Hoher Stundenlohn, minimaler Aufwand – wie realistisch ist das als Lehrer in Österreich?

  • OK, verstehe. So eindeutig kann ich das nicht beantworten. Es gibt amts- und branchenübergreifend immer einzelne Mitarbeiter (m/w/d), die effizienter arbeiten könnten, es jedoch an festgefahrenen Strukturen, fehlender/falscher Führung oder auch involvierten Egos scheitert.

    Bei dem, was Tom ansprach, bezog ich mich eher auf strukturelle Probleme - es ging u.a. um Mitarbeiter (m/w/d) des Gesundheitsamtes, lässt sich aber auch auf soziale Dienste wie das Jugendamt o.ä. ausdienen. Und warum ich die Arbeit ineffizient finde? Weil bürokratische Prüf- und Dokumentationspflichten verhindern, dass Mitarbeiter (m/w/d) niedrigschwellig und vor allem zeitnah helfen können, wo sie benötigt werden.

  • OK, verstehe. So eindeutig kann ich das nicht beantworten. Es gibt amts- und branchenübergreifend immer einzelne Mitarbeiter (m/w/d), die effizienter arbeiten könnten, es jedoch an festgefahrenen Strukturen, fehlender/falscher Führung oder auch involvierten Egos scheitert.

    Ich will wirklich nicht den Eindruck geben, dass alle deine Äußerungen kommentierwürdig sind und dass ich den Eindruck hätte, du hättest von nichts eine Ahnung, aber es ist doch voll der Allgemeinplatz, zu behaupten, "einzelne Mitarbeiter" nicht so effizient arbeiten.

    Bei dem, was Tom ansprach, bezog ich mich eher auf strukturelle Probleme - es ging u.a. um Mitarbeiter (m/w/d) des Gesundheitsamtes, lässt sich aber auch auf soziale Dienste wie das Jugendamt o.ä. ausdienen.

    Just vor ein paar Tagen hatte ich ein Gespräch mit jemandem aus den sozialen Diensten und Achtung, meine Kenntnis des Bereichs ist zu oberflächlich für ganz konkrete Begriffe. Da wo vorher ein Mitarbeiter 8 Familien betreut hat (Familien, wo das Kind in der Familie ist, damit es eben NICHT aus der Familie rausgenommen wird, sondern Unterstützung anbieten, usw..), hat er heute 16.
    Wir sind nicht die einzige Berufsgruppe im öffentlichen Dienst / para-öffentlichen Dienst, die immer mehr Aufgaben für dieselbe Arbeitszeit aufbekommt.

    weil bürokratische Prüf- und Dokumentationspflichten verhindern, dass Mitarbeiter (m/w/d) niedrigschwellig und vor allem zeitnah helfen können, wo sie benötigt werden.

    FALSCH!
    weil das Nicht-zur-Verfügung-Stellen von genug Mitarbeiter*innen verhindert, dass die notwendigen Dokumentationspflichten erledigt werden können UND geholfen werden kann.

    Nehmen wir eben den sozialen Dienst mit Familienbetreuung:
    Soll etwa nicht mehr / weniger dokumentiert werden? Also keine Aktennotizen, um zu entscheiden, ob die Schulprobleme (WANN sind sie denn entstanden? WELCHER Natur? Absentismus? Gewalt? Schlechte Noten?) einen Zusammenhang mit der Erziehung (Wie läuft es? wer ist beteiligt?) haben? Ob es Gewalt in der Familie gibt? Ob es Stress- und Finanzprobleme gibt?
    Die ganze Dokumentation ist Teil der pädagogischen, sozialarbeiterischen Arbeit, aber auch Grundlage von juristischen Entscheidungen..

    [Fun fact - Exkurs: Aufgrund der fehlenden Dokumentation (und vermutlich auch fehlenden, stattgefundenen Elterngespräche - hat die BR letztes Jahr bei uns eine Nicht-Versetzung kassiert. Die Eltern, deren Kind maximal 20% der Zeit im Unterricht war, (KEIN nachvollziehbarer Grund), haben Widerspruch eingereicht.]

