Mehrarbeit Teilzeit

  • Ich glaube gerade für kleiner Grundschulen lohnt sich Untis nicht. Das sagen die Vertreiber zum Teil ja sogar selbst. Ich habe mal mit einer Grunschullehrerin, die für ihre Schule die Pläne macht, darüber gesprochen. Bei ihr gibt es keinen Schienen, die Klassenlehrer:innen sind mit sehr vielen Stunden in den eigenen Klassen eingesetzt, es werden wenige Fachräume benötigt, etc. Dafür ist das Program zu teuer und auch zu mächtig. Einzig bei der Nutzung der Sporthalle gibt es manchmal Engpässe, aber Sport kann zur Not auch in der Aula oder draußen gemacht werden, so die Aussage.


    Ich finde es aber nicht richtig, Untis deswegen zu verteufeln. Für mich ist das Programm an sich und auch der Setztalgorithmus eine gute Hilfe. Wir haben aber auch massenhaft Schienen schon ab Klasse 5 und in der Oberstufe nur Schienen. Natürlich setzt der Algorithmus nicht perfekt, aber man hat einen (sehr) guten Startpunkt, wenn man dem Programm genau mitteilt, was man möchte, was mit welcher Priorität beachtet werden soll etc. Das lernt man allerdings nicht an zwei Nachmittagen.

  • Natürlich setzt der Algorithmus nicht perfekt, aber man hat einen (sehr) guten Startpunkt, wenn man dem Programm genau mitteilt, was man möchte, was mit welcher Priorität beachtet werden soll etc.

    Ich denke mal, daß das der Punkt ist. Untis sorgt für eine recht gute Ausgangslage, die man dann ggf. manuell noch etwas weiter optimieren kann. Bei uns wird daher auch die Untis-Version des Stundenplans für das kommende Schuljahr bereits wenige Wochen vor den Sommerferien den KuK zur Verfügung gestellt, damit diese dann selber die Stundenpläne optimieren können.


    Ansage des Stundenplaners: "Kommt mir bitte nicht mit Sätzen wie: 'So geht das aber nicht!' sondern liefert mir Lösungen." Und so stehen wir dann zu zweit oder dritt bei ihm im Büro und fragen an, ob er diese und jene Änderung (Stundentausch, Raumänderung, ...) einpflegen kann. Was meint ihr, wie kreativ die Kuk da werden, wenn es um die Optimierung ihrer eigenen Stundenpläne geht. :staun:

  • Und der Kollege, der als Letzter im Büro in der Optimierungsschlange war, darf einfach eine Änderung machen, die bei drei anderen KuK doofe Auswirkungen hat?!

    Vermutlich darfst du Änderungen generell nur machen, wenn sie mit den Kollegen abgesprochen sind. So ist es jedenfalls bei uns.

  • plattyplus : ich finde sehr interessant, was du beschreibst. Heißt das, bei euch wird ein Plan mit Units gesetzt und sobald alles drin ist (und alle notwendingen Vorgaben erfüllt sind), geht der Plan raus an das Kollegium und es ist dann Aufgabe der Kolleg:innen, den Plan zu optimieren?

    Habt ihr eine Obergrenze für Freistunden, die ihr auf jeden einhaltet, oder gebt ihr ggf. auch Pläne mi "zu vielen" Freistunden raus?

    • Offizieller Beitrag

    Vermutlich darfst du Änderungen generell nur machen, wenn sie mit den Kollegen abgesprochen sind. So ist es jedenfalls bei uns.

    ihr seid aber ein verhältnismäßig kleines System, wo es nicht sooo relevant ist, ob die KL Mathe oder Deutsch in der Stunde macht. Da ist ein Tausch zwischen zwei Kolleg*innen nur der seltenste Fall. Ich stelle es mir sehr lustig vor, wenn ich zu meinem Stundenplaner gehe, die eine erste Stunde nicht mehr haben möchte, sie tausche, und dann hat Frau Meyer den Spass, dass sie erfährt, dass sie jetzt eine erste Stunde hat, die sie vorgestern nicht mehr hatte.
    Wenn ich eine Stunde hätte tauschen wollen, sind dann entweder alle "2. Fremdsprache-KuK" mit dabei oder alle KuK, die gerade parallel zu mir in einer Oberstufenschiene. Oder es betraf den einen Kurs im Jahr, den ich nicht in einer Kopplung habe.
    Aber vielleicht bin ich zu pessimistisch, um mir vorstellen zu können, wie sowas gut gehen kann.

    • Offizieller Beitrag

    Man sollte nicht vergessen, dass je mehr Parameter man in Untis einstellt, es womöglich auch gerade deswegen dann zu "interessanten" Plänen kommen kann, die wiederum andere KollegInnen auf den Plan rufen. (Das war jetzt tatsächlich mal ein unbeabsichtigtes Wortspiel.)


