Hoher Stundenlohn, minimaler Aufwand – wie realistisch ist das als Lehrer in Österreich?

  • Tom123 : Es gibt auch moderate Muslime, die Schweinefleisch verzehren. Ich habe selbst eine Kollegin, die sich dem muslimischen Glauben zugehörig fühlt, sich westlich kleidet und Schweinefleisch konsumiert. Gerade in einem Szenario wie von dir beschrieben müssen vor allem Entscheidungsträger (m/w/d) von Bildungseinrichtungen darauf achten, dass sie nicht vorschnell verallgemeinern und dadurch unterbewusst falsche Signale senden.

    Ach bitte, wie viele Prozente mag es betreffen? Muslima oder Alevitin?
    "westlich kleiden", ich weiß ehrlich nicht, ob mein Kopf vom Schütteln am Ende des Threads noch da ist.


  • Von daher ist es schön, wenn Jugendherbergen glutenfreies Brot anbieten. Ich hoffe für betroffene Kinder, dass auch auf alles andere geachtet wird. Laut den Erfahrungen in diversen Facebookgruppen ist das auf Klassenfahrten leider eher nicht der Fall. Auch in Krankenhäusern ist es immer noch schwierig. Ich lese oft Hilferufe "Bin Im Krankenhaus, kann mir jemand glutenfreies Essen vorbeibringen, die haben hier nichts für mich und meine Familie ist weit weg", das ist schon richtig Mist.

    Tatsächlich immer das abgepackte Brot in Einzelportionen.
    Schmeckt (mir) nicht, aber da es das gibt, kann ich nicht immer (selbst mitgebrachte) Maiswaffel essen.
    Aber ich gehöre zu denjenigen, wo "nur" Bauchschmerzen kommen.

  • Untergang des Abendlandes, weil Du in bestimmten Situationen statt Schwein Geflügel essen musst.

    Ja klar doch.

    Sissymaus. Bitte lesen. Ich habe geschrieben: "Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll." Nichts von Untergang des Abendlandes. In Nds. haben wir ab nächsten Jahr das Pflichtangebot von 5 Tagen Ganztag inklusiver Ferienbetreuung. Es wird auch nicht jede Familie dann noch mal Abends zu Hause warm essen. Da finde ich es schon schwierig. Deswegen geht nicht das Abendland unter aber ich würde mir schon zu mindestens das Angebot wünschen. Wenn es dann keiner annimmt und man es streicht, könnte ich es auch nachvollziehen. Aber hier wird es gar nicht erst angeboten, weil dann die muslimischen Kinder, wenn es Currywurst gibt, dieses Gericht nicht essen dürfen. D.h. dann gibt es bei denen halt keine Currywurst. (Viele Schulen haben hier den gleichen Caterer und besagte Schule hat dann teilweise nur 2 Menüs zur Auswahl statt den üblichen 3)

  • Es gibt bei uns vor Ort auch eine Grundschule, die aufgrund des hohen Anteils an Moslems kein Schweinefleisch anbietet. Da gibt es dann die Currywurst nur als Geflügelvariante. Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halte. Irgendwo gehören bestimmte Gerichte auch zu unserer Kultur und jetzt einfach zu sagen: "Wir bieten kein Schweinefleisch mehr an." kommt auch komisch an. Immerhin gibt es da auch noch einen Anteil deutscher Schüler. Meines Wissens machen die auch keine Weihnachtsfeiern. Ist dann schon schwierig.

    Es gibt übrigens auch andere Menschen, die kein Schweinefleisch essen: Jesiden, Juden und so weiter.

    Ich fände es gut, wenn es einfach generell weniger Fleisch gäbe. Warum eine Grundschule ein vegetarisches UND zwei Fleischgerichte pro Tag anbieten muss, frage ich mich schon. Und warum es unbedingt Schweinefleisch sein muss, wenn ein Großteil der Schüler das nicht essen darf, frage ich mich auch. Da ist es doch einfacher und deshalb sinnvoller, wenn alle eine Geflügelcurrywurst essen. Sehe das Problem hier nicht.

  • Dass Schweinefleisch Teil einer Kultur sein soll, ist ja wohl ein schlechter Witz.

