Krankgeschriebene Lehrerin muss nach 16 Jahren erstmals zum Amtsarzt

  • Hieß es nicht in einem der früheren Artikel, die Schulleitung (die wohl erst während der Krankschreibungsjahre eingesetzt wurde) habe gesagt, sie kenne die Lehrkraft nicht?

    Wobei die Aussage nicht 100% klar ist ;)

    Kennen im Sinne, dass ich die Person kenne oder kennen im Sinne, dass ich den Namen aus den Akten kenne. Wenn die erste Variante gemeint war, dann finde ich die Aussage der SL weder verwunderlich noch empörenswert.

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street
    A gentle Irishman mighty odd.

  • Er habe "den Namen der Dame noch nie gehört": https://www.spiegel.de/panorama/lehre…82-ad2653225e9a

    Das ist eine andere Aussage als "kenne die Lehrkraft nicht" und für die SL schon peinlicher. Wenn sie ja irgendwie der Schule weiterhin zugeordnet war, müsste sie ja in irgendwelchen Akten/Verzeichnissen der Schule präsent gewesen sein.

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street
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  • zumal es für diese Person womöglich eine Vertretungslehrkraft gab? oder wurde sie einfach vom Stellenkegel komplett rausgeschnitten?
    Ich war als Vertretungslehrerin auf der Stelle einer Kollegin, die seit 12 Jahren in Elternzeit / Familienbeurlaubung war (4 Kinder bekommen), mein damaliger Schulleiter hatte sie noch nie gesehen, sie würde nur jährlich den Eintrag einreichen (und hatte nie vor, zurückzukehren, sie wohnte 200km weiter weg)

  • Für berechtigte Belange, wie eine Einschulung des Kindes, ist das auch möglich, die hier genannten Fälle als Begründung für eine gewünschte Ausweitung der Möglichkeiten zu nennen, halte ich für abwegig.

    Möglich, aus Kulanz und viele SL gewähren dies, aber nicht alle.

    Wie bereits geschrieben, ich konnte bei der Beisetzung meines Vaters nicht dabei sein, weil 2 Tage nicht für alles inkl. 1500 km Fahrt reichten. So saß ich zum Zeitpunkt der Beerdigung bereits im Zug, weil ich sonst nicht mehr rechtzeitig zurück gekommen wäre und die weite Autofahrt habe ich mich unter diesen Umständen nicht zugetraut.

    Damals wurde mir klar, wie abhängig ich in dieser Hinsicht bin. Meine Geschwister haben einfach Urlaub genommen.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Möglich, aus Kulanz und viele SL gewähren dies, aber nicht alle.

    Wie bereits geschrieben, ich konnte bei der Beisetzung meines Vaters nicht dabei sein, weil 2 Tage nicht für alles inkl. 1500 km Fahrt reichten. So saß ich zum Zeitpunkt der Beerdigung bereits im Zug, weil ich sonst nicht mehr rechtzeitig zurück gekommen wäre und die weite Autofahrt habe ich mich unter diesen Umständen nicht zugetraut.

    Damals wurde mir klar, wie abhängig ich in dieser Hinsicht bin. Meine Geschwister haben einfach Urlaub genommen.

    Sich für die Beisetzung des eigenen Vaters krankschreiben zu lassen, wäre aber völlig legitim gewesen und die allermeisten Ärzte hätten das auch für dich getan.

  • Sich für die Beisetzung des eigenen Vaters krankschreiben zu lassen, wäre aber völlig legitim gewesen und die allermeisten Ärzte hätten das auch für dich getan.

    da die eigene psychische Verfassung einen unterrichtlichen Einsatz derzeit nicht zulässt, wenn man sich diesbezüglich überhaupt gegenüber dem Vorgesetzten erklärt.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Und dann könnte man durchaus kritisch hinterfragen, ob die Welt wirklich untergeht, wenn die 7b eine Woche lang von Frau Müller statt von Herr Meier unterrichtet wird.

    Die Welt wäre in Ordnung, wenn es automatisch einen Herrn Meier gäbe, der Kapazitäten frei hätte. Bei uns hätte Herr Meier eine eigene Klasse zu versorgen oder wäre Fachlehrer. Für eine Woche käme keine Vertretung von außerhalb. Unsere Pensionärinnen, die Ü 70 sind und mal stundenweise aushelfen, möchten keine ganze Woche vertreten. Völlig zu Recht.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Sich für die Beisetzung des eigenen Vaters krankschreiben zu lassen, wäre aber völlig legitim gewesen und die allermeisten Ärzte hätten das auch für dich getan.

    Sicher, im Nachhinein schon. Nur hätte ich am Wochenende einen Arzt finden müssen oder einen Unbekannten vor Ort oder...

    Und vor allem, hätte ich lügen müssen und das ist mir völlig fremd. Ich fühlte mich nicht krank. Und spätestens wenn der 1. Arzt nein gesagt hätte...

    Es waren andere Zeiten und vor allem, ich hatte keine Zeit. Aber ich möchte nicht noch einmal erklären, ging schon seitenlang, was andere alles tun würden. Vom Sofa ohne Schock lässt sich gut ratschlagen.

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  • Er habe "den Namen der Dame noch nie gehört": https://www.spiegel.de/panorama/lehre…82-ad2653225e9a

    Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Ich halte diese Aussage des Schulleiters für schwierig, der Name taucht definitiv auf.


    Wir hatten auch eine Kollegin, die das immerhin fünf Jahre so getrieben hat, aber die taucht halt beispielsweise in den schIPS-Listen auf, auch wenn die dauerkrank sind.

  • da die eigene psychische Verfassung einen unterrichtlichen Einsatz derzeit nicht zulässt, wenn man sich diesbezüglich überhaupt gegenüber dem Vorgesetzten erklärt.

    Früher sprach man nicht über Psyche, das ganze ist fast 30 Jahre her. Und ich habe mit meinem SL diskutiert, er gab mir daraufhin 2 Tage statt 1. Meine gewünschten 3 akzeptierte er nicht. Ich wusste, wie heftig er in einem anderen Fall reagiert hatte, Kollege sprach nur auf den Anrufbeantworter, bevor er mit Ehefrau im Kreißsaal verschwand. Wenn ich für den 3. Tag mit Krankmeldung erschienen wäre, hätte er es nie geglaubt.

    Wie schon geschrieben, nach Überlegungen im Nachhinein, habe ich mich woanders erfolgreich beworben.

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