• Diese ganze Diskussion ist schon wieder derartig Lehrerbubble, dass ich hoffe, dass niemals jemand außerhalb unsere Sphäre auf diese Diskussion stößt.

    Wie schaffen das eigentlich die 40 Millionen Arbeitnehmer*innen in diesem Land den Alltag zu überleben ohne das sie ihre Arbeitszeiten nach der erstmaligen Bekanntgabe für ein halbes Jahr fest haben?

    Die meisten AN müssen nicht von 7.30 Uhr bis 17.15 Uhr kurzfristig parat stehen. Über 10 Stunden gibt es in geteilten Diensten und da wurde mir hier erklärt, das sei selten.

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  • Die meisten AN müssen nicht von 7.30 Uhr bis 17.15 Uhr kurzfristig parat stehen. Über 10 Stunden gibt es in geteilten Diensten und da wurde mir hier erklärt, das sei selten.

    Du musst an jedem Unterrichtstag von 7:30 bis 17:15 in der Schule anwesend sein?

    Was fällt den in deiner Schule so kurzfristig um 16:30 Uhr noch an?

    Qui legere potest, plane praevalet

  • Diese ganze Diskussion ist schon wieder derartig Lehrerbubble, dass ich hoffe, dass niemals jemand außerhalb unsere Sphäre auf diese Diskussion stößt.

    Wie schaffen das eigentlich die 40 Millionen Arbeitnehmer*innen in diesem Land den Alltag zu überleben ohne das sie ihre Arbeitszeiten nach der erstmaligen Bekanntgabe für ein halbes Jahr fest haben?

    Indem sie dann jammernd da stehen und sagen, dass sie leider bei xy nicht dabei sein können, weil sie da jetzt Schicht/einen Termin haben (letzteres gibt's bei Lehrern tatsächlich dann auch).

  • Nachmittagsunterricht findet überwiegend in Leisten statt und der Leistenplan liegt langfristig fest, schon alleine weil man ihn bei der Einsatzplanung der Lehrkräfte im Blick behalten muss, also weit vor der eigentlichen Erstellung des Stundenplans. Kinderbetreuungszeiten werden dem Stundenplaner vorher mitgeteilt, diese sind bei Erstellung des Stundenplans zu berücksichtigen und nicht umgekehrt.

    Private Termine Monate im Voraus auf unterrichtsfreie Tage zu legen, ist so oder so zweifelhaft, weil unterrichtsfrei nicht frei heißt, und sich Pläne natürlich ändern können. Und für begründete Anliegen finden sich da immer Möglichkeiten.

    Nachmittags findet der Unterricht genau wie vormittags teilweise in Leisten statt, und bei der Kursstufe wechseln sie jährlich, je nachdem, was die Schüler gewählt haben. Unterschiede gibt es zwischen vormittags und nachmittags keine. Mal hatte ich das Glück, dass in meinem Chemie-LK niemand Spanisch gewählt hat und wir lagen parallel, letztes Jahr hatte jeder etwas anderes gewählt und ich musste da kleiner Kurs zweimal bis 17.15 Uhr unterrichten. Ich hatte auch mehrfach schon bis 18.05 Uhr, allerdings nicht jedes Jahr. Ich fürchte, das wird auch im kommenden Schuljahr so sein, ich weiß nur noch nicht, welche Wochentage.

    Mich regt wieder einmal auf, dass du deine persönlichen Erlebnisse als allgemeine Fakten präsentierst. Sprich bitte für dich und nicht für alle. Ich kenne dies von keinem Gymnasium hier.

    Und leider muss man hier Termine für Hautarzt, Frauenärztin, aber auch allgemeine Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt mindestens 6 Monate vorher ausmachen. Ergebnis, außer beim Hautarzt, ich hatte schon mehrfach Basaliome, war ich in den letzten Jahren nie. Und statt alle 6 Monate sind es manchmal 2 Jahre, weil ich immer wieder absagen muss. (Ich weiß genau, auf was ich achten muss, und habe bisher alles selbst gefunden. Im Notfall geht es natürlich schneller.)

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  • Du musst an jedem Unterrichtstag von 7:30 bis 17:15 in der Schule anwesend sein?

    Was fällt den in deiner Schule so kurzfristig um 16:30 Uhr noch an?

    Nein, aber ich erfahre es erst letzte Ferienwoche. Genau deshalb möchte ich es frühzeitig wissen. Wenn es jeden Tag wäre, würde ein früher Stundenplan ja nichts bringen. Also Strohmann von dir?

    Noch einmal für Begriffstutzige, ich erfahre in 5 Wochen, ob ich Montag oder Dienstag oder Mittwoch oder Donnerstag von 7.30 Uhr bis schlimmstenfalls 18.05 Uhr Unterricht habe, evtl. mit langer Mittagspause, in der ich sehr gut einen Arzttermin legen könnte, wenn ich es rechtzeitig wissen würde.

