Schulausfall, Minusstunden, kein Distanzunterricht NDS

  • 4 pro Woche über der persönlichen Pflichtstundenzahl, aber nur kurzfristig, über längere Zeiträume maximal 2.

    Übrigens darf in Niedersachsen inzwischen wieder Distanzunterricht angeboten werden.

  • Bei uns noch keine Stunde, heute Mittag war es sonnig und relativ warm. Ich wünsche euch auch besseres Wetter ohne Eisregen etc.

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  • Ich wünsche euch auch besseres Wetter ohne Eisregen etc.

    Tolle Band, kann man auch bei schlechtem Wetter hören.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

  • Bin ganz schön überrascht, dass das mit den Minusstunden bei euch zulässig ist. In BW ist das ganz klar nicht zulässig, Minusstunden kann es, solange es keine Zeiterfassung gibt, nicht geben.


    Hier gilt die Umsetzung folgenden Urteils: Zur „Heckwelle": Nacharbeit von zuvor ausgefallenen Stunden ist nicht erlaubt. Es darf kein Minusstundenkonto geführt werden. Laut einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes (30.3.1992; BVerwG 2 B 27.92) darf Mehrarbeit nicht angeordnet werden, um ...in der Vergangenheit (...) schuldlos nicht abgeleistete Arbeit nachzuholen...


    Darunter fällt Unterrichtsentfall wg. Wetter ja ganz klar. Was zulässig ist, ist Vertretung am selben Tag: Klasse auf Klassenfahrt, ich vertrete die Stunden, in denen ich eigentlich bei der Klasse Unterricht hätte

  • Bin ganz schön überrascht, dass das mit den Minusstunden bei euch zulässig ist. In BW ist das ganz klar nicht zulässig, Minusstunden kann es, solange es keine Zeiterfassung gibt, nicht geben.


    Hier gilt die Umsetzung folgenden Urteils: Zur „Heckwelle": Nacharbeit von zuvor ausgefallenen Stunden ist nicht erlaubt. Es darf kein Minusstundenkonto geführt werden. Laut einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes (30.3.1992; BVerwG 2 B 27.92) darf Mehrarbeit nicht angeordnet werden, um ...in der Vergangenheit (...) schuldlos nicht abgeleistete Arbeit nachzuholen...


    Darunter fällt Unterrichtsentfall wg. Wetter ja ganz klar. Was zulässig ist, ist Vertretung am selben Tag: Klasse auf Klassenfahrt, ich vertrete die Stunden, in denen ich eigentlich bei der Klasse Unterricht hätte

    Du darfst aber vorher (!) gehaltene Plusstunden genannt MAU-Stunden nicht mehr abrechnen.

    Bei mir mehrfach geschehen, MAU-Stunden im Winter dank vieler Vertretungen, MAU-Stunden in Frühjahr dank Elternzeit, Minusstunden im Juni und Juli dank Abitur und LK, Studienfahrt des anderen LK, Austausch usw.

    Die vorher 30 gehaltenen Stunden waren weg. In anderen Bundesländern wird monatlich abgerechnet, nicht schuljährlich.

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  • In anderen Bundesländern wird monatlich abgerechnet, nicht schuljährlich.

    NDS kombiniert tatsächlich die Mist-Punkte: jährliche Abrechnung UND Minusstunden.
    NRW rechnet monatlich ab, wobei zur Zeit nicht wenige KuK um die 10-15 Stunden im Monat haben. Alleine durch Vertretung, also keine dauerhafte Mehrarbeit.

  • NDS kombiniert tatsächlich die Mist-Punkte: jährliche Abrechnung UND Minusstunden.
    NRW rechnet monatlich ab, wobei zur Zeit nicht wenige KuK um die 10-15 Stunden im Monat haben. Alleine durch Vertretung, also keine dauerhafte Mehrarbeit.

    Ich hatte im letzten Schuljahr ja auch 5 Monate lang 4 Stunden pro Woche Dauervertretung. Aktuell komme ich gerade auf 4 pro Monat und dank Abitur...

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  • Du darfst aber vorher (!) gehaltene Plusstunden genannt MAU-Stunden nicht mehr abrechnen.

    Bei mir mehrfach geschehen, MAU-Stunden im Winter dank vieler Vertretungen, MAU-Stunden in Frühjahr dank Elternzeit, Minusstunden im Juni und Juli dank Abitur und LK, Studienfahrt des anderen LK, Austausch usw.

    Die vorher 30 gehaltenen Stunden waren weg. In anderen Bundesländern wird monatlich abgerechnet, nicht schuljährlich.

