AFD-Diskussion (aus Meckerforum, hier darf alles rein, was doof ist)

  • In meinem Bundesland hat die AfD fast 20%. Das ist echt zum Kotzen und ich schäme mich für RLP.

    Das einzige halbwegs Erträgliche ist, dass wenigstens in meiner Heimat das Ergebnis sehr sehr viel niedriger ist (aber immer noch zu hoch).

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street
    A gentle Irishman mighty odd.

  • In meinem Bundesland hat die AfD fast 20%. Das ist echt zum Kotzen und ich schäme mich für RLP.

    Das einzige halbwegs Erträgliche ist, dass wenigstens in meiner Heimat das Ergebnis sehr sehr viel niedriger ist (aber immer noch zu hoch).

    Dann schau mal wie es in KL gelaufen ist :(

  • Dann schau mal wie es in KL gelaufen ist :(

    Meine Heimat(stadt) ist von diesem Ergebnis sehr sehr weit entfernt.

    PS/edit: In meinem Wahlbezirk sind sie sogar noch viel niedriger, als in meiner Stadt gesamt. Wir sind ganz weit weg von blau!

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street
    A gentle Irishman mighty odd.

  • Es gibt Wahlkreise in RLP, da ist die AfD mit über 30% die stärkste Kraft. Was glauben die WählerInnen eigentlich, was die AfD für Deutschland bzw. für RLP herausholen wird?

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Es gibt Wahlkreise in RLP, da ist die AfD mit über 30% die stärkste Kraft. Was glauben die WählerInnen eigentlich, was die AfD für Deutschland bzw. für RLP herausholen wird?

    Das ist wirklich erschreckend. Jede(r) weiß, wie sich diese Partei im Rechtsradikalismus und -extremismus suhlt. Und damit ist sie einfach unwählbar. Und wer es dennoch tut, macht es in diesem Wissen :(

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street
    A gentle Irishman mighty odd.

  • Es gibt Wahlkreise in RLP, da ist die AfD mit über 30% die stärkste Kraft. Was glauben die WählerInnen eigentlich, was die AfD für Deutschland bzw. für RLP herausholen wird?

    Dazu am besten die Demographien fragen, bei denen die Partei besonders gut abschnitt. Laut Tagesschau sind dies vor allem:

    - Altersgruppe 35-44 Jahre

    - Arbeiter (m/w/d)

    - schlechte finanzielle Lage

  • Die Afd ist bei den 18-24-Jährigen stärkste Kraft! Tatsächlich muss man verbliebenen alten Stammwählern der CDU und SPD glatt danken. Die haben die Afd wenigstens nicht so stark gepusht wie die jüngeren unter 44.

  • Spannend ist die Frage, in weit das Afd-Problem eine Bildungsproblem ist. Sind wir mal ehrlich, wer AfD wählt ist in der Regel nicht in der Lage zu verstehen, was die da fordern und warum das nicht geht. Die AfD holt ihre Wähler mit Populismus und falschen Versprechungen. Müssen wir da nicht Schülern die Mittel geben Populismus zu erkennen und Aussagen kritisch zu hinterfragen. Das wird natürlich auch jetzt schon in der Schule gemacht. Aber anscheinend schaffen wir es nicht gut genug. Ich würde vorschlagen Facebook oder so zu nehmen und zufällig 10 Aussagen zur aktuellen Politik auslosen und dann einem Faktencheck unterziehen und zu diskutieren, ob sie umsetzbar sind. Und das dann jeden Montag.

  • Mache ich. Also nicht in dem Maße.

    Aber zuletzt hatte ich mal ein Bild vom Einbruch in Gelsenkirchen gezeigt und mit den 4. Klassen überlegt, warum dieses Bild nicht echt sein kann. Mache ich immer mal wieder.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Spannend ist die Frage, in weit das Afd-Problem eine Bildungsproblem ist. Sind wir mal ehrlich, wer AfD wählt ist in der Regel nicht in der Lage zu verstehen, was die da fordern und warum das nicht geht.

