Bluthochdruck: ich? Ja, tatsächlich:(

  • Es ist für mich unglaublich. Ich hatte immer zu niedrigen Blutdruck. Plötzlich ist er viel zu hoch! Ich bin nicht übergewichtig und mache Sport (allerdings aktuell selten, daran muss ich was ändern). Auch an der Ernährung muss ich Schrauben (Salz, fettarm etc).


    Ich habe einen Arztermin diese Woche. Da wird vermutlich erstmal eine 24h-Messung durchgeführt. Was ich vermeiden will, ist eine regelmäßige Medikamenteneinnahme. Daher dachte ich: frage mal das Forum mit seiner Schwarmintelligenz, was ich zusätzlich noch machen könnte. Ich habe zwar schon recherchiert, aber da lande ich oft bei sündhaft teuren Nahrungsergänzungsmittel.


    Es würde einige meiner körperlichen „Gebrechen“ der letzten Wochen erklären, aber mal ernsthaft: liegt das nur am Alter und an zu vielen Chips?

  • Blutdruck. Plötzlich ist er viel zu hoch! Ich bin nicht übergewichtig und mache Sport (allerdings aktuell selten, daran muss ich was ändern). Auch an der Ernährung muss ich Schrauben (Salz, fettarm etc).

    Besser erst mal nicht hier fragen oder danach googlen, sondern ärztliche Diagnose abwarten, sonst kommt bei der von dir dargestellten Situation Folgendes raus:


    Zitat

    Achtung: Bei plötzlichem, massivem Blutdruckanstieg mit Anzeichen von Organschäden (Hypertensiver Notfall) sofort den Notarzt alarmieren (Notrufnummer: 112)!

    Quelle: https://www.netdoktor.de/krankheiten/bluthochdruck/

  • Seltsamerweise wollen gerade viele Blutdruckpatienten die Medikamenteneinnahme vermeiden. Warum eigentlich? Das kann wichtige negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Ich würde den Arzttermin abwarten. Sicher kann man durch gesunde Lebensweise den Blutdruck verbessern, aber ich würde erst einmal Medikamente nicht unbedingt ablehnen.

    Ich muss seit ca. 9 Jahren Schilddrüsenmedikamente schlucken und der Arzt sagt, das geht so weiter bis zu meinem Ableben. Die kann ich durch nichts ersetzen. Allerdings geht es mir seit der Diagnose und den Tabletten um Einiges besser als vorher.

    Man kann nur was aus dem Ärmel schütteln, wenn man vorher etwas reingetan hat.

  • Mein Blutdruck war auch immer grottig und plötzlich ist er auch latent zu hoch. Ich habe auch leichtes Übergewicht, bin 50, aber allein daran kann´s nun nicht liegen. Viele in meiner Familie väterlicherseits haben zu hohen Blutdruck, mütterlicherseits niemand. Viele Verwandte sind bei mir an den Folgen des unbehandelten Bluthochdrucks gestorben (Hirnblutungen, Herzinfarkte). Denn (so hat es mir die Ärztin erklärt): Das Blutdrucksenkmittel SCHONT die Gefäße. Denn (das hat mir ein Freund erklärt): Sind die Gefäße vom hohen Blutdruck erst einmal kaputt, kann man sie nicht wieder reparieren. Irreversibel quasi (wollte das schöne Wort hier nicht unerwähnt lassen).

    Meine Tante, 82 Lenze jung, macht seit Jahren zusätzlich zu den Blutdrucktabletten Yoga und Meditation. Täglich ein Glaserl Rotwein gibt´s bei ihr auch, angeblich hilft das auch.

    Also, ich nehme nun seit 6 Monaten die Tabletten und bin nicht stolz drauf, habe aber noch keine Alternative gefunden, nur ergänzende Maßnahmen (der Arzt meinte, abnehmen brächte bei mir nicht so viel. Übergewicht zu gering).

    Ergänzende Maßnahmen: Sport, gesunde Ernährung, Entspannung

    Sollte sich durch meine ergänzenden Maßnahmen der Blutdruck soweit senken, dass bei der nächsten 24-Stunden-Messung ein zu niedriger Wert rauskommt, dann setze ich selbstversätndlich die Tabletten ab. Wenn die Ärztin mir das empfiehlt.