    Abrechnen hat sich noch nie gelohnt, da nicht zu 100% vergütet wird, wobei ich das von dir beschriebene Vorgehen fragwürdig und u.U. für rechtlich anfechtbar halte...aber wer hat schon Lust den Klageweg zu gehen. Fakt ist: In BW wie auch in fast allen BL gibt es kein Arbeitszeitkonto/-erfassung und das ist auch die Grundlage für die Regelung in BW. Ich feier alle Stunden ab, sobald ich über der Bagatellgrenze bin, so ist in BW auch die Vorgabe bzgl Mau der Personalräte.

    Die SL soll mir nur einmal blöd kommen, dann habe ich das letzte Mal eine Klassenfahrt durchgeführt oder begleitet, die dort geleistet Zeit holt keiner mehr raus im Schuljahr.

    Aber müsste das Bundesverwaltungsgerichtsurteil nicht für alle Bundesländer gelten und würde die Praxis in NDS dann nicht dagegen verstoßen? Aber selbst wenn...wer klagt? Den Klageweg zu führen, scheint von den Ländern ja bei einigen Themen die kalkulierte Variante zu sein. Selbst wenn geklagt wird und es Urteile gibt, passiert ja trotzdem nichts ...siehe Arbeitszeiterfassung.

  • Ich hatte im letzten Schuljahr ja auch 5 Monate lang 4 Stunden pro Woche Dauervertretung. Aktuell komme ich gerade auf 4 pro Monat und dank Abitur...

    Ja, und die armen Kinder in Afrika haben Hunger....

    1. Ich spreche eben explizit NICHT von Dauervertretung im Stundenplan, dass viele seit Jahren dauerhaft über ihrem Soll arbeiten und nie abbauen können werden, ist gesetzt, sondern von ständigem Einspringen mit einer (selten) oder zwei spontanen Vertretungen wegen Krankheitswellen. Aber ich werde meinen KuK (ich bin gerade aus Gründen nicht betroffen sondern produziere die Dauererhöhung bei einigen KuK) Bescheid sagen, sie sollen sich nicht so anstellen, es ist woanders nicht besser.

  • Wenn die Welt perfekt wäre, gäbe es bei Lehrkräften eine 110%-Versorgung, um Ausfälle die meiste Zeit über auffangen zu können, und Überstunden würden selbstverständlich ab der ersten Stunde bezahlt werden, statt dass man sagt, Lehrkräfte haben bis zu 3 Stunden Vertretung unentgeltlich zu leisten. Naja, vielleicht irgendwann mal...

  • Wenn die Welt perfekt wäre (nein: Wenn es auch nur NORMAL wäre), würde die Versorgung nicht mit statistischen Werten abgebildet werden, die in der Praxis nichts bedeuten.
    Was bringt uns die angebliche fast 110% Versorgung, wenn wir in 3 Fächern den Mangel der Hölle haben, die Bezirksregierung eine Person zu uns versetzt mit zwei Fächern, die (BEIDE) schon überversorgt sind. und das nicht zum ersten Mal. und immer wieder.

  • Ja, und die armen Kinder in Afrika haben Hunger....

    1. Ich spreche eben explizit NICHT von Dauervertretung im Stundenplan, dass viele seit Jahren dauerhaft über ihrem Soll arbeiten und nie abbauen können werden, ist gesetzt, sondern von ständigem Einspringen mit einer (selten) oder zwei spontanen Vertretungen wegen Krankheitswellen. Aber ich werde meinen KuK (ich bin gerade aus Gründen nicht betroffen sondern produziere die Dauererhöhung bei einigen KuK) Bescheid sagen, sie sollen sich nicht so anstellen, es ist woanders nicht besser.

    Mit dem falschen Bein aufgestanden?

    Ich habe nur ein weiteres Beispiel gegeben, wie die Vertretungsstunden entstehen spielt doch keine Rolle. Und ob jemand einmal 5 Monate ausfällt oder jede Woche Mittwoch, spielt für mich als Vertretung keine Rolle.

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  • in NRW spielt es eine Rolle, in NDS und RLP (wo ich schon mal unterrichtet habe) glaube ich auch und irgendwie hoffe ich sehr, dass es in BaWü auch eine Rolle spielt. Wenn ich eine Lerngruppe habe, die ich 5 Monate lang habe, wird es (bei uns) aufs Deputat angerechnet, und dann unterrichtet man 26 statt 24 Stunden (oder 28 statt 26). Da werden auch die Stunden der kleinen Ferien, des Feiertags, des Ausflugs bezahlt (auch wenn die des Ausflugs in dem Monat auch Minusstunden sind). Vertretungsstunden werden dann mit einem deutlich schlechteren Satz bezahlt und bedeuten zwar keine Vorbereitung, dafür aber viel mehr spontanen Stress, man kennt die Klasse nicht, hat keine reale pädagogische Handhabe, erst recht, wenn es zwei Klassen parallel sind.

