Anfrage freiwillige Abordnung von Föderschule an eine Grundschule

  • Hallo Zusammen,

    Ich befinde mich gerade ein den letzten Zügen meiner Elternzeit und habe danach Teilzeit in Elternzeit beantragt sowie eine Anfrage gestellt, ob man mich an eine Grundschule hier in der Nähe abordnen kann. Ich liege unter den geforderten km für eine Verssetzung, brauche mittlerweile aber knapp 45 Minuten zur Schule. Das wären täglich 1,5 h. Da ich in Teilzeit wiederkomme, kann es natürlich auch sein, dass ich dann am späten Nachmittag wieder für Konferenzen zurück zur Schule muss und bin dann täglich 3h unterwegs. Ich habe zwei kleine Kinder, mein Mann arbeitet weit weg und kann keinen abholen. Gerade erhielt ich einen Anruf der BR, Teilzeit in Elternzeit sei bewilligt, sie würden mich aber eigentlich nicht abordnen, da meine Stammschule zu schlecht besetzt sei (Förderschule KM). Spoiler: die Grundschule auch.. da gibt es seit Jahren keine einzige Bewerbung von Sonderpädagogen. Ich soll morgen jetzt überlegen, was ich machen würde, wenn sie dem nicht zustimmen... es wurde konkret gefragt, ob ich dann weiter beurlaubt bleiben möchte.

    Was würdet ihr machen? Was kann ich machen?

    Viele Grüße

  • Vielleicht kann dein Mann die Kids bringen und du holst ab.
    Ansonsten würd ich mir vielleicht langfristig überlegen, ob ihr nicht vielleicht umziehen solltet, wenn beide so lange Arbeitswege haben. Das ist mit 2 Kindern nicht so sehr sinnvoll.

  • Das Problem ist ja ein Grundsätzliches, wenn du nicht mehr in EZ bist, hast du dieselben Fahrtwege und einen Partner, der sich nicht um die Betreuung kümmert.

    Wenn es dir wirklich nur und genau um ein Schuljahr gehen sollte, würde ich wahrscheinlich erst mal darauf drängen: Die Behörde möchte dich lieber gar nicht einsetzen als an einer Grundschule? Glaube ich nicht. Es bedeutet aber Aufwand für irgend wen. Daher würde ich der sachbearbeitenden Person (also "irgendwem") bestimmt sagen, dass ich die TZ nur antrete möchte, wenn die Abordnung klappt. Vorher würde ich aber wohl die Schulleitung dieser GS anrufen und fragen, ob sie sich für mich einsetzen würde.

    Alternative wäre, wenige Tage an Stammschule fahren und für diese Tage um Betreuung kümmern.

    Edit: was sagt deine Schulleitung dazu? Mit ihr sollte man natürlich als erstes sprechen.

  • "Eigentlich nicht abordnen" könnte bedeuten, dass sie es nur machen, wenn du sonst verlängerst. Aber eine verlässliche Glaskugel haben wir auch nicht.

    Wenn es an der alten Schule aber sicher nicht machbar ist, weil du keine Hilfe bei der Betreuung (Mann, Großeltern, Tagesmutter,...) organisieren kannst oder je nach Kindesalter ihr das nicht möchtet, wirst du aber vermutlich nicht glücklich, wenn du zusagst.

    Wie geht denn deine alte Schule mit Teilzeitkollegen um? Versucht sie eher Vieles zu ermöglichen, oder nicht? Da könntest du auch noch vorfühlen, was bei deiner angestrebten Stundenzahl üblich ist.

    LG DFU

  • Wenn es an der alten Schule aber sicher nicht machbar ist, weil du keine Hilfe bei der Betreuung (Mann,

    Ich korrigiere dich mal eben: wenn der Mann seinen Teil der Betreuung nicht erbringt.
    Man sollte es benennen wie es ist.

  • Ich korrigiere dich mal eben: wenn der Mann seinen Teil der Betreuung nicht erbringt.
    Man sollte es benennen wie es ist.

    Jein. Grundsätzlich stimme ich zu, ABER wenn es innerfamiliär so abgemacht ist, dass einer Vollzeit arbeitet und der andere extra Teilzeit arbeitet wegen der Kinder und die Kinder möglicherweise sogar 45 h betreut werden, aber diese Betreuungszeit trotzdem nicht reicht, um Teilzeit als Lehrerin zu arbeiten, dann stimmt da was nicht am Lehrerjob. Das braucht man sich nicht schön reden.

  • Meine Meinung über dieses einseitig benachteiligende Modell dürfte hier bekannt sein.

    Es hängt schon stark davon ab, wieviel man in TZ arbeitet. Grundsätzlich gebe ich Dir Recht, dass es in TZ reichen müsste. Das werden gut organisierte Schulen auch möglich machen. Das ist jetzt nicht grundsätzlich dem Lehrerjob, sondern eher der Schulleitung anzulasten.

    Meine Freundin (Krankenpflegerin) hatte übrigens als alleinerziehende einen Babysitter, der morgens um 5 kam, als sie fahren musste, da der Schichtbeginn 6 Uhr war und sie musste noch 45 Min fahren.

  • ...

    Meine Freundin (Krankenpflegerin) hatte übrigens als alleinerziehende einen Babysitter, der morgens um 5 kam, als sie fahren musste, da der Schichtbeginn 6 Uhr war und sie musste noch 45 Min fahren.

    Das ist aber auch alles andere als gleichberechtigt, wenn man darauf angewiesen ist. Alleinerziehende sind doch echt gearscht.

  • Jein. Grundsätzlich stimme ich zu, ABER wenn es innerfamiliär so abgemacht ist, dass einer Vollzeit arbeitet und der andere extra Teilzeit arbeitet wegen der Kinder und die Kinder möglicherweise sogar 45 h betreut werden, aber diese Betreuungszeit trotzdem nicht reicht, um Teilzeit als Lehrerin zu arbeiten, dann stimmt da was nicht am Lehrerjob. Das braucht man sich nicht schön reden.

    Wieso stimmt da was nicht am Lehrerjob? Die Rechnung verstehe ich nicht. 45h wären 9 Stunden täglich, da sollte sogar Vollzeit drin sein.

    Liegt das Problem nicht häufiger in den komischen Öffnungszeiten der Kitas in den alten Bundesländern?

  • Das ist aber auch alles andere als gleichberechtigt, wenn man darauf angewiesen ist. Alleinerziehende sind doch echt gearscht.

    Ja, richtig. Der Vater hat sich da leider einen schlanken Fuß gemacht.

  • Ich habe zwei kleine Kinder, mein Mann arbeitet weit weg und kann keinen abholen.

    Du hast dich ja damals an deiner Schule beworben und/oder bist bewusst weggezogen. Das sollte einem natürlich als Landesbeamter schon klar sein.

    Wieso sucht dein Mann sich keine Arbeitsstelle die näher dran ist?

  • Vielleicht kann dir deine Stammschule ja mit einem guten Stundenplan entgegenkommen, so dass du nicht jeden Tag hin musst? Und für die Konferenzen brauchst du jemanden...

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

Werbung