    Aber denk an deine Gefäße, kümmere dich jetzt gleich drum, irreversibel und so.

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • Seltsamerweise wollen gerade viele Blutdruckpatienten die Medikamenteneinnahme vermeiden. Warum eigentlich? Das kann wichtige negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Ich würde den Arzttermin abwarten. Sicher kann man durch gesunde Lebensweise den Blutdruck verbessern, aber ich würde erst einmal Medikamente nicht unbedingt ablehnen.

    Ich muss seit ca. 9 Jahren Schilddrüsenmedikamente schlucken und der Arzt sagt, das geht so weiter bis zu meinem Ableben. Die kann ich durch nichts ersetzen. Allerdings geht es mir seit der Diagnose und den Tabletten um Einiges besser als vorher.

    Schilddrüsenhormone kann man zum Glück relativ unkompliziert substituieren. Und muss man auch, ohne lebt sichs schlecht. Das hat aber mit dem Symptom 'Bluthochdruck' nicht das Geringste gemein und bevor ich eine dauerhafte Medikation nehme, die natürlich Nebenwirkungen hat, schaue ich erst mal, was alternativ helfen könnte. Vor der Diagnose irgendwas zu behandeln geht aber nicht.

  • Gibt's leider. Ich neige auch zu hohem Blutdruck obwohl ich nicht übergewichtig und einigermassen sportlich bin. Genetische Veranlagung und Stress sind zwei Faktoren, an die oft nicht gedacht werden. Mein Vater ist mit 54 an den Folgen von unbehandeltem Bluthochdruck gestorben, meine Mutter hatte das Problem auch, ist an nem Schlaganfall gestorben. Meist bringt man das Phänomen mit Übergewicht und Bewegungsmangel zusammen, aber so einfach ist es nicht. Ich muss (noch) keine Medikamente nehmen aber meine Hausärztin hat zuletzt recht das Gesicht verzogen. Wir beobachten das mal. Ne Kollegin von mir, noch schlanker als ich und auch immer in Bewegung hat einen systolischen Blutdruck von über 200, die muss täglich Medikamente nehmen. Man muss sich dafür nicht schämen oder so. Ja, Ernährung, Bewegung etc. kann man sicher erst mal alles optimieren, aber wenn's nicht hilft, dann ist es so und dann sind die Medikamente eben nötig.

  • Seltsamerweise wollen gerade viele Blutdruckpatienten die Medikamenteneinnahme vermeiden. Warum eigentlich? Das kann wichtige negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Ich würde den Arzttermin abwarten. Sicher kann man durch gesunde Lebensweise den Blutdruck verbessern, aber ich würde erst einmal Medikamente nicht unbedingt ablehnen.

    Ich muss seit ca. 9 Jahren Schilddrüsenmedikamente schlucken und der Arzt sagt, das geht so weiter bis zu meinem Ableben. Die kann ich durch nichts ersetzen. Allerdings geht es mir seit der Diagnose und den Tabletten um Einiges besser als vorher.

    Ich nehme seit 45 Jahren Schilddrüsenmedikamente - schlechte Einstellung merke ich gleich. Nach Kopfschmerzepisoden nehme ich seit einiger Zeit eine minimale Dosis Blutdrucksenker - und fühle mich wesentlich besser.

  • Hinweise zu Ernährung und Bewegung findet man auf jeden Fall auf der Seite der Deutschen Herzstiftung. Das hat mir damals sehr geholfen, als bei mir Bluthochdruck diagnostiziert wurde, um auch an Kleinigkeiten zu schrauben, die mir vielleicht noch nicht bewusst sind. Ansonsten: Abwarten, was der Arzt sagt, Medikamente einnehmen wenn nötig und dann parallel versuchen über Ernährung/Bewegung die Blutdrucksenkung zu unterstützen. Ggf. ergibt sich daraus in der Folge die Möglichkeit die Medikamente zu reduzieren, wenn sich bei einer Kontrolle herausstellt, dass diese nicht mehr oder in geringerer Dosierung erforderlich sind. Akuten und anhaltenden Stress (wie von einer Pandemie beispielsweise) und genetische Prädisposition darf man nicht unterschätzen, egal wie schlank und fit man sein mag.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Das ist (auch) genetisch bedingt. Ich würde den Arzttermin abwarten, mich beraten lassen und die Medikamente nehmen, schont die Gefäße.

