Kleidung von Teenies

  • Gossip über Lehrer ist absolutes Hobby der Jugend, auch, was das Äußere und die Klamottage angeht.

    Mit dem Begriff der "Jugend" und was die so macht komm' ich mir vor wie ein Greis :grimmig:

    Sooo alt sind wir nun auch nicht, dass wir nicht wüssten, dass Schüler über Lehrer reden (mwd).

  • Mit dem Begriff der "Jugend" und was die so macht komm' ich mir vor wie ein Greis :grimmig:

    Sooo alt sind wir nun auch nicht, dass wir nicht wüssten, dass Schüler über Lehrer reden (mwd).

    Meistens reden die Schüler ja auch im Unterricht über andere Kollegen. Dinge, die ich nicht hören möchte. Aber man bekommt schon einiges mit.

  • Sag bloß. Das machen die sicher nicht, wenn Lehrer immer brav in Kostüm/Anzug arbeiten.

  • Ich hab meist Turnschuhe an. Einmal hatte ich Lust auf was Klapperndes, Unbequemes, fast schon Elegantes, da war einer meiner kleenen Erziehungshilfejungs richtig sauer, er fand's irgendwie unpassend an mir^^

    Hatte ich auch mal. Ende vom Lied: Frau Zauberwald war barfuß. Die SuS dann auch. :rotwerd:

    Man kann nur was aus dem Ärmel schütteln, wenn man vorher etwas reingetan hat.

  • Klar reden die sus viel. Aber ich denke, am Kolleg hat das eine völlig andere Dimension als an anderen Schulformen. Klassen innerhalb der Schule kennen sich gegenseitig nicht und wenn die sus nach dem Unterricht noch den Namen des Lehrkörpers wissen, ist das doch fein :essen:Und wenn sie beim mittagessen mit den Eltern am tisch "gossip machen", dann fände ich selbst das gut, weil das Eltern und Mittagessen voraussetzt und hundertmal besser ist, als andere zwielichtigere "Aktivitäten". Davon abgesehen tragen die meisten die ganze Woche die selbe joggighose mit den selben flecken und sind sich dessen bewusst. Zumindest bei meinen Klassen ist Kleidung relativ zweitrangig, wenn nicht sogar zu zweitrangig für meinen Geschmack. Und wenn sie einen Kommentar zu einer Klamotte ablassen wollen, dann tun sie das recht ungeniert :pfeifen:

  • Klar reden Schüler über Lehrer! Wir doch auch über sie, oder etwa nicht?! Und was interessiert mich dieses Geschwätz??? Nur, weil jemandem aus der Schülerschaft mein Aussehen nicht gefällt, werde ich das doch nicht verändern!

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Ich überrasche meine SuS gerne mal mit schickeren Klamotten, weil sie sonst eher lässige Kleidung bei mir gewöhnt sind - eine Form der paradoxen Intervention :lach:

    Ich glaube, ich würde erhebliches Aufsehen erregen, träte ich meinen SuS anders als in schwarzer Hose und schwarzem T-Shirt gegenüber. Fröhlich aufgelockert vielleicht durch einen T-Shirt-Aufdruck oder einen leicht helleren Ton der Hose, dunkel beige oder grau oder so....


    Aber irgendwie nehmen mich meine SuS trotzdem so war, wie ich mich ihnen zu vermitteln versuche...

  • Kleider machen eben nur dann Leute, wenn der Stil zur Persönlichkeit passt. Ich gehe gerne mit Hemd und Sacko und Stoffhose - im Sommer dann ohne Sacko mit kurzärmeligem Hemd. Es mag klischeehaft klingen, aber mir war ein seriöses Auftreten immer wichtig - und mein Kleidungsstil unterstreicht das. Aufgrund meines halben Migrationshintergrunds trage ich auch gerne einmal traditionelle Kleidung aus dem Land meines Vaters. Wenn ich schon mitunter als Exot wahrgenommen werde, kann die Kleidung das gerne ab und an unterstreichen...

