Danke an die, die sich da den Tag über hinstellen, um die Daten zu sammeln,
und an alle, die dafür 3 Kreuze mehr machen.
Danke an die, die sich da den Tag über hinstellen, um die Daten zu sammeln,
und an alle, die dafür 3 Kreuze mehr machen.
Hier scheinen manche Hochrechnung mit Prognose zu verwechseln.
Hier scheinen manche Hochrechnung mit Prognose zu verwechseln.
Der ARD-Journalist auch, er sagte gegen 18 Uhr zu Beginn sei die Hochrechnung mehr Rechnung, mit der Zeit werde es weniger Rechnung.
Sprache verändert sich, manches wird "ungenauer". Ich habe in der Schule gelernt, daran erkennt man eine moderne Sprache. Am ARD-Stand sprach niemand von Prognose.
Ich finde es traurig, dass es die SPD nicht geschafft hat, eine vernünftige Kandidatur auf die Beine zu stellen. Aber wahrscheinlich gibt's in Baden-Württemberg sowieso keine nennenswerte Arbeiterschaft, die sich für bezahlbaren Mietwohnraum etc. einsetzen würde.
Ich kenne sehr viele SPD-Wähler, die jetzt zum 2. Mal bewusst grün gewählt haben, um CDU-Führung zu verhindern. Ich habe aus denselben Gründen vor langer Zeit auch schon SPD gewählt. Taktisches Wählen war hier gefragt, ich hatte sogar Sorge, dass sie unter 5 % landet.
Genauso hat die CDU einige Prozente von AfD und FDP gewonnen. Die Zweitstimmenkampagne der FDP verfing nicht.
Ich wohne übrigens in einer Arbeiterstadt und es gibt einige in Baden-Württemberg. Leider ist hier häufig die AfD die stärkste Kraft.
Aber es stimmt schon, historisch wurde hier immer CDU gewählt, SPD schaffte es in der Vergangenheit immer nur in einzelnen Städten. Dabei mochte ich Stoch, er war mal Kultusminister und kam in die Schulen, um sich zu informieren, das habe ich bei keinem anderen je erlebt.
Ich finde es traurig, dass es die SPD nicht geschafft hat, eine vernünftige Kandidatur auf die Beine zu stellen. Aber wahrscheinlich gibt's in Baden-Württemberg sowieso keine nennenswerte Arbeiterschaft, die sich für bezahlbaren Mietwohnraum etc. einsetzen würde.
Das Problem der SPD ist schon seit Jahren, dass sie keine Politik mehr für Arbeiter macht, sondern für Rentner und Transferleistungsempfänger. Die wählen sie aber trotzdem nicht, die Arbeiter aber auch nicht mehr.
Frau Bas ließ eben im Radio verlauten, die Wahl sei so sehr Personenwahl gewesen, dass der Wähler halt nicht mehr auf Inhalte geschaut habe. So kann man mit einem desaströsen Ergebnis natürlich auch viel besser umgehen, als wenn man mal hinterfragen muss, ob die eigenen Inhalte noch mehrheitsfähig sind.
Diese Partei ist sowas von neben der Spur mittlerweile...
Wenn es eine Personenwahl gewesen wäre, hätte die SPD die Erfahrung ihres Kandidaten in der Landespolitik viel stärker hervorgehoben und beworben.
Frau Bas ließ eben im Radio verlauten, die Wahl sei so sehr Personenwahl gewesen, dass der Wähler halt nicht mehr auf Inhalte geschaut habe. So kann man mit einem desaströsen Ergebnis natürlich auch viel besser umgehen, als wenn man mal hinterfragen muss, ob die eigenen Inhalte noch mehrheitsfähig sind.
Diese Partei ist sowas von neben der Spur mittlerweile...
Bei ungewünschten Ergebnissen, ist das dumme Wahlvolk schuld. Genau mein Humor.
Ich kenne sehr viele SPD-Wähler, die jetzt zum 2. Mal bewusst grün gewählt haben, um CDU-Führung zu verhindern. Ich habe aus denselben Gründen vor langer Zeit auch schon SPD gewählt. Taktisches Wählen war hier gefragt, ich hatte sogar Sorge, dass sie unter 5 % landet.