    Wenn ich mal zum Amtsarzt gehe (egal ob jetzt real oder damals zur Verbeamtung), will ich, dass er Zeit hat und sich auch die Zeit nimmt, ohne dass dafür Schulkinder darunter leiden, aber er soll aufgrund von dokumentierten Gedanken entscheiden, ob ich Beamtin werde oder nicht. Nicht nach Bauchgefühl und das nicht nachvollziehbar.

    Wir Lehrkräfte sollen aufhören, Dokumentation als eine Last zu sehen, es ist Teil unseres Jobs. Das Problem ist, dass sie on top kommt.

  • Ich finde es grotesk, dass Du als Lehrerkraft tätig bist und es trotzdem nicht schaffst meine Beiträge sinnentnehmend zu lesen.

    Lies doch mal deine eigenen Beiträge durch und dann sage mir, wie oft du anderen geantwortet hast, dass sie deine Beiträge nicht richtig lesen würden oder dass sie nicht lesen könnten und du extra für sie dies und jenes noch mal schriebest.

    Abgesehen davon, dass das beleidigend ist und ich dir ebenfalls empfehlen könnte, meine Beiträge nicht zu lesen, frag dich mal, woran das liegen könnte. An allen anderen oder an dem, der angeblich missverstanden wird?

    Ein Beispiel:

    Sissymaus. Bitte lesen.

  • Es gibt bei uns vor Ort auch eine Grundschule, die aufgrund des hohen Anteils an Moslems kein Schweinefleisch anbietet. Da gibt es dann die Currywurst nur als Geflügelvariante. Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halte. Irgendwo gehören bestimmte Gerichte auch zu unserer Kultur und jetzt einfach zu sagen: "Wir bieten kein Schweinefleisch mehr an." kommt auch komisch an. Immerhin gibt es da auch noch einen Anteil deutscher Schüler. Meines Wissens machen die auch keine Weihnachtsfeiern. Ist dann schon schwierig.

    Und nun nochmal zur angeblichen Schweinefleischkultur, das oben waren exakt deine Worte. Jeder kann sie nachlesen. Du bist dir "nicht sicher" was du davon halten sollst, wenn Currywurst aus Geflügel besteht.

    Dann schreibst du wörtlich, dass es einen Anteil "deutscher Schüler gäbe", die etc. Was willst du damit sagen, außer dass Deutschsein bedeutet, Schwein zu essen und jeder, der das nicht tut, kein Deutscher sei?

    Besorgter-Bürger-Sprech ist das.

    Wenn das keine Äußerung ist, die du genau so meinst, dann schreib sie nicht und behaupte nicht hinterher, andere seien ja etwas bescheuert, könnten nicht lesen und seien nicht in der Lage, ihren Beruf auszuüben.

  • Danke Quittengelee hatte kurz überlegt, ob ich mich ähnlich äußern soll. Allerdings war sämtliche Wäsche gewaschen und geputzt hatte ich auch schon. Ich befürchte nämlich, dass sich die Zeit und Mühe nicht lohnt.

  • Lies doch mal deine eigenen Beiträge durch und dann sage mir, wie oft du anderen geantwortet hast, dass sie deine Beiträge nicht richtig lesen würden oder dass sie nicht lesen könnten und du extra für sie dies und jenes noch mal schriebest.

    Ich habe dich doch jetzt x-Mal geschrieben, dass ich keinen Sinn mehr darin sehe mir dir zu diskutieren. Du verstehst anscheinend nicht was ich möchte oder ich kann es nicht verständlich ausdrücken. Daher: Bitte ignoriere meine Beiträge. Du kannst dich ja gerne inhaltich äußern aber ohne mich zu zitieren oder mir irgendeine Meinung zu unterstellen. Ich habe kein weiteres Interesse mich in jedem Thread mit dir zu streiten, weil du mir irgendwas unterstellst.