    Mit dem falschen Bein aufgestanden?

    Sorry.
    Tatsächlich ja. Wobei meine Empfindlichkeit da nicht mal mit dem Aufstehen anfing, sondern ständig. Bei ca. 20-25% Fehlquote pro Tag (geplant, nicht geplant, spontan oder ein Tag vorher gewusst) und Vertretung von der 1. bis zur 9. Stunde ist die Stimmung im Kollegium eine reine Katastrophe.
    Heute kamen die neuen Stundenpläne, ich bin zufrieden, aber die meisten KuK kriegen mehr Stunden als im ersten Halbjahr, die Anzahl unserer Vertretungsbereitschaften steigt zum Abdecken der Fehlquote, und ich bin die Letzte, die sich beschweren darf, was mir schon durchaus einige KuK auch zu verstehen gegeben haben, auch wenn ich eben nur bemängele, dass es so nicht weiter geht und wir dadurch alle implodieren.
    Und dann wird uns gesagt, es gibt ja andere Schulen, da sei es noch schlimmer (also die Lücken im Stundenplan oder spontane Vertretung 5 Stunden nach Unterrichtsschluss.
    Da haben die KuK im nächsten Herbst, wenn die Auszahlung der Überstunden nichts davon, dass sie jetzt am Kriechen sind.

  • 10-15 Stunden habe ich in meinem gesamten Leben noch nie abgerechnet, das ist wirklich krass 😳 Und auch Vertretung "5 Stunden nach Unterrichtsschluss" kenne ich nicht, es traf immer nur unmittelbar angrenzende Stunden. Das liest sich herausragend sch...

    Ich bin sehr froh, dass bei uns das Allermeiste über Mitbetreuung oder Stundenverlegung gelöst wird. Eine richtige Vertretungsstunde in dem Sinne, dass man in eine fremde Klasse geht und da irgendwie beschäftigen soll, hatte ich im gesamten Halbjahr nicht ein einziges Mal.

  • chilipaprika :Es tut mir leid, dass ihr schon so oft das Problem mit einer scheinbar inkompetenten Bezirksregierung hattet. Ich vermute mal, die bei euch überversorgten Fächer sind solche, die auch überregional nicht gerade zu den Mangelfächern schlechthin zählen, oder?

    Die Lösung in meinen Augen wäre, dass Lehramtsstudierende (m/w/d) mit wenig gefragten Fächerkombinationen besser ob des tatsächlichen Bedarfs aufgeklärt werden. Es kommen ja immer mal wieder Anfragen auch hier im Forum und dann kommt oft die Rechtfertigung "Ich brenne für diese Fächer, bin auch räumlich flexibel und offen für andere Schulformen (möchte aber trotzdem für das gymnasiale Lehramt studieren).". Ja, schön und gut, aber wenn andere Leute auch so denken, bleiben diese Fächer auf alle Zeit überversorgt.

    Ich habe auch schon überlegt, ob es Sinn machen würde, wenn die Fachkollegen (m/w/d) von Mangelfächern in den Sek II-Kursen ihrer Fächer bewusst einfach mal diejenigen Schüler (m/w/d), die bisher durch gute Leistungen und/oder fachliches Interesse hierin auffiellen, ansprechen, ob die sich ein Lehramtsstudium mit diesen (oder inhaltlich verwandten) Fächern vorstellen könnten.

  • chilipaprika :Es tut mir leid, dass ihr schon so oft das Problem mit einer scheinbar inkompetenten Bezirksregierung hattet. Ich vermute mal, die bei euch überversorgten Fächer sind solche, die auch überregional nicht gerade zu den Mangelfächern schlechthin zählen, oder?

    die Bezirksregierung führt auch nur die Regeln aus. Die Statistik sagt XY, also YZ.
    Jein. Sowohl als auch. Also Deutsch und Englisch sind gerade auch Mangelfächer bei uns (aber nicht die schlimmsten). Und wir haben halt kleine Fächer mit weniger Stunden als eine VZ-Stelle überhaupt mehrfach und mehrfach besetzt.

    Ich bin sehr froh, dass bei uns das Allermeiste über Mitbetreuung oder Stundenverlegung gelöst wird.

    Wir haben kaum Klassen, die man alleine lassen kann. Eine Mitbetreuung (gibt es auch oft) bedeutet also, dass der eigene Unterricht auch nicht geht.

    Eine richtige Vertretungsstunde in dem Sinne, dass man in eine fremde Klasse geht und da irgendwie beschäftigen soll, hatte ich im gesamten Halbjahr nicht ein einziges Mal.

    Wie geht das denn bitte? Erkläre mir, wie ihr das macht!!

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