    Ich finde es geradezu grotesk, dass ausgerechnet diejenigen, die finden, chronisch Kranke hätten keinen Anspruch auf Sonderrechte, gleichzeitig verlangen, dass in der Kantine Schwein angeboten werden muss.

    Stellt doch zu Hause Schwein auf den Tisch, wenn es nicht ohne geht. Wieso sollte der Caterer ausgerechnet auf euch Rücksicht nehmen und extra Schweinewurst anbieten, wenn er doch Geflügel geplant hatte?

    Widerwärtig ist diese egoistische, bornierte Scheuklappenhaltung.

  • Ich finde es geradezu grotesk, dass ausgerechnet diejenigen, die finden, chronisch Kranke hätten keinen Anspruch auf Sonderrechte, gleichzeitig verlangen, dass in der Kantine Schwein angeboten werden muss.

    This!

  • Von daher ist es schön, wenn Jugendherbergen glutenfreies Brot anbieten. Ich hoffe für betroffene Kinder, dass auch auf alles andere geachtet wird. Laut den Erfahrungen in diversen Facebookgruppen ist das auf Klassenfahrten leider eher nicht der Fall. Auch in Krankenhäusern ist es immer noch schwierig. Ich lese oft Hilferufe "Bin Im Krankenhaus, kann mir jemand glutenfreies Essen vorbeibringen, die haben hier nichts für mich und meine Familie ist weit weg", das ist schon richtig Mist.

    Ich frage mich da tatsächlich, ob wir hier in einer Blase leben. Ich wohne eher ländlich. Wir haben hier 7 Krankenhäuser vor Ort und in den Nachbarorten. Alle eher klein. Ich habe alle einmal gegoogelt und alle bieten laut Homepage glutenfreie Ernährung an.
    Was ich aber schon glaube, ist das es in vielen Fällen dann in der Praxis nicht läuft. Das die Küche es nicht richtig umsetzt, falsches Essen verteilt wird oder es zu Kreuzkontamination. Das ist natürlich ein generelles Problem bei Krankenhäusern, das vieles nicht so läuft.

    Diverse Facebookgruppen sind natürlich immer eine seriöse Quelle. Vor allem schreiben dort die Fälle, wo es nicht lief. Ich bin jedes Jahr in mehreren verschiedenen Jugendherbergen. Oft im Team des Veranstalters. Ich habe es in den letzten 5 Jahren nicht erlebt, dass es da Probleme gab sofern Ernährungsgewohnheiten rechtzeitig angemeldet wurden. Davor hatten wir mal einen Fall, wo ein Vater das eigene Essen für das Kind mitgebracht hat.

  • Kathie : Es gibt aber auch nicht DIE Juden oder DIE Jesiden. Auch hierbei gibt es unterschiedliche Strömungen; moderate und konservative Vertreter (m/w/d). Zusätzlich ist es gerade im Grundschulbereich wichtig, dass Kindern noch ihre Persönlichkeit entwickeln und die Rahmenbedingungen dies auch ermöglichen sollten.

  • Kathie : Es gibt aber auch nicht DIE Juden oder DIE Jesiden. Auch hierbei gibt es unterschiedliche Strömungen; moderate und konservative Vertreter (m/w/d). Zusätzlich ist es gerade im Grundschulbereich wichtig, dass Kindern noch ihre Persönlichkeit entwickeln und die Rahmenbedingungen dies auch ermöglichen sollten.

    Sag mal, kennst du denn alle Ausnahmen aller religiöser Strömungen?

    Es gibt auch nicht DIE Deutschen, es ist wichtig, dass Kinder erfahren, dass man sich auch ohne Fleisch und Aufschnitt ernähren kann, auch wenn es zur Kultur ihrer Eltern gehört.

  • Ich frage mich da tatsächlich, ob wir hier in einer Blase leben. Ich wohne eher ländlich. Wir haben hier 7 Krankenhäuser vor Ort und in den Nachbarorten. Alle eher klein. Ich habe alle einmal gegoogelt und alle bieten laut Homepage glutenfreie Ernährung an.

