Impfpflicht für Lehrer

  • Es gibt doch schon eine Impfpflicht für Lehrer: Wir mussten uns alle gegen Masern impfen lassen (oder einen entsprechenden Titer nachweisen). Noch dazu gibt es den Masernimpstoff nicht als Einzelimpfstoff. Was ist daran anders als es an einer Corona-Impfpflicht wäre?

  • Was ist daran anders als es an einer Corona-Impfpflicht wäre?

    In dem Artikel geht es explizit um eine Impfpflicht für Lehrer (Covid). Die Masern-Impfpflicht gilt für alle (ab 1970 geb.), die in einer Gemeinschaftseinrichtung arbeiten oder betreut werden, also auch Schüler und Kita-Kinder.

  • Würdest du dann Impfpflicht für Pflegekräfte fordern? Oder dass sich nur Geimpfte aus dem Team um deine Tante kümmern dürfen?

    Ersteres.

    Ich hätte aber auch kein Bauchweh bei einer Impfpflicht für alle Berufsgruppen, die mit Menschen arbeiten oder meinetwegen auch für die gesamte Bevölkerung.

  • Es gibt doch schon eine Impfpflicht für Lehrer: Wir mussten uns alle gegen Masern impfen lassen (oder einen entsprechenden Titer nachweisen). Noch dazu gibt es den Masernimpstoff nicht als Einzelimpfstoff. Was ist daran anders als es an einer Corona-Impfpflicht wäre?

    Ein entscheidender Unterschied wird bereits im 4. Beitrag dieses Threads von "Tazz" dargelegt.

    Wenn ich mit meiner Kurzrecherche richtig liege, wurde der MMR-Impfstoff 1971 in den USA und 1980 in Deutschland zugelassen. Man hatte also über 40 Jahre Erfahrung mit dem Zeug, bevor man diesen Impfstoff zwangsverordnet hat.

  • Ein entscheidender Unterschied wird bereits im 4. Beitrag dieses Threads von "Tazz" dargelegt.

    Wenn ich mit meiner Kurzrecherche richtig liege, wurde der MMR-Impfstoff 1971 in den USA und 1980 in Deutschland zugelassen. Man hatte also über 40 Jahre Erfahrung mit dem Zeug, bevor man diesen Impfstoff zwangsverordnet hat.

    Das ist de facto irrelevant. Das Argument mit möglichen Langzeitschäden bzw. fehlenden Langzeitstudien ist immer wieder zu hören, wird dadurch aber nicht sinnvoller und liegt an einer Verwechslung von "Langzeitfolgen" kurzfristiger Nebenwirkungen und "Langzeitnebenwirkungen". Bei Impfstoffen sind klassische Langzeit-Nebenwirkungen anders als bei dauerhaft eingenommenen Medikamenten nicht zu erwarten, was gerade an der fehlenden Anreicherung im Körper liegt. Entscheidend ist die Untersuchung auf häufige und seltene Nebenwirkungen. Für Letztere benötigt man Daten aus einer hinreichend großen Stichprobe, die wir durch die weltweiten Impfkampagnen inzwischen aber haben bzw. derzeit erhalten.

  • Das ist de facto irrelevant. Das Argument mit möglichen Langzeitschäden bzw. fehlenden Langzeitstudien ist immer wieder zu hören, wird dadurch aber nicht sinnvoller und liegt an einer Verwechslung von "Langzeitfolgen" kurzfristiger Nebenwirkungen und "Langzeitnebenwirkungen". Bei Impfstoffen sind klassische Langzeit-Nebenwirkungen anders als bei dauerhaft eingenommenen Medikamenten nicht zu erwarten, was gerade an der fehlenden Anreicherung im Körper liegt. Entscheidend ist die Untersuchung auf häufige und seltene Nebenwirkungen. Für Letztere benötigt man Daten aus einer hinreichend großen Stichprobe, die wir durch die weltweiten Impfkampagnen inzwischen aber haben bzw. derzeit erhalten.

    Nun ja, sollten die neuartigen Impfstoffe z.B. fruchtschädigende Effekte haben, dann ist nicht der Zeitraum, die Dauer oder die Menge entscheidend, sondern der Zeitpunkt der Verabreichung. Die Firma Grünthal hatte da mal ein prima Präparat, hervorragend und lange getestet, nur leider an den falschen Versuchstieren. Der Rest ist Geschichte.