  • Man kann in einem öffentlichen Forum nicht anderen Leuten verbieten, sich auf einen zu beziehen.
    Man kann aber selbst aufhören, diese Leute zu zitieren und anzusprechen. Vielleicht selbst die ignore-List benutzen. Vielleicht führt es zum selben Ziel, vielleicht nicht, aber zumindest zur eigenen inneren Ruhe.

  • Ei machen die Einschulunguntersuchungen und da kann anscheinend jedes Amt sich selbst aufstellen. Deins ist also nicht wie meines. Weiter Untersuchungen kenne ich nur bei Schulpflichtsverletzungen…

    Die Arbeitsgrundlage der Gesundheitsämter sind die Gesetze auf Landesebene. Grundsätzlich regeln sie auch die Schuleingangsuntersuchungen. Wenn aber nun mal kein Personal da ist, ist es keines da. Dann sind Gesundheitsämter Ansprechpartner der Schulen bei medizinischen Fragen. Beispielsweise bei den ersten Coronafällen, haben wir diese an das örtliche GA gemeldet und dieses hat die Maßnahmen festgelegt.
    Auch bei anderen medizinischen Fragen ist es Ansprechpartner der Schulen in Niedersachsen. Teilweise hast du auch Meldepflichten. Bestimmte Krankheiten müssen an das örtliche Gesundheitsamt gemeldet werden.
    Ich habe im anderen Thread geschrieben, dass wir ein Kind mit einer extremen Erdnussallergie gehabt haben. Da hat das örtliche Gesundheitsamt Vorschläge zur Umsetzung gemacht.
    Grundsätzlich kannst Du auch das GA kontaktieren, wenn es darum geht, wie ein Injektor zu benutzen ist. Da ist aber meist der behandelnde Arzt der bessere Ansprechpartner. Aber offiziell ist es für uns da.
    Problem ist nur, dass die so einen Personalmangel haben, dass sie bei uns noch nicht mal für alle Kinder die Schuleingangsuntersuchung schaffen.
    Beim Förderverfahren ist das GA auch nicht dabei. Es gibt auch keinen Grund. Es ist für Infektionsschutz und für medizinischen Fragen da. Beim Förderverfahren liegen in der Regel Diagnosen etc. der behandelten Fachärzte vor.

    Die ja aber allein für die Grundversorgung an der Schule sind. 2 Stunden pro Woche für alle Kinder mit irgendwelchen Auffälligkeiten, Prävention, Überprüfungen, Förderung, Elterngespräche … und wenn die Kraft ausfällt, steht die Schule ohne Versorgung und muss selbst sehen, wie sie es macht. Ja, ich kann das, ich mache das auch, aber es ist zu Lasten der Lehrkräfte der Regelschule und der Kinder+Eltern schlecht organisiert. Genau darum wäre eine zentrale Stelle sinnvoll, da sie immer für alle zeitnah erreichbar wäre und die einzige Grundversorgung für anderes bleibt.

    Es gibt zig Stellen, die voneinander unabhängig agieren müssen, da es verschiedene Geldgeber und Vorgaben gibt, die nicht landesweit abgestimmt sind.

    Ich rede nicht von der Grundversorgung. Es gibt Förderzentren und das RZI. Das RZI wäre am Ende für fast alle deiner Fragen zuständig. Der Ablauf ist, dass erstmal die sonderpädagogische Grundversorgung an den Schulen mit den Lehrkräften das Kind betreut. Ist das nicht möglich oder gibt es weitere Fragen, wendet man sich an das Förderzentrum oder das RZI. Und da geht es genau darum, dass man nicht alles wissen kann. Wenn die sonderpädagogische Grundversorgung überfordert ist, fragt sie bei ihrem zugeordneten Förderzentrum nach. Wenn die auch keine Expertise haben, gibt es das RZI. Alles was Du schreibst, Fragen nach dem Nachteilsausgleich, rechtliche Vorgaben, Besonderenheiten der Erkrankungen etc. beantwortet das RZI sofern keine rein medizinischen Fragen sind. Ggf. vermittelt das RZI auch Experten. Wir hatten Kinder mit dem Förderschwerpunkt Hören. Da kam dann regelmäßig jemand vom LBZH aus Oldenburg. Das war echt gut.

