Papierklassenbuch schon wieder verschwunden

  • Hallo zusammen,


    bei uns in der Schule verschwinden, wenn auch nicht regelmäßig ab und zu mal die Papierklassenbücher.


    Wir machen davon keine Kopien und dann sind die Daten vollständig weg.


    Dies ist ärgerlich, da die komplette Auflistung der Fehlzeiten und die Einträge im Papierklassenbuch stehen.


    Außerdem kostest das die Schule jedes mal wieder Geld, wenn neue Papierklassenbücher beschafft werden müssen.


    Wie geht ihr damit um und wie kann so etwas eurer Meinung nach vermieden werden?


    Viele Grüße


    Hottenbacher

  • Die gehen in schöner Regelmäßigkeit "unter", tauchen in der Regel aber nach spätestens 2 Tagen wieder auf. Es sei denn, ein Kollege steckt es aus Versehen in die Tasche, geht damit nach Hause und wird krank :wacko: (kam schon vor). Also ständig neu kaufen? Nö. Gar nicht.

  • Wie kann das sein? Offenbar geht ihr schlampig damit um. Die Dinger dürfen niemals nicht unbeaufsichtigt rumliegen. Einstecken ist sowieso verboten, viel zu viele sensible Daten.

  • Die Lösung für das größte Problem, nämlich den drohenden Datenverlust, hast Du selbst schon aufgeführt: Regelmäßig Kopien erstellen. In der deutschen Bildungslandschaft werden Backups halt noch auf Papier gesichert.

  • Wir können die Klassenbücher ja nicht jedes mal zwischen den Stunden mit ins Lehrerzimmer nehmen uns übergeben.


    Deshalb bleiben die öfter in den Klassenzimmern liegen.


    Ich bin persönlich auch der Meinung das Vertrauen gegenüber meinen Schülern das A & O ist.

    Leider wird das manchmal gebrochen aber ich als Lehrer muss den ersten Schritt machen, was das angeht.


    Kopien sind wahrscheinlich genau das richtige.


    Zwar umständlich aber anders scheint es nicht zu funktionieren bei uns.


    Wie macht ihr das mit den Kopien Mueller Luedenscheidt ?


    Wie geht ihr denn mit den Klassenbücher um @karuna ?

  • Wir können die Klassenbücher ja nicht jedes mal zwischen den Stunden mit ins Lehrerzimmer nehmen uns übergeben.


    Deshalb bleiben die öfter in den Klassenzimmern liegen.

    Rein datenschutzrechtlich ist das fragwürdig, da das Klassenbuch ja personenbezogene Daten enthält. Trotzdem läuft es bei uns auch so, da andere Lösungen (z. B. die von dir erwähnte persönliche Übergabe) im Schulalltag kaum praktikabel sind.


    Wie macht ihr das mit den Kopien Mueller Luedenscheidt ?

    Also der klassische Weg sieht vor, Papierkopien anzufertigen und diese an einem sicheren Ort aufzubewahren (z. B. im Klassenordner). Deutlich weniger aufwändig ist es, elektronische Kopien anhand eines digitalen Endgerätes (auf welchem die Verarbeitung schüler*innenbezogener Daten natürlich erlaubt sein muss) und einer Scanner-App (z. B. Microsoft Lens) zu erstellen.

  • Wir können die Klassenbücher ja nicht jedes mal zwischen den Stunden mit ins Lehrerzimmer nehmen uns übergeben.


    Deshalb bleiben die öfter in den Klassenzimmern liegen.

    Na ja, "können" könnte man schon (also die Klassenbücher zwischen den Stunden mit ins LZ nehmen, meine ich), wird bei uns aber auch nicht gemacht. Entweder bleiben die Klassenbücher in den Räumen liegen oder - wenn die Klasse den Raum wechselt - ein/e beauftragte/r Schüler/in nimmt es mit. Das klappt bei uns super und es ist in all' den Jahren, in denen ich an meiner Schule bin (wir haben aber ja auch eine ältere, i. d. R. zuverlässige Schülerklientel), nur zweimal vorgekommen, dass Klassenbücher auf Nimmerwiedersehen verschwunden sind: Einmal ist einem Sportkollegen in der zweiten Schulwoche des Schuljahres ein Klassenbuch in der Sporthalle abhanden gekommen (das fand sich Jahre später verstaubt hinter einem Sprungkasten wieder ;-) ) - war nicht so schlimm, weil ja noch nicht viele Eintragungen drin waren - und einmal ist ein Klassenbuch mitsamt Schüler verschwunden (der hat es wohl - vermutlich aufgrund seiner unentschuldigten Fehlzeiten - während des Unterrichts vom Lehrerpult "geklaut"; die anwesende Lehrkraft war sich sicher, dass es zu Stundenbeginn dort noch lag und bemerkte erst nach Stundenende das Fehlen). Weder Schüler noch Klassenbuch sind jemals wieder aufgetaucht; er wohnte in einer Einrichtung und ist von dort "abgehauen".


    Ich kopiere einmal wöchentlich die Fehlzeiten aus dem Klassenbuch meiner Klasse.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Wie geht ihr denn mit den Klassenbücher um @karuna ?

    Da ich an einer Förderschule arbeite, geben wir uns die Klinke in die Hand, die Kinder kann man nicht wirklich alleine lassen. Daher sind die Klassenbücher nicht 'allein'. Aus meiner Schulzeit kenne ich es so, dass ein*e Streber*in Klassenbuchdienst hatte und das Ding mit in Fachräume nehmen musste (und gleich noch darauf gewartet hat, dass eingetragen wurde).


