen sie sich eine andere Schule suchen, wo die Eltern die Sitzordnung festlegen... die sie nicht finden werden.

    Ich finde auch, dass die Schüler ruhig selber ihren Unmut äußern können. Wenn Eltern sich in diesen Detailentscheidungen einmischen (wollen), sorgt das ja gerade dafür, dass die Schüler nicht lernen, ihren Standpunkt zu vertreten und sich für sich selbst einzusetzen.

  • Ich habe diesbezüglich auch ein anstrengendes Schuljahr und möglicherweise wird bei mir sogar zum ersten Mal eine sog. Nachkorrektur beantragt, weil die Eltern nicht mit meiner Bewertung der Klassenarbeit ihres Kindes zufrieden sind. Das Elterngespräch, die anschließenden Gespräche mit der Fachleitung und das Formulieren einer Antwort, in der ich auf die angeblich unklaren Punkte (die lt. Fachleitung völlig klar sind) eingehen soll, hat mich mal locker 3 Stunden extra gekostet. Ist bei mir allerdings das erste Mal, dass das in dem Ausmaß geschieht.

    Ich habe nichts dagegen, meine Bewertung zu erläutern, aber was ich frech und übergriffig finde, ist, wenn Eltern einem mal eben die Bewertungskompetenz absprechen und einem ins Gesicht sagen, man würde das Kind falsch bewerten, selbst wenn ich auf die Bewertungskriterien verweise und erläutere, wie ich zu meiner Bewertung gekommen bin.

    Was du ansprichst, mit dem Elternchat, wo sich gern alles hochschaukelt, kann ich mir gut vorstellen und auch, dass das zu dem Problem beiträgt. In meinem Fall wurden sogar Arbeiten und Punkte verglichen von den besagten Eltern und im Gespräch gesagt: Ja, natürlich habe ich andere Arbeiten gesehen. (Ist das so natürlich? Ich hab das bei meinen Kindern nie gemacht.).

    Ich nehme mir mittlerweile raus, auch einfach nicht auf bestimmte Mails einzugehen, wenn die Angelegenheit eigentlich längst mit der Klasse besprochen wurde (z.B. Bepunktung einzelner Aufgaben) oder der Vorwurf dermaßen haltlos ist, dass ich es einfach nicht ernst nehmen kann (z.B. Zeitpunkt meines Vokabeltests). Das hätte ich früher nie gemacht, aber mittlerweile ist das für mich in machen Fällen auch ein Mittel, Grenzen zu setzen.

    Auch habe ich mal eine Fortbildung (eine von wenigen, die ich richtig gut fand und wo nachhaltig etwas Brauchbares bei mir hängengeblieben ist) zum Thema Elterngespräche gemacht. Da wurde z.B. geraten, die Vorwürfe der Eltern einmal so zu formulieren, wie sie bei der Lehrkraft ankommen und z.B. zu sagen: "Verstehe ich Sie richtig, dass sie fürchten, ich würde ihr Kind absichtlich benachteiligen, indem ich ..." oder auch: "Was erwarten Sie jetzt von mir, dass ich alle in der Klasse so hinsetze, wie Ihr Kind es wünscht?" und dann rudern die meisten schon wieder zurück, weil ihnen erst bewusst wird, wie das rüberkommt.

    Leider ist das ein Problem, das - so mein Eindruck - zunimmt, aber auch eines, in das man reinwachsen kann und sich Strategien aneignen kann, wie man damit umgeht oder wie man reagiert. Aber es kann einen wirklich demotivieren, da gebe ich dir Recht.

  • In den Beiträgen wurden schon viele gute Lösungsvorschläge gemacht. Das kann ich noch dazu ergänzen:

    Es werden einem immer wieder Dinge begegnen, wo man eine Lösung finden muss. Mir selbst haben erst einmal zwei Gedanken geholfen um entsprechend reagieren zu können:

    - Eltern sind der Anwalt ihres Kindes, sie wollen das Beste, haben aber oft einen Tunnelblick und sehen nicht die soziale Gemeinschaft Klasse.

    - Manchmal muss man auch Erwachsenen Grenzen aufzeigen, wenn Kompetenzüberschreitungen da sind. Das wird von denjenigen oft nicht gemerkt, dass sie das gerade machen oder es geschieht sogar mit Absicht um eine möglichst große Einflussnahme zu erreichen, dass es so läuft, wie sie sich das in der Ferne und nach Schülererzählungen vorstellen. Dabei dachte ich oft: Ich misch mich doch auch nicht in die berufliche Kompetenz anderer ein, von dem ich wenig Ahnung habe.

    Im Lauf des Lehrerlebens verhindert man schon vorher durch klare Ansagen, wie man was handhabt. Da habe ich immer wieder dazu gelernt.

    Auf Maildiskussionen habe ich mich nicht groß eingelassen, vielleicht einmal ganz sachlich nach einem gewissen Zeitabstand etwas Klärendes zurückgeschrieben. Wenn das Problem heftig war, habe ich das in einem persönlichen Gespräch geklärt.

    Zur Sitzordnung: Bei solchen Elternwünschen muss man als Lehrkraft immer die ganze Klasse im Auge behalten und das ist vielen Eltern nicht bewusst. Es geht um eine möglichst angenehme Lernsituation, die man durchaus durch die Sitzordnung beeinflussen kann. Ich habe immer nach Ferienabschnitten umgesetzt. Fand ich persönlich auch gut, denn so hatte man immer jemanden anders, mit dem man sich auseinandersetzen musste. Und zwar so, dass immer welche neben jemandem anderen sitzen mussten. In den letzten Jahren habe ich die Sitzordnung vorher ausgetüftelt und mir auch Gedanken darüber gemacht. Wenn etwas nicht gut ging, habe ich mittendrin einmal umgesetzt. Den Eltern war es übrigens auch recht, dass ihr Kind nicht immer neben dem gleichen Kind, das man nicht mochte, sitzen musste und die Zeit endlich war.

    Fazit: Der Umgang mit Eltern ist leider ein Feld, wo man sich professionalisieren bzw. professionell damit beschäftigen muss. Lehrerin2007 hat hier schon etwas angedeutet. Ich habe dazu Fortbildungen gemacht und das war immer wieder Thema in Lehrercoachings und Supervisionen. Das hat mir viel geholfen, denn die Handlungskompetenz hat sich ausgeweitet und die Belastungen sind viel geringer geworden.

  • Also ich würde zunächst mal klarstellen, dass du von Freitag mittag bis Montag früh nicht erreichbar bist und unter der Woche nur bis z.B. 16 Uhr.

    Außerdem, dass du im Klassenraum die Verantwortung trägst und dementsprechend auch die Entscheidungen triffst.

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :P

    8) Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:

    Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.

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