Soll dann innerhalb einer Klasse vier- bis fünffach differenziert werden
Machen wir in der Grundschule ja ggf. auch.
(Und ein ehemaliger angehender Grundschul-Lehrer müsste das wissen.)
Soll dann innerhalb einer Klasse vier- bis fünffach differenziert werden
Machen wir in der Grundschule ja ggf. auch.
(Und ein ehemaliger angehender Grundschul-Lehrer müsste das wissen.)
Ich habe nicht geschrieben, dass es nicht möglich ist. Wie gesagt, wenn es das System verlangt, macht man irgendwie das Beste aus den Rahmenbedingungen. Wenn man allerdings wirklich das Extrembeispiel annimmt, Kinder mit Förderbedarf geistige Entwicklung und gleichzeitig Kinder mit Hochbegabung, dazu womöglich noch Kinder mit geringen Sprachkenntnissen und solche mit Verhaltensauffälligkeiten: alle in einer Klasse. Dann kriegt man zwar immer irgendwie den Tag herum, aber nicht so, dass alle Beteiligten wirklich das Gefühl hatten, dass ihre Bedürfnisse die ganze Zeit über angemessen berücksichtigt wurden.
Du kannst gerne schreiben, dass du damit kein Problem hast und vielleicht ist das in deinem Fall sogar so. Großflächlig hingegen sind für mich die Ergebnisse der Leistungsstudien auch ein Indikator, dass Heterogenität innerhalb der leistungsbezogenen Voraussetzungen der Schülerschaft, vor allem in der Primarstufe, nicht automatisch immer eine Bereicherung darstellt, sondern bisweilen auch eine Belastung, und dass es vor allem Primarstufenlehrkräfte nicht zu schlechteren Lehrkräften macht, wenn sie diese Position vertreten.
Wir könnten uns all das sparen, wenn wir das alte System im Kern wieder ernst nehmen und anwenden: 60% eines Jahrgangs auf die Hauptschule als ungefährer Richtwert, der sich ggf. auf 50% austarieren lässt.
Dann müsste man das Gymnasium aber auch wieder ernst nehmen, sodass das keine Fake-Realschule ist wie derzeit hier oft in NRW vorzufinden.
https://www.bpb.de/system/files/d….pdf?download=1
Bolzbold :
Soll dann innerhalb einer Klasse vier- bis fünffach differenziert werden oder soll es separate Kurse "Niveau sehr schwach" bis "Niveau sehr stark" geben?
Nein. Ich meine fünf verschiedene Kurse - beispielsweise von Level 1 (HS-Niveau) bis Level 5 (sehr gutes GY-Niveau).
Dann muss man in der Tat den Klassenverband auflösen, der entgegen der Meinungen hier nicht immer ein positives soziales Umfeld darstellt. Wie auch in den USA wären das dann Jahrgänge. Dadurch hätten wir vermutlich auch eine größere soziale Durchmischung.
Nein. Ich meine fünf verschiedene Kurse - beispielsweise von Level 1 (HS-Niveau) bis Level 5 (sehr gutes GY-Niveau).
Dann muss man in der Tat den Klassenverband auflösen, der entgegen der Meinungen hier nicht immer ein positives soziales Umfeld darstellt. Wie auch in den USA wären das dann Jahrgänge. Dadurch hätten wir vermutlich auch eine größere soziale Durchmischung.
Gab es an meiner kleinen High School (ca. 400 Schülerinnen und Schüler verteilt auf 4 Klassen) jahrgangsübergreifend. Da saß die sehr intelligente Zehntklässlerin neben dem nicht so leistungsstarken Zwölftklässler in Chemie. Es wurde eine Vielzahl an Kursen angeboten und man konnte frei wählen. Manche Kurse musste man nacheinander besuchen.
Mathematik und Englischkurse hatten verschiedene Themen z . B Analysis oder Trigonometrie oder amerikanische Literatur oder Rechtschreibung.
Gab es an meiner kleinen High School (ca. 400 Schülerinnen und Schüler verteilt auf 4 Klassen) jahrgangsübergreifend. Da saß die sehr intelligente Zehntklässlerin neben dem nicht so leistungsstarken Zwölftklässler in Chemie. Es wurde eine Vielzahl an Kursen angeboten und man konnte frei wählen. Manche Kurse musste man nacheinander besuchen.
Mathematik und Englischkurse hatten verschiedene Themen z . B Analysis oder Trigonometrie oder amerikanische Literatur oder Rechtschreibung.
So habe ich es damals auch erlebt. Was die Themen betrifft, so kann man da sicherlich einen Mittelweg aus Niveau und Anzahl an Themenfeldern gehen. Aber die Grundidee ist meines Erachtens nicht verkehrt.
Das Ganze muss nur von Anfang an funktionieren - und gut funktionieren - weil wir sonst einen Run auf die Privatschulen haben werden - und die Prüfungen beim Externenabitur werden in die Höhe schnellen...
Die USA haben das System auch nur bedingt erfolgreich umsetzen können, da es dort ein inzwischen recht fest verankertes Privatschulsystem gibt, das insbesondere von sozioökonomisch bessergestellten Eltern genutzt wird. Soziale Durchmischung lässt sich leider nicht erzwingen.
Hinzu kommt, dass es in den USA weiterhin große ethnische Segregration gibt - in manchen Bezirken gibt es sowohl "black schools" als auch "white schools". Durch die freie Schulwahl in Deutschlands müssen wir eher darauf achten, dass wir uns nicht auch dahingehend entwickeln - nur mit weniger Fokus auf Hautfarbe, was historisch bedingt in den USA eine größere Rolle spielt als in Deutschland, sondern kulturellem Hintergrund.
Die USA haben das System auch nur bedingt erfolgreich umsetzen können, da es dort ein inzwischen recht fest verankertes Privatschulsystem gibt, das insbesondere von sozioökonomisch bessergestellten Eltern genutzt wird. Soziale Durchmischung lässt sich leider nicht erzwingen.
Hinzu kommt, dass es in den USA weiterhin große ethnische Segregration gibt - in manchen Bezirken gibt es sowohl "black schools" als auch "white schools". Durch die freie Schulwahl in Deutschlands müssen wir eher darauf achten, dass wir uns nicht auch dahingehend entwickeln - nur mit weniger Fokus auf Hautfarbe, was historisch bedingt in den USA eine größere Rolle spielt als in Deutschland, sondern kulturellem Hintergrund.
Ich weiß.
Dennoch brauchen wir eine grundlegende Vereinheitlichung des Schulwesens - die Parallelität aus integriert und dreigliedrig ist ein Beleg für die unterschiedlichen bildungspolitischen Ideologien von CDU und SPD aus den 70er Jahren, die dort unbedingt durchgesetzt werden sollten.
Das führt wieder zum Thema, dass heutzutage Veränderungen im Bereich Bildung, die eben auch nur Spielball der Politik ist, eher unwahrscheinlich sind.
Werbung