Schulöffnungen NRW

  • nein, für "halbierte Gruppen" bräuchten wir natürlich doppelte Personalstärke und auch doppelte Raumkapazitäten.


    Aber was "wir" uns wünschen?

    Nenn mich ruhig unvernünftig, Frosch, aber ich will dass diese Masken schnellstmöglich wieder verschwinden. Vorzugsweise wegen Impfstoff und/oder Immunisierung, wenn das nicht geht aber trotzdem.

    Denn auch heute habe ich wieder von Quoten was Ansteckung angeht gehört... wo sind diese wirklich "verheerend"? In Altenheimen, Flüchtlingsunterkünften, .... aber NICHT in Schulen.

    Was heißt das?

    An den Situationen in ersteren beiden ändern auch die Masken nichts, die sind so oder so katastrophal.

    Abstand halten kann man da zumindest nicht.

    Abstand macht aber Sinn.

    Ebenso macht frische Luft Sinn.

    Aber irgendwo muss jetzt mal Schluss sein.

    Was denkt denn wer auch immer, wann das wieder aufhört? Wenn der Virus "weg" ist? Wird nicht passieren, verdammt.

    Meinen die, wir machen diesen Scheiss "ewig" mit?

    Ich nicht, und ich denke, damit bin ich nicht alleine.

    Entweder kommt die Impfung bald, oder die Welt muss mit einer etwas größeren Gesundheitsgefährdung als vorher zu leben lernen.

    Und wenn ich dann höre, dass "Maskenverweigerern" im ÖPNV 150 € Strafe aufgebrummt werden sollen -na ich denke nicht, dass das funktioniert. Woher sollen die Leute plötzlich Geld haben (reine Abzocke mMn), ,wo es eh momentan doch jedem fehlt, ich denke, da wird es im Ernstfall dann mal "knallen". Ich kann zB die Eltern, die gegen die Masken in der Schule klagen, durchaus verstehen.


    Verdammt nochmal, ich möchte wieder sinnvollen Unterricht. Frag nicht, was das gerade im Bereich Sport derzeit für ein Eiertanz ist.Und dann quakt zwischendurch wieder eine Frau Gebauer, dass doch "alles in Ordnung" sei...

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

  • Ja, dann müssten die Eltern dafür sorgen. Punkt. Ganz ehrlich, wer es für eine gute Idee hält kleine Kinder und Vollzeitjob parallel laufen zu lassen, muss sich dann halt im Zweifelsfall kümmern, Babysitter bezahlen, whatever. Dein Kind, deine Verantwortung.

    Ähm und wie? Das hat doch nichts mit Vollzeit zu tun. Ich arbeite TZ und wenn meine Kinder plötzlich alle 2 Tage zu Hause wären soll ich also einen Babysitter den ich wo spontan finde dafür bezahlen? Oder schreibe ich dann jede Woche spontan meinen Stundenplan so um, dass meine Stunden immer nur auf den Schultagen der Kinder liegen?


    Dann würde doch genau das passieren was nicht gewollt ist: die Kinder werden in Gruppen abwechselnd betreut, ohne Abstand und Maske. Genau wie sie danach gemeinsam ohne Maske im Turnverein rumhüpfen.

  • nein, für "halbierte Gruppen" bräuchten wir natürlich doppelte Personalstärke und auch doppelte Raumkapazitäten

    Nö, nicht, wenn die halben Gruppen nur alle zwei Tage wechselweise zur Schule kommen und für die Tage, wo sie daheim sind, Aufgaben bekommen. Das hat von Mai bis zu den Sommerferien an unserer Schule gut geklappt (ohne zusätzliches Personal oder zusätzliche Räume). Da waren allerdings die SuS ja schon "eingespielt"; jetzt - mit vollkommen neuen SuS - dürfte es schwierig werden.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

    • Offizieller Beitrag

    Und wenn man es so machen würde (ein entsprechender Stundenplan liegt schon auf meinem Schreibtisch) hätten halt die Eltern bei uns Probleme mit der Betreuung.


    Außerdem wäre es für die Erstklässler und die 5.-Klässler auch eine Katastrophe.