    Von wegen Schuft, ein Zyniker ist ein enttäuschter Idealist!

  • Das ist de facto irrelevant. Das Argument mit möglichen Langzeitschäden bzw. fehlenden Langzeitstudien ist immer wieder zu hören, wird dadurch aber nicht sinnvoller und liegt an einer Verwechslung von "Langzeitfolgen" kurzfristiger Nebenwirkungen und "Langzeitnebenwirkungen". Bei Impfstoffen sind klassische Langzeit-Nebenwirkungen anders als bei dauerhaft eingenommenen Medikamenten nicht zu erwarten, was gerade an der fehlenden Anreicherung im Körper liegt. Entscheidend ist die Untersuchung auf häufige und seltene Nebenwirkungen. Für Letztere benötigt man Daten aus einer hinreichend großen Stichprobe, die wir durch die weltweiten Impfkampagnen inzwischen aber haben bzw. derzeit erhalten.

    Es gibt auch zahlreiche Quellen, in denen nichts von vermeintlichen "Fakten" steht, sondern, dass man nicht wisse, ob es Langzeitnebenwirkungen geben werde, aber man geht davon aus, dass dem nicht so ist und bisher ist alles gut gegangen usw.

    Vektor- und mRNA-Impfstoffe sind neu und da KANN es auch anders kommen, als man es bislang kennt. Mich freut es, wenn es so ist, dass es keine Langzeitnebenwirkungen gibt, aber WISSEN kann man das m.E. erst in Jahren.

  • Nun ja, sollten die neuartigen Impfstoffe z.B. fruchtschädigende Effekte haben, dann ist nicht der Zeitraum, die Dauer oder die Menge entscheidend, sondern der Zeitpunkt der Verabreichung. Die Firma Grünthal hatte da mal ein prima Präparat, hervorragend und lange getestet, nur leider an den falschen Versuchstieren. Der Rest ist Geschichte.

    Dir ist dabei schon klar, dass Contergan als Arzneimittel zur regelmäßigen Einnahme zugelassen war und nicht als Impfstoff, von dem man 1-2x mal eine geringe Dosis erhält, oder? Ich habe oben bereits den Unterschied angesprochen. Das Beispiel ist noch aus anderen Gründen nicht sinnvoll (oder bewusst polemisch?) gewählt: Contergan wurde Mitte der 50er Jahre nach vornehmlich Tierversuchen zugelassen, die Wirkung am Menschen nur grob erkundet. Ein erstes Arzneimittelgesetz trat in Deutschland überhaupt erst 1961 in Kraft, in welchem noch immer nicht die Prüfung einer therapeutischen Wirkung notwendig war. Erst 1964 wurde dann die klinische Prüfung eines zuzulassenden Arzneimittels überhaupt aufgenommen.


    Der Vergleich von dem kaum geprüften Arzneimittel Contergan mit Impfstoffen aus heutigen Zulassungsverfahren geht m.E. vollkommen an der Sache vorbei.

    Es gibt auch zahlreiche Quellen, in denen nichts von vermeintlichen "Fakten" steht, sondern, dass man nicht wisse, ob es Langzeitnebenwirkungen geben werde, aber man geht davon aus, dass dem nicht so ist und bisher ist alles gut gegangen usw.

    Vektor- und mRNA-Impfstoffe sind neu und da KANN es auch anders kommen, als man es bislang kennt. Mich freut es, wenn es so ist, dass es keine Langzeitnebenwirkungen gibt, aber WISSEN kann man das m.E. erst in Jahren.

    Noch einmal: Du verwechselst Langzeitfolgen von Nebenwirkungen bei Impfstoffen mit Langzeitnebenwirkungen bei Arzneimitteln. Das ist nicht zielführend.

  • Noch einmal: Du verwechselst Langzeitfolgen von Nebenwirkungen bei Impfstoffen mit Langzeitnebenwirkungen bei Arzneimitteln. Das ist nicht zielführend.

    Nein, ich meine es genau so, wie ich es geschrieben habe, Seph. Recherchiere und lies einfach mal gründlicher, dann wirst auch du, Seph, erkennen, dass es nicht absolut sicher ist, dass bei neuartigen Impfstoffen nicht mit Langzeitnebenwirkungen/Spätfolgen zu rechnen sei.

    Andererseits möchte ich dir, Seph, deinen Glauben an diese vermeintliche Sicherheit auch nicht nehmen. Damit lebt es sich bestimmt angenehmer und bequemer.

