Schulöffnungen Bayern

  • Caro07: ich gönne dir die Impfung, halte die bisherige Impfregelung aber für absurd. Das Gros der GSLehrer ist mittlerweile geimpft, hat aber allenfalls noch Notbetreuung oder Unterricht in einer 4. Klasse mit vielleicht 12 Schülern im Wechselunterricht. Die Gymnasiallehrer sind ungeimpft, halten Unterricht in Q11 und Q12 und dürfen in unserem Fall die Testung von 170 Schülern in einer Teststrecke überwachen. Und das bei einer Inzidenz von 350.

    Das ist in der Tat absurd :stumm: wobei hier in der Region die Grund- und Förderschullehrer jetzt auch erst in den Osterferien geimpft wurden. Einen sicheren Impfschutz haben die aktuell auch noch nicht.


    Ich hoffe sehr, dass in den nächsten Tagen die Impfpriorisierung für alle Lehrer auch in Bayern kommt.

    Sei konsequent, dabei kein Arsch und bleib authentisch. (DpB):aufgepasst:

  • Die Gymnasiallehrer sind ungeimpft, halten Unterricht in Q11 und Q12 und dürfen in unserem Fall die Testung von 170 Schülern in einer Teststrecke überwachen.

    Seh ich genauso, vor allem, weil die Begründung bei "Jetzt red i" ja auch war, dass die Grundschullehrer weniger Abstand halten können, genauso wie die Erzieher, was ich auch absolut einsehe und weshalb sie auch unbedingt als erste geimpft werden sollten. ABER - dabei wird die Sache mit den Aerosolen, vor denen man sich weder mit 1,5, noch mit 2, noch mit 3 oder 4 m Abstand wirklich dauerhaft schützen kann, vergessen!!!


    Zumindest in meinem LK/SK soll die Impfung der Lehrer auch an weiterführenden Schulen vorangetrieben werden. Wir bekommen demnächst so "Tickets", wo wir Termine buchen können. Ich hoffe, sehr bald!

  • :autsch: "Magisches Viereck der Sicherheit"

    Ja, das hat mir auch besonders gut gefallen. Er war so stolz auf seinen Neologismus, dass er ihn gleich mehrmals erwähnen musste.

    Boah, dieses selbstgefällige Grinsen und Selbstlob... der Typ macht mich nur noch aggressiv.

  • Ich habe meine 5. Klasse komplett in Präsenz in einem großen Raum.

    Meine Mittelstufenklasse habe ich im Wechselunterricht (zu Hause/Präsenz). Das war von der Planung her am aufwändigsten.

    Meinen Oberstufenkurs habe ich im Wechsel in zwei nebeneinanderliegenden Räumen. Also wechsle ich alle 15-20 min. hin und her. Klappt leider nicht so richtig und ist anstrengender als die beiden Modelle oben.


    In drei verschiedenen Varianten Unterricht zu planen hat mich heute sehr geschafft :pinch:.

  • Bei uns gibts die Variante, dass die Klasse komplett da, aber auf 2 Räume aufgeteilt ist und ich hüpfe wie ein Flummi hin und her.

    Find ich absolut stressig und nicht zielführend. Im Pausenhof, im Schulbus und am Nachmittag in der Tagesstätte mischen sich die beiden Gruppen dann nämlich fröhlich, da könnte man sie gleich in voller Klassenstärke beschulen.

  • Ich bin für die Öffnung aller Förderschulen und Grundschulen, gerne mit 1,5m Abstand und dadurch Wechselunterricht. Aber diesen "Distanzunterricht" (so ein Quatsch, der Name, bei den Kleinen und Schwächeren), also diesen DU halte ich für nahezu sinnlos.

    Abgesehen davon, was ich vom DU halte, bin ich die einzige, die für generelle Schulöffnungen der GS/FS ist? Mit geimpften Lehrkräften und weit auseinandersitzenden Schülern, gerne täglich, wenn nicht möglich, dann halt im Wechsel.

    Ein Stimmungsbild interessiert mich - ich habe den subjektiven Eindruck, dass ich nicht viele Follower habe...

    LG!

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • Ich (FöS) finde es für unsere SuS zu gefährlich. Wir haben viele Kinder mit teils schweren Vorerkrankungen, die gleichzeitig aber Hygiene- und Abstandsregeln weder verstehen noch umsetzen können.

    Andererseits sind bei uns eh fast 80% der SuS in der Notbetreuung, da kann man dann auch gleich öffnen.


    Was GS angeht, bin ich unentschieden. Einerseits sehe ich es wie Du, die Kleinen profitieren vom DU wenig (vor allem die Kleinen in der 1./2. Klasse). Andererseits weiß man noch zu wenig über Langzeitfolgen einer Infektion und mit einer vollständigen Öffnung nähme man das Durchinfizieren ja billigend in Kauf. Selbst wenn nur 1 von 100 infizierten Kindern Langzeitfolgen hätte, wären das bei rund 10 Mio Kindern unter 14 ja Zehntausende, die auf lange Sicht mit den Folgen kämpfen.