    Welche Schulbegleitungen?

    Diese werden mit außerschulische Diagnosen von Eltern beim JA/Sozialamt beantragt. Das ist doch von Schulen unabhängig und hat auch erst Mal keinen Einfluss auf die Gestaltung des Unterrichts, Nachteilsausgleiche o.a.

    Du hast nach pflegerischen Tätigkeiten gefragt. Du machst als Lehrkraft im Grundsatz keine pflegerischen Tätigkeiten. Welche pflegerischen Tätigkeiten notwendig sind und wie diese durchzuführen sind, wird grundsätzlich über die Schulbegleitungen geklärt.

    Für die meisten Lehrkräfte würden sicher die allgemeinen Infos ausreichen, für spezielle Fälle könnte es dann Beratungstermine oder ein Ticketsystem geben.

    ....

    Man kann nicht alles wissen. Warum kann es dann nicht entsprechende Unterstützung durch das Land geben?

    Und wenn es diese nicht zentral geben soll, können wir auch an jeder Schule eine halbe Stelle zur Koordination der Inklusion einrichten. Dann könnten sich Lehrkräfte darauf spezialisieren und ihren Kolleg:innen den Rücken frei halten - nicht für die Förderung, sondern für das Einholen von Informationen, Beratung, etc.

    Genau das gibt es in Nds. Das sind die RZI. Du / deine SL kannst dort eine Anfrage stellen und bekommt einen Termin. Leider sind die halt total überlaufen und man wartet manchmal Ewigkeiten.
    Die Stelle an der Schule gibt es auch schon. Das sind die Förderschullehrkräfte im Rahmen der sonderpädagogischen Grundversorgung. Sie sind der erste Ansprechpartner und müssten dann auch weitervermitteln, wenn sie selbst an ihre Grenzen stoßen.

    Und einmal mehr, Tom123 , habe ich den Eindruck, dass du nicht verstanden hast, worüber ich schreibe und was ich mir erhoffe, was mir den Alltag erleichtern und mir den Rücken stärken und meine Arbeitszeit reduzieren würde.
    Wie viele FoBi hast du absolviert hinsichtlich ADHS, Mutismus, Autismus, …?

    ADHS und Autismus hatte ich mehrere. In meiner letzten Klasse hatte ich einen Autisten und war in den Genuss gekommen die Unterstützung des Autismuszentrum zu bekommen. War nicht wirklich hilfreich. Viel heiße Luft, die man nicht umsetzen konnte. Die Dame hatte nur ihr Kind im Blick aber nicht die Realität an den Schulen. Kinder mit Mutismus hatten wir an der Schule aber ich selbst noch kein Kind damit gehabt. Wäre aber bestimmt auch mal eine spannende Fortbildung.

    Ich hatte geschrieben, dass ich bei dir bin, weil ich deine Forderungen verstehe und mir diese Unterstützungen oft viel zu oft fehlen. Aber nicht weil sie strukturell nicht vorhanden sind sondern weil sie überlastet sind. Aus meiner Sicht sind wir in der Theorie gut aufgestellt aber wenn ich Anfang der ersten Klasse das RZI einschalte und die Fachberatung dann erst zum Halbjahr kommt, dauert das zu lange. Wenn Hilfsmaßnahmen daran scheitern, dass wir nicht genug Stunden in der sonderpädagogischen Grundversorgung haben, hilft mir die beste Beratung nicht. Unser Problem ist weder die Beratung noch die Expertise. Unser Problem sind die fehlenden Lehrerstunden auf allen Ebenen.

  • Man kann in einem öffentlichen Forum nicht anderen Leuten verbieten, sich auf einen zu beziehen.
    Man kann aber selbst aufhören, diese Leute zu zitieren und anzusprechen. Vielleicht selbst die ignore-List benutzen. Vielleicht führt es zum selben Ziel, vielleicht nicht, aber zumindest zur eigenen inneren Ruhe.

