• Kann man, macht man aber nicht. Zuhause fehlt der Druck und die Gruppendynamik dahinter.

    Und beim Bund war das Motto der meisten: Täuschen, tarnen und verpissen. Das wurde da von vielen gelernt.

    Um mich gesittet zu benehmen, habe ich keine BW gebraucht. Im Gegenteil: Was ich da an asozialem Verhalten, Sauferei etc. erleben konnte, hat mich vor allem eines gelehrt: Menschenkenntnis im eher negativen Sinn. Positives konnte ich nicht mitnehmen. OK, zwei Dinge kamen mit: Fahrpraxis mit BW-VW-Bussen und ein paar anerkannte Monate für das Grundpraktikum des Studiums.

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street
    A gentle Irishman mighty odd.

  • Ausgangspunkt war ja der Typ, dem die Eltern mit 22 noch den Arsch hinterhertragen. Da mag der Aufenthalt an einem anderen Ort die Unabhängigkeit fördern und vorschlagen kann man das ja, insbesondere wenn man selbst weiß, was einen beim Bund erwartet. Aber so ganz grundsätzlich sollte man den Mann doch selbst entscheiden lassen, was gut für ihn ist.

  • Aber so ganz grundsätzlich sollte man den Mann doch selbst entscheiden lassen, was gut für ihn ist.

    Die meisten können das doch heute gar nicht mehr! Und von sehr vielen Eltern kommt auch keine Erziehung in Richtung Sozialkompatibiltät und Selbständigkeit.8)

  • Ich hatte am WBK einen Schüler, der vorher beim griechischen Militär war und sagte, die Zeit sei absolut beschissen gewesen, aber ohne den Militärdienst hätte er - als chronischer Schulabstinenzler - die Kurve nicht gekriegt irgendwas regelmäßig zu machen. So richtig toll klappt es mit dem Schulbesuch immer noch nicht, aber es reichte letztlich fürs Abitur.

    Also wieso nicht... vielleicht profitiert der eine oder andere von Struktur und regelmäßigen Routinen.

  • Also wieso nicht... vielleicht profitiert der eine oder andere von Struktur und regelmäßigen Routinen.

    Der ein oder andere profitiert, der ein oder andere verunglückt im Wehrdienst tödlich oder suizidiert sich.

    https://www.bundeswehr.de/de/selbstverst…elle-bundeswehr

    Du kannst durch die sinkenden Zahlen in den 2000er Jahren erkennen, dass sie mit dem Rückgang der Einberufungen zusammengehen, es also definitiv auch Grundwehrdienstleistende getroffen hat.

  • Und wenn alle dann zum Sikhtum konvertieren?8)

    Was soll dann sein? Dann dürfen halt ziemlich viele Personen im Militär abseits des Fronteinsatzes einen Turban tragen. Wie das aussieht, kann man z.B. in der kanadischen oder der US-Armee bereits sehen. Problematisch finde ich das nicht.

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