Abi 2021 NRW

  • Ich mache mal ein neues Thema auf, damit es im Schulöffnungsthread NRW nicht untergeht.

    Gibt es in diversen Dienstmails (die nicht vom Ministerium kommen und öffentlich einsehbar sind), irgendwelche Hinweise, wie mit dem Abitur 2021 umgegangen wird?

    Durch die lange Schulschließung mache ich mir für meine Q1'ler Sorgen, dass wir nicht mehr mit dem erforderlichen Stoff durchkommen.

    Ich muss ja zumindest auf die Inhalte, die während der Zeit der Schulschließung behandelt wurden, besprechen ...

    Wenn die SuS teilweise weiter im Homeoffice arbeiten, macht es die Sache ja nicht gerade besser ...

    Oder müssen wir jetzt mit dem Stoff total durchhetzen?

  • Oder es gibt pro Fach eine Auswahlaufgabe mehr und der Lehrer bestimmt vorher welche 1-3 (je nach Fach) Vorschläge die Schüler bekommen.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Wird bei euch Klausuren in Q1 noch geschrieben?


    Zunächst muss ja der Stoff im Päsenzunterricht durchgegangen werden. Von 3 unterschiedlichen Gymnasien in einer Stadt habe ich 3 unterschiedliche Infos. Erstes schreibt gar keine Klausuren mehr. Zweites schreibt nur in 4 Abiturfächern. Drittes Gymnasium schreibt restliche 4-6 Klausuren in schriftlichen GK, da in LKs vor der Schulschließung bereits Klausuren geschrieben worden sind. Das kann doch nicht sein, das jede Schule in NRW macht was sie will. Noch dazu werden in BW und Bayern keine Klausuren in Q1 geschrieben.

  • Markus

    Doch, das geht auch gar nicht anders, weil die Ausgangsvoraussetzungen vor den Schulschließungen eben auch höchst unterschiedlich waren. Ziel ist es, möglichst viele Klausuren noch zu schreiben. Da dies aller Voraussicht nach aber weder zeitlich noch organisatorisch geht, fällt das eben weg. Unter Zückung der § 46 Abs. 4 Karte kann man das auch umgehen.

  • Bolzbold

    Natürlich geht es anders, indem verpflichtende Anzahl von Klausuren einheitlich festgelegt wird. Die Ausgangspositionen vor den Schulschließungen waren in den Q1-Stufen gar nicht "höchst unterschiedlich", zumal die Schulen nach dem Rahmenplan unterrichten.

    Es kann nicht zugelassen werden, dass einige Schüler ihre Leistungen „hart“ erarbeiten, während andere Schüler ihre Zensuren auf einem "leichten" Wege erwerben können. Nicht vergessen: Es handelt sich um abiturrelevante Leistungen.

    Es sollte ein Mittelweg gefunden werden, der für alle Q1-Schüler gilt.

  • Und wie willst du das einheitlich festlegen, wenn manche Schulen in einzelnen Fächern vor der Schließung schon zwei Klausuren geschrieben haben und andere haben noch gar keine (Heinsberg)? Und mit Objektivität zu kommen ist völlig lächerlich, du kannst doch nicht einmal die Leistungen von zwei parallelen Grundkursen vergleichen je nach Kollege, dann mach das mal mit verschiedenen Schulen in völlig unterschiedlichen Einzugsgebieten und evtl. noch anderen Schulformen (Gy/Ge)...

    If you look for the light, you can often find it.
    But if you look for the dark that is all you will ever see.

  • Bolzbold

    Natürlich geht es anders, indem verpflichtende Anzahl von Klausuren einheitlich festgelegt wird. Die Ausgangspositionen vor den Schulschließungen waren in den Q1-Stufen gar nicht "höchst unterschiedlich", zumal die Schulen nach dem Rahmenplan unterrichten.

    Es kann nicht zugelassen werden, dass einige Schüler ihre Leistungen „hart“ erarbeiten, während andere Schüler ihre Zensuren auf einem "leichten" Wege erwerben können. Nicht vergessen: Es handelt sich um abiturrelevante Leistungen.

    Es sollte ein Mittelweg gefunden werden, der für alle Q1-Schüler gilt.

    Naja ...

    Nehmen wir z.B. den so oft genannten Kreis Heinsberg.

    Die Schulen sind dort viel länger zu als an meinem Schulstandort. Wir haben in der Q1 bereits einige Klausuren geschrieben. Einige werden noch geschrieben.

    In Heinsberg wurde in der Q1 vll. noch keine Klausur geschrieben. In Heinsberg dürfte es ungemein schwieriger sein noch alle Klausuren in der Q1 unter zu bringen (zumal ja noch Abiklausuren geschrieben werden müssen, die Q1 gewiss nicht jeden Tag da sein wird etcpp) als an meiner Schule, wo nur noch in einigen Schienen etwas geschrieben werden muss.

    Man muss den Kolleginnen und Kollegen ja auch noch ausreichend Zeit für die Korrektur geben (und die Korrekturbelastung im Abi berücksichtigen).

    Vergleichbare Bedingungen haben wir eh nicht mehr (ok nie gehabt, aber es wird durch Corona extremer)

    Es gibt Schulen mit guten Standortbedingungen, wo die Eltern vll. noch als Hilfslehrer fungieren konnten und Schulen mit schlechten Standortbedingungen.