    Sie kann sich gerne beziehen. Sie unterstellt mir aber ständig irgendwelche Aussagen oder Meinungen, die ich nicht gemacht habe. Und das nicht in einem Forum sondern allgemein verboten bzw. sogar strafbar.

    Sie kann ja gerne schreiben, was ihre Meinung ist oder inhaltlich dazu Stellung nehmen. Aber sie braucht nicht zu schreiben, was angeblich meine Meinung ist und mich da in ein falsches Licht stellen.

    Ich denke, dass jeder hier das Recht hat, nicht von anderen falsch dargestellt zu werden. Ich bin ja bisher davon ausgegangen, dass das ein Kommunikationsproblem und kein bösartige Absicht ist. Aber wenn jemand nach etlichen Ansprachen nicht reagiert, muss man sich schon fragen, was das soll.

  • Du verstehst anscheinend nicht was ich möchte oder ich kann es nicht verständlich ausdrücken.

    Mir geht es mit deinen Beiträgen so. Ich fühle mich von dir unverstanden.
    Da das Hin und Her für alle anderen ermüdend ist, lasse ich es bleiben, noch einmal jeden Satz zu kommentieren, um die Sachen erneut zu erklären. Meinen eigentlich langen Beitrag an dich habe ich gelöscht.

    Übrig bleibt:

    Ich hätte gerne umgehend eine Handreichung mit allen wichtigen Informationen (Ausprägung, Therapien, Erleben im Alltag), die mir eine gute Handlungsgrundlage gibt, mich ab sofort entsprechend der Lage verhalten zu können und mich für Elterngespräche gut vorbereitet, sodass ich zur individuellen Situation des Kindes Nachfragen stellen kann.

    Ich möchte nicht zig verschiedene Stellen mit unterschiedlicher Agenda erreichen müssen, die mir nur medizinisch oder nur pädagogisch, aber nicht auf die Regelschule und die 1:1-Situation (eine Lehrkraft-eine Klasse) bezogen antworten.

    Ich bin es leid, auf die - nicht vorhandene - Zeit anderer angewiesen zu sein, also keine zeitnahe Antwort zu erhalten. Dazu gehört auch die Wartezeit, die durch alles andere entsteht, in der das Kind aber beschult werden muss - nicht erst nach erfolgter Beratung von irgendwo.

    Ich bin es leid, auf Kooperationen setzen zu müssen, die den Blick nicht auf die Umsetzbarkeit in der Schule richten können oder wollen, denen das Schulrecht nicht geläufig oder egal ist (Auto-Injektor, ausgelobter Förderunterricht).

    Ich habe derzeit als Lehrkraft der Regelschule die Arbeit der Recherche, muss ausloten, was schulrechtlich möglich ist und es selbst umsetzen - und mache ich das nicht, passiert: NICHTS.
    Die Schule ist öffentlich, das Kind, was auch immer es hat, unterliegt der Schulpflicht, aber das Gesamtsystem Schule ist nicht dafür aufgestellt, diesen Kindern angemessen entgegentreten zu können.
    Es wäre leicht, so eine zentrale Stelle mit medizinischem und pädagogischem Personal einzurichten, es wäre leicht, die Zugänglichkeit über eine Mail einzurichten, ohne weitere Anträge und Zwischenschritte. Es wäre eine Entlastung für Lehrkräfte und würde sie gleichzeitig in ihrer Profession stärken, weitere Schritte im individuellen Fall zu gehen.

    Es ist ein Vorschlag, ein Traum, denn mein Alltag mit den genannten vielfältigen Möglichkeiten ist belastend und zeitraubend. Ich habe zu oft den Eindruck, mit den Anforderungen allein zu sein. Alle anderen können es für sich abhaken oder aufschieben, weil ihre Zeit nicht ausreicht, ich als Lehrkraft kann das nicht. Eltern übrigens auch nicht.

