• Angestellte können das in jedem Bundesland, außer der Arbeitgeber ermöglicht den Urlaub ersatzweise auch in der Schulzeit. Aber man müsste schon sehr lange und in mehreren Ferien krank sein, damit man wirklich unter 30 Urlaubstage fällt.

    Nein, das geht auch für Leute mit Vertretungsverträgen, die in den Ferien immer ausgesetzt werden. Mir musste das Land Berlin meinen Urlaub in der PKB-Zeit mal auszahlen. Lustig dabei war nur, dass ich eine 3-Tage Woche hatte, worausfhin sie mir den Urlaub gekürzt haben auf 3/5 des Urlaubsanspruches. Völlig in Ordnung, aber die Osterferien hatten sie damals bezahlt, dafür haben sie mir dann 5 Tage von den auszuzahlenden Urlaubstagen aber abgezogen (bei einer E-Tagewoche, die zur Kürzung führte).

    Nunja, ein sehr interessanter Versuche der Rechtsstelle.

  • Nein, das geht auch für Leute mit Vertretungsverträgen, die in den Ferien immer ausgesetzt werden. Mir musste das Land Berlin meinen Urlaub in der PKB-Zeit mal auszahlen. Lustig dabei war nur, dass ich eine 3-Tage Woche hatte, worausfhin sie mir den Urlaub gekürzt haben auf 3/5 des Urlaubsanspruches. Völlig in Ordnung, aber die Osterferien hatten sie damals bezahlt, dafür haben sie mir dann 5 Tage von den auszuzahlenden Urlaubstagen aber abgezogen (bei einer E-Tagewoche, die zur Kürzung führte).

    Nunja, ein sehr interessanter Versuche der Rechtsstelle.

    Hast du dagegen was unternommen?

  • Hast du dagegen was unternommen?

    Habe ich versucht, die GEW-Rechtsschutzstelle hat dem Vorsitzenden der Rechtsstelle einen netten Brief geschrieben (also eine Anwältin an den) aber der hat so wenig Ahnung von dem, was er tut und eine so merkwürdige Rechtsauslegung und das würden sie auch schon aus anderen Fällen kennen, dass ihm mit Logik nicht zu kommen wäre, man könne nur klagen, aber es gehe "nur noch" um ca. 20 Euro, das fänden sie stände in keinen Verhältnis und würden deshalb für die Klage keinen Rechtschutz gewähren. Klar, hätte ich über meine normale Rechtschutzversicherung noch einmal probieren können, aber ob es sich gelohnt hätte, immerhin habe ich genug mit der Klage seit mehreren Jahren gegen das Land Brandenburg zu tun ;)

  • Klar, wenn es um so einen Betrag geht, dann lohnt sich der Rechtsweg nur, wenn einem die Gerechtigkeit wirklich wichtig ist. Aber ich finde es ein Unding, wie da mit dir umgegangen wurde. Aber du hast ja jetzt auf jeden Fall ein Argument zu sagen, dass unterrichtsfrei auch dienstfrei bedeutet, denn der Urlaubsanspruch hat sich ja entsprechend deiner unterrichtsfreien Tage verringert.

  • Nur weil an deiner Schule anders entschieden wird, kannst du daraus keine allgemeingültige Aussage ziehen.

    Die Rechtsgrundlagen wonach die Schule solche Fälle bewertet, sollten schon landesweit gleich sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei euch jede Schule solche Sachen frei entscheiden kann. Manche Gründe sind auch tarifvertraglich geregelt. Da muss die Schule die Vorgaben auch einhalten. In anderen Fällen ist es nicht eindeutig. Dort haben die Schulen mehr Spielraum. Trotzdem wird es eine Tendenz geben bestimmte Fälle gleich zu entscheiden. Es wäre auch komisch, wenn jede Schulleitung das frei nach eigenem Ermessen beurteilen kann. Daher sind hier schon Erfahrungswerte hilfreich.

    Du schreibst, dass Du Samstags Unterricht hattest. Du meinst früher einmal? Oder habt ihr noch an allgemeinbildenden staatlichen Schulen Samstags Unterricht?

  • Oder habt ihr noch an allgemeinbildenden staatlichen Schulen Samstags Unterricht?

    In Baden-Württemberg ist jeder 2. Samstag offiziell Unterricht. Allerdings haben die allermeisten Schulkonferenzen irgendwann beschlossen, dass die Stundenplaner ihn frei halten sollen.

    Erkennen kann man dies an den offiziellen Ferienplänen. Bei manchen gehen die Ferien bis Freitag, bei manchen bis Samstag, bei uns mal so, mal so.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • In Baden-Württemberg ist jeder 2. Samstag offiziell Unterricht. Allerdings haben die allermeisten Schulkonferenzen irgendwann beschlossen, dass die Stundenplaner ihn frei halten sollen.

    Erkennen kann man dies an den offiziellen Ferienplänen. Bei manchen gehen die Ferien bis Freitag, bei manchen bis Samstag, bei uns mal so, mal so.

    Spannend. Sollte dann aber bundesweit nur wenige Lehrkräfte betreffen...

  • Du schreibst, dass Du Samstags Unterricht hattest. Du meinst früher einmal? Oder habt ihr noch an allgemeinbildenden staatlichen Schulen Samstags Unterricht?

    Ich bin an einer BS in Hessen, Abend- und Samstsgunterricht ist bis heute ganz normal bei uns. Wg Kinderbetreuung bin ich selbst gerade nicht eingesetzt, das kann sich aber ab einem gewissen Alter der Tochter wieder ändern.