  • Ich bin gegen Öffnung der GS bei hohen Inzidenzen. Ich möchte mich nicht infizieren und das wäre ja wohl vorprogrammiert, wenn man die Schule einfach so weiterlaufen lassen würde. Beim mutierten Virus ist nämlich ziemlich sicher, dass gleich die ganze Familie betroffen ist. Ihr solltet euch nicht um die Kinder Sorgen machen, sondern auch um deren Eltern.

  • Vielleicht habe ich als Geschichtslehrer da ein schiefes Bild ... aber ... alle Generationen, die Katastrophen, Pandemien, Kriege (auch als Kinder) durchleben mussten, kamen wieder auf die Beine (oder wie mein Onkel sagte: "Aus uns ist trotz Notabitur auch was geworden"). So schlimm einige Zeit Bildungsausfall ist, das kann aufgeholt werden, "gerichtet" werden ... oder man kann (je nach Jahrgangsstufe) sogar sagen, dass das zwar gut im Unterricht gewesen wäre, wenn es angesichts einer Katastrophe aber weg fällt, geht es auch ohne.

    Menschen, die an der Pandemie sterben oder schwer mit Folgeschäden erkranken ... die können das nicht mehr "aufholen" oder das kann nicht "gerichtet werden".

    Ich formuliere das jetzt evtl. härter, als ich es sonst tun würde (liegt evtl. auch daran, dass eine Cousine von mir mit Covid auf Intensiv liegt und auf der Station KEIN weiteres Bett mehr frei ist) ... aber irgendwie habe ich schon manchmal das Gefühl, dass unsere Gesellschaft Prioritäten in einer Zeit setzt, in der tausende Menschen mit dem Tod konfrontiert sind, die man evtl. überdenken sollte. Auch ein Maß "Normalität" wird gewünscht (gefordert), das einfach im Moment nicht möglich ist. Natürlich sehe ich, dass jüngere Kinder bei Distanzunterricht nicht gut klar kommen, die Eltern oft als Ersatzlehrer einspringen müssen (und wenn sie das nicht können, geht die Schere in der Bildung auseinander) ... aber was sind die Alternativen? Gerade mit Mutationen?

    Wir haben in vielen Kreisen eine Inzidenz über 100 ... da finde ich, sollte man nicht über mehr Öffnung diskutieren.

  • Was GS angeht, bin ich unentschieden. Einerseits sehe ich es wie Du, die Kleinen profitieren vom DU wenig (vor allem die Kleinen in der 1./2. Klasse).

    Bei uns haben die meisten nicht weniger gelernt als im normalen Unterricht. Jetzt im Wechselunterricht mit der kleinen Gruppenstärke lernen sie in den 135 Minuten meist sogar mehr als an einem normalen Schultag, aber auch im DU haben sie viel gelernt.


    Ich bin gegen Öffnung der GS bei hohen Inzidenzen

    Ich definitiv auch, interessiert nur offenbar scheinbar wenig, was die Lehrer wollen.


    Aber voll geimpft ist bei uns noch niemand!

  • Vielleicht habe ich als Geschichtslehrer da ein schiefes Bild ... aber ... alle Generationen, die Katastrophen, Pandemien, Kriege (auch als Kinder) durchleben mussten, kamen wieder auf die Beine (oder wie mein Onkel sagte: "Aus uns ist trotz Notabitur auch was geworden"). So schlimm einige Zeit Bildungsausfall ist, das kann aufgeholt werden, "gerichtet" werden ... oder man kann (je nach Jahrgangsstufe) sogar sagen, dass das zwar gut im Unterricht gewesen wäre, wenn es angesichts einer Katastrophe aber weg fällt, geht es auch ohne.

    Menschen, die an der Pandemie sterben oder schwer mit Folgeschäden erkranken ... die können das nicht mehr "aufholen" oder das kann nicht "gerichtet werden".

    Ich formuliere das jetzt evtl. härter, als ich es sonst tun würde (liegt evtl. auch daran, dass eine Cousine von mir mit Covid auf Intensiv liegt und auf der Station KEIN weiteres Bett mehr frei ist) ... aber irgendwie habe ich schon manchmal das Gefühl, dass unsere Gesellschaft Prioritäten in einer Zeit setzt, in der tausende Menschen mit dem Tod konfrontiert sind, die man evtl. überdenken sollte. Auch ein Maß "Normalität" wird gewünscht (gefordert), das einfach im Moment nicht möglich ist. Natürlich sehe ich, dass jüngere Kinder bei Distanzunterricht nicht gut klar kommen, die Eltern oft als Ersatzlehrer einspringen müssen (und wenn sie das nicht können, geht die Schere in der Bildung auseinander) ... aber was sind die Alternativen? Gerade mit Mutationen?

