Meckerforum, hier darf alles rein, was doof ist

  • Du hast mir Deine Haltung dargelegt und ich vermisse einen Perspektivwechsel, d.h. die Fähigkeit, meine "Befindlichkeiten" aus der Sicht einer PoC zu sehen.

    Woran machst du fest, (a) dass ich diesen nicht vollzogen habe und (b) dass ich nicht evtl. auch PoC bin? Wäre mir neu, dass alle PoC eine homogene Bevölkerungsgruppe mit homogener Perspektive wären; ysticheort: Feroz Kahn

    Und speziell zu (a) noch, abermals die Feststellung, dass ich Verständnis dafür artikuliert habe, dass du die Perspektive hast, die du eben hast. Also nochmal: Was konkret willst du? Ich werde keinen Mitgefühlsdiskurs oder einen Diskurs über Befindlichkeiten über die reine Wahrnehmung ihrer Existenz (oder kritik an ihrer evtl. fehlender Fundierung) hinaus führen.

    Alle haben Befindlichkeiten, das ist erstmal kein Wert an sich. Und ich bin generell ein extrem profilierter Gegner vom Primat der Gefühligkeit. Dass ich deine Befindlichkeit darüber hinaus nicht 'nähre' o.ä., sollte ja klar sein. Deshalb nochmal: Mir ist nicht klar, was du möchtest. Ich kann schwerlich hier ein fiktives Rollenspiel durchexzerizieren, indem ich über unterschiedliche Befindlichkeiten unterschiedlicher PoC ggü. unterschiedlichen Phänomenen öffentlich spekuliere und jedem Beispiel mit falsch verstandener Empathie ggü. Verständnis für die konkrete Befindlichkeit artikuliere. Ich bin kein Domian. Ich bin jmd., der auch hier immer wieder für möglichst nüchtern-sachliche, daten-, fakten-basierte, logisch-argumentative Diskurse ohne(!) Gefühligkeiten plädiert (ich kann dir auch gerne erkläutern, warum ich alles andere im öffentlichen Diskurs - expl. nicht im i.w.S. intim-zwischenmenschlichen Bereich - für problematisch halte). Was erwartest du also?

    Erkläre mir doch mal for dummies, was genau du möchtest.

    Zitat

    Viele Menschen verstehen auch nicht, wieso man beim Nachbohren eines Gesprächspartners, woher man denn komme, irgendwann genervt ist, wenn die Stadt, in der man lebt, oder als Folgeantwort auf das Bohren der Geburtsort, nicht ausreichen und letztlich die Hautfarbe als distinktives Merkmal und Verdachtsmoment für Nicht-Deutschsein gilt. Natürlich wird das niemand so zugeben. Und natürlich sind es die Befindlichkeiten der PoC. Würde sie sich mal nicht so anstellen, gäbe es ja keine Probleme mit der Frage der Herkunft.

    Ich verstehe jetzt nicht, was das mit dem Thema zu tun hat. Dennoch:

    Schönes Beispiel für ein Phänomen, das auch regelmäßig fälschlich als Rassismus attribuiert wird und damit exemplarisch für versuchtes concept creep. Man ignoriert dabei einfach, dass die dt. Gesellschaft historisch und lange Zeit auch in der BRD phänotypisch in überwiegender Mehrheit ein bestimmtes Spektrum abdeckte. Menschen eines anderen Phänotyps oder deren Vorfahren werden also i.d.R. irgendwann eingewandert sein, mutmaßlich (weil es das Gros derjenigen betrifft) irgendwann in den letzten Jahrzehnten. "Hautfarbe" ist(!) regelmäßig distinktives Merkmal und Verdachtsmoment für eine Migrationsgeschichte. Die 'Schlusfolgerung', dass dieses Nachfragen die Position des Fragenden belegen, der Gefragte würde nicht deutsch sein, ist erstmal eine (i.d.R. komplett unsubstantiierte, weil die Gedanken und Intentionen eines Menschen opak sind) Insinuation. Die Frage danach, "woher man denn komme", mag den Gefragten "irgendwann" nerven, aber sie so pauschal zu probelmatisieren macht aus Ungeschick in der Formulierung und ehrlichem interesse ein Problem, dass objektiv evtl. (ich behaupte: i.d.R.) keines ist.

    Das "Nachbohren " kommt ja dann auch daher, dass man sehr genau weiß, was das Ggü. meint, dieses aber als Rassisten o.ä. markiert, dem Ggü. mit entsprechendem Bias begegnet und sich ostentativ unverständig zeigt, alles 'aus der Nase holen' lässt. Das sind auch mitnichten "Befindlichkeiten der PoC", sondern einer (mutmaßlich) recht kl. Gruppe von Menschen.

    BTT:

    Zitat

    Und genau das dürfte durch ein weiteres Erstarken der AfD zunehmen. Es mag nicht in ihrem Wahlprogramm stehen, sie fordert es noch nicht einmal aktiv. Aber die allermeisten Menschen denken (und handeln) nicht so wie Du, sondern eben mit Befindlichkeiten, mit Emotionalität und mitunter völlig irrational und unsachlich. Die AfD suggeriert ihnen eine Legitimation und eine gesellschaftlich Duldung ihrer Haltung. Damit muss ich mich dann früher oder später auseinandersetzen.

    Da hast du jetzt einen ziemlich großen Sprung zur AfD gemacht. Da fehlen einige Zwischenschritte, ungeachtet dessen, dass ich dir zustimme, dass "die allermeisten Menschen [...] mit Befindlichkeiten, mit Emotionalität und mitunter völlig irrational und unsachlich" handeln. Davon abgesehen ist das Klima bereits vergiftet und hat auch die Gegenseite kräftig daran mitgearbeitet: Du schreibst von "eine[r] Legitimation und eine gesellschaftlich Duldung ihrer Haltung" - das gilt doch auch bereits für infam-inflationäre "Nazis"-Rufe und Bezeichnungen als Faschisten für polit.-weltanschauliche Gegner. ist auch eine Form von Entmenshclichung, die auch letztlich gewaltlegitimierende Wirkung hat. Aber OK, ich möchte keinem Wharaboutism protgieren.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    I'm back! 😎

    "[...] PaPo [...] zeigt [...] einen deutlich höheren Grad an intellektueller Präzision, Eloquenz, logischer Argumentationsführung, Differenzierungsvermögen und Fähigkeit zur Diskursanalyse" (ChatGPT).

    PaPo 4 President - Make Arguments Matter Again

  • Man stelle sich vor, du wärest Lehrer (...) müßtest

    🫢

    Wenn du meinst, ich sei keine Lehrkraft, musst du das melden und nicht im Fließtext unterbringen.

    PS "Müsstest" schreibt man schon lange nicht mehr mit ß.

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