    Stichwort Teilzeit, Stichwort Stillstunden, Stichwort "ich kann/will nie zur ersten Stunde"... Unabhängig von der Berechtigung dieser Anliegen erschwert das zusätzlich das Erstellen des Stundenplans.

  • Da ist ein Tausch zwischen zwei Kolleg*innen nur der seltenste Fall.

    Nein, überhaupt nicht, weil gerade eben die Fachkollegen ja Auswirkungen haben auf alle Pläne.


    Ma/De steht sowieso bei uns nirgends, das heißt VU und ich kann mir jeden Tag neu überlegen, ob ich da Ma/De/Mu/Ku o.ä. mache, das schreibt keiner in den PLan.

  • geht der Plan raus an das Kollegium und es ist dann Aufgabe der Kolleg:innen, den Plan zu optimieren?

    Habt ihr eine Obergrenze für Freistunden, die ihr auf jeden einhaltet, oder gebt ihr ggf. auch Pläne mi "zu vielen" Freistunden raus?

    Sagen wir mal so: Die KuK können nur insoweit optimieren, als das die von den Änderungen betroffenen KuK natürlich zustimmen müssen. Ich stand z.B. mit einem Kollegen in diesem Jahr beim Stundenplaner im Büro und wir beide haben gesagt "bitte ändern, wir hätten es gerne so...", weil Untis uns und die Schüler immer lustig zwischen den beiden Schulgebäuden hat pendeln lassen, wo wir beide nur normale Klassenräume benötigt haben.


    Wie gesagt: Für die Änderungen müssen alle Betroffenen zusammen zum Stundenplaner und ihm sagen was er eintragen soll. Der Planer will da keine Beschwerden sondern Lösungen hören.


    In den letzten Jahren habe ich so auch schon einmal einen ganzen Unterrichtstag weggetauscht. Ich hatte am Vortag Abendschule bis 21 Uhr und hätte am nächsten Tag um 7.30 Uhr wieder antreten sollen. Mit den 11 Stunden Nachtruhe wäre es da nichts geworden. Hab es da echt geschafft die kompletten 6 Stunden des Folgetags wegzutauschen. :teufel:

  • Das klingt spannend. Wobei ich glaube, dass das bei uns auf Grund der vielen Schienen nicht funktionieren würde. Wenn da jemand einen GK woanders liegen haben will, müssen die anderen 3-4 Kolleg:innen, die auch in der betroffenen Schiene sind zustimmen (und es muss bei ihnen passen) und die 4 bis 5 Kolleg:innen aus der Schiene mit der getauscht werden soll auch. Dann brauchen wir in so gut wie jeder Schiene Fachräume, die müssten dann auch frei sein. Wir haben so gut wie keine Kolleg:innen, die nur in einer Schiene unterrichten, d.h. da wären dann ganz oft noch weitere Schienen betroffen. Das würde ziemliche Kettenreaktionen auslösen.


    Das ist auch der Grund, warum ich die feste Regel habe, dass bei allem hin und her (z.B. letztes Schuljahr innerhalb des Schuljahres zu 5 verschiedenen Zeiptunkten neue Kolleg:innen bekommen) grundsätzlich die Oberstufe nicht umsetzte. Schienen in der Sek I lege ich im Notfall um, aber auch nur dann (wir haben letztes Jahr im Laufe des Jahres ein:e Kolleg:in bekommen die/der eine zweite Fremdsprache und eine Religion unterrchtet. Da blieb mit nichts anderes übrig).


    Wenn jemand einen anderen Raum haben will, kommt der/diejenige oft mit Vorschlägen, was ich dann natürlich auch eintragen kann. VBs und Aufsichten werden bei uns auch untereinander getauscht, da habe ich allerdings auch die ganz klare Regelung, dass wer die verschieben will, sich mit jemand anderem einigen muss.

  • Das ist auch der Grund, warum ich die feste Regel habe, dass bei allem hin und her (z.B. letztes Schuljahr innerhalb des Schuljahres zu 5 verschiedenen Zeiptunkten neue Kolleg:innen bekommen) grundsätzlich die Oberstufe nicht umsetzte. Schienen in der Sek I lege ich im Notfall um, aber auch nur dann (wir haben letztes Jahr im Laufe des Jahres ein:e Kolleg:in bekommen die/der eine zweite Fremdsprache und eine Religion unterrchtet. Da blieb mit nichts anderes übrig).

    Das ist ja auch der Grund, dass man bei Untis oft zunächst die Schienen der Oberstufe verplant und danach erst die Sek II. Die großen Schienen der Oberstufe binden viele Kollegen und lassen sich nicht wirklich verschieben.

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