    Ich beantrage hiermit das 9 3/4-€-Ticket nach Hogwarts.

  • Ich habe auch schon öfters gehört, dass Leute, die in ganz jungen Jahren immer niedrigen Blutdruck hatten, im Laufe der Zeit einen zu hohen bekamen. Das scheint gar nicht so selten zu sein.

    Man kann nur was aus dem Ärmel schütteln, wenn man vorher etwas reingetan hat.

  • Danke Euch allen für die Infos. Das ist schon sehr erhellend.

    Ich hab mich vorhin nicht gut gefühlt und bin zum Arzt. EKG unauffällig, Blutdruck aber wirklich stark erhöht. Glücklicherweise nur der obere Wert. Hier zuhause war der untere extrem hoch und ich dazu Herzrasen und Schwindel bekam (wahrscheinlich Plötzliche Panik), bin ich dann doch mal los.


    Nun muss ich 14 Tage warten auf das 24-h-Blutdruck-Gerät. Danach werden wohl erstmal Tabletten kommen....


    Der Arzt sagte was von Untersuchung der Nieren: Auch die können das auslösen.


    Ich danke Euch jedenfalls für die durchaus beruhigenden Worte, dass eben doch viele das haben und damit auch leben.

  • Gell... Man fühlt sich gleich nicht mehr ganz so schlecht wenn man merkt, es gibt ne Menge anderer Leute mit dem Problem und das Leben geht irgendwie weiter. Ging mir mit der Arthrose so, das hat mich im ersten Moment auch total umgehauen. Und irgendwie ist es doch auch die Erkenntnis, man ist keine 20 mehr. Was macht eigentlich dein Myom? Das war doch auch noch ne Baustelle, ne?

  • Sissymaus: Da hast du ein sehr angstbehaftetes Thema bei mir angeschnitten. (Darf ich fragen, wie alt du bist?), da ich, ähnlich wie Antimon, auch so eine Geschichte in der Familie habe. Wie wurde das bei dir festgestellt, beim Arzt, durch Zufall, hast du selbst gemessen?


    Meine Großeltern sind allerdings allesamt 80+ geworden (z.T. mit Blutdruck-Medis, z.T. ohne), mein letzter Großelternteil hat bis dato ein stolzes Alter von 91 erreicht (trotz diversester Grunderkrankungen). Immerhin... Trotzdem habe ich meinen Blutdruck im Blick, allerdings habe ich mittlerweile sowas wie eine Messphobie. Sobald sich die Manschette um den Arm festzieht, krieg ich die Krise und eigentlich braucht man dann gar nicht mehr zu messen (mein Puls geht auch massiv hoch). Beim Arzt war meiner auch immer niedrig (bin 42 J.), seit 2 Jahren ist er dort plötzlich höher. Wenn ich aber daheim "blind" messe (2 Wochen lang morgens/abends, ohne die Werte anzusehen), um dann etwas später die Werte anzuschauen, ist der Schnitt immer um oder sogar unter 120/80. Bisher also noch im Rahmen (nur vereinzelte Werte mal leicht erhöht, aber morgens z.B. sehr niedrig, 105/70 und sowas).


    Mein BMI ist zwischen 18 und 19, weitgehend gesunde Ernährung, 3x die Woche Sport (Ausdauer) - eigentlich ziemlich gut, trotzdem fürchte ich auch, dass mein Blutdruck Richtung 50 höher wird. Ich habe auch mal gelesen, dass er bei Frauen oft in oder nach den Wechseljahren höher wird und das Herz auch weniger geschützt ist, wenn der Östrogenspiegel sinkt.


    Neben Sport (auch Dehn-Übungen sollen gut sein!), Ernährung und Rotwein (soll man aber wegen der Leber nicht zu früh beginnen... ;)) sollen auch Rote-Beete-Saft (:uebel:) und Weißdorn-, sowie Hibiskustee helfen und Atemübungen: täglich 10 min. sehr langsam und lange ein- und ausatmen. Mach ich leider immer erst dann, wenn ich den Stress im ganzen Körper spüre, eigentlich sollte man sich das angewöhnen wie das Zähneputzen.

