Medienentwicklungsplan

  • Vielleicht werden die Begriffe auch regional unterschiedlich verwendet. Wie würdest du es nennen, wenn die Schüler (m/w/d) zum Thema X einen mehrseitigen Aufsatz schreiben sollen? Bei deinen Fächern kann das in der Sek II ja durchaus mal vorkommen.

    Hausaufgabe.


    Quittengelee

    Nee, eher andersrum. Ich mache jetzt mehr Buchunterricht, als jemals zuvor, und da reicht vorbereitend häufig auch die Pause vor der Stunde. Oder ein Viertel davon.

  • Einmal, dann arbeiten die SuS über Wochen selbständig, die Präsentation findet ebenfalls in der Unterrichtszeit statt..

    In der Grundschule machen viele Eltern den scheiß, in der Sek I sitzen die SuS gruppenweise am Nachmittag und machen den Scheiß.

    Lehrer ohne Kinder in dem Alter denken wahrscheinlich, dass sie die einzigen sind, die sich Referate und Hauarbeitsthemen für die Kinder ausdenken.

    Was ist daran schlecht, wenn die Dinge gruppenweise erledigt werden?

    Ich mach Referate und Projekte nicht besonders gerne, weil ich die Bewertung sehr schwierig finde und es im Stoff nur langsam voran geht. Dabei werden halt andere Kompetenzen gestärkt.

    Sich den Alltag mit solchen Dingen einfacher zu machen ist doch gar nicht schlimm. Ich bereite nicht gerne Unterricht vor, also verbringe ich damit so wenig Zeit wie möglich. Wenn ich was habe, was funktioniert und entsprechend zum Ziel kommt ist doch alles fein.

  • In meiner Welt ist Hausaufgaben = Schule und Hausarbeiten = Uni.

    Hausarbeit haben einen viel größeren Umfang als Hausaufgaben und man hat mehr Zeit z. B. 6 Monate. Das gibt es in manchen Bundesländern und manchen Fächern auch in der Schule. Nennst du sie dann auch Hausaufgaben?

    1 Hausarbeit zählt so viel eine Klassenarbeit, ersetzt nach Beschluss manchmal sogar eine.

    Ich verstehe ja, dass manche dies nicht kennen. Ich bin aber überrascht, mit welcher Heftigkeit darauf bestanden wird, dass es dasselbe sei bzw. nur an der Uni existiert.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Einer : Dass junge Menschen mit Fluchthintergrund bisweilen über bestimmte Inhalte und Kompetenzen nicht verfügen, ist zwar korrekt, aber diese Personengruppe wird in der Regel im Rahmen von Vorbereitungsklassen beschult, um sie (auch) sprachlich überhaupt erst einmal auf den Stand zu bekommen, am Regelunterricht teilnehmen zu können. Sobald sie an meinem Unterricht teilnehmen, muss ich davon ausgehen, dass sie die fachlichen Vorkenntnisse mitbringen, meinem Unterricht folgen zu können, und dann unterrichte und bewerte ich nach offiziellen Vorgaben.

    Ich habe auch die Verantwortung, gegenüber den Kollegen (m/w/d), an die ich irgendwann die jungen Menschen übergebe, dass die Leistungen, die ich qua Noten und Zeugnis bescheinige, auch tatsächlich erbracht wurden. Da unterscheide ich nicht zwischen Menschen mit und ohne Fluchthintergrund und ich denke, dass Industrie oder Kollegen (m/w/d) weiterführender Bildungsgänge dieselbe Erwartungshaltung an dich haben. Insofern würde ich mich da auch Quittengelees Ausführungen anschließen.

    So läuft es bei uns nicht. Ich habe jetzt ein Mädchen in die 4. Klasse bekommen, die kein Wort Deutsch kann. Die Rechenzeichen kennt sie auch nicht alle. In Mathe ist sie maximal auf Stufe der 2. Klasse. Aufgrund ihres Alters soll sie bei mir bleiben.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Einer : Dass junge Menschen mit Fluchthintergrund bisweilen über bestimmte Inhalte und Kompetenzen nicht verfügen, ist zwar korrekt, aber diese Personengruppe wird in der Regel im Rahmen von Vorbereitungsklassen beschult, um sie (auch) sprachlich überhaupt erst einmal auf den Stand zu bekommen, am Regelunterricht teilnehmen zu können. Sobald sie an meinem Unterricht teilnehmen, muss ich davon ausgehen, dass sie die fachlichen Vorkenntnisse mitbringen, meinem Unterricht folgen zu können, und dann unterrichte und bewerte ich nach offiziellen Vorgaben.