  • Ich hab kein Patentrezept für das Betreuungsproblem. Aber deswegen Schulen und Kitas im Vollbetrieb laufen zu lassen, finde ich absurd. So wahnsinnig schwer ist es nun auch wieder nicht einen Babysitter zu finden - bei meiner Freundin hat ein Aushang an der Uni gereicht und die Anrufe kamen reichlich, das ging auch sehr kurzfristig.

    Alternativ könnte man öffentliche Räume öffnen und bei rotierender Beschulung die jeweils nicht präsent beschulte Gruppe dort babysitten lassen. Wie auch immer, unmöglich ist das sicherlich nicht, wenn man denn ein Interesse am Fortbestand der halbierten Lerngruppen hätte.



    Ohne Masken ab Ende August finde ich völlig unverantwortlich und verstehe auch nicht so recht, woher die Auflehnung dagegen kommt. Ja, ich finde die auch nervig, aber das ist ja nunmal der absolute Minimalschutz, den man uns geben konnte. Ich finde es mit Masken auch nicht toll, aber ohne kann auch keine Lösung sein - jedenfalls nicht in Regionen mit steigenden Fallzahlen (mag woanders ja anders sein).

    • Offizieller Beitrag

    Soviel zum Thema "Die Eltern kommen nicht auf einen Nenner" - die Lehrer kommen es auch nicht. ;)

    Oder anders ausgedrückt: es gibt nur falsche Lösungen. Für welche falsche Lösung man sich dann "oben" entscheidet ist auch egal.

  • Ja, dann müssten die Eltern dafür sorgen. Punkt. Ganz ehrlich, wer es für eine gute Idee hält kleine Kinder und Vollzeitjob parallel laufen zu lassen, muss sich dann halt im Zweifelsfall kümmern, Babysitter bezahlen, whatever. Dein Kind, deine Verantwortung. "Ist nicht zu ändern" ist eine Priorisierung von Elterninteressen, an deren anderem Ende eben steht, dass die möglichen Konsequenzen für die sonstigen Betroffenen sehr wohl scheissegal, weil leider als vergleichsweise irrelevant eingestuft, sind.

    Ich bin übrigens alleinerziehend und arbeite Vollzeit. Ich betreue anderer Leute Kinder und bin darauf angewiesen, dass meine auch betreut werden. Bisher klappte es gut. In meiner Lebensplanung habe ich Corona und Alleinerziehend nicht eingeplant. Habe ich jetzt deiner Meinung nach Pech, sollte an der Schule kündigen und von Hartz4 leben oder was wäre dein lebenspraktischer Vorschlag für Leute in vergleichbarer Lage, die auf ihre Arbeit und Kinderbetreuung angewiesen sind?

  • die Quote zur Ansteckung bezieht sich auf den gesamten Zeitraum seit Februar und da war die Schule zum großen Teil zu (Shutdown, Osterferien, Pfingstferien, Sommerferien) und komplett geöffnet wird erst jetzt. Deshalb finde ich sehr interessant wer alles weiß, dass Schule kein Pandemietreiber ist. (Ich spekuliere mal, weil Kinder und Jugendliche oft nicht schwer erkranken, werden sie nicht getestet und wenn Erwachsene, die von ihnen angesteckt wurden, getestet werden, sind sie vielleicht schon wieder gesund, PCR-TEST also negativ. Drosten hat ähnliches mal zu einer Studie aus Israel geäußert. Vielleicht sanken die Zahlen in Schweden in den letzten 2 Monaten so überraschend, weil in Schweden Sommerferien waren (Schulen also geschlossen hatten) und nicht weil Herdenimmunität erreicht wurde? Da ich es nicht weiß, halte ich mich zurück, hoffe aber, dass die Zahlen in den nächsten Wochen hier und überall sonst nicht zu sehr explodieren. Denn wie soll es dann weiter gehen? )


    Altenheime waren nach wenigen Wochen im Frühjahr extrem betroffen (daher die hohe Quote). Außerdem kann man die Infektionquelle im Altenheim gut nachverfolgen, es wurde dort dann auch sehr getestet, im ÖPNV ist das schwierig (die Quote bezieht sich nur auf bekannte Quellen bzw. 27% oder 55 000 von 220 000, vom Rest immerhin 73% weiß man es nicht wo sie sich angesteckt haben. Ich hoffe, ich habe die Zahlen noch richtig im Gedächtnis).