    Ich war letztes Jahr im Krankenhaus und es gab tatsächlich zeitweise eine Patientin mit glutenfreier Versorgung.
    Allerdings vermute ich, dass es keine Zöliakie-Patientin war, da alle gesammelten Mahlzeiten auf dem selben Wagen von der selben Küche kamen, sie hatte auch kein separates Besteck und das glutenhaltige Brot lag offen in der Küche rum.
    Parallele glutenfreie Essensangebote gab es aber nur aus medizinischen Gründen. (Parallel dazu gab es auch vegan, einzeln, und sonst vegetarisch, schweinefleischfrei und "normal" - wobei es manchmal Übereinstimmungen gab, zum Beispiel bei Fisch..)

  • Dass Schweinefleisch Teil einer Kultur sein soll, ist ja wohl ein schlechter Witz.

    Ich finde es geradezu grotesk, dass ausgerechnet diejenigen, die finden, chronisch Kranke hätten keinen Anspruch auf Sonderrechte, gleichzeitig verlangen, dass in der Kantine Schwein angeboten werden muss.

    Widerwärtig ist diese egoistische, bornierte Scheuklappenhaltung.

    Ich finde es grotesk, dass Du als Lehrerkraft tätig bist und es trotzdem nicht schaffst meine Beiträge sinnentnehmend zu lesen. Ich wiederhole es aber noch einmal gerne für dich:

    1. Wiederholt habe ich geschrieben, dass ich der Meinung bin, dass man alle Inhaltsstoffe angeben muss.
    2. Ich habe wiederholt geschrieben, dass die öffentliche Hand auf chronisch Kranke oder religiöse Einstellungen, so weit es möglich ist, Rücksicht nehmen muss.

    Es wäre schön, wenn Du endlich aufhören würdest, das Gegenteil zu behaupten.

    Ich habe einzig geschrieben, dass es im privaten Bereich jedem frei stehen sollte, was er anbietet. Und ich gehe auch nicht in einen Dönerladen und will Schweinefleisch essen. Aber da ist es meine private Entscheidung. In der Schule, im Krankenhaus, ... habe ich keine freie Wahl. Deswegen muss dort Rücksicht genommen werden. Ich hoffe, dass du es jetzt auch verstanden hast.

    Ich möchte dich bitte meine Beiträge in Zukunft ignorieren. Du unterstellst mir ständig irgendwelche Sachen, die ich nicht gesagt habe. Setze mich am besten auf deine Ignore-Liste. Ansonsten höre zu mindestens auf, ständig irgendwelche Unwahrheiten zu verbreiten.

  • Parallele glutenfreie Essensangebote gab es aber nur aus medizinischen Gründen.

    Finde ich auch ok. Kostet wahrscheinlich auch extra.

    Allerdings vermute ich, dass es keine Zöliakie-Patientin war, da alle gesammelten Mahlzeiten auf dem selben Wagen von der selben Küche kamen, sie hatte auch kein separates Besteck und das glutenhaltige Brot lag offen in der Küche rum.

    Ich denke, dass das der Kern der Sache ist. Da fehlt einfach unwahrscheinlich viel an Professionalität. Und mit mehr Patienten und weniger Personal wird das auch nicht besser. Ist am Ende das Gleiche Problem, wenn der Koch mit der gleichen Zange erste die Schweine- und dann die Putenschnitzel entnimmt. Da sind es zwar "nur" religiöse Fragen, aber für den Betroffenen unter Umständen genauso relevant.

  • Ich frage mich da tatsächlich, ob wir hier in einer Blase leben. Ich wohne eher ländlich. Wir haben hier 7 Krankenhäuser vor Ort und in den Nachbarorten. Alle eher klein. Ich habe alle einmal gegoogelt und alle bieten laut Homepage glutenfreie Ernährung an.
    Was ich aber schon glaube, ist das es in vielen Fällen dann in der Praxis nicht läuft. Das die Küche es nicht richtig umsetzt, falsches Essen verteilt wird oder es zu Kreuzkontamination. Das ist natürlich ein generelles Problem bei Krankenhäusern, das vieles nicht so läuft.