  • Ich habe übrigens noch so einen Vorschlag:

    Eine zentrale Stelle, bei der ich einen Sprachmittler bekommen kann, der für Elterngespräche über eine Video-Konferenz hinzugeschaltet wird und der sich auch schulisch/ schulrechtlich auskennt.

    Offizielle Briefe kann man dort entweder direkt abrufen (in den 50 häufigsten Sprachen) oder anfordern und erhält sie nach kurzer Zeit übersetzt, z.B. als pdf per Mail, zugeschickt.

    2015 gab es eine Initiative über 4teachers, gängige Inhalte von Elternbriefen von Muttersprachler:innen zu übersetzen, inzwischen hilft oft die KI und ist in den letzten 5 Jahren auch erheblich besser geworden, Missverständnisse und falsche Übersetzungen nehmen ab.

    Aber für Elterngespräche (Gutachtenerstellung/ sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf) oder für die Überprüfung der Herkunftssprache wäre auch da ein zentrales System der Landesschulbehörde hilfreich.

  • In NRW gab es mal so einen Dienst. Da konnte man Übersetzer anfordern. Das war aber ziemlich teuer und sie stehen nach meinen Kenntnissen inzwischen aus finanziellen Gründen nicht mehr zur Verfügung. (Es gab kürzlich mal eine Email dazu.)

    In dem Zusammenhang: hat schon einmal jemand Erfahrungen mit den In-Ear-Übersetzern gemacht, die es im Rettungsdienst gibt? Helfen die bei Gesprächen?

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • In NRW gab es mal so einen Dienst. Da konnte man Übersetzer anfordern. Das war aber ziemlich teuer und sie stehen nach meinen Kenntnissen inzwischen aus finanziellen Gründen nicht mehr zur Verfügung. (Es gab kürzlich mal eine Email dazu.)

    In Niedersachsen gibt es das auch noch. Sogar mit Gebärdensprache. Allerdings nicht wie von Palim gewünscht mit schulischer / schulrechtlicher Expertise. Die kommen dann tatsächlich nur zum Übersetzen. Und müssen natürlich angefordert werden und Zeit haben und ...

  • Mir geht es mit deinen Beiträgen so. Ich fühle mich von dir unverstanden.
    Da das Hin und Her für alle anderen ermüdend ist, lasse ich es bleiben, noch einmal jeden Satz zu kommentieren, um die Sachen erneut zu erklären. Meinen eigentlich langen Beitrag an dich habe ich gelöscht.

    Ich wollte dir eigentlich nur zeigen, dass wir durchaus diese Strukturen in Niedersachsen haben. Auch wenn sie bei euch anscheinend noch nicht so ausgeprägt sind.
    Es ist auch ein Unterschied, ob man sich versteht oder dem anderen eine Aussage/Meinung unterstellt. Ich schreibe ja auch nicht einfach so was wie: "Palim fordert das Ende der Inklusion. Wie doof ist die." Nur weil du dich kritisch zu den Arbeitsbedingungen äußerst.

  • Eine zentrale Stelle, bei der ich einen Sprachmittler bekommen kann

    Gibt's hier auf Kreisebene, funktioniert so lala. Die Anforderung (dreiseitiges Formular mit Unterschrift und Schulstempel) muss mindestens eine Woche im Voraus erfolgen, dann wird geschaut ob entsprechende Kräfte zur Verfügung stehen. Im Ergebnis führt das dann gerne dazu, dass a) es einen Termin mit den Eltern gibt, aber keine Sprachmittler verfügbar sind, b) ein Termin mit Sprachmittlung steht, aber die Eltern nicht können oder kurzfristig absagen, c) die Sprachmittlung kurzfristig absagt. Dann geht die Terminfindung/Anforderung von vorne los und wir sind im Kalender gerne mal direkt zwei Wochen weiter.

  • Ja, erlebe ich genauso.

    Es wäre einfacher, die Sprachmittlung beantragen zu können, die dann genehmigt wird und bei der Terminfindung involviert ist

    Ich bleibe bei dem Vorschlag, es zentral und auf Seite der Schulbehörde zu regeln.

Werbung