    Ich werde dich, Seph, jedenfalls nicht noch mal zur tiefgründigeren Recherche auffordern. Möge jeder in seiner Glaubensblase glücklich werden.


    Leider neigen Menschen, zumindest in unserer Kultur, dazu, Dinge als absolut sicher darzustellen, die nur z.B. (sehr) naheliegend oder (sehr) wahrscheinlich sind. Tritt dann doch der unwahrscheinlichere Fall ein, heißt es hinterher „Das hat ja keiner ahnen können.“, „Das war nicht abzusehen.“ etc. Und diesbezüglich ist die aktuelle Situation eben doch mit dem Contergan-Fall vergleichbar. Auch damals gab es Leute, die als Experten gesagt haben, dass Contergan absolut sicher sei und zwar ausdrücklich auch für Schwangere. Ähnliches gilt z.B. für Glyphosat. Oder Pandemrix. Und, aufgepasst, Seph, es geht in diesem Abschnitt nicht um Langzeitnebenwirkungen vs. Langzeitfolgen, sondern um das Suggerieren von absoluter Sicherheit, die man leider oft nicht hat. Ob es gerechtfertigt ist, neuartige Impfstoffe mit lange bekannten hinsichtlich möglicher Langzeitrisiken zu vergleichen, bleibt abzuwarten. Wie gesagt, es mag naheliegend und sehr wahrscheinlich sein, vollkommen sicher ist es nicht.

    Ich hoffe, dass der anscheinend objektiv wahrscheinlichere Fall, dass hinsichltich Langzeitnebenwirkungen/Spätfolgen alles gut gehen wird, auch tatsächlich eintreten wird. Ein Restrisiko bleibt und ich kann jeden verstehen, der sich deswegen (vorerst) nicht impfen lassen möchte.


    Jeder sollte hierüber frei entscheiden dürfen, insbesondere bei neuartigen Impfstoffen, auch wenn das Risiko einer Erkrankung mit Covid19, welches wiederum mit dem Risiko eines schweren Verlaufs verbunden ist, derzeit gemittelt als deutlich höher eingeschätzt wird als das Risiko eines schweren Impfschadens oder entsprechender Spätfolgen.

  • Es gibt doch schon eine Impfpflicht für Lehrer: Wir mussten uns alle gegen Masern impfen lassen (oder einen entsprechenden Titer nachweisen).

    Nein, das stimmt so nicht und darauf habe ich oben (wie auch Lehrerin2007) bereits hingewiesen: Dies gilt nur für Lehrkräfte ab Geburtsjahr 1971 und explizit nicht für Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen!

  • Könntest du dazu bitte mal eine Quelle verlinken? Danke.


    Wenn ich dazu recherchiere, stoße ich vor allem auf solche Aussagen:
    https://www.zdf.de/nachrichten…langzeitschaeden-100.html


    Z.B. hier:

    https://www.nzz.ch/visuals/cor…-ist-zu-gef-hrlich-second

    siehe Antwort zu Behauptung 2.

    Auch in dem von dir verlinkten, mir bekannten Artikel steht etwa zu Beginn das Zitat von Susanne Stöcker vom PEI, dass Langzeit-Nebenwirkungen, die erst nach Jahren auftreten, bei Impfstoffen generell nicht bekannt seien.

    "Nicht bekannt" heißt nicht "unmöglich", sondern bisher war es so und diese Erfahrung bezieht sich natürlich in erster Linie auf die langbewährten Impfstoffarten, nicht auf die neuartigen. Weiter unten wird zwar auch diesbezüglich beruhigend argumentiert, dass die mRNA nach etwa 50 Stunden im Körper nicht mehr nachweisbar sei, aber wenn diese in der Lage war, die Bildung von Antikörpern anzuregen, könnten von der mRNA oder der Nano-Lipidhülle, auch andere, negative Prozesse in Gang gesetzt worden sein, deren Folgen womöglich erst nach langer Zeit sichtbar werden.

    Ich sage ja nicht, dass ich daran glaube oder das für wahrscheinlich halte, sondern argumentiere lediglich gegen die vermeintliche absolute Sicherheit, was Spätfolgen angeht.

    Klar muss man immer abwägen, aber bei so neuartigen Impfstoffen bin ich definitiv gegen eine Impfpflicht.


    Und z.B. Finnland hat es auch ohne Zwang geschafft, Masernerkrankungen fast auf Null zu senken.