    Und ja, mit den Arttterminen regt mich gerade auf, ich bin knapp 60, zum Glück bis auf die Basaliome selten krank, aber ich kann trotz Erinnerung vom Hautarzt nichts ausmachen. Ich warte auf September, erhalte dann einen Termin für frühestens Februar und hoffe, dass nichts dazwischen kommt.

    Ab 16 Uhr findet z. B. mein Chemie-LK statt, im letzten Schuljahr 2x eine Doppelstunde oder Bio oder Mathe oder Deutsch oder Englisch oder, war alles im letzten Jahr so spät Bei den jüngeren meistens Sport oder Klassenlehrerstunde, aber auch Profile wie 3. Fremdsprache oder Musik.

    Kurz, ganz normaler Unterricht.

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  • Nachmittags findet der Unterricht genau wie vormittags teilweise in Leisten statt, und bei der Kursstufe wechseln sie jährlich, je nachdem, was die Schüler gewählt haben. Unterschiede gibt es zwischen vormittags und nachmittags keine.

    Doch, natürlich, Unterricht auf Leiste ist eben überwiegend Unterricht in der Oberstufe. Der weit überwiegende Teil des Nachmittagsunterrichtes liegt in Leisten, weil dort nur die Oberstufe in großem Umfang Unterricht hat, Mittelstufe nur wenige Stunden. Dazu kommen noch AGs oder Ganztagsangebote, bei denen Lehrkräfte in der Regel Einfluss auf die Terminierung haben. Der überwiegende Teil des Vormittagsunterrichts an einem durchschnittlichen Gymnasium ist Unterricht im Klassenverband in Jahrgang 5-10 und damit zum Großteil nicht in Leisten.

    Und leider muss man hier Termine für Hautarzt, Frauenärztin, aber auch allgemeine Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt mindestens 6 Monate vorher ausmachen.

    Und darum gibt es auch den Rechtsanspruch, für nicht anders terminierbare Facharztbesuche vom Dienst freigestellt zu werden.

  • Wir haben alle 6-7 Wochen einen neuen Stundenplan. Da finde ich es manchmal wirklich schwierig, da späte Termine ja überall verständlicherweise schnell weg sind. Aber für regelmäßige Termine wird bei uns was freigeblockt, bei allem anderen habe ich zum Glück Behandler die das wissen und mich spät einplanen und sich freuen, wenn ich sagen kann wann ich ggf. auch früher kann. Allerdings wird das im nächsten Schuljahr generell vermutlich nur ein Nachmittag sein...

  • Und darum gibt es auch den Rechtsanspruch, für nicht anders terminierbare Facharztbesuche vom Dienst freigestellt zu werden.

    Auch für eine Vorsorgeuntersuchung oder ein Kontrolltermin?

    Ich schrieb, wenn ich etwas auffälliges gefunden habe, erhalte ich innerhalb von 2 Wochen einen Termin und notfalls frage ich frei. Aber Hausarzt ist hier noch schwieriger als Facharzt.

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  • Doch, natürlich, Unterricht auf Leiste ist eben überwiegend Unterricht in der Oberstufe. Der weit überwiegende Teil des Nachmittagsunterrichtes liegt in Leisten, weil dort nur die Oberstufe in großem Umfang Unterricht hat, Mittelstufe nur wenige Stunden. Dazu kommen noch AGs oder Ganztagsangebote, bei denen Lehrkräfte in der Regel Einfluss auf die Terminierung haben. Der überwiegende Teil des Vormittagsunterrichts an einem durchschnittlichen Gymnasium ist Unterricht im Klassenverband in Jahrgang 5-10 und damit zum Großteil nicht in Leisten.

    Bei uns gibt es ab Klasse 5 4 Fächer, die auf Leiste liegen, weil Schüler verschiedenes wählen, ab Klasse 6 6 Fächer, ab Klasse 8 liegt nur wenig nicht auf Leiste.

    Nachmittagsunterricht ist natürlich in der Kursstufe häufiger, aber ich hatte auch schon eine Doppelstunde Mathematik in Klasse 6 nachmittags, allerdings nur bis 15.35 Uhr. Ab Klasse 8 sind es mindestens 2 Nachmittage, oft 3 zumindest vierzehntägig. Ich rede jetzt nicht von AGs, die kommen zusätzlich. Ganztagsangebote gibt es nur bis Klasse 8, meistens wird sie nur bis Klasse 6 wahrgenommen. Auch davon rede ich nicht.

    Hier bietet halt jedes Gymnasium fast jedes Profil an und der eine wählt halt verstärkt Musik, der andere bilingual, der dritte ... Das gibt es bereits ab Klasse 5. Und in G8 gab es bereits in Klasse 6 32 Stunden, in der Mittelstufe bis zu 36 Stunden. Das passt nicht alles in den Vormittag.

    Übrigens ich hatte in Klasse 11 bereits vor über 40 Jahren 38 Pflichtstunden, an einem Tag 11 Stunden Unterricht und natürlich auch mit Hauptfächer am Nachmittag. Ich kenne es gar nicht anders.