  • Laut der Seite der Deutschen Herzstiftung (Klick) hilft auch eine mediterrane Kost beim Senken des Bluthochdrucks. Auch sollte man wenig Alkohol trinken und nicht rauchen.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • @Antimon ja, meine Myome sollen Mitte Februar raus. Auch ein Grund, warum ich das dringend angehen muss. Ich überlege schon, ob ich irgendwo anders eine 24h Messung herbekomme. Machen das auch Apotheken?


    Lehrerin2007

    Ich bin 47. noch vor 2 Jahren hatte ich einen Blutdruck der eher bei 110/90 lag. Nun plötzlich so hoch.

    Ich hatte schon öfter mal beim Frauenarzt einen höheren Blutdruck (140:90), aber da hat nie jemand was gesagt. Beim Hausarzt meist zu niedrig.

    Vor Weihnachten war ich beim Arzt wegen totaler Erschöpfung. Ich konnte plötzlich nachts nicht mehr schlafen (hat das womöglich auch mit dem Blutdruck zu tun??) und habe jede Nacht, auch am Wochenende, nur 4-5 Stunden Schlaf bekommen. Gepaart mit Stress in der Schule und beiden Kindern, hat mich das an den Rand der Erschöpfung gebracht. Der Arzt hat gemessen und sagte, der wäre mit 160:??? (Vergessen) zu hoch, aber das müsste nichts heißen, da er ja immer zu niedrig war. Er empfahl mir, dass ich erstmal zuhause messe, bevor sie weiter untersuchen.


    Wie ich so bin, dachte ich: klar! Mache ich. Und weg war’s aus dem Gedächtnis. Dann am Wochenende bei den Schwiegereltern fiel es mir wieder ein. Hab mir deren Gerät geliehen und mehrmals gemessen. Immer zu hoch. Naja, da bin ich dann doch nervös geworden.


    Jetzt war ich grad ne halbe Stunde rudern. Hab mir vorgenommen, mindestens 3 Mal pro Woche was zu tun. Ich hab in letzter Zeit weniger Sport gemacht.


    Du scheinst mir da wirklich gesünder zu leben Lehrerin2007 als ich. BMI liegt bei mir bei 23. Sport mache ich beiweitem nicht regelmäßig. Ich habe Phasen, da mache ich viel und dann wieder nur einmal pro Woche.


    Naja, ich versuche nun, etwas gesünder zu leben. Und ich muss es akzeptieren: ich gehe auf die 50 zu. Bald brauche ich eine Lesebrille, die Gebärmutter kommt raus und ich nehme Blutdrucktabletten. Irgendwie hat mir das Älterwerden bisher wenig ausgemacht, aber das plötzlich haut mich etwas aus den Socken.

  • Ich konnte plötzlich nachts nicht mehr schlafen (hat das womöglich auch mit dem Blutdruck zu tun??) und habe jede Nacht, auch am Wochenende, nur 4-5 Stunden Schlaf bekommen. Gepaart mit Stress in der Schule und beiden Kindern, hat mich das an den Rand der Erschöpfung gebracht.

    Das kann ja durchaus auch den Blutdruck steigen lassen, insbesondere Schlafmangel und starker Stress. Da solltest du parallel auch ansetzen.

  • Bei mir im Kollegium häufen sich übrigens die Bluthochdruckdiagnosen. Darunter sehr fitte Sportlehrer. Ich behaupte mal, der zusätzliche Stress durch Schule unter Pandemiebedingungen hat Spuren hinterlassen.

  • Ich konnte plötzlich nachts nicht mehr schlafen (hat das womöglich auch mit dem Blutdruck zu tun??) und habe jede Nacht, auch am Wochenende, nur 4-5 Stunden Schlaf bekommen.

    Laut Internisten im Netz kann auch zu wenig Schlaf etwas mit Bluthochdruck zu tun haben. Und wenig Schlaf kann ja auch noch mehr Stress auslösen, wenn man müde ist und trotzdem Leistung bringen muss.

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