    Auch im Frühjahr war anfangs die jüngere Altersgruppe betroffen (kaum schwere Erkrankung, der Münchner Arzt nannte seine webasto-Patienten pumperlgesund, bevor Sars-CoV2 in die Altenheime kam. Erst dann stiegen die Krankenhauszahlen extrem. Ich fürchte, dass genau dies jetzt sich wiederholen wird. Deshalb ist es jetzt so wichtig, die Infektionszahlen auch der jungen zu senken (man kann die Gruppen nicht dauerhaft komplett trennen.) Viele Ärzte in Deutschland nahmen es deshalb anfangs auch nicht ernst.


    Und wenn ich ohne Fahrkarte fahre, muss ich auch Strafe zahlen. Warum sollte das bei "ohne Maske " nicht funktionieren? Im ersten Fall gefährde ich niemand. Ich verstehe daher das Argument, ich habe meine Maske vergessen, absolut nicht. Vergessen zu bezahlen wird auch nicht als Entschuldigung akzeptiert. Oder findest du das auch als Abzocke, wenn du Strafe für das Schwarzfahren zahlen musst?

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Ich bin übrigens alleinerziehend und arbeite Vollzeit. Ich betreue anderer Leute Kinder und bin darauf angewiesen, dass meine auch betreut werden. Bisher klappte es gut. In meiner Lebensplanung habe ich Corona und Alleinerziehend nicht eingeplant. Habe ich jetzt deiner Meinung nach Pech, sollte an der Schule kündigen und von Hartz4 leben oder was wäre dein lebenspraktischer Vorschlag für Leute in vergleichbarer Lage, die auf ihre Arbeit und Kinderbetreuung angewiesen sind?

    Hab ich weiter vorne schon geschrieben... meine persönliche Meinung: Organisier dir Betreuung. Muss ich für meine Hunde auch. Kostet mich 800 Ocken im Monat; ich bin sicher, ein williger Babysitter lässt sich in diesen Zeiten mit so vielen verlorenen Nebenjobs billiger finden 😊


    Ich weiß, dass die Ansichten in diesem Punkt sicherlich auseinandergehen, aber ich begreife Schule als Bildungseinrichtung und nicht als Betreuungseinrichtung. Wenn sich Bildung auch auf anderem Wege bewerkstelligen lässt, ist alles andere keine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sondern in erster Linie ein privates Problem.


    (Da die Mehrheit das allerdings ja anders sieht als ich und wir deswegen ja sowieso bereits im Normalbetrieb laufen, ist die Debatte aber sowieso hinfällig.)


  • Ich will ja eure "Anti-Begeisterung" nicht unterbrechen - aber was denkt ihr denn, wie es laufen sollte.

    Man kann aus den Schulen keine hermetisch abgesicherten Bio-Schutz-Zonen machen. Das würde nicht gehen. Das hat auch niemand vor.

    Mich stört es, dass man schon wieder mit seinem eigenem Zeug, aus der eigenen Tasche bezahlt, arbeiten muss. Diesmal meine ich nicht die elektronischen Endgeräte, sondern die Masken.

    Ich kenne keinen einzigen Arbeitgeber, der bei Maskenpflicht keine Masken verteilt. Das kotzt mich momentan extrem an (entschuldigt meine Ausdrucksweise). Und auch, dass die Kinder mit ihren dreckigen und abgerissenen Masken da sitzen müssen, nur weil es die Eltern nicht besser auf die Reihe kriegen.

    Das sehe ich ebenfalls als Armutszeugnis...

    • Offizieller Beitrag

    MilaB - dann frag am Montag deinen Schulleiter. Du bist auch in NRW. Ihr habt definitiv ffp2-Masken bekommen. Die hat jeder Schulträger zum Verteilen an seine Schulen gekriegt.


