Threema zur schnellen Kommunikation im Kollegium? Erfahrungen?

  • Hallo zusammen,

    wir sind am Überlegen, für unsere Lehrkräfte/Schulleitung eine Threema-Gruppe zur schnellen Kommunikation anzulegen. Hat jemand hiermit schon Erfahrungen gesammelt? Ist das alltagstauglich oder ist eine ordentliche Kommunikation aufgrund der hohen Anzahl an Gruppenmitgliedern nicht machbar?

    Wir sind rund 55 KuK + 5 Personen in der SL/Verwaltung

    Ansonsten nutzen wir Mail und den Untis-Messenger zur Kommunikation. Das ist für die meisten Angelegenheiten auch absolut ausreichend. Manchmal hat man jedoch Informationen, die man sehr dringend direkt verschicken möchte; da würde sich vielleicht Threema eher anbieten.

    Einige kleine Teams (Fachschaften, Jahrgangsteams, ...) nutzen bereits Threema zur Kommunikation und sind damit ganz zufrieden. Jedoch sind in diesen Gruppen maximal 7-10 Personen; und nicht 60 wie bei einer großen Schulgruppe.

    Nutzen Schulen bereits Threema als Kommunikationstool?
    Wie sind eure Erfahrungen?

    Vielen Dank!

  • Threema-Gruppe zur schnellen Kommunikation anzulegen.

    Auf euren Diensthandys?

    Wir sind rund 55 KuK + 5 Personen in der SL/Verwaltung

    Dann wäret ihr bei 180 Euro/Monat. Wie oft und wie dringend braucht ihr das, dass sich das lohnt? Die Schulträgerin ist bereit das zu zahlen? Zusätzlich? Oder müsstet ihr etwas anderes einsparen?

    Informationen, die man sehr dringend direkt verschicken möchte;

    Spart euch den Erreichbarkeitsstress. Nichts ist so dringend an der Schule, dass man eine Kommunikationsform wählen muss, die erfordert, dass man ständig kucken muss, ob etwas „dringendes“ angekommen ist. Wenn man aber eh nur einmal am Tag draufkuckt, kann man auch bei E-Mail bleiben (was ich empfehle).

    „Fakten haben keine Lobby.“

    (Sarah Bosetti)

  • Bei uns können schon lange alle Kollegen einen dienstlichen Threemaaccount einrichten. Es hat sich aber nicht durchgesetzt, weil es ohne Diensthandy keinen Vorteil gegenüber E-Mails hatte. Und inzwischen nutzen wir die Nachrichtenfunktion in Untis.

    Ich kenne aber eine kirchliche Schule, bei der auch die Schüler vor Jahren vom Schulträger Threema bekommen haben. Dort haben es Kollegen auch für die Lehrer-Schüler-Kommunikation auf Klassenfahrt genutzt.

    LG DFU

  • Wir benutzen Teams für die Kommunikation im Kollegium und mit den Schülern. Es klang schon an, aber auch ich würde kein einziges Programm (auch nicht kostenlos und auf nagelneuen Dienstgeräten) empfehlen. Nichts ist so dringend.

  • Wir haben die Accounts auch vom Land. Die Möglichkeit gibt es ja schon seit Jahren. Auf den iPad läuft es. Auf Windowslaptops nur, wenn du es mit einer Handynummer verknüpfst. Ohne Diensthandy also nicht.

    Aber mit dem Umstieg auf das digitale Klassenbuch und dort die Nachrichtenfunktion hat sich das mit der Threemanutzung bei uns von selbst erledigt.

    LG DFU

  • Niemals (!) würde ich mein Handy zur schulischen Kommunikation nutzen! In keiner Hinsicht.

    Hier ist das gar nicht anders möglich. Nur ein Teil des Kollegiums hat überhaupt irgendwelche Dienstgeräte (Notebook oder Tablet), aber das Klassenbuch ist digital und auch die sonstige Organisation und Kommunikation läuft über eine Handvoll verschiedener Online-Tools.

  • Hier ist das gar nicht anders möglich. Nur ein Teil des Kollegiums hat überhaupt irgendwelche Dienstgeräte (Notebook oder Tablet), aber das Klassenbuch ist digital und auch die sonstige Organisation und Kommunikation läuft über eine Handvoll verschiedener Online-Tools.

    Das sind doch die besten Bedingungen um Dienstgeräte zu bekommen. Klassenbuch ist anders nicht zu führen.

  • Letztlich ist es ein Messenger wie jeder andere. Die Frage wäre für mich, ob ihr diese Echtzeitkommunikation wollt.

    Sie fordert auf jeden Fall mehr Disziplin als Mail und Co.

    Wir benutzen ähnliche Lösungen deshalb nur in zeitkritischen Teams (SL/Vertretung).

  • Messenger verleiten dazu schneller und unüberlegter zu posten und die Benachrichtigungsfunktion, sowie die Echtzeitzustellung erzeugen Druck auch direkt zu reagieren.

  • Wollte ich auch fragen.

    Bei mir läuft alles auf dem gleichen Dienstgerät, die Benachrichtigungseinstellungen sind die gleichen und unnötige Nachrichten möchte ich auf keiner Kommunikationsplattform erhalten.

    Edit: Hat sich überschnitten.

    LG DFU

  • Spart euch den Erreichbarkeitsstress. Nichts ist so dringend an der Schule, dass man eine Kommunikationsform wählen muss, die erfordert, dass man ständig kucken muss, ob etwas „dringendes“ angekommen ist. Wenn man aber eh nur einmal am Tag draufkuckt, kann man auch bei E-Mail bleiben (was ich empfehle).

    Das möchte ich definitiv unterschreiben. Wir haben zwar über unsere interne Schulplattform ebenfalls einen Messengerdienst, der auch recht rege genutzt wird, aber letztlich auch nur zur asynchronen Kommunikation. Ich habe inzwischen übrigens bewusst auch die zugehörige App wieder von meinen verwendeten Geräten geschmissen und schaue nur noch am Dienst-PC zu bestimmten Uhrzeiten nach, was so reingekommen ist. Ich sehe es auch so und erlebe es auch in der Praxis, dass es nahezu kein Anliegen auf elektronischem Weg gibt, was eine sofortige Bearbeitung erfordern würde. Das gilt selbst in Leitungsverantwortung.


  • Diensthandys haben wir nicht, aber iPads + Laptops

    Mal abgesehen davon, dass ich nicht weiß, wie die Addition solcher Geräte definiert ist, wo ist denn jetzt der Vorteil einmal täglich in Threema zu kucken oder einmal täglich in die Mails zu kucken? Oder wollt ihr wirklich Waschbetonplatten mit Display durch die Gegend zu schleppen, um ja nichts zu verpassen? Und wenn dann bei Threema jemand einen Furz lässt, lasst ihr alles stehen und liegen und springt? Bitte, bitte, macht euch den Stress nicht.

    Noch ein Gedanke. Je mehr Kommunikationskanäle man hat, um so aufwändiger, alles im Blick zu haben.

    Mich, zum Beispiel erreicht man am besten, indem man mich im Lehrerinnenzimmer anspricht. E-Mails lasse ich bewusst in der Inbox reifen, bevor ich sie ausdrucke, die Antwort in die Ecke kritzele und der Kollegin ins Fach lege.

    „Fakten haben keine Lobby.“

    (Sarah Bosetti)

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