    Wer ist "wir"? Sprich bitte für dich. Ich halte es für naiv zu glauben, dass 20% der Wählenden einfach nur zu doof und ungebildet seien nur man selbst wäre ja schlau genug, das Richtige zu wählen.

    Und diese Abgrenzerei "wir" und "die" "in meinem Wahlkreis aber war es nicht so schlimm", "es sind ja bloß die Russlanddeutschen/ Arbeiter/ Geringverdiener/ Ostdeutschen/ Männer/ unter 45/über 45/im Nachbarort..." ist Augenwischerei. Es sind 1/5 der Wähler*innen.

    Engagiert euch, wenn ihr wirklich was bewegen wollt. Nur nicht blau zu wählen reicht nicht mehr.

  • Wer ist "wir"? Sprich bitte für dich. Ich halte es für naiv zu glauben, dass 20% der Wählenden einfach nur zu doof und ungebildet seien nur man selbst wäre ja schlau genug, das Richtige zu wählen.

    Naja, wir können es mal mit Fakten versuchen. Erstmal habe ich nicht geschrieben "Alle" sondern "in der Regel". Es gibt in der AfD sicherlich einige Strippenzieher, die mit voller Absicht agieren und es gibt sicherlich genug Menschen, die einfach rechtsextrem sind.
    Aber wenn wir uns die Wählerschaft der AfD ansehen, dann sehen wir direkt dass die AfD insbesondere von Menschen gewählt wird, die eigentlich unter einem Wahlsieg der AfD leiden würden. Also die vom Programm der AfD negativ betroffen sind.
    Zweitens sehen wir je niedriger der Bildungsstand desto höher der Anteil der AfD-Wähler. 26% aller Menschen mit Hauptschulabschluss haben in Baden-Württemberg die AfD gewählt, 24 % aller Realschüler aber nur 18% aller Abiturienten. Unter den Menschen mit Hochschulabschluss sind es nur noch 10%. Ergo bessere Bildung = weniger AfD. Das kann natürlich auch damit zusammenhängen, dass der Lebensstandard höher ist. Aber das ist letztlich auch egal. Wichtig ist doch nur, dass eine höhere Bildung zu weniger Stimmen für die AfD führt.

  • Die These über den dummen Arbeiter, der über Titelüberschriften der Bild-Zeitung nicht hinauskommt, halte ich für Blödsinn.

    Letztendlich ist es der Arbeiter, der zuerst die Probleme im Land spürt. Sei es durch die ungeregelte Migration in die den billigen Wohnraum verknappt und in den ärmeren Stadtteilen zu Gewalt, Vermüllung und unschönes Stadtbild führt. Dazu kommt der massive Druck Abbau von gutbezahlten Arbeitsplätzen in der Industrie, befeuert durch die Energiepolitik und Sanktionen der letzten Jahre.

    Wir in öffentlichen Dienst leben auf Kosten der Steuerzahler im produzierenden Gewerbe und werden die Auswirkungen erst stark zeitverzögert spüren.

    Die AFD ist eine der wenigen Parteien, der man den Niedergang Deutschlands nicht anhängen kann, weil diese bislang keine Verantwortung hatten.

    Ich glaube kaum, dass sich ein AFD Wähler für das AFD Parteiprogramm interessiert.

    Ebenso wie die Parteiprogramme der anderen Parteien absolut wertlos sind, da eh Koalitionen gebildet werden. Habe den Eindruck, die Parteiprogramme und.Positionen im Wahlomat sind reine Werbeprogramme VOR der Wahl.

  • Nur löst diec AfD fie Probleme nicht, sondern würde sie für alle, die weniger als 150 000 Euro im Jahr laut ihres Wahlprogramms vom letzten Jahr vergrößern. Es ist allein darum dumm, sie zu wählen, wenn man weniger verdient.

