Erfahrungen zu Teildienstfähigkeit gesucht

  • Bei 5kg Kartoffeln würde ich es tatsächlich mal so probieren 😊


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    Spannend! Eröffnet einen anderen Blick auf das Problem! :rotfl:

  • Bei 5kg Kartoffeln würde ich es tatsächlich mal so probieren 😊


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    Und das hat was genau mit dem Thema Teildienstfähigkeit zu tun??? So wie ich das Forum kenne, geht es jetzt gleich nur noch um Kartoffeln und nicht mehr um das ernste eigentliche Thema des Threads.

    PS: Interessante Methode :)

  • Und PPS: Ihr dürft euch sicher sein, dass den beurteilenden Personen auch lange vorher bereits klar ist, dass sich jemand nur noch durchschleppt. Manchmal auch bereits bevor die betreffende Person selbst realisiert hat, dass es so nicht weitergehen kann.

    Wir hatten bereits einen solchen Fall, bei dem sich eine Lehrkraft trotz klar erkennbarer (und auch von ihr angezeigter) Überlastung entgegen aller Hinweise immer wieder weitere Aufgaben aufhalsen wollte anstatt sich um wesentliche Kernaspekte und vor allem sich selbst zu kümmern. Das hatte uns vor allem Sorgen um die Person bereitet und weniger den Drang, diese Person auch noch zu befördern und damit die Probleme zu verschlimmern.

    Ich mag nicht so gerne "ihr, euch, man". Vielleicht hast du in diesem Fall erkannt, was diese Person braucht, vielleicht auch nicht, ein Garant, dass alle Vorgesetzten der Welt erkennen, was für andere das Beste ist, gibt es nicht.

    Gesundheitliche Belastung hängt zum Beispiel nicht immer mit der Schule zusammen, wird aber manches Mal verstärkt durch unprofessionelles Verhalten von Vorgesetzten, Mobbing im Kollegium etc. Da wäre eine Beförderung vielleicht nicht kontraproduktiv, sondern jemand hätte mehr Zeit für Verwaltungskram, weniger Zeit vor der Klasse und mehr Selbstwirksamkeitserleben.

  • Ist bekannt, ob eine aktuelle Teildienstfähigkeit Nachteile bei Beförderungen hat oder Bewerbungen auf Abordnungsstellen außerhalb der Schule?

    (…)

    3) Beim Amtsarzt wird ihm zB 70% Dienstfähigkeit bescheinigt.

    4) Dann will er sich auf eine entsprechende Beförderungsstelle bewerben… gibt es da Probleme?

    Manchmal schafft es die Lehrerbubble mich noch zu überraschen!

  • Interessanter Gedanke, auch wenn ich mich langsam frage, ob ich ein Einzelfall bin.
    Ich spiele durchaus mit dem Gedanken, den Weg der Teildienstunfähigkeit zu gehen.
    1. Die zeitweise Voll-DU ist nicht unbedingt vom Tisch, also Reißleine ziehen.
    2. Ich sehe es nicht ein, noch mehr finanzielle Abstriche zu haben, nur um meine Gesundheit zu schützen, aber am Ende wenig davon zu haben (Ich habe sehr großes Verständnis fürs "System", aber: bei aktuell 10 Unterrichtsstunden komme ich an 4 Tagen die Woche (und der 5. Tag ist durch Vereinbarung Tabu), an einem Tag für 6 Stunden (um jetzt der möglichen Antwort entgegenzukommen, die Stunden seien zu meinem Schutz über die Woche gestreckt)
    UND (bitte die Verbindung von 2 und 3 merken!) 3. Ich weiß, dass ich in einem anderen (nicht schulischen) Setting belastbarer wäre. Also: WENN die Schule zu einem Teil zu sehr belastet, dass ich noch mehr reduzieren müsste, gehe ich vielleicht den Weg.
    (und es ist kein egoistisches Hirngespinst von mir, sondern ein ärztlicher Rat. Nur dass die Ärztin den (Beamten-)Weg nicht kennt und mich über eine Schwerbehinderung durchlotsen möchte, in dem Glaube (! wie süss), dass ich dadurch auch Erleichterungen bekäme.) Ich werde wohl in naher Zukunft einiges angehen, ich bin selbst gespannt, wie es wird. Zu Not hat die Schule eben gar nichts mehr von mir. Scharf auf Voll-DU bin ich weder mental noch finanziell, aber vielleicht besser als ein kompletter, nicht vermeidbarer Zusammenbruch)