  • Ich bin an einer BS in Hessen, Abend- und Samstsgunterricht ist bis heute ganz normal bei uns. Wg Kinderbetreuung bin ich selbst gerade nicht eingesetzt, das kann sich aber ab einem gewissen Alter der Tochter wieder ändern.

    Habt ihr dann bei Samstagseinsatz einen anderen Tag in der Woche frei?

  • Nicht unbedingt, es wird zwar versucht, aber man hat keine Garantie darauf. Auch beim Abendunterricht ist ein Einsatz am nächsten Tag zur ersten Stunde möglich, denn es liegt knapp unter den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten

  • Nicht unbedingt, es wird zwar versucht, aber man hat keine Garantie darauf. Auch beim Abendunterricht ist ein Einsatz am nächsten Tag zur ersten Stunde möglich, denn es liegt knapp unter den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten

    Krass. Also, bei der Sechs-Tage-Woche ziehe ich meine Grenze, da wäre ich sofort raus.

  • Würde ich auch nicht mitmachen. Man muss aber auch sagen, dass das nur einen kleinen Teil der Lehrkräfte betrifft und keineswegs typisch für den Lehrerberuf ist. Es wird deutschlandweit nur sehr wenige Lehrkräfte geben, die Samstags arbeiten. In Niedersachsen haben sowohl allgemeinbildende Schulen als auch Berufsschulen an Samstagen in der Regel frei.

    Hier fehlt es anscheinend an der Schule auch an Regelungen, welche Zeiten grundsätzlich frei sind. Es kann / darf nicht erwartet werden, dass ich mir jeden Tag von 8 - 20 Uhr für möglichen Unterrichtseinsatz freihalten muss. Am Ende darf auch in solchen Fällen die wöchentliche Arbeitszeit im Schnitt nicht mehr als 41 h betragen.

  • Habt ihr dann bei Samstagseinsatz einen anderen Tag in der Woche frei?

    Bei uns findet euch einzelner Unterricht Samstags statt.
    Die betroffenen Lehrkräfte haben den Montag unterrichtsfrei um ebenfalls dann 2 Tage "Wochenende" zu haben.

  • Bei einer durchgehenden 6 Tage Woche müsste man sich auch nicht wundern, wenn man keine Lehrkräfte findet....

  • Zu Beginn meiner Lehrtätigkeit hatte ich 23 Deputatatstunden auf 6 Tage verteilt. Jetzt sind es 25 und dank unserer Schulkonferenz auf 5 Tage verteilt. Dadurch wurde der Nachmittagsuntericht deutlich häufiger.

    Ich kann mich nicht erinnern, dass Kollegen massenhaft aufgehört haben. Allerdings kenne ich mehrere, die weiterhin 23 Stunden unterrichten und auf Gehalt verzichten.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Gymshark : Was verwirrt dich? Ich nehme an, dass Du die Aussage inhaltlich verstehst. Also verwirrt es dich, dass Lehrkräfte nicht 6 Tage in der Woche arbeiten wollen? Ist es für dich nicht vorstellbar, dass das für die meisten Menschen ein Grund ist diesen Beruf nicht zu wählen?

  • Ich kann mich nicht erinnern, dass Kollegen massenhaft aufgehört haben. Allerdings kenne ich mehrere, die weiterhin 23 Stunden unterrichten und auf Gehalt verzichten.

    Ich denke kaum, dass jemand deswegen aufhört. Aber es geht um die Attraktivität des Berufes. Jemand der 4-5 Jahre Studium + 1-2 Jahre Ref hinter sich gebracht hat, hört nicht einfach auf. Aber jemand, der überlegt welchen Weg er einschlagen soll, wird sich sicherlich überlegen, ob er eine 6-Tage-Woche haben möchte oder lieber etwas anderes studiert.

  • Tom123: Die Aussage erscheint auf mich verwirrend, weil sie den Anschein erweckt als würden junge Leute sich wegen sowas gegen die Aufnahme eines Lehramtsstudiums entscheiden. Wenn sie sich gegen ein Lehramtsstudium entscheiden, dann aufgrund anderer Faktoren. Wenn sie sich für ein Lehramtsstudium entscheiden, werden die Arbeitsbedingungen zu keinem Sinneswandel führen.

    Gerade in Zeiten gestiegener Arbeitslosenzahlen gewinnt der öffentliche Dienst eher noch an Attraktivität als Arbeitgeber und ich wage zu behaupten, dass junge Leute dem Thema "Arbeitsbedingungen" viel weniger Bedeutung für die Berufswahl zuweisen als der subjektiv empfundenen Sinnhaftigkeit in der Auseinandersetzung mit den Arbeitsinhalten, den finanziellen Entwicklungsmöglichkeiten und der Sicherheit des Arbeitsplatzes (in dieser Reihenfolge!).

  • Tom123: Die Aussage erscheint auf mich verwirrend, weil sie den Anschein erweckt als würden junge Leute sich wegen sowas gegen die Aufnahme eines Lehramtsstudiums entscheiden. Wenn sie sich gegen ein Lehramtsstudium entscheiden, dann aufgrund anderer Faktoren. Wenn sie sich für ein Lehramtsstudium entscheiden, werden die Arbeitsbedingungen zu keinem Sinneswandel führen.

    Oh doch.

    Wenn ich am Anfang meines Studiums gehört hatte, dass man evtl Montag bis Samstag arbeiten muss, dann hätte ich mir auch was anderes gesucht.

    Wobei man ja sagen muss, dass die Info für Studierende in BW vielleicht nicht ganz unbekannt ist, da sie es ja evtl von ihrer Schule kennen.

    Viele Grüße aus dem Süden :wink_1:

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