Genauso hat die CDU einige Prozente von AfD und FDP gewonnen. Die Zweitstimmenkampagne der FDP verfing nicht.
Ich wohne übrigens in einer Arbeiterstadt und es gibt einige in Baden-Württemberg. Leider ist hier häufig die AfD die stärkste Kraft.
Aber es stimmt schon, historisch wurde hier immer CDU gewählt, SPD schaffte es in der Vergangenheit immer nur in einzelnen Städten. Dabei mochte ich Stoch, er war mal Kultusminister und kam in die Schulen, um sich zu informieren, das habe ich bei keinem anderen je erlebt.
Eben, offenbar wählen alle links der Mitte grün, der Rest ist rechts-konservativ oder rechtsextrem.
Denkt dran, wenn mal wieder Wahlen im Osten sind. Baden-Württemberg und Bayern haben ebensoviele rechte Wähler*innen, wahrscheinlich nur nicht dieselben Abstiegsängste der 'männlichen Mitte'. Eigentum und Job in Verwaltung, Versicherung, Immobilien ist ihnen grundsätzlich sicher.
Denkt dran, wenn mal wieder Wahlen im Osten sind. Baden-Württemberg und Bayern haben ebensoviele rechte Wähler*innen, wahrscheinlich nur nicht dieselben Abstiegsängste der 'männlichen Mitte'. Eigentum und Job in Verwaltung, Versicherung, Immobilien ist ihnen grundsätzlich sicher.
Das stimmte bis vor einem Jahr, Jobverlust und Abstiegsängste sind seitdem bei sehr vielen Baden-Württemberger auch bekannt. Allerdings betrifft es hier Familien, Männerüberschuss gibt es hier nicht. Du vergisst, dass wir Autoland sind. Und zusätzlich zu Mercedes und Porsche hier sehr viele Autozulieferer zuhause sind. Alle haben sehr gut bezahlt und lokal die Wirtschaft unterstützt. Daher werden auch weniger Immobilien aktuell verkauft. Stuttgart ist absolut pleite, streicht sogar Schulbegleiter an Schulen und das Feuerwerk zu Sylvester (neben vielem anderen).
Allerdings wurde in diesen Regionen immer noch relativ wenig AfD gewählt. Gewählt wurden sie in eher wohlhabenden ländlichen Gebieten und Arbeiterstädten.
Ich schrieb bereits vor ein paar Tagen und auch früher schon, es gibt hier 4 große Gruppen, die häufig AfD wählen.
Anthroposophen, Verschwörungstheoretiker (seit Corona einige mehr), Pietisten und Russlanddeutsche und andere, die nach dem Fall der Mauer aus dem Osten kamen (AfD-Spitzenkandidat stammt aus Rumänien).
Die ersten 3 haben hier ihr Stammland, auch die 4. Gruppe ist im Vergleich zu anderen Bundesländern groß, weil hier vor gut 30 Jahren die Wirtschaft boomte (bei uns fällt immer ein Stadtteil hinsichtlich auf). Es wurde in der Vergangenheit auch von Medien aufgegriffen.
Und ich freue mich da u.a. auch über das Ergebnis der völlig überflüssigen FDP.
Zumal die baden-württembergische FDP wirklich lindnertreu ist und Parolen von gestern ausgibt.
Ein Werbeplakat behauptet, dass man den Verbrenner nur verbessern müsse und nicht verboten gehört, ihr größter Feind waren die Grünen.
Ein Werbeplakat behauptet, dass man den Verbrenner nur verbessern müsse und nicht verboten gehört, ihr größter Feind waren die Grünen
Wobei ich die pauschalität von beiden Positionen schwierig finde. Schwarz-weiß ist natürlich einfacher
Wobei ich die pauschalität von beiden Positionen schwierig finde. Schwarz-weiß ist natürlich einfacher
Es waren nur ein Beispiel und die 2. Position eine Zusammenfassung vieler Aussagen vom Vorsitzenden.
Von Rülke habe ich insgesamt mehr gehört als von Hagel.
Ich bin mir nicht so sicher wie ihr wie ich das finden soll. Wenn FDP und Linke eingezogen wären, wären die 18% der AfD weniger Sitze.