  • Wir sprachen heute miteinander und ich riet ihr, mal zu überlegen, eine Teildienstfähigkeit anzustoßen. Vom Hausarzt und Kardiologen würde sie sicher die Probleme bescheinigt bekommen. Sie zögerte, weil sie erst Anfang 40 ist und Angst hat, dass dadurch weitere Beförderungen oder Stellenwechsel unmöglich gemacht werden können bzw. sie ja auch Geld verliert, weil zwar im Gegensatz zur normalen Teilzeit ein Zuschlag gewährt wird, dieser aber nicht ruhegehaltsfähig ist. Weiterhin hat sie Angst, dass das Ergebnis beim Amtsarzt auch sein könnte, dass sie aktuell gar nicht mehr dienstfähig ist und dann erstmal auf erhebliche Summen Geld verzichten müsste.

    Zuerst würde ich mir fachliche Hilfe holen in Form von einer Psychotherapie und begleitender Rehamaßnahme. Zur Ruhe kommen und dann mit den Fachfrauen und Fachmännern eine Lösung suchen/finden. Jedenfalls keine überstürzte Entscheidung fällen.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Ich mag nicht so gerne "ihr, euch, man". Vielleicht hast du in diesem Fall erkannt, was diese Person braucht, vielleicht auch nicht, ein Garant, dass alle Vorgesetzten der Welt erkennen, was für andere das Beste ist, gibt es nicht.

    Gesundheitliche Belastung hängt zum Beispiel nicht immer mit der Schule zusammen, wird aber manches Mal verstärkt durch unprofessionelles Verhalten von Vorgesetzten, Mobbing im Kollegium etc. Da wäre eine Beförderung vielleicht nicht kontraproduktiv, sondern jemand hätte mehr Zeit für Verwaltungskram, weniger Zeit vor der Klasse und mehr Selbstwirksamkeitserleben.

    Es ging darum, dass man sich nicht mit der Hoffnung auf Beförderung durchschleppen sollte. Und dass sich jemand nur noch durchschleppt, dürften die meisten Vorgesetzten erkennen. Dass nicht alle dann auch erkennen (und sinnvolle Maßnahmen einleiten), was der Person am meisten hilft, ist unbestritten.

    Und darauf dass diese durch eine nur bedingte Dienstfähigkeit nicht ausgeschlossen ist, sondern das ganze von der konkreten Situation (Grund der bedingten Dienstfähigkeit in Bezug auf das konkrete Stellenprofil) abhängt, hatte ich bereits explizit hingewiesen.

  • Da wäre eine Beförderung vielleicht nicht kontraproduktiv, sondern jemand hätte mehr Zeit für Verwaltungskram, weniger Zeit vor der Klasse und mehr Selbstwirksamkeitserleben.

    Ach, was wäre das schön. Leider gehört das ganz klar in den Bereich "Mythen und Legenden".

    In NRW beispielsweise übernimmt man für eine A14-Beförderung eine außerunterrichtliche Zusatzaufgabe, die in der Regel nicht mit Entlastungsstunden vergütet wird. Deswegen ja die Beförderung.

    Bei den A15-Stellen bekommt man bestenfalls eine Handvoll Entlastungsstunden - die Bandbreite bei den Oberstufenkoordinationen ist eine bis sechs Entlastungsstunden. Alle anderen A15er bekommen deutlich weniger.

    In allen Fällen kommt der Verwaltungskram immer oben drauf. In keinem der Fälle hat man objektiv mehr Zeit für Verwaltungskram oder signifikant weniger Zeit vor der Klasse.

