Familienfreundlichkeit im Lehrberuf

  • Was wählt man denn für einen positiven Wandel im Bildungswesen?

    Ich habe mir die Wahlprogramme von CDU und SPD im Land Rheinland-Pfalz im Kapitel "Bildung" angeschaut: Sehr umfangreich. Bei AfD und Grüne, also den anderen parlamentarischen Parteien, dürfte es ähnlich aussehen. Daher wäre mein Tipp, persönliche Schwerpunkte zu setzen, also sich vielleicht 3-4 Teilthemen herauszusuchen, die dir wichtig sind, und dann zu schauen, was die Parteien dazu zu sagen haben. Steht nichts dazu im Wahlprogramm, gehst du im Zweifelsfall davon aus, dass sie dagegen sind. Ebenso kannst du davon ausgehen, dass die Priorität bei der Umsetzung ist, wenn Inhalte mit konkreten, messbaren Zielen verbunden sind. Und dann nimmst du die Partei, die bei denen zuvor priorisierten 3-4 Teilthemen die meisten Überschneidungen mit deiner Position hat.

  • Überbegriff sind Klassenarbeiten.

    Und unsere 10. schreiben auch 90 Minuten und das korrigierst du in 10 Minuten inkl. Eintragung der Noten?

    In Mathe könnte ich dann nur noch Endergebnisse abhaken, Schreibfehler? Pech gehabt.

    Aber zum Glück sieht es unser Arbeitgeber auch anders, sonst müsste der Englischlehrer in Sek. I 50 Stunden pro Woche unterrichten.

    Für die Einzelkorrektur vieler 5/6/7er Klassenarbeiten brauche ich sicher weniger als 10 Minuten pro Arbeit. Muss ich dazu wirklich erwähnen, dass ich für 10er Klassenarbeiten und Klausuren mehr Zeit brauche? Oder kann man sich das vielleicht sogar denken?

    Diskutieren wir auf dem Niveau?

  • Für die Einzelkorrektur vieler 5/6/7er Klassenarbeiten brauche ich sicher weniger als 10 Minuten pro Arbeit. Muss ich dazu wirklich erwähnen, dass ich für 10er Klassenarbeiten und Klausuren mehr Zeit brauche? Oder kann man sich das vielleicht sogar denken?

    Diskutieren wir auf dem Niveau?

    Du hast es allgemein geschrieben für alle Klassenarbeiten und alle Klassen. Eben pauschal. Und zur Korrektur gehört für mich auch die Noteneintragung usw.

    Es war dein Niveau, warum meinst du schrieb ich ein typischer Saruman.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Du hast also doch begriffen, dass es um eine Zeitpauschale geht. Lebe deinen Saruman-Beissreflex bitte wirklich lieber an einem Snickers aus. Das wirkt auf mich doch sonst arg gefrustet, von was auch immer.

  • [...], dass es um eine Zeitpauschale geht.

    Deine Zeitpauschale ist aber unrealistisch kurz. In den niedrigsten Klassen schaffe ich das nur manchmal, wenn es optimal läuft. Im Schnitt über mehrere Klassen bzw. Klassenstufen nie.

    Wenn man in Pauschalen denkt, warum dann eigentlich so kleinschrittig und nicht einfach weiter in Deputatsstunden?

    Da alle Fächer unterschiedliche zeitliche Herausforderungen haben, kommt das am Ende immer noch ungefähr hin. In den Sprachen und Fächern wie Geschichte wird länger korrigiert, der Naturwissenschaftler baut regelmäßig länger auf und ab, der Sportlehrer muss ständig ganze Tage bei Jugend trainiert verbringen usw. (Nur in NRW müsste man da vielleicht einen Deputatsunterschied zwischen Korrekturfächern und Nichtkorrekturfächern machen. Aber als Entlastung und nicht als Verschiebung.)

    Meiner Meinung nach müsste man vor allem festlegen, wie viel Zeit für Unterricht samt Vor-und Nachbereitung gedacht ist (z.B Deputatsstunden Zahl mal 1,5 h) und das wegen Inklusion und mehr geforderter Binnendifferenzierung gegebenenfalls noch anpassen. Insbesondere in der Grundschule. Ein höherer Faktor muss dann zu Absenkung der Deputatsstunden führen (dauerhaft für alle).

    Aber vor allem sollten die restlichen Dinge zeitlich konkretisiert werden Klassenlehrertätigkeiten werden ja teilweise schon durch Klassenlehrerstunden abgefangen, aber Gutachten schreiben beispielsweise nicht. Und dann muss eben priorisiert werden, was davon noch zeitlich möglich ist bzw. ob dafür das Deputat gesenkt werden soll.

    Aber bloß nicht zu kleinschrittige Vorgaben, dann wird es sicher nicht besser.

    LG DFU

    Einmal editiert, zuletzt von DFU (24. März 2026 19:22) aus folgendem Grund: Rechtschreibung überarbeitet.

  • Dabei kann man das Gesetz aber nicht beliebig abwandeln, sondern muss sich an die Vorgaben halten.

    Der Versuch, Lehrkräfte vom Gesetz auszunehmen, ist gescheitert.

    Ebenso kann man keine Kontingente festlegen, zu erheben sind Anfang, Pausen und Ende.

    Zum Einen erlaubt die Richtlinie der EU zur Arbeitszeiterfassung explizit Ausnahmen, wenn andere Arbeitszeitmodelle vorliegen, und zum anderen deutest du die Konsequenzen daraus falsch. Selbst wenn man eine Arbeitszeiterfassung im Sinne "Anfang - Pausen - Ende" durchführt, führt dies nicht dazu, dass AN sich unbegrenzt Stunden aufschreiben können und diese einfach als Mehrarbeit abzurechnen sind.


    Das Modell ist immer verknüpft mit einer Vorgabe von Arbeitszeit, mit der auszukommen ist, und mit der Notwendigkeit der Meldung bei notwendiger Überschreitung dieser Vorgabe und der Freigabe oder zumindest dann stillschweigende Akzeptanz des AG für diese Überschreitung im Einzelfall. Das ist im Kern aber auch jetzt bereits nicht anders, nur machen das die wenigsten.


    PS: Das hier im Forum gern zitierte stundenlange Feilen am Layout eines Arbeitsblatts löst eine solche Notwendigkeit im Regelfall gerade nicht aus.

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