Ich bin mir nicht so sicher wie ihr wie ich das finden soll. Wenn FDP und Linke eingezogen wären, wären die 18% der AfD weniger Sitze.
Auch das "taktische Wählen" führt letztlich zu zwei großen Parteien und wenig Vielfalt. Ich verstehe es, am Ende nimmt man das geringere Übel, aber grundsätzlich würde ich mir sogar eine funktionierende FDP wünschen. Irgendwas Fortschrittliches wäre famos, Ideen, die nicht nur sinnlos am Verbrenner kleben. Aber in jedem Falle wieder weg von dem Trend zum Zwei-Parteien-System.
Das stimmte bis vor einem Jahr, Jobverlust und Abstiegsängste sind seitdem bei sehr vielen Baden-Württemberger auch bekannt. Allerdings betrifft es hier Familien, Männerüberschuss gibt es hier nicht. Du vergisst, dass wir Autoland sind. Und zusätzlich zu Mercedes und Porsche hier sehr viele Autozulieferer zuhause sind. Alle haben sehr gut bezahlt und lokal die Wirtschaft unterstützt. Daher werden auch weniger Immobilien aktuell verkauft. Stuttgart ist absolut pleite, streicht sogar Schulbegleiter an Schulen und das Feuerwerk zu Sylvester (neben vielem anderen).
"Stuttgart ist pleite" ist lächerlich, wirklich. Sieht man das BIP pro Kopf, Einnahmen usw. gehört Baden-Württemberg nach wie vor zu den reichsten Ländern. Und selbst Sachsen ist da noch im Mittelfeld.
Verglichen mit Sachsen-Anhalt und Brandenburg geht es den süddeutschen Bundesländern schlicht und ergreifend wie im Schlaraffenland.
Verglichen mit Gambia geht es den Menschen in Sachsen-Anhalt echt super. Sie sollen sich bitte nicht anstellen und ihr Schlaraffenland genießen.
"Stuttgart ist pleite" ist lächerlich, wirklich. Sieht man das BIP pro Kopf, Einnahmen usw. gehört Baden-Württemberg nach wie vor zu den reichsten Ländern. Und selbst Sachsen ist da noch im Mittelfeld.
Verglichen mit Sachsen-Anhalt und Brandenburg geht es den süddeutschen Bundesländern schlicht und ergreifend wie im Schlaraffenland.
Informiere dich über aktuelle Daten.
Ich habe über die Stadt und Einnahmen dieser geschrieben, nicht über ihre Einwohner.
Und die Angestellten der Autoindustrie haben aktuell noch Jobgarantie bis 27, 28 oder 29. Danach werden sehr viele entlassen und das erzeugt Angst.
Irgendwas Fortschrittliches wäre famos
Dafür ist die FDP aber nicht gerade bekannt... Ansonsten gebe ich dir Recht. Vier Parteien sind zu wenig, vor allem, weil die SPD ein ganz schlechtes Bild abgibt, und eine kackbraun ist. Oder blau? Egal.
Informiere dich über aktuelle Daten.
Ich habe über die Stadt und Einnahmen dieser geschrieben, nicht über ihre Einwohner.
Und die Angestellten der Autoindustrie haben aktuell noch Jobgarantie bis 27, 28 oder 29. Danach werden sehr viele entlassen und das erzeugt Angst.
Was denn nun, geht's dir um einzelne Einwohner oder nicht? Da widersprichst du dir selbst.
Mir geht's auf alle Fälle um strukturelle, flächendeckende Probleme, die seit Jahrzehnten bestehen und da ist Baden-Württemberg ganz sicher nicht mit ostdeutschen Bundesländern zu vergleichen.
Edit: mich hat's immer abgenervt, wenn Ossis nur ihren Blick auf die Dinge haben, alle Wessis für verweichlichte Erben halten, die nichts auszustehen haben. Aber ich muss sagen, es ist in der Summe eben was dran. Auch wenn Porsche irgendwann mal weniger Umsatz machen sollte, die sichern sich ihre Pfründe schon, da brauchen wir uns keine Sorgen zu machen.
Die Entenleber-Story ist halt leider genau das, was das Bild verfestigt.
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