    Auch ich als stv. SL muss aktuell mehr unterrichten, da wir sonst die Stundentafel nicht abdecken können. Numerisch habe ich mehr Zeit für Verwaltungskram - davon gehen 50% für Ad-hoc-Organisation und Tür-und-Angel-Gespräche drauf. Der Rest muss dann für alles andere reichen. Die anderen stv. SL, die ich kenne, berichten nichts anderes. Sich in Ruhe einmal an umfangreichere Konzepte zu setzen, ach was wäre das schon, wenn dafür Zeit vorhanden wäre.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Es ging um Beförderungen im Allgemeinen und nicht um die Position der Schulleitung.

    Mein SL unterrichtet auch mehr als sechs Stunden, da wir aufgrund unserer Schulgröße weniger Leitungszeit haben. Darüber hinaus bekommen einige KollegInnen Entlastung aus dem Schulleitungstopf, weil sie Teile der Schulleitungsaufgaben übertragen bekommen haben.

    Wir schaffen es aufgrund unserer unterrichtlichen Verpflichtungen - das schließt auch Vertretungseinsätze ein - nicht, uns jeden Tag wenigstens für 15 Minuten zusammenzusetzen und uns auf den jeweils aktuellen Stand zu bringen. Gleichsam weiß jeder von uns, was er zu tun hat und dass wir uns aufeinander verlassen können. Eine klare Hierarchie gibt es zwischen uns beiden daher eigentlich nicht, wenngleich ich bei bestimmten Entscheidungen immer noch sein OK einhole (was ich immer bekomme.)

    Das war aber jetzt ein wenig OT. Es ging ja um Beförderungen.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • In der Regel machen SL massiv Überstunden. Das sieht nur keiner.

    Mir ist auch klar, dass da viel gemacht wird. Ich frage mich aber, wie sich das Stundendeputat eines SL ergibt. Ich kann mich an ein Schuljahr erinnern, da hatte er z. B. 2 Stunden die Woche. Ein Kollege an der Nachbarschule sagte mir, sein SL unterrichtet gar nicht. Beide vertreten auch nicht. Nur aus reiner Neugier, tauschen möchte ich sicher nicht.

  • Saruman

    Schau in § 5 der VO zu § 93 Abs. 2 SchulG NRW. Dort findest Du die Vorgaben zur Leitungszeit.

    SGV Inhalt : Verordnung zur Ausführung des § 93 Abs. 2 Schulgesetz (VO zu § 93 Abs. 2 SchulG) | RECHT.NRW.DE

    Das kann je nach Schule so auskommen, dass sich Nr. 1 (also der/die SchulleiterIn) nicht nur die meiste Leitungszeit nimmt - das erscheint mir nachvollziehbar - sondern so viel, dass er die Stellvertretung und ggf. die anderen FunktionsstelleninhaberInnen entsprechend mehr unterrichten lässt. Da jede(r) unterhalb von Nr. 1 in der Regel die entsprechenden Verordnungen gar nicht im Detail kennt, lassen die Betroffenen es vermutlich mit sich machen.

    Natürlich kann man sich auch aus dem Vertretungsunterricht herausnehmen lassen.
    Das halte ich jedoch für wenig gelungene Führung. Was ich in teils hohem Maße von meinem Kollegium erwarte, muss ich anteilig auch selbst bereit sein zu tun. Ich kann meine Leute schlecht bitten, viel und oft zu vertreten, mich aber dann mit Verweis auf "höhere Aufgaben" da komplett rausziehen.

    Das eine ist mein Aufgabenbereich, den ich nicht erledigt bekomme, wenn ich zu viel vertrete. Das andere ist aber meine Glaubwürdigkeit und die Loyalität meines Kollegiums mir gegenüber, die ich verspiele, wenn ich mich da komplett rausziehe. Also brauche ich hier einen Mittelweg.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Danke für den Hinweis zur Leitungszeit.