    Jeden Tag zig Klassenbücher zu kopieren finde ich die denkbar umständlichste Variante. Wo sollen die Papierstapel auch hin? Und das ist eine rhetorische Frage, ich will nicht wirklich wissen, wer dafür Ordner anlegt, Schränke pflegt, Schlüssel verwaltet und weiß Gott noch was für Arbeit hat.

  • Da ich an einer Förderschule arbeite, geben wir uns die Klinke in die Hand, die Kinder kann man nicht wirklich alleine lassen. Daher sind die Klassenbücher nicht 'allein'. Aus meiner Schulzeit kenne ich es so, dass ein*e Streber*in Klassenbuchdienst hatte und das Ding mit in Fachräume nehmen musste (und gleich noch darauf gewartet hat, dass eingetragen wurde).


    Jeden Tag zig Klassenbücher zu kopieren finde ich die denkbar umständlichste Variante. Wo sollen die Papierstapel auch hin? Und das ist eine rhetorische Frage, ich will nicht wirklich wissen, wer dafür Ordner anlegt, Schränke pflegt, Schlüssel verwaltet und weiß Gott noch was für Arbeit hat.

    Bevor Missverständnisse aufkommen: ich würde das auch nicht jeden Tag machen. Aber eben in regelmäßigen Abständen.

    Wenn das Klassenbuch im Mai verschwinden würde und damit die komplette Schuljahresdokumentation der Fehlzeiten ebenfalls, wäre das schon eine üble Sache.

  • ... verschwinden würde und damit die komplette Schuljahresdokumentation der Fehlzeiten ebenfalls, wäre das schon eine üble Sache.

    Auf jeden Fall, aber das wäre halt nicht mein Problem, das Kopieren und Abheften der Kopien aber durchaus. Für mich ist diese Dokumentiererei sowieso ein Graus, ich würde keinesfalls vorschlagen, dass wir zur Sicherheit künftig so vorgehen sollten, weil das natürlich nicht die Sekretärin schafft, sondern wieder mal die Klassenleitungen ran müssten.

  • Die Lösung für das größte Problem, nämlich den drohenden Datenverlust, hast Du selbst schon aufgeführt: Regelmäßig Kopien erstellen. In der deutschen Bildungslandschaft werden Backups halt noch auf Papier gesichert.

    Die Kopien können aber durchaus auch digital erstellt werden. Dann spart man Papier und kann sie leicht löschen.

  • Eine Übergabe der Klassenbücher an den nachfolgenden Kollegen hieße ja meistens, dass jeder Lehrer nach jeder Stunde ins LZ müsste. Das wäre bei uns nicht praktikabel und zu einem absoluten Chaos führen bei ü 100 Kollegen.

    Wir geben das Klassenbuch zuverlässigen Schülern mit, die es zum Unterricht in die anderen Klassenräume tragen.

    Sofern die Klassen einen eigenen Raum haben und der allermeiste Unterricht in diesem stattfindet, könnte man es ja auch dort verschließen (abschließbare Schublade am Lehrertisch)

    Ich kopiere das KB meiner Klasse aktuell etwa alle 3-4 Wochen

  • abschließbare Schublade am Lehrertisch

    Wenn wir noch "echte" Pulte mit verschließbaren Schubladen hätten, würde ich die nutzen. Wir haben aber mittlerweile in jedem Raum diese EDV-Tische mit Kabelkanal. ;-)

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Bei uns gab es früher einen Klassenbuchdienst. Der war dann quasi dafür verantwortlich, dass das Klassenbuch mitwandert. Vermutlich rechtlich nicht ganz sauber und haftbar gemacht werden kann ja ein Kind eh nicht.


    Eine Alternative wären vlt Kursbücher für jeden Lehrer? Wäre dann nur sehr viel zu schleppen für jedes Fach - und ich weiß nicht ob es rechtlich zulässig ist.

  • Genau, erster Schritt wäre eine wöchentliche Kopie, die könnte man auch digital machen.


    Wir haben das gemacht, bevor das digitale Klassenbuch kam.


    Als wir noch die Papierform hatten, mussten wir es nach der DSGVO nach jedem Unterricht ins Lehrerzimmer bringen oder dem nächsten Kollegen übergeben.


    Bei uns sind die Klassenbücher auch gelegentlich verschwunden, ganz schlecht.

  • Es gibt noch Schulen mit Papier-Klassenbücheren?


    Die Einführung eines digitalen Klassenbuches war bei uns die einzige der vielen Änderungen der letzten drei Jahren, an der ich im Rückblick nun wirklich überhaupt nichts negatives finden kann. Die Vorteile sind so immens, dass ich den Gedanken eines handschriftlich geführten Papierklassenbuches inzwischen geradezu absurd finde.


    (Werbung muss man dafür übrigens nicht machen, es gibt nur wenige System im Markt und aus der sonstigen digitalen Infrastruktur der Schule ergibt sich idR automatisch das ein zu führende digitale Klassenbuch. Nämlich das, was zur verwendeten Stunden- und Vertretungsplansoftware passt.)

  • Die Einführung eines digitalen Klassenbuches war bei uns die einzige der vielen Änderungen der letzten drei Jahren, an der ich im Rückblick nun wirklich überhaupt nichts negatives finden kann.

    Der Umstand, dass man zu Beginn der Stunde den Computer starten muss bzw. sich an diesem anmelden, um zumindest eine Anwesenheitskontrolle machen zu können, kostet schon Zeit. Leider wieder mal Unterrichtszeit.


    Ansonstem, ja, wenn man die Daten erstmal drin hat, stelle ich mir das auch praktisch vor.


    Papierklassenbücher sind, glaube ich, noch recht verbreitet.


    PS: Wir haben schon mal Netzausfälle in den Klassenräumen. Dann hätten wir wohl auch keinen Zugriff auf das elektrische Klassenbuch. Was machen wir dann?

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

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