    Diverse Facebookgruppen sind natürlich immer eine seriöse Quelle. Vor allem schreiben dort die Fälle, wo es nicht lief. Ich bin jedes Jahr in mehreren verschiedenen Jugendherbergen. Oft im Team des Veranstalters. Ich habe es in den letzten 5 Jahren nicht erlebt, dass es da Probleme gab sofern Ernährungsgewohnheiten rechtzeitig angemeldet wurden. Davor hatten wir mal einen Fall, wo ein Vater das eigene Essen für das Kind mitgebracht hat.

    Ich glaube nicht, dass du in einer Blase lebst. Ich glaube dir, dass die Krankenhäuser es auf ihrer Website haben und auch diverse Restaurants in deiner Gegend. Aber wie du im nächsten Satz selbst sagt, ob es dann klappt oder nicht ist eben die Frage. Und die Erfahrung, die ich mache, ist, dass es eben oft in der Theorie klappen sollte, es aber in der Praxis nicht reibungslos läuft.

    Und zu den Facebookgruppen, ja, ich finde sie tatsächlich eine gute Quelle. Es gibt sie für viele Städte, es gibt sie deutschlandweit, und es vernetzt Betroffene. Man erfährt einiges, bekommt viele Einkaufs- und Restauranttipps (Es schreiben da also nicht nur Leute, wenn was nicht lief!) und eben auch Warnungen.

  • Dass Schweinefleisch Teil einer Kultur sein soll, ist ja wohl ein schlechter Witz.

    Ich finde es geradezu grotesk, dass ausgerechnet diejenigen, die finden, chronisch Kranke hätten keinen Anspruch auf Sonderrechte, gleichzeitig verlangen, dass in der Kantine Schwein angeboten werden muss.

    [...]

    Widerwärtig ist diese egoistische, bornierte Scheuklappenhaltung.

    Wir sind ja nicht immer einer Meinung, aber hier dafür umso mehr.

  • ist es für Zöliakiekranke nicht sicher

    Das ist auch noch mal eine andere Hausnummer als „nur“ Bauchweh oder Hautausschlag der milderen Art zu bekommen und Kreuzkontamination vermutlich nicht wahrzunehmen. Bei einer anderen Sache, die ich nicht vertrage, kann man es meistens riechen oder ich lasse andere am Tisch probieren, aber das geht bei Gluten nicht.

    Ich war angenehm überrascht, letztes Jahr in mehreren Hotels abgepackte Sachen zu erhalten, einmal stand es auf dem Buffet, die anderen Male war es ein eigener Brotkorb.

    Aber ja, der Toaster war für alle da.

    Tatsächlich immer das abgepackte Brot in Einzelportionen.
    Schmeckt (mir) nicht

    Und ja, das abgepackte Brot ist nicht sooo toll, auch ich habe oft Maiswaffeln im Gepäck, manchmal auch Brot.

  • Was ich aber schon glaube, ist das es in vielen Fällen dann in der Praxis nicht läuft. Das die Küche es nicht richtig umsetzt, falsches Essen verteilt wird oder es zu Kreuzkontamination. Das ist natürlich ein generelles Problem bei Krankenhäusern, das vieles nicht so läuft.

    Da fehlt einfach unwahrscheinlich viel an Professionalität.

    Die erwarte ich auch von Restaurants. Alle müssen eine Hygiene-Schulung machen. Warum bekommen nicht auch alle eine Unverträglichkeits-Schulung.

    Im Übrigen bin ich da im Hinblick auf Schule einmal mehr bei dem Wunsch nach einem zentralen medizinischen Dienst. Wenn ich heute eine Schüler:in mit der Diagnose (z.B. Zöliakie) bekomme, möchte ich spätestens übermorgen eine grobe Einschätzung des Krankheitsbildes auf dem Tisch haben und einen Fragenkatalog, um Wichtiges/ Individuelles in der Schule und mit der Familie absprechen zu können … ach ja, und die fertigen Vordrucke für alles, was ärztlicherseits unterschrieben sein muss, damit es in der Schule rechtssicher umgesetzt werden kann (z.B. Auto-Injektor). Dann ist das nach etwa einer Woche alles geklärt und geht seinen Gang, statt jedes Mal alles selbst erarbeiten zu müssen. Wie schriebst du: Da fehlt einfach unwahrscheinlich viel an Professionalität.

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