Hallo miteinander,
an meiner Schule (und eigentlich allen, die ich hier im Umfeld kenne), ist es so üblich, dass in den Jahrgängen 3 und 4 jeweils ein Aufsatz pro Halbjahr geschrieben werden muss. Es hat sich so etabliert, dass der Aufsatz zunächst geschrieben, dann von der Lehrkraft "grob" korrigiert wird (Rechtschreibfehler natürlich gründlich, anschließend Tipps zu Inhalt und Ausdruck - diese drei in jeweils unterschiedlichen Farben) und die Schüler*innen mit dieser "groben Korrektur" eine zweite Abschrift anfertigen, die dann schlussendlich auch bewertet wird.
Ich finde das Verfahren grundsätzlich gut, da die Kinder ja gerade erst lernen, wie man Aufsätze gut verfasst. Und mal ehrlich: ohne die zweite Abschrift würde sich kein Kind die Tipps und Verbesserungsvorschläge der Lehrkraft zu Gemüte führen. Demzufolge bringt die zweite Abschrift einen großen Lernzuwachs.
Aber: es ist natürlich ein echt großer Aufwand, da man ja zwei Mal innerhalb kürzester Zeit Aufsätze in Klassenstärke korrigieren muss.
Wie seht ihr das? Ich konnte ehrlich gesagt nicht finden, ob diese Vorgehensweise irgendwo festgelegt ist oder ob es sich einfach "eingeschlichen" hat.