    Ich habe auch die Verantwortung, gegenüber den Kollegen (m/w/d), an die ich irgendwann die jungen Menschen übergebe, dass die Leistungen, die ich qua Noten und Zeugnis bescheinige, auch tatsächlich erbracht wurden. Da unterscheide ich nicht zwischen Menschen mit und ohne Fluchthintergrund und ich denke, dass Industrie oder Kollegen (m/w/d) weiterführender Bildungsgänge dieselbe Erwartungshaltung an dich haben. Insofern würde ich mich da auch Quittengelees Ausführungen anschließen.

    Was hat der DAZ-Unterricht mit meinen Ausführungen zu tun? Außerdem hat Einer mehrfach gesagt, er spreche von SuS ohne Migrationshintergrund. Das Thema hast du eröffnet.

  • Ich weiß gar nicht, woher dieser Powerpoint-Hausarbeits-Gruppenreferatefetisch kommt, lernt man das am Seminar?

    Keine Ahnung. Also mal eine Präsentation zu üben ist ja gar nicht verkehrt. Das kann man später immer mal brauchen. Aber ich finde das meistens selbst ziemlich langweilig. Andere Lehrkräfte machen das schon zu genüge, deswegen gibt es das bei mir nicht.

  • Win-Win, du merkst sofort, wenn die SuS etwas nicht verstehen.

    Ich weiß gar nicht, woher dieser Powerpoint-Hausarbeits-Gruppenreferatefetisch kommt, lernt man das am Seminar?

    "Fetisch"? Na ja, wenn du das so siehst. Die Anfertigung von Hausarbeiten, Facharbeiten, Projektarbeiten ist bei uns an den BBS in einigen Bildungsgängen schon lange üblich.

    Woher das kommt? Als Beispiel hier ein Auszug aus einer Information von 2021 über das Berufliche Gymnasium in NDS, die auf der Website des MK als PDF-Datei abrufbar ist: "In einem Halbjahr des 12. Jahrganges ist auf der Basis eines mehrwöchigen Projekts eine Projektarbeit mit beruflichem Bezug anzufertigen. Sie ist auf der Grundlage des Profilfaches „Praxis” und der die Fachrichtung und ggf. den Schwerpunkt prägenden Profilfächer zu erstellen. Im Fach Praxis wird das Projekt durchgeführt und begleitet – in einem der anderen Profilfächer werden die theoretischen Grundlagen des Projektmanagements erarbeitet. Es können jedoch auch alle weiteren Fächer der Stundentafel in das Projekt einbezogen werden. Die Projektarbeit kann als Einzel- oder Gruppenarbeit angefertigt werden und gibt den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zur vertieften selbstständigen wissenschaftspropädeutischen Arbeit."

    Ach so, und "PowerPoint" lernen die SuS in vielen Bildungsgängen wie der Berufsfachschule, allerdings nicht unbedingt als "Hilfsmittel" für Gruppenarbeiten.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Win-Win, du merkst sofort, wenn die SuS etwas nicht verstehen.

    Ich weiß gar nicht, woher dieser Powerpoint-Hausarbeits-Gruppenreferatefetisch kommt, lernt man das am Seminar?

    Für meine Schüler ist das prüfungsrelevant. Sie müssen ihre Projektarbeit präsentieren und verteidigen. Daher hat das einen hohen Stellenwert bei uns.

  • Man, ich habe das auch noch benutzt. Bin ich jetzt ein Fossil?

    Ich kenne es auch noch, fand es sehr interessant. Ich erinnere mich, dass ich in uralten Zeitungen aus dem 19. Jahrhundert versank.

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  • Ich bin aber überrascht, mit welcher Heftigkeit darauf bestanden wird, dass es dasselbe sei bzw. nur an der Uni existiert.

    Wo hat denn hier jemand "mit Heftigkeit darauf bestanden"? Maylin schrieb doch nur, dass sie selbst (daher die Verwendung von "in meiner Welt") den Begriff "Hausarbeit" nur im Unizusammenhang verwendet bzw nur aus diesem Bereich kennt.

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  • Für meine Schüler ist das prüfungsrelevant. Sie müssen ihre Projektarbeit präsentieren und verteidigen. Daher hat das einen hohen Stellenwert bei uns.

    Schon richtig, das ist bei uns auch so. Es wird aber an manchen Stellen, meiner Meinung nach, schon übertrieben. Darüber beschweren sich auch einige Lerngruppen.