    Wir haben in vielen Kreisen eine Inzidenz über 100 ... da finde ich, sollte man nicht über mehr Öffnung diskutieren.

    ICh würde gerne ein paar Danke-Reaktionen da lassen. Ich schüttel den Kopf über so viele Aussagen in den Social Medias - ich glaube meine Nackenprobleme kommen daher

  • Bei uns gibts die Variante, dass die Klasse komplett da, aber auf 2 Räume aufgeteilt ist und ich hüpfe wie ein Flummi hin und her.

    Find ich absolut stressig und nicht zielführend. Im Pausenhof, im Schulbus und am Nachmittag in der Tagesstätte mischen sich die beiden Gruppen dann nämlich fröhlich

    Ja genau das meinte ich ja für die Oberstufe. Die Schüler sagen selbst, sie finden es weniger effektiv als DU.

  • Am Beispiel München: Inzidenz in der Stadt 95,5, benachbarter LK Freising aber 166,1

    Interessant, dann ist es bei euch genauso. Mit der Bevölkerungsdichte hat es offenbar nichts zu tun.

  • http://medizinische-intelligen…uernberg-baustein-schule/


    Ziemlich guter Beitrag vom Starter der Petition für geschlossene Schulen in Nürnberg.


    Er ist Verfechter einer No-COVID Strategie, hat aber sehr gute Vorschläge, wie Schule Sicher funktionieren kann.



    Ich bin für die Öffnung aller Förderschulen und ...

    Bitte denke bei der Forderung auch daran, dass es Förderschulen auch für ältere, rein körperbehinderte Schüler gibt. Die haben kognitiv keinerlei Probleme mit dem Distanzunterricht, sind aber bei Corona stark gefährdet.

    Sei konsequent, dabei kein Arsch und bleib authentisch. (DpB):aufgepasst:

  • Ich bin für die Öffnung aller Förderschulen und Grundschulen, gerne mit 1,5m Abstand und dadurch Wechselunterricht. Aber diesen "Distanzunterricht" (so ein Quatsch, der Name, bei den Kleinen und Schwächeren), also diesen DU halte ich für nahezu sinnlos.

    Abgesehen davon, was ich vom DU halte, bin ich die einzige, die für generelle Schulöffnungen der GS/FS ist? Mit geimpften Lehrkräften und weit auseinandersitzenden Schülern, gerne täglich, wenn nicht möglich, dann halt im Wechsel.

    Ein Stimmungsbild interessiert mich - ich habe den subjektiven Eindruck, dass ich nicht viele Follower habe...

    LG!

    Ich bin hin- und hergerissen. Für die Kinder ist es definitiv besser, in der Schule zu sein. Ich hab aber natürlich auch keine Lust auf Ansteckung. Gesellschaftlich gesehen finde ich es vernünftig, auf die zu hören, die Ahnung von Viren haben. Ich versuche also weder in Panik zu verfallen, finde es aber trotzdem schlecht für Erst- und Zweitklässler, das erste Schuljahr zu Hause zu verbringen.


    Ich denke inzwischen, dass mir vor allem eine klare, pragmatische Richtlinie und Absehbarkeiten am meisten Stress nehmen würden. Wenn ich Freitag Abend auf Karte xy gucke und dort ist die 100 erreicht, dann weiß ich, dass ich die Aufgaben im Lernportal einstelle. Wäre doch machbar? Auch für Eltern. Und dann würden sich die Nasen, die meinen, sie könnten einfach trotzdem in die Kneipe gehen (wie im Vogtland geschehen), einfach mal selbst in den Arsch beißen, wenn ihr LK dicht bleibt.

  • Danke für die interessante Diskussion und die vielen Denkanstöße!

    Ja, es stimmt, die britische Mutante ist krass gefährlich und erfordert Maßnahmen.

    Andererseits: Wenn nur die Inzidenz, nicht aber die Todeszahlen oder die Belegungen in den Intensivstationen hoch sind, warum kann man dann nicht öffnen. Ja, das ist zum momentanen Zeitpunkt nicht der Fall. Danke für diesen Hinweis.

    Nächster Gedanke: Warum auf diese Zahl 100? Warum nicht 120, 130 oder 90? Ist 100 gefährlicher als 120?

    Sind nur so Gedanken, aufgeschrieben. Von daher: Wirklich danke für eure Überlegungen.

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

    Einmal editiert, zuletzt von laleona ()

  • Bitte denke bei der Forderung auch daran, dass es Förderschulen auch für ältere, rein körperbehinderte Schüler gibt. Die haben kognitiv keinerlei Probleme mit dem Distanzunterricht, sind aber bei Corona stark gefährdet.

    Ja, das ist wiederum ein spezieller Fall - meine Freundin hat hier an der K-Schule Ref gemacht und wie gesagt wohne ich gegenüber einer Lebenshilfe-Schule.

    Alles in allem keine eindeutige Situation, tatsächlich!

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

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