    Zu den Schülern: DA würde ich auch die Eltern in die Pflicht nehmen. Notfalls. Aber unser Schulträger war so nett und hat genug Stoff besorgt. (Also "Stoff zum Schneidern", nicht dass jetzt Gerüchte entstehen. ;) ) Freiwillige Eltern haben Masken genäht, so dass wir unsere 100++ Schüler gut ausstatten konnten. Aber wie gesagt: Eltern haben auch Verantwortung für ihre Kinder und können sich um die Masken kümmern.


    kl. gr. frosch

  • Zur Betreuung: Es ist sicher regionenabhängig, aber hier ist es so, dass gefühlt bei jedem zweiten Kind die Großeltern in der Nähe wohnen - eine durchaus günstige Betreuungsmöglichkeit, die von den Betreuenden meist noch gerne angenommen wird. Ich würde mal vermuten, dass dieser Umstand von vielen jungen Paaren hier bereits bei der Familienplanung berücksichtigt wird ;) .

  • In Nds. gab es auch eine Notbetreuung. Das könnte man bei halben Klassen auch wieder einrichten. Ich denke auch, dass viele private Möglichkeiten haben. Auch sonst ist es aus meiner Sicht nicht akzeptabel, dass man die Gesundheit und das Leben von Lehrkräften, Schülern und Angehörigen riskiert, weil sonst eine Minderheit ein Betreuungsproblem hat. Sorry, aber dann organisiert euch was. Und notfalls Notbetreuung in der Schule.


    Das Land hätte auch was machen können. Mehr Personal. Zu mindestens mehr Betreuungskräfte. Oder man könnte Luftreiniger anschaffen. Oder auch allgemein den Infektionsschutz verbessern. Bei uns ist da relativ wenig passiert.

  • Zur Betreuung: Es ist sicher regionenabhängig, aber hier ist es so, dass gefühlt bei jedem zweiten Kind die Großeltern in der Nähe wohnen - eine durchaus günstige Betreuungsmöglichkeit, die von den Betreuenden meist noch gerne angenommen wird. Ich würde mal vermuten, dass dieser Umstand von vielen jungen Paaren hier bereits bei der Familienplanung berücksichtigt wird ;) .

    ...für den Löwenantei der Bevölkerung, insbesondere im städtischen Raum, ist das nicht so, bzw irrelevant.

    Du musst mal aufhören, zu meinen, ein Kaff im Odenwald entspräche irgendwo der "Mehrheit" i Deutschland. Tut es in so ziemlich gar keinem Punkt.

    Denn... selbst wenn Großeleltern noch leben, und dann vllt noch in der Nähe, sind die nicht zwingend "fit" und auch nicht zwingend "erwünscht".

    Das Konzept "Generationenfamilie" hat keine Mehrheit mehr. Die stellen mittlerweile (zuminndest gefühlt) die Alleinerziehenden.

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  • Meine Liebe, du musst auch lesen ;) ! Ich schrieb bewusst, dass das hier in der Region so sei. Dass es da mitunter Abweichungen gibt, habe ich bewusst gekennzeichnet. Die Tendenz zu mehr Alleinerziehenden ist schade, aber sowas gibt es auch hier.

  • Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
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  • Hab ich weiter vorne schon geschrieben... meine persönliche Meinung: Organisier dir Betreuung. Muss ich für meine Hunde auch. Kostet mich 800 Ocken im Monat

    Allerdings zahlt dein Hund auch später nicht für deine Pension oder in die Rentenkasse ein. Da hat der Staat wohl eher Interesse etwas in die Betreuung von Kindern zu investieren.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • In Nds. gab es auch eine Notbetreuung. Das könnte man bei halben Klassen auch wieder einrichten. Ich denke auch, dass viele private Möglichkeiten haben.

    in welchen Räumen soll die denn stattfinden, wenn ja in allen Klassen normaler Unterricht stattfindet?

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  • Zur Betreuung: Es ist sicher regionenabhängig, aber hier ist es so, dass gefühlt bei jedem zweiten Kind die Großeltern in der Nähe wohnen - eine durchaus günstige Betreuungsmöglichkeit, die von den Betreuenden meist noch gerne angenommen wird. Ich würde mal vermuten, dass dieser Umstand von vielen jungen Paaren hier bereits bei der Familienplanung berücksichtigt wird ;) .

    Und regionsabhängig arbeiten bei dir Großeltern nicht mehr? Bei mir und meinen Freundin ist das jedenfalls der Fall, aber das ist ja scheinbar regionsabhängig wann man in Rente geht.

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