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  • Mittlerweile bin ich sehr pragmatisch. Klar nehme ich keinen Frauenarzttermin um 10uhr morgens, aber nur noch den 18.45 uhr-Termin, der nur einmal in der Woche angeboten wird (ich fahre 70-80 Minuten), nee…

    Ich nehme, was mir im mittleren Nachmittag angeboten wird. Wenn es nicht passt, rufe ich ca. 10-14 Tage vorher an, ob sie spontan was anderes gibt. Wenn nicht, dann Pech und ich stelle einen Freistellungsantrag.
    Daich jetzt weiss, wann ich nächstes Jahrfrei habe, habe ich letzte Woche einen Termin umgestellt.

    Vorsorge ist bei einigen Ärzten genauso wichtig wie akut, und es passt nicht immer in den Ferien….

  • Mag bei euch so sein, bei uns richten sich die Fachseminarleiter eigentlich nach den Stundenplänen und nicht andersrum, zumal Schwimmhalle und Sporthalle gar nicht flexibel ist.

    Das geht bei uns nicht. Wir haben eine Seminarleiterin von der Insel. Die kann immer erst um 10:00 Uhr kommen. Dann haben die Seminarleitungen in Nds. auch noch eigenen Unterricht. D.h. sie haben nur bestimmte Tage an denen sie frei haben. Die können dann auch nicht ihren eigenen Unterricht ausfallen lassen, nur weil ich die Klasse 1a Montags in Religion habe. Dann fahren sie zum Teil auch erheblich Strecken. Eine Stunde + X Fahrzeit ist da durchaus drin. Einerseits gibt das wieder Einschränkungen bei der Wahl der Stunden, andererseits werden dann Termine so gelegt, dass man zwei Anwärter besuchen kann. Frau Müller dann in der ersten Stunde und Frau Meyer an der Nachbarschule in der 3./4. Stunde.

    Sporthalle wird dann halt entsprechend getauscht. Klasse Z hat dann halt kein Sport oder geht raus. Schwimmbesuche habe ich noch nie erlebt. Aber die wird man sicherlich ähnlich handeln. Am Ende sprechen die beteiligten Personen miteinander, was am einfachsten möglich ist. Wenn die SL dabei sein soll, müssen auch deren noch eingeplant werden. Teilweise ist es dann die normale Stunde. Wenn es nicht geht, wird halt umgebaut. Aber das nichts, worauf man bei der Stundenplanung Rücksicht nimmt. Das einmalig zu tauschen ist viel einfacher.

    Hm, ich kenne wenig AN, die nicht feste Arbeitszeiten haben und deshalb gar nicht die Probleme haben, es sei denn, sie arbeiten im Schichtsdienst.

    Wenn Du dir nur die normalen Schulzeiten freihältst, wirst Du doch sicherlich auf weniger Arbeitszeit als ein normaler Angestellter kommen? Problematisch ist es dann bei den Teilzeitkräften. Aber auch da gibt es Lösungen. Und wenn Du z.B. bei Aldi arbeitest, hast du auch wechselnde Pläne. Das gilt für viele Menschen.

  • Beitrag von Susannea (1. August 2026 16:56)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (1. August 2026 16:56).
  • Schwimmbesuche habe ich noch nie erlebt. Aber die wird man sicherlich ähnlich handeln.

    Wie stellst du das dir vor?!? Ein Tag in der Woche hat die Schwimmhalle nur Schulen, wie soll man dann das woanders hin tauschen?!?


    Also nein, die sind fest und Sporthallen auch oft,, weil sich nämlich Kitas und verschiedene Schulen die teilen, da kann man auch nicht einfach schieben.

    Aber das nichts, worauf man bei der Stundenplanung Rücksicht nimmt. Das einmalig zu tauschen ist viel einfacher.

    Naja, schon, so wie man eben die Seminartage auch einplanen muss und das natürlich beim Stundenplan und dann muss man es eben rechtzeitig wissen, um es im Seminar angeben zu können. Es nützt nämlich gar nichts, wenn der Fachseminarleiter immer freitags das macht, aber der Referendar freitags gar nicht in der Schule ist, weil da ein anderes Seminar liegt. Da müssen sich also die Seminarleiter auch anpassen.

    Wenn Du dir nur die normalen Schulzeiten freihältst, wirst Du doch sicherlich auf weniger Arbeitszeit als ein normaler Angestellter kommen?

    Aber ganz knapp bzw. eigentlich nicht, ich habe 14 Unterrichtsstunden und müsste mir dann jeden Tag von 8-15.15 Uhr freihalten an drei Tagen, das wären dann aber 21,75 h, aber ich arbeite damit ja nur 50%.

    Also nein, der tolle Vorschlag von dir klappt einfach gar nicht.

    Und wenn Du z.B. bei Aldi arbeitest, hast du auch wechselnde Pläne.

    Tatsächlich gibt es auch dort Leute, die immer nur an bestimmten Tagen arbeiten und die fest sind, z.B. die Werkstudenten, die an Unitagen gar nicht können.

    Ist also auch nicht so oft, wie du behauptest, dass der Plan immer wechselt.

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