    Aber hej, mir geht es zwar schlechter, aber dem Ausländer oder linksgrünversifften Nachbarn geht es noch schlechter, also ist es gut. Intelligent Fachinformatiker?

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Und der billige Wohnraum verknappt sich, weil in den letzten Jahren jedes Jahr mehr Sozialwohnungen aus der Preisbindung fielen als neue entstanden. Der Staat hatte auch deshalb kein Geld mehr, weil weniger Steuern gezahlt wurden als im letzten Jahrtausend und andere Dinge wie Rentenzahlung bezahlt wurden. Aber die paar Illegalen sind schuld, die es übrigens auch früher gab. Ich erinnere mich, vor Fall der Mauer eine Dokumentation gesehen zu haben, wo für die alte BRD allein über 2 Millionen geschätzt wurden.

    Zur Bildzeitung

    Wem gehört sie, hat diese durch fossile Energie reich Gewordenen Interesse, dass es den Armen besser geht,sicher nicht.

    Aber dazu gehört Wissen. Die anderen glauben, an Freibier und Schlaraffenland

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

    Einmal editiert, zuletzt von Kris24 (23. März 2026 07:45) aus folgendem Grund: Autokorrekrur

  • Naja, wir können es mal mit Fakten versuchen. Erstmal habe ich nicht geschrieben "Alle" sondern "in der Regel". Es gibt in der AfD sicherlich einige Strippenzieher, die mit voller Absicht agieren und es gibt sicherlich genug Menschen, die einfach rechtsextrem sind.
    Aber wenn wir uns die Wählerschaft der AfD ansehen, dann sehen wir direkt dass die AfD insbesondere von Menschen gewählt wird, die eigentlich unter einem Wahlsieg der AfD leiden würden. Also die vom Programm der AfD negativ betroffen sind.
    Zweitens sehen wir je niedriger der Bildungsstand desto höher der Anteil der AfD-Wähler. 26% aller Menschen mit Hauptschulabschluss haben in Baden-Württemberg die AfD gewählt, 24 % aller Realschüler aber nur 18% aller Abiturienten. Unter den Menschen mit Hochschulabschluss sind es nur noch 10%. Ergo bessere Bildung = weniger AfD. Das kann natürlich auch damit zusammenhängen, dass der Lebensstandard höher ist. Aber das ist letztlich auch egal. Wichtig ist doch nur, dass eine höhere Bildung zu weniger Stimmen für die AfD führt.

    Dass die Differenz zwischen 24 und 18 nicht so groß ist, ist dir beim Schreiben gar nicht aufgefallen? Und dass du damit alle Realschüler als ungebildet bezeichnest auch nicht?

    Davon abgesehen: die Wählerinnen und Wähler haben das gewählt, was sie für richtig halten. Das kannst du noch so dumm finden, 19-20% in beiden Landtagswahlen ist ein großer Anteil der Bevölkerung, es reicht nicht mehr, auf den Osten zu schimpfen. Deutschland hat ein Problem mit Rechtsradikalismus, nicht "die anderen".

    Hier würde mal "wir" passen.

  • In meinem Bundesland hat die AfD fast 20%. Das ist echt zum Kotzen und ich schäme mich für RLP.

    Das es alles Andere als schön ist, ist klar. Aber wo liegen die Ursachen?

    Für mich liegt eine Ursache darin, dass sich die SPD von einer Arbeitnehmerpartei hin zu einer Partei der Arbeitslosen und Rentner entwickelt hat. Ich habe jedenfalls in den letzten Jahrzehnten niemanden von der SPD gehört, der für "mehr Netto vom Brutto" Werbung gemacht hat. Stattdessen werden überall Sozialleistungen verteilt.

    Würde die SPD wirklich wieder die Interessen der arbeitenden Bevölkerung vertreten, sie würde der AfD Wähler abjagen können. Stattdessen versucht sie auf dem Feld der Sozialhilfe Boden gutzumachen. Dort hat sich aber schon die Linke positioniert.

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