  • Der Vergleich mit Contergan ist tatsächlich Blödsinn. Aber...

    Du verwechselst Langzeitfolgen von Nebenwirkungen bei Impfstoffen mit Langzeitnebenwirkungen bei Arzneimitteln. Das ist nicht zielführend.

    ...wenn beispielsweise eine Autoimmunerkrankung ausgelöst wird, hat man schlicht eine Langzeitfolge der Nebenwirkung und ist chronisch krank.


    Aber auch du, Alasam, solltest wissen, dass es bei Polioimpfungen z.B. in Einzelfällen zu Fällen von Kinderlähmung durch die Impfung kam. Dies ist, Alasam, schrecklich für dieses Kind und seine Familie. Trotzdem, Alasam, wurden dadurch hunderttausende anderer Kinder geschützt. Und da wir, wie du weißt, Alasam, in Gesellschaften zusammenleben, muss auch entschieden werden, was für die Gesellschaft richtig ist, auch wenn die Freiheit des einzelnen eingeschränkt wird.


    Ich sehe Impfpflichten auch kritisch, aber nur, solange die Impferei flächendeckend funktioniert, weil sich nur wenige Anthros aus der Verantwortung ziehen.

  • Nein, das stimmt so nicht und darauf habe ich oben (wie auch Lehrerin2007) bereits hingewiesen: Dies gilt nur für Lehrkräfte ab Geburtsjahr 1971 und explizit nicht für Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen!

    Danke übrigens, da hat das meine Schule aber selbst falsch verstanden. Wir haben nämlich maximal 1% minderjährige Schüler und ich habe nachgelesen, dass es in NRW genauso ist.

  • Danke übrigens, da hat das meine Schule aber selbst falsch verstanden. Wir haben nämlich maximal 1% minderjährige Schüler und ich habe nachgelesen, dass es in NRW genauso ist.

    Gern geschehen! Bei uns hatten im letzten Jahr diverse KuK bzgl. der Masernimpfpflicht bei der SL nachgefragt, die sich dann gemeinsam mit dem PR mal "auf die Suche" nach den Regelungen für berufliche Schulen begeben hatte.

  • Gern geschehen! Bei uns hatten im letzten Jahr diverse KuK bzgl. der Masernimpfpflicht bei der SL nachgefragt, die sich dann gemeinsam mit dem PR mal "auf die Suche" nach den Regelungen für berufliche Schulen begeben hatte.

    Mein Impfpass war weg und es werden ja sogar "zwei" Impfungen verlangt. Da habe ich schon privates Geld verschwendet deshalb nochmal zum Arzt zu gehen, das würde ich am liebsten von der Schulleitung zurückfordern...

  • Nun ja, sollten die neuartigen Impfstoffe z.B. fruchtschädigende Effekte haben, dann ist nicht der Zeitraum, die Dauer oder die Menge entscheidend, sondern der Zeitpunkt der Verabreichung. Die Firma Grünthal hatte da mal ein prima Präparat, hervorragend und lange getestet, nur leider an den falschen Versuchstieren. Der Rest ist Geschichte.

    Darauf gibt es aber bisher keinerlei Hinweise.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • In NRW gilt die Regelung: wenn weniger als 50% der Schüler*innen unter 18 sind muss die Impfung nachgewiesen werden. Daher mussten wir am BK unsere Impfung nachweisen. Bei uns ist die Mehrheit Minderjährig, oder es ist zumindest sehr an der Kippe.

    Aber ohne Impfpass hätte ich einfach den Titer bestimmen lassen und das somit belegt. Billiger als 2 Impfungen.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Absolute Sicherheit kann es nicht geben. Übrigens auch bei einer Corona-Infektion nicht: auch ein junger, gesunder Mensch kann sehr schwer an Covid erkranken, auch wenn das sehr unwahrscheinlich ist.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Absolute Sicherheit kann es nicht geben. Übrigens auch bei einer Corona-Infektion nicht: auch ein junger, gesunder Mensch kann sehr schwer an Covid erkranken, auch wenn das sehr unwahrscheinlich ist.

    Hat er oder sie ja geschrieben. Es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass möglicherweise irgendwann irgendwas auftreten wird. Trotzdem ist eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen nicht komplett unrealistisch. Ob das bei einem derart schnell mutierenden Virus gemacht wird... Man müsste ja aller halbe Jahr auffrischen, so wie es derzeit aussieht.

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