  • Bolzbold: Klingt doch spannend bei dir! Das mit der traditionellen Kleidung stelle ich mir ungewöhnlich vor, vor allem bei Leuten, denen man einen halben Migrationshintergrund nicht/kaum ansieht, aber ich finde es eh gut, wenn Leute vielseitig sind und sich nicht unbedingt in eine bestimmte Schublade stecken lassen ;) .

  • Och, den sieht man durchaus sofort. "Sie sprechen aber gut Deutsch" habe ich vor 20 Jahren auch schon selbst von anderen gehört. Da ich ein dialektfreies, geschliffenes Hochdeutsch spreche und dies mitunter gezielt mit antiquierteren Wörtern und Ausdrücken vermenge, merkt auch die vorurteilsbehaftetste Fleischereifachverkäuferin in Süddeutschland oder an der Nordsee, dass ich eben so gar nicht den gängigen Klischees entspreche...

  • Mensch, Bolzbold , du schreibst aber echt gut Deutsch, merkt man gar nicht, wenn du traditionelle Kleidung trägst^^


    Ob es Menschen gibt, die gar keine Vorurteile haben?

  • Mensch, Bolzbold , du schreibst aber echt gut Deutsch, merkt man gar nicht, wenn du traditionelle Kleidung trägst^^


    Ob es Menschen gibt, die gar keine Vorurteile haben?

    Nein, sehr wahrscheinlich nicht. Auch ich ertappe mich, wie ich Vorurteile habe, kann das aber gut reflektieren und dann entsprechend (anders) handeln.

  • Fröhlich bleiben ihr Lieben!

    Vorurteile und Schubladendenken sind erstmal etwas Gutes. Oft erleichtern sie die Kommunikation und helfen dem Sortieren der Gedanken und Handlungen.

    Intelligenz ist dann, wenn man seine Vorurteile reflektieren, ggf. durchbrechen und sein Handeln anpassen kann.

    Ich glaube auch ganz fest daran, dass der Bolzbold jeder Fleischereiverkaufskraft höflich und unvoreingenommen begegnet.

  • Vorurteile und Schubladendenken sind erstmal etwas Gutes. Oft erleichtern sie die Kommunikation und helfen dem Sortieren der Gedanken und Handlungen.

    Da hätte ich gern ein, zwei Beispiele. Ich zähle auch zu einer Personengruppe, die mit Vorurteilen anderer leben muss und es hat nichts, aber auch gar nichts Gutes in meinem Leben bewirkt. Fremdbilder können durchaus Selbstbilder prägen.

  • Manchmal komme ich mir als (ex-)katholischer, heterosexueller, mit der Mutter aller seiner Kinder verheirateter Hausbesitzer ohne Migeationshintergrund irgendwie... arm vor.

    Eine Rückkehr zur Normalität „nach der Pandemie“ wird nur für diejenigen möglich sein, die vorher schon normal waren. Es handelt sich um eine Pandemie, nicht um ein Wunder.

  • Ich zähle auch zu einer Personengruppe, die mit Vorurteilen anderer leben muss

    Also komm - als ob Du die einzige Lehrerin hier wärst.

    Eine Rückkehr zur Normalität „nach der Pandemie“ wird nur für diejenigen möglich sein, die vorher schon normal waren. Es handelt sich um eine Pandemie, nicht um ein Wunder.

  • Manchmal komme ich mir als (ex-)katholischer, heterosexueller, mit der Mutter aller seiner Kinder verheirateter Hausbesitzer ohne Migeationshintergrund irgendwie... arm vor.

    ...du hast "anzugtragender" vergessen.

    Somit entsprichst du wohl bei vielen Leuten dem Klischeebild eines Spießers.

    Na und?

    Du hast einen Vorteil... du bist es nicht, und schon gar nicht so doof.

    Ist doch prima, unterschätzt zu werden...

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

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