  • In der Grundschule sind bei uns mindestens 2 Präsentationen vorgeschrieben. In Klasse 2 in Sachkunde und in Klasse 4 eine verbindliche Buchpräsentation. Sie ersetzen eine Klassenarbeit. Ich lasse die Präsentationen in der Schule erstellen, es gibt klare Anweisungen. Natürlich helfe ich mal z.B. bei der Technik, wenn was recherchiert wird. Aber die Eltern lasse ich außen vor.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Wo hat denn hier jemand "mit Heftigkeit darauf bestanden"? Maylin schrieb doch nur, dass sie selbst (daher die Verwendung von "in meiner Welt") den Begriff "Hausarbeit" nur im Unizusammenhang verwendet bzw nur aus diesem Bereich kennt.

    Ich dachte vor allem auch an Klinger. Es wird ja schon länger immer wieder betont bzw. lächerlich gemacht formerly known. Nein, nicht formerly known, Hausaufgaben und Hausarbeiten sind auch an der Schule nicht dasselbe. Ich habe das gestern bereits erklärt und es kommt wieder und wieder.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Ich dachte vor allem auch an Klinger. Es wird ja schon länger immer wieder betont bzw. lächerlich gemacht formerly known. Nein, nicht formerly known, Hausaufgaben und Hausarbeiten sind auch an der Schule nicht dasselbe. Ich habe das gestern bereits erklärt und es kommt wieder und wieder.

    Ok.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • "Fetisch"? Na ja, wenn du das so siehst. Die Anfertigung von Hausarbeiten, Facharbeiten, Projektarbeiten ist bei uns an den BBS in einigen Bildungsgängen schon lange üblich.

    Woher das kommt? Als Beispiel hier ein Auszug aus einer Information von 2021 über das Berufliche Gymnasium in NDS, die auf der Website des MK als PDF-Datei abrufbar ist: "In einem Halbjahr des 12. Jahrganges ist auf der Basis eines mehrwöchigen Projekts eine Projektarbeit mit beruflichem Bezug anzufertigen. Sie ist auf der Grundlage des Profilfaches „Praxis” und der die Fachrichtung und ggf. den Schwerpunkt prägenden Profilfächer zu erstellen. Im Fach Praxis wird das Projekt durchgeführt und begleitet – in einem der anderen Profilfächer werden die theoretischen Grundlagen des Projektmanagements erarbeitet. Es können jedoch auch alle weiteren Fächer der Stundentafel in das Projekt einbezogen werden. Die Projektarbeit kann als Einzel- oder Gruppenarbeit angefertigt werden und gibt den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zur vertieften selbstständigen wissenschaftspropädeutischen Arbeit."

    Ach so, und "PowerPoint" lernen die SuS in vielen Bildungsgängen wie der Berufsfachschule, allerdings nicht unbedingt als "Hilfsmittel" für Gruppenarbeiten.

    Okay, in Klassen 2-10 aber nicht und Maylin85 schrieb, dass sie sowas halt nicht mehr durchführen würde, wenn SuS alles per KI erledigen ließen. Dann läuft halt was falsch.

  • Ich führe keine Projektarbeiten mehr durch, wo es nicht zwingend nötig ist. Eigentlich finde ich nach wie vor, dass insbesondere gesellschaftswissenschaftliche Fächer sich dazu eignen, eigenständig an problemorientierten Themen zu arbeiten. Wenn aber etwas, das für 4-5 Wochen angelegt war, einmal durch die KI gejagt wird und in Woche 2 "fertig" ist, wird das Ganze witzlos. Dann schaut man sich Ergebnisse an, bespricht, warum diese Ergebnisse teilweise unpassend und oftmals unzureichend sind, startet den nächsten Versuch und es läuft wieder exakt auf das gleiche heraus. Fazit, mit diesen Schülern funktioniert es offensichtlich nicht. Und es ist an dieser Schule völlig egal, was gemacht werden soll, ich kriege zu jedem einzelnen Aufgabenformat von 3/4 der Lerngruppen KI Ergebnisse hingeklatscht. Mühsam.


    Zu den Begrifflichkeiten: es mag sich regional ja auch unterscheiden, aber mir sind hier im schulischen Kontext noch keine Hausarbeiten begegnet. Facharbeiten haben wir.

  • Okay, in Klassen 2-10 aber nicht

    Doch, zumindest in der Klasse 10 sind teilweise an Gymnasien auch schon "Facharbeiten" vorgesehen, z. B. in Sachsen-Anhalt und in Sachsen, wie ich von Bekannten gehört habe. Kann aber natürlich sein, dass nur einige Schulen es - zur Vorbereitung auf die Oberstufe - so handhaben.

    Zudem kann ich Maylins Ausführungen bzgl. des Einsatzes von KI bei der Erledigung sowohl von längerfristig angelegten "Hausarbeiten" wie auch von Hausaufgaben schon nachvollziehen.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

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