  • Ich tippe ebenfalls auf dezentrale Abiturprüfungen

    Das wär für das MInisterium dann das einfachste. Alternativ müssten Sie die Abiturvorgaben anpassen und passende Klausuren schnitzen.

    "Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert."
    Matthäus 10.34

  • Alternativ müssten Sie die Abiturvorgaben anpassen und passende Klausuren schnitzen.

    Das schaffen die nicht, zumal auch da die Abiturvorgaben irgendwie den Unterschiedlichkeiten der Q1 und ganz bestimmt auch der nächsten Q2 gerecht werden müssten - wer glaubt noch, dass es nicht auch im nächsten Schuljahr „merkwürdig“ wird.

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

  • Bolzbold

    Natürlich geht es anders, indem verpflichtende Anzahl von Klausuren einheitlich festgelegt wird. Die Ausgangspositionen vor den Schulschließungen waren in den Q1-Stufen gar nicht "höchst unterschiedlich", zumal die Schulen nach dem Rahmenplan unterrichten.

    Es kann nicht zugelassen werden, dass einige Schüler ihre Leistungen „hart“ erarbeiten, während andere Schüler ihre Zensuren auf einem "leichten" Wege erwerben können. Nicht vergessen: Es handelt sich um abiturrelevante Leistungen.

    Es sollte ein Mittelweg gefunden werden, der für alle Q1-Schüler gilt.

    Markus, die Zahl kann nicht einheitlich festgelegt werden, weil wie gesagt die Ausgangsvoraussetzungen höchst unterschiedlich waren/sind und die Schulen ihre Klausurpläne individuell gestalten. Das hat mit dem Rahmenplan nichts, aber auch gar nichts zu tun.
    Was Deiner Meinung nach nicht zugelassen werden kann, ist vor dem Hintergrund der Gesamtsituation völlig sekundär - und ein Mittelweg funktioniert hier eben nicht. Der Präsenzunterricht wird an jeder Schule völlig anders ablaufen - ebenfalls eine für das Schreiben von Klausuren erforderliche Klausurvorbereitung. Dann wäre da noch die Frage der Verfügbarkeit der Fachlehrkräfte und der benötigten Räume. Alles Dinge, die von Schule zu Schule höchst individuell sind.
    Deine Forderungen klingen für mich so, als wärst Du noch nicht lange im Schuldienst und als würdest Du die Gesamtsituation noch nicht ganz überblicken können.
    Überlege Dir mal, aus welchen (schulfachlichen) Gründen das MSB bisher eine pauschale Vorgehensweise, die für alle Schulen gilt, bisher vermieden hat.

  • ‚Heinsberg‘ ist kein relevanter Vergleich. Es gibt immer „Ausreißer“ wie Heinsberg oder ein paar Schulen, die geschlossen wurden oder eventuell schließen werden.


    Und mal ehrlich, durch die 5 Wochen der Schulschließung wurde kein Schüler schlechter als er zuvor war.


    Bzgl. der Eltern: Bei den großen Q1-Schülern kann man größtenteils davon ausgehen, dass deren Bemühungen und Nicht-Bemühungen ausschließlich von ihnen selbst abhängen und kaum von Eltern.


    Daher ist die Situation bei den Q1-Stufen im Großen und Ganzen ähnlich. Der Mittelweg sollte der sein, wieviel am Lernstoff die Schulen in den nächsten 2-3 Wochen schaffen, um darauf basierend in den letzten 1-2 Wochen einige Klausuren schreiben zu können.


    Viele Gymnasien haben im 2. HJ zumindest jeweil eine Klausur in LKs geschrieben. Dann könnte noch jeweils eine Klausur in 2 Abi-GK geschrieben werden. Alles weiteres ist nicht zu schaffen.

  • Markus

    Genau das passiert doch.
    Was die Klausuren im fiktiven 3. und 4. Abiturfach angeht, so stehen diese zum einen offiziell und zum anderen für einige Schüler noch gar nicht fest, sofern sie sich durch ihre Klausurwahlen die Möglichkeiten offenhalten. Faktisch würde Deine Forderung jedoch bedeuten, dass in jedem Fach eine Klausur geschrieben werden muss, wenngleich nicht von allen Schülern - und das ist organisatorisch wahrscheinlich nicht zu leisten.

  • Bolzbold

    Leider im Gegenteil: Wie oben geschrieben, eine Schule will alle Klausuren schreiben lassen und andere Schule gar keine. Ein so krasser Unterschied darf es nicht geben.

    Nö, so habe ich nicht gemeint. Fakt ist, dass in jedem Fach eine Klausur zu schreiben nicht mehr möglich ist.

    Die Frage nach einem Mittelweg ist noch offen...

  • ‚Heinsberg‘ ist kein relevanter Vergleich. Es gibt immer „Ausreißer“ wie Heinsberg oder ein paar Schulen, die geschlossen wurden oder eventuell schließen werden.

    Nein, ist aber trotzdem relevant. Die haben seit *8* Wochen keinen Unterricht gehabt. Diese Schüler und Lehrer werden stets vergessen.

  • Sorgen um 2021...

    Bei uns am Weiterbildungskollegskolleg gibt es auch noch den Herbsttermin 2020. Da darf man wirklich gespannt sein. Ich bin froh, dass ich in dem Abitur nicht eingesetzt sind.

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