    Ich nehme es dem SL nicht übel, wenn er nicht vertritt. Der ist sonst in Ordnung und wenn Kollegen länger ausfallen, ist er auch die Feuerwehr, die einspringt. Außerdem vertrete ich doch gerne, solange ich auf die vier Stunden pro Monat komme. $$$

  • Interessanter Gedanke, auch wenn ich mich langsam frage, ob ich ein Einzelfall bin.
    Ich spiele durchaus mit dem Gedanken, den Weg der Teildienstunfähigkeit zu gehen.
    1. Die zeitweise Voll-DU ist nicht unbedingt vom Tisch, also Reißleine ziehen.
    2. Ich sehe es nicht ein, noch mehr finanzielle Abstriche zu haben, nur um meine Gesundheit zu schützen, aber am Ende wenig davon zu haben (Ich habe sehr großes Verständnis fürs "System", aber: bei aktuell 10 Unterrichtsstunden komme ich an 4 Tagen die Woche (und der 5. Tag ist durch Vereinbarung Tabu), an einem Tag für 6 Stunden (um jetzt der möglichen Antwort entgegenzukommen, die Stunden seien zu meinem Schutz über die Woche gestreckt)
    UND (bitte die Verbindung von 2 und 3 merken!) 3. Ich weiß, dass ich in einem anderen (nicht schulischen) Setting belastbarer wäre. Also: WENN die Schule zu einem Teil zu sehr belastet, dass ich noch mehr reduzieren müsste, gehe ich vielleicht den Weg.
    (und es ist kein egoistisches Hirngespinst von mir, sondern ein ärztlicher Rat. Nur dass die Ärztin den (Beamten-)Weg nicht kennt und mich über eine Schwerbehinderung durchlotsen möchte, in dem Glaube (! wie süss), dass ich dadurch auch Erleichterungen bekäme.) Ich werde wohl in naher Zukunft einiges angehen, ich bin selbst gespannt, wie es wird. Zu Not hat die Schule eben gar nichts mehr von mir. Scharf auf Voll-DU bin ich weder mental noch finanziell, aber vielleicht besser als ein kompletter, nicht vermeidbarer Zusammenbruch)

    Eine Schwerbehinderung (ab GdB 50) gibt zumindest je nach Grad und nach eigenem Deputat Ermäßigungsstunden. Auf Antrag können befristet weitere Ermäßigungsstunden (max. 4) bewilligt werden. Das ist schon eine Entlastung, zumindest empfinde ich das so. Die weiteren Ermäßigungsstunden habe ich bis dato nicht beantragt. Würde ich aber versuchen bevor ich meine Stelle reduzieren würde oder weitere Schritte gehen müsste.

  • Danke. Diese Punkte kenne ich, und ja, sie sind eine Entlastung.

    Was meine Ärztin manchmal fantasiert, sind Sachen, die man vielleicht in einem außerschulischen Setting gut umsetzen kann, aber nicht in einer Schule. Ich will nicht ins Detail gehen, aber es ist auffällig, wie viele Ärzte / Menschen keine Vorstellung von unserem Arbeitsplatz haben. Angefangen (betrifft mich ausdrücklich nicht, aber als Beispiel) von "dann arbeiten Sie jeden Tag zwei Stunden, aber erst ab 9 Uhr, wenn es vorher nicht geht" bis "Jede Woche eine Stunde mehr". Lustigerweise haben diese Menschen Kinder in Schulen und sollten doch merken / selbst hoffen, dass Lehrkräfte nicht jede Woche wechseln, usw.....

  • Angefangen (betrifft mich ausdrücklich nicht, aber als Beispiel) von "dann arbeiten Sie jeden Tag zwei Stunden, aber erst ab 9 Uhr, wenn es vorher nicht geht" bis "Jede Woche eine Stunde mehr". Lustigerweise haben diese Menschen Kinder in Schulen und sollten doch merken / selbst hoffen, dass Lehrkräfte nicht jede Woche wechseln, usw.....

    Wir regeln solche Wiedereingliederungen oder Anforderungen über den Vertretungsplan.
    Meist dann aber auch gepaart mit gekoppeltem Unterricht oder mit Stützkursen.

    Und ja leider haben manche Klassen dadurch viel zu viele Lehrerwechsel. Einfach ist das nicht, aber Gesundheit geht vor und daher wird bei